Asien ist der größte Kontinent der Erde und umfasst etwa ein Drittel der Landmasse. Zudem leben in Asien etwa 60 Prozent der gesamten Weltbevölkerung. Der Name Asiens kommt aus dem Assyrischen und bedeutet "Sonnenaufgang". Längster Fluss des Kontinents ist der Jangtsekiang - er ist gleichzeitig auch der drittgrößte Strom der Erde. Zudem befindet sich in Asien mit dem Himalaya der größte Gebirgszug der Welt. Höchster Gipfel der Welt ist der Mount Everest mit 8.848 Metern. Asien ist zudem eine Wiege der Kulturen - beispielsweise in Mesopotamien, Indien, China oder Japan. Auch alle Weltregionen entstanden in Asien.
Israel liegt im Nahen Osten und blickt auf eine lange Geschichte zurück. Der Landesname bedeutet "Gottesstreiter" und ist bereits 1211 vor Christus belegt. Nach biblischer Überlieferung schuf David bereits um 1000 vor Christus das Königreich Israel mit der Hauptstadt Jerusalem. Nach dem gescheiterten Bar-Kochba-Aufstand im Jahre 135 wurden die Juden in alle Welt verstreut. 1948 wurde der heutige Staat Israel als parlamentarische Demokratie gegründet. In der Folgezeit kam es wiederholt zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit den arabischen Nachbarn. Rund 77 Prozent der Bevölkerung bekennt sich zum Judentum.
Die Palästinensischen Autonomiegebiete liegen im Nahen Osten zwischen dem Mittelmeer und dem Jordan. Geographisch gehören sie zum Maschrek. Sie umfassen Gazastreifen und 40 Prozent des Westjordanlandes - die provisorischen Hauptstädte sind Gaza und Ramallah. Die Gebiete gehören völkerrechtlich zu Israel und werden von der Mehrzahl der Staaten politisch und geographisch nur eingeschränkt anerkannt. Nominell werden die Regierungsfunktionen von der Palästinensischen Autonomiebehörde wahrgenommen, deren die Ziel die Schaffung eines unabhängigen palästinensischen Staates ist.
Der Libanon ist eine parlamentarische Republik im Nahen Osten und gehört zu den Maschrek-Staaten. Hauptstadt des Landes ist Beirut. In der Geschichte stand das Land unter der Herrschaft der Phönizier, Griechen, Römer, Araber, Kreuzfahrer und Osmnanen. Im Jahre 1920 wurde der Libanon ein Mandat Frankreichs. 1941 wurde der Libanon unabhängig - vier Jahre später war er Gründungsmitglied der Vereinten Nationen. Zwischen 1975 und 1990 wurde das Land von einem Bürgerkrieg heimgesucht, der etwa 90.000 Todesopfer forderte. Im Sommer 2006 kam es zu militärischen Auseindersetzungen zwischen Israel und der Hisbollah.
Jordanien ist eine konstitutionelle Monarchie im Nahen Osten mit der Hauptstadt Amman. Seit 1999 steht König Abdullah II. an der Spitze des Haschemitischen Königreiches. Nach der Herrschaft der Römer und der Byzantiner gehörte Jordanien zunächst zum Reich der ägyptischen Mameluken - 1516 wurde es Teil des Osmanischen Reiches. 1920 wurde Jordanien Teil des britischen Mandatsgebietes Palästina. Seit 1946 ist Jordanien unabhängig. Während des Sechs-Tage-Krieges 1967 verlor Jordanien mit dem Westjordanland seine gesamten palästinensischen Gebiete an Israel.
