Wissenswertes aus allen Bereichen
Nord-Ostsee-Kanal
Der Nord-Ostsee-Kanal ist die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt und verbindet die Nordsee von der Elbmündung in Brunsbüttel mit der Ostsee in Kiel. Die Bundeswasserstraße ist rund 99 Kilometer lang, meist 162 Meter breit und rund elf Meter tief. Eröffnet wurde der Kanal nach achtjähriger Bauzeit im Jahre 1895 als Kaiser-Wilhelm-Kanal für die deutsche Kriegsflotte. Seine militärische Bedeutung hat der Kanal mittlerweile verloren; vielmehr vereinfacht er den Warenverkehr zwischen den Anrainerstaaten der Ostsee und dem Rest der Welt. Die Schiffe sparen durch den Kanalrund 250 Seemeilen; ohne Kanal müssten sie über die Skagerrak-Meerenge zwischen der Südküste Norwegens und der dänischen Halbinsel Jütland fahren. Allein im Jahre 2011 passierten über 33.500 Schiffe den Kanal - ohne Sport- und sonstige Schiffe.
Ostermärsche für den Frieden
Die Ostermärsche haben ihre Wurzeln im Protest gegen das atomare Wettrüsten während des Kalten Krieges. Begonnen hat die Tradition der Märsche Ende der 1950er-Jahren in Großbritannien; zum ersten Ostermarsch in der Bundesrepublik kamen 1960 etwa 1.000 Menschen. Mit 300.000 Teilnehmern erreichten die Ostermärsche im Jahr 1968 einen ersten Höhepunkt. Mit der Friedenspolitik von Bundeskanzler Willy Brandt (1969-1974) verlor die Bewegung zunächst an Zulauf. Die Stationierung von sowjetischen SS-20-Mittelstreckenraketen und der NATO-Doppelbeschluss von 1979 belebten die Ostermärsche neu - allein 1983 zogen etwa 700.000 Menschen durch die deutschen Städte. Das Ende des Ostblocks ließ die Teilnehmerzahlen wieder deutlich sinken. Für eine kurzzeitige Wiederbelebung sorgten der Golfkrieg von 1991, der Kosovokrieg von 1998/99, der Irakkrieg von 2003 und die Nuklearkatastrophe von Fukushima von 2011.
Mittsommernacht und der Sommeranfang
Mit dem kalendarischen bzw. astronomischn Sommeranfang am 21. Juni beginnt auf der Nordhalbkugel die wärmste Jahreszeit. Meteorologen beginnen den Sommer jedoch schon am 1. Juni, um die Wetterstatistiken einfacher berechnen zu können. Feiern zur Sonnenwende zählen zudem zu den ältesten Bräuchen der Welt. In früheren Zeiten glaubten die Menschen, dass in der Mittsommernacht die Götter auf die Erde kommen. Noch heute werden vielerorts große Holzstöße ("Sonnenwendfeuer") abgebrannt. Vor allem in den nordischen Ländern sind die Traditionen zur Mittsommernacht noch sehr lebendig. Im Zuge der Christianisierung übernahm die Kirche die heidnischen Sonnenwendbräuche für den Gedenktag Johannes des Täufers am 24. Juni. In einigen Ländern werden daher in der Johannisnacht am 23. oder 24. Juni die bösen Geister mit Feuern vertrieben.
Freitag, der 13.
Einigen Menschen gilt Freitag, der 13. als Unglücktag. Ein Grund für die Furcht liegt vermutlich in der christlichen Religion. So sollen Adam und Eva an einem Freitag in den verbotenen Apfel gebissen haben und so die Sünde in die Welt gebracht haben. Zudem wurde Jesus von Nazareth an einem Karfreitag gekreuzigt. Auch die Zahl 13 ist negativ besetzt: Beim letzten Abendmahl saßen 13 Menschen um den Tisch - der 13. war der Verräter Judas Ischariot.
Der Zahl 13 kommt zudem eine besondere Bedeutung, da sie das geschlossene Zwölfersystem überschreitet. Als Primzahl ist sie zudem nur durch eins und mit sich selbst teilbar. Da viele Menschen mit der Zahl 13 Unglück verbinden, verzichten manche Hotels auf die Zimmernummer 13. Auch einige Fluggesellschaften führen keine 13. Sitzreihe in ihren Maschinen. Dass Menschen Angst vor dieser Kombination haben, ist allerdings ein Phänomen des 20. Jahrhunderts. So soll diese Kombination erst in den 1950er-Jahren aufgetaucht sein. Pro Jahr gibt es mindestens einen und maximal drei Freitage.
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