Syrien ist eine präsidiale Republik im Nahen Osten und Teil des Maschrek. Hauptstadt des Landes ist Damaskus. Der Landesname stammt aus dem Griechischen vom antiken Assyrien. Im Laufe der Geschichte erlebte Syrien zahlreiche Herrscher - von den Assyrern über Griechen, Römer und Osmanen bis zu den Franzosen. Seit 1946 ist Syrien unabhängig und war in der Folgezeit durch politische Instabilität gekennzeichnet. Nach seiner Wahl zum Staatspräsidenten 1970 etablierte Hafiz al-Assad ein diktatorisches Regime, an dem sein Sohn und Nachfolger Baschar al-Assad weiter festhält. Im Zuge der Proteste in der arabischen Welt kam es 2011 zu Protesten gegen das Regime.
Saudi-Arabien ist eine absolute Monarchie in Vorderasien, die sich auf den Islam als Staatsreligion beruft. Das Land liegt auf der Arabischen Halbinsel und beheimatet die beiden heiligsten Stätten des Islam - die Kaaba in Mekka und die Ruhestätte Mohammeds in Medina. Die Religion spielt eine große Rolle in Saudi-Arabien, dass als besonders strenggläubig und islamisch-konservativ gilt. Das Königreich Saudi-Arabien mit der Hauptstadt Riad wurde 1932 proklamiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg das Land zum wichtigsten Erdöllieferanten der Welt auf, womit der rasche wirtschaftliche Aufschwung einherging.
Jemen ist eine islamische Präsidialrepublik im Südwesten der Arabischen Halbinsel. Hauptstadt des Landes ist Sana'a. Etwa 97 Prozent der Jemeniten sind Araber; der Islam ist die Staatsreligion. Bereits im 2. vorchristlichen Jahrtausend war das Gebiet das politische und kulturelle Zenrum Arabiens und Drehscheibe für den Fernhandel zwischen Ostafrika, Indien und dem Mittelmeerraum. Nach persischer und osmanischer Herrschaft wurde der Südjemen Teil der britischen Kolonialreiches, während im Nordjemen die Imame der Zaiditen regierten. Auch nach dem Abzug der Briten 1967 blieb der Jemen bis 1990 in zwei Staaten geteilt.
Das Sultanat Oman ist eine absolute Monarchie im Südosten der arabischen Halbinsel. Hauptstadt des Landes ist Maskat. Staatsoberhaupt und Regierungschef des Landes ist der Sultan - die Rechtssprechung des Landes erfolgt nach islamischem Recht. Der Islam wiederum ist die dominierende Religion Omans, andere Religionen werden jedoch geduldet. Nach 1798 geriet das Sultanat zunehmend unter britischen Einfluss - 1891 wurde Oman schließlich ein britisches Protektorat. Seit 1971 ist das Land unabhängig. Seit den 1960er-Jahren ist die Wirtschaft auf den Export von Erdöl ausgerichtet.
Die Vereinigten Arabischen Emirate liegen auf der Arabischen Halbinsel und wurden 1971 gegründet. Das Land ist ein Bundesstaat, bestehend aus sieben Emiraten. Hauptstadt des Landes ist Abu Dhabi. Die Emirate wurden im 18. Jahrhundert gegründet und gerieten bald unter britische Herrschaft. Heute liegt der Urbanisierungsgrad des Landes bei etwa 85 Prozent - einem der höchsten der Welt. In den Vereinigten Arabischen Emiraten gibt es keine politischen Parteien, Wahlen und Gewerkschaften. Zudem existiert keine strikte Gewaltenteilung. Haupteinkommen des Landes sind die Erdöl- und Gasvorkommen im Emirat Abu Dhabi.
Das Emirat Kuwait ist eine konstitutionelle Erbmonarchie auf der arabischen Halbinsel. Hauptstadt des Landes ist Kuwait-Stadt. Das Land wird seit dem 7. Jahrhundert vom Islam geprägt. Lange Zeit war Kuwait ein Teil des Osmanischen Reiches - 1756 wurde das Scheichtum unter der Dynastie as-Sabah begründet. 1899 wurde Kuwait ein britisches Protektorat - seit 1961 ist es unabhängig. Durch seine reichen Ölvorkommen stieg das Land zu einem der größten Ölförderer am Persischen Golf auf. 1990 marschierten irakische Truppen in Kuwait ein und annektierten das Emirat bis zum Zweiten Golfkrieg 1991.
Katar ist eine Monarchie auf der arabischen Halbinsel mit der Hauptstadt Doha. Etwa 95 Prozent der Einwohner sind Moslems. Im 19. Jahrhundert geriet Katar unter britischen Einfluss. Nach dem Rückzug der Briten erklärte es seine Unabhängigkeit - ein Anschluss an die Vereinigten Arabischen Emirate wurde abgelehnt. Lange Zeit war der Perlenhandel die Haupteinnahmequelle des Landes - durch die billigen Zuchtperlen verloren viele Menschen jedoch ihre Existenzgrundlage. Wichtigste Einnahmequellen des Landes sind heute Erdöl und Erdgas. Katar besitzt nach Russland das zweitgrößte Erdgasvorkommen der Welt.
Das Königreich Bahrain ist ein Inselstaat im Persischen Golf mit der Hauptstadt Manama. Der Landesname bedeutet im im Arabischen "zwei Meere" - ein Bezug auf das Meer, das die Inselm umfasst, sowie ein Meer von Grundwasser. Nach assyrischer, persischer und portugiesischer Herrschaft wurde Bahrain 1783 unter dem arabischen Herrscherhaus der Al-Chalifa unabhängig. Im 19. Jahrhundert geriet es jedoch als Protektorat unter britische Oberhoheit. Am 14. August 1971 wurde es als konstitutionelle Monarchie unabhängig - Staatsreligion ist der Islam. Wirtschaftlich ist Bahrain stark vom Erdöl abhängig.
Der Iran in Vorderasien gehört zu den 20 bevölkerungsreichsten und größten Staaten der Welt. Hauptstadt des Landes ist Teheran. Der Landesname bedeutet "Land der Arier". Lange Zeit war auch der Name Persien gebräuchlich. Er leitet sich von der Landschaft der "Persis" in der heutigen Provinz Fars ab. Um 550 begründete Kyros II. der Große mit dem Altpersischen Reich das erste Weltreich der Geschichte, dass von Alexander dem Großen erobert wurde. Nach mongolischer und türkischer Herrschaft entstand im 18. Jahrhundert ein neues persisches Kaiserreich. Im Jahre 1979 wurde mit dem Sturz des Schahs die Islamische Republik begründet.
Georgien ist eine parlamentarische Demokratie südlich des Großen Kaukasus. Hauptstadt des Landes ist Tiflis. Das Land hat eine äußerst vielfältige Geografie und politisch-kulturelle Geschichte. Im Laufe der Geschichte wurde Georgien von Alexander dem Großen, den Römern, Arabern, Mongolen und Türken erobert. Im Jahre 1801 wurde das Land von den Russen annektiert. Nach dem Zusammebruch des Zarentums 1917 wurde Georgien zunächst unabhängig - 1921 marschierte die Rote Armee in Georgen ein. Das Land wurde eine Sowjetrepublik innerhalb der UdSSR umgewandelt. Seit 1991 ist Georgien wieder unabhängig.
Armenien blickt auf eine lange Geschichte zurück. Seine Wurzeln reichen bis ins 1. Jahrtausend vor Christus zurück. Die Herrscher des Landes wechselten jedoch wiederholt im Laufe der Geschichte - Perser, Makedonen, Parther, Römer, Araber, Türken und Russen herrschten abwechselnd über die Kaukasus-Republik. Zwischen 1918 und 1920 existierte erstmals eine unabhängige Armenische Republik - 1936 wurde es eine Sowjetrepublik im Verbund der Sowjetunion. Mit der Unabhängigkeitserklärung vom 21. September 1991 entstand schließlich die heutige Republik Armenien.
Aserbaidschan ist eine präsidiale Republik im Kaukasus mit der Hauptstadt Baku. Die Geschichte des Landes reicht bis ins 9. Jahrhundert vor Christus zurück. Im Laufe der Jahrhunderte unterstand das Land wechselnden Herrschern - von Persern über Araber, Mongolen und Türken bis hin zu den russischen Zaren. Im Jahre 1918 wurde Aserbaidschan als erste Republik des islamischen Orients unabhängig. 1920 marschierte jedoch die Rote Armee ein - das Land wurde in eine Sowjetrepublik innerhalb der UdSSR umgewandelt. Seit 1991 ist Aserbaidschan wieder unabhängig.
Kasachstan ist eine autoritär regierte Präsidialrepublik in Zentralasien. Hauptstadt des Landes ist Astana. Bereits im 7. Jahrhundert wurde das Land von den Turkvölkern aus dem Altai besiedelt. 1219 wurde es Teil des mongolischen Reiches von Dschingis Khan. Das Volk der Kasachen entstand erst im 15. Jahrhundert als Abspaltung des Usbekenreiches. Nach erneuter mongolischer Herrschaft geriet Kasachstan im 18. Jahrhundert unter russische Zarenherrschaft. Nach deren Zusammenbruch wurde Kasachstan 1936 eine Sowjetrepublik innerhalb der UdSSR. Seit 1991 ist Kasachstan ein unabhängiger Staat.
Kirgististan ist eine Präsidialrepublik in Zentralasien mit der Hauptstadt Bischkek. Der Landesname bedeutet "Land der Kirgisen". Etwa 65 Prozent der Bevölkerung sind Kirgisen - ein Turkvolk, das sich überwiegend zum Islam bekennt. Daneben gibt es größere Minderheiten von Russen und Usbeken. Im 12. Jahrhundert geriet das Land zunächst unter mongolische, später unter chinesische und russische Herrschaft. Nach dem Ende des Zarenreiches wurde Kirgisistan ein Teil der Autonomen Sowjetrepublik Turkestan - 1924 wurde es eine eigene Sowjetrepublik innerhalb der UdSSR. Seit 1991 ist Kirgisistan ein unabhängiger Staat.
Usbekistan ist ein Binnenstadt in Zentralasien. Neben Liechtenstein ist das Land der einzige Binnenstaat der Erde, der auch nur von Binnenstaaten umgeben ist. Hauptstadt des Landes ist Taschkent. Im 19. Jahrhundert geriet Usbekistan unter russische Oberhoheit. Nach dem Zusammenbruch des Zarenreiches 1917 wurde Usbekistan ein Teil der Autonomen Sozialistische Sowjetrepublik Turkestan - 1925 wurde Usbekistan eine eigenständige Sowjetrepublik innerhalb der UdSSR. Nach deren Zerfall 1991 wurde Usbekistan ein unabhängiger Staat und Mitglied der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS).
Turkmenistan ist eine präsidiale Republik in Zentralasien am Kaspischen Meer gelegen. Hauptstadt des Landes ist Aschchabad. Nahezu 80 Prozent des Landes werden von der Wüste Karakum eingenommen, die aus Geröll- und Sandwüstengebieten besteht. Etwa 85 Prozent der Bevölkerung sind Turkmenen - die größten Minderheiten sind Russen, Usbeken, Kasachen, Tataren, Ukrainer, Aserbaidschaner und Armenier. Etwa 90 Prozent der Einwohner bekennen sich zum Islam - neun Prozent gehören der russisch-orthodoxen Kirche an. 1894 geriet das Land unter russische Herrschaft - seit 1991 ist die ehemalige Sowjetrepublik unabhängig.
Afghanistan ist ein Binnenstaat in Zentralasien mit einer besonder strategischen Bedeutung für die Region. Das Land ist ein Vielvölkerstaat, in dem sich die Paschtunen häufig als Staatsvolk fühlen. In Afghanistan gibt es mehr als 57 verschiedene Sprachen und über 200 verschiedene Dialekte. Offizielle Staatssprache ist jedoch Paschto. 1919 erhielt Afghanistan seine Unabhängigkeit von britischer Vorherrschaft. Nach der sowjetischen Besatzung 1979 kam es in Afghanistan zum Bürgerkrieg. 1995 übernahmen die radikalislamischen Taliban die Herrschaft im Land - 2001 kam es zu deren Sturz. Seitdem ist Afghanistan eine Islamische Republik.
Pakistan ist eine präsidiale Bundesrepublik im südlichen Asien. Hauptstadt des Landes ist Islamabad. Der Usprung des Staatsnamens ist jedoch umstritten - auf Urdu bedeutet er "Land der Reinen". Pakistan ist ein Vielvölkerstaat, in dem mehr als 50 Sprachen verbreitet sind. Amtssprachen sind hingegen Urdu und Englisch. Mehr als 96 Prozent der Pakistani sind Moslems, die überwiegend eher traditionell eingestellt sind. Bis zur britischen Kolonialisierung war Pakistan durch den Islam und Indien geprägt. 1947 entstand aus den mehrheitlich moslemischen Teilen Britisch-Indiens der Staat Pakistan.
Indien umfasst den größten Teil des indischen Subkontinents. Seinen Namen hat das Land vom Fluss Indus. Indien ist der flächenmäßig siebtgrößte und der bevölkerungsmäßig zweitgrößte Staat der Erde. Indien ist ein Vielvölkerstaat, dessen ethnische Vielfalt mit Europa vergleichbar ist. Zudem entstanden in Indien mit dem Hinduismus, Buddhismus, Jainismus und Sikhismus vier große Religionen. Indien blickt auf eine jahrtausendealte Geschichte zurück. Nach der Regierung der muslimischen Mogulkaiser geriet das Land im 18. Jahrhundert unter britische Herrschaft. Seit 1947 ist Indien eine Bundesrepublik mit der Hauptstadt Neu-Dehli.
Bangladesch ist eine parlamentarische Republik in Südostasien. Hauptstadt des Landes ist Dhaka. Es nimmt den östlichen Teil Bengalens ein, der 1947 wegen seiner muslimischen Bevölkerungsmehrheit unter der Bezeichnung "Ostpakistan" von Indien abgespalten wurde und zu Pakistan gehörte. Bis 1947 gehörte es zur Kolonie Britisch-Indien. Im Jahre 1971 erhielt Bangladesch seine Unabhängigkeit - der Landesname bedeutet "Land der Bengalen". Heute gehört das Land zum britischen Commonwealth of Nations. Wirtschaftlich gehört Bangladesch zu den ärmsten Ländern der Welt. Ein großes Problem dabei ist die hohe Korruption.
Nepal ist eine parlamentarische Republik im Himalaya zwischen China und Indien gelegen. Hauptstadt des Landes ist Kathmandu. In Nepal liegen sieben der zehn größten Berge der Erde - darunter der Mount Everest. Nepal ist ein Vielvölkerstaat mit über 100 verschiedenen Volksgruppen und Kasten sowie mehr als 70 unterschiedlichen Sprachen und Dialekten. Zudem leben nur etwa 15 Prozent der Bevölkerung in den Städten. Nepal stand lange Zeit unter der indischen Rajputenherrschaft und unter britischem Einfluss. Über zehn Jahre lang herrschte in Nepal ein Bürgerkrieg mit der Kommunistischen Partei Nepals, die sich gegen die ehemalige Monarchie wandte.
Bhutan ist eine konstitutionelle Monarchie im Himalaya. Hauptstadt des Landes ist Thimpu. Im 8. Jahrhundert brachten indische Missionare den Buddhismus in das damals hinduistische Feudalfürstentum, das in der Folgezeit unter tibetische Herrschaft geriet. Im 17. Jahrhundert begründete Shabdrung Ngawang Namgyel das theokratische Bhutan - er gilt bis heute als Stifter der bhutanischen Identität. Staatsreligion des Landes ist der Vajrayana-Buddhismus, zu dem sich etwa 75 Prozent der Einwohner bekennen. Wegen der oft heftigen Stürme wird Bhutan auch "Land des Donnerdrachens" genannt. Die Könige des lange abgeschotteten Landes setzen zudem auf das "Bruttosozialglück".
Sri Lanka ist ein Inselstaat südöstlich von Indien. Ursprünglicher Name war Ceylon (bis 1972). Bereits im Mittelalter entstanden mehrere regionale singhalesische und tamilische Königreiche auf Sri Lanka. Ab dem 15. Jahrhundert geriet die Insel mehrfach unter die Herrschaft der europäischen Kolonialmächte. 1796 geriet Sri Lanka unter britische Herrschaft. 1948 erhielt das Land seine Unabhängigkeit im britischen Commonwealth of Nations. Seit 1972 ist Sri Lanka eine präsidiale Republik. Zwischen 1983 und 2009 wurde das Land durch den Bürgerkrieg zwischen der tamilischen Separatistenorganisation Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) und der singhalesischen Regierung erschüttert.
Die Malediven sind ein Inselstaat südwestlich des indischen Subkontinents im Indischen Ozean. Die Inselkette aus 19 Inselgruppen besteht aus mehreren Atollen und 1.996 Inseln, von denen 220 bewohnt sind und weitere 87 auschließlich für Touristen reserviert sind. Erstmals besiedelt wurden die Inseln im 5. Jahrhundert vor Christus. Im 12. Jahrhundert errichteten Araber ein Sultanat auf den Inseln und führten den Islam ein. Ab dem 15. Jahrhundert versuchten die europäischen Kolonialmächte die Inseln zu unterwerfen. 1887 wurden die Malediven ein britisches Protektart. Seit 1965 sind diese als präsidiale Republik unabhängig. Hauptstadt ist Malé.
Die Mongolei ist ein dünnbesiedelter Binnenstaat im östlichen Zentralasien. Hauptstadt des Landes ist Ulan Bator. Im Mittelalter konnte Dschingis Khan (1162-1227) die mongolischen Stämme vereinen. In dessen Folge schuf er Weltreich, dass sogar bis nach Europa und Ägypten reichte. Unter Ögedai Khan entwickelte sich Karakorum zur ersten Hauptstadt des Mongolischen Reiches. Unter der chinesischen Qing-Dynastie geriet die Mongolei bis 1911 unter chinesische Herrschaft. 1924 wurde die Volksrepublik proklamiert mit enger Anlehnung an die Sowjetunion. Seit 1990 ist die Mongolei eine demokratische Republik.
China ist mit rund 1,3 Milliarden Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der Erde sowie der flächenmäßig größte Staat in Ostasien. Der Landesname leitet sich wahrscheinlich von der Qin-Dynastie ab. China gehört zu den ältesten Hochkulturen der Welt. Das Kaiserreich existierte rund 2000 Jahre und wurde 1911 durch die Republik abgelöst. Nach japanischer Besatzung und Zweitem Weltkrieg kam es 1945 zum Bürgerkrieg zwischen Nationalisten und Kommunisten. Seit 1949 ist China eine Volksrepublik mit autoritärer Herrschaft der KPCh. Dennoch entwickelt sich China seit 1976 allmählich zu einer Marktwirtschaft. Hauptstadt des Landes ist Peking.
Hongkong ist eine Sonderverwaltungszone an der Südküste Chinas. Der Name bedeutet "Duftender Hafen". Das Geschäfts- und Kulturzentrum ist Victoria City im Norden - größte Stadt des Gebietes ist Kowloon im Süden der New Territories. Hongkong erstreckt sich auf einer Halbinsel sowie über 235 vorgelagerte Inseln. Es ist die bevölkerungsmäßig drittgrößte Metropolregion Chinas und besitzt eine der höchsten Bevölkerungsdichten der Welt. Nach dem Opiumkrieg fiel Hongkong als Kronkolonie an Großbritannien. Am 1. Juli 1997 wurde Hongkong an China zurückgegeben und genießt seitdem für 50 Jahre eine hohe Autonomie.
Macao ist die zweite Sonderverwaltungszone an der Südküste Chinas. Im Jahre 1516 geriet es unter portugiesischen Einfluss. Im 19. Jahrhundert übernahm Portugal schließlich die vollständige Herrschaft über Macao. Am 20. Dezember 1999 gab Portugal die Souveränität über Macao wieder an China zurück. Macao ist reich an kolonialen Sehenswürdigkeiten. Haupterwerbsquellen sind der Tourismus und das Glücksspiel, weshalb Macao auch als "Monte Carlo des Ostens" bezeichnet wird. Macao ist auch der Name eines Glücksspiels, das tatsächlich jedoch aus Ungarn stammt.
Autonome Gebiete
Tibet ist ein ausgedehntes Bergland in Zentralasien und eine Autonome Region Chinas, deren Zugehörigkeit allerdings nicht unumstritten ist. Hauptstadt ist Lhasa. Tibet war bereits vom 7. bis 10. Jahrhundert ein eigenständiges Königreich. Im 13. Jahrhundert geriet es unter mongolische Herrschaft. Seit dem 16. Jahrhundert wird Tibet vom Dalai Lama regiert - dem geistigen und weltlichen Oberhaupt der tibetischen Buddhisten. Im 19. Jahrhundert geriet Tibet unter chinesischen Einfluss. Anfang der 1950er-Jahre wurde Tibet schließlich vollständig von China annektiert - der Dalai Lama lebt seit 1959 im indischen Exil.
Taiwan ist eine Insel im Pazifik vor dem chinesischen Festland. Früher war die Insel unter dem Namen "Formosa" bekannt. Heute ist Taiwan faktisch ein souveräner chinesischer Staat mit der Hauptstadt Taipeh. Offiziell bezeichnet sich Taiwan als "Republik China", die zwischen 1912 und 1949 auch das gesamte chinesische Festland umfasste. International wird Taiwan jedoch nur von wenigen Regierungen anerkannt. Über vier Jahrzehnte hinweg regierte die Kuomintang über Taiwan als autoritärem Einparteienstaat. Wirtschaftlich gehört Taiwan heute zu den stärksten Volkswirtschaften der Welt.
Die Demokratische Volksrepublik Korea - kurz Nordkorea - ist einer der wenigen verbliebenen kommunistischen Staaten und liegt auf der Nordhälfte der koreanischen Halbinsel. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Korea in eine US-amerikanische und eine sowjetische Besatzungszone aufgeteilt. 1948 wurden dort zwei unabhängige Staaten gegründet, deren Teilung sich nach dem Korea-Krieg (1950-1953) manifestierte. Zudem stärkte Kim Il-Sung seine Position als unumstrittener Machthaber des Landes und entwicklte einen bizarren Personenkult. Nach dessen Tod 1994 traten sein Sohn Kim Jong-Il und im Dezember 2011 dessen Enkel Kim Jong-Un die Nachfolge an.
Die Republik Korea - kurz Südkorea - liegt auf dem südlichen Teil der koreanischen Halbinsel und entstand ebenfalls durch die Teilung 1948. Hauptstadt des Landes ist Seoul. Nach dem Korea-Krieg war Südkorea zunächst durch Korruption, Misswirtschaft und einen autoritären Regierungsstil geprägt. In den sechziger und siebziger Jahren war das Land faktisch eine Militärdiktatur, wo das Land faktisch jedoch wesentliche wirtschaftliche Fortschritte machte. In den neunziger Jahren wandelte sich Südkorea zur Demokratie. Heute ist es eine präsidiale Republik und es gehört zu den vier ostasiatischen Tigerstaaten.
Japan ist der viertgrößte Inselstaat der Welt und ist auch als "Land der aufgehenden Sonne" bekannt. Hauptstadt ist Tokio. Japan ist eine Inselkette im Pazifik - Hauptinseln sind Hokkaido, Honshu, Shikoku und Kyushu. Die Geschichte Japans ist durch ein Wechselspiel von Isolation und äußeren Einflüssen geprägt. In der Meiji-Zeit leitete Kaiser Mutsuhito umfassende Reformen zur Modernisierung des Staates ein. Während des Pazifikkrieges eroberte Japan einen Großteil Ostasiens. Die Atombomben-Abwürfe von Hiroshima und Nagasaki beendeten schließlich den Krieg. Heute ist Japan eine der stärksten Volkswirtschaften.
Das Königreich Thailand liegt in Südostasien. Seine Geschichte reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück und hieß bis 1939 Siam. Thailand bedeutet "Land der Freien" - es ist der einzige Staat Südostasiens, der dem Kolonialismus trotzen konnte. Hauptstadt des Landes ist Bangkok. Thailand blickt auf eine jahrhundertealte Tradition zurück. Sie ist stark vom Buddhismus geprägt, der faktisch als Staatsreligion dient. Seit 1932 ist Thailand eine konstitutionelle Monarchie. König Bhumipol regiert seit 1946 und ist damit das am längsten noch amtierende Staatsoberhaupt der Welt. Als Integrationsfigur des Landes genießt er eine gottähnliche Verehrung.
Kambodscha ist ein Staat in Südostasien. Die Geschichte des Landes reicht etwa 1.200 Jahre zurück und beginnt mit dem Khmer-Reich, dass vom 9. bis 15. Jahrhundert mit Angkor als Zentrum existierte. Im 19. Jahrhundert wurde Kambodscha Teil der Kolonie Französisch-Indochina. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlangte es seine Unabhängigkeit, mit dem Vietnamkrieg kam es jedoch auch in Kambodscha zum Bürgerkrieg. 1975 errichteten die Roten Khmer eine vierjährige Terrorherrschaft mit ca. drei Millionen Toten. Nach vietnamesischer Besatzung und erneutem Bürgerkrieg ist Kambodscha heute eine konstitutionelle Monarchie.
Myanmar ist ein Staat in Südostasien mit der Hauptstadt Pyinmana. Es trägt seit 1989 diesen Namen - andere Bezeichnungen sind Birma oder Burma. Das erste birmanische Reich wurde bereits im 11. Jahrhundert von König Anawratha begründet. Im 19. Jahrhundert fiel Myanmar nach mehreren Kriegen unter britische Herrschaft und wurde ein Teil der Kolonie Britisch-Indien. Nach der japanischen Okkupation im Zweiten Weltkrieg und Rückeroberung durch die Briten ist Myanmar seit 1948 unabhängig. Nach einer kurzen demokratischen Phase wird Myanmar seit den 1960er-Jahren von verschiedenen Militärregierungen kontrolliert.
Laos ist der einzige Binnenstaat in Südostasien. Hauptstadt und gleichzeitig größte Stadt des Landes ist Vientiane. Das Land ist von ethnischer Vielfalt geprägt. Derzeit gibt es etwa 47 Volksgruppen in Laos. Hinzu kommen eingewanderte Thais, Chinesen und Inder. Die Wurzeln des heutigen Laos reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück. Im 19. Jahrhundert wurde es Teil der Kolonie Französisch-Indochina. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Laos unabhängig. Seit 1975 ist Laos eine kommunistisch orientierte Demokratische Volksrepublik. Nach 1986 leitete die laotische Regierung aufgrund schwerwiegender Wirtschaftsprobleme eine Öffnungs- und Reformpolitik ein.
Vietnam ist ein Staat in Südostasien. Der erste vietnamesische Staat entstand bereits im 10. Jahrhundert. Mitte des 19. Jahrhunderts geriet Vietnam unter französischen Kolonialeinfluss. Nach dem Indochina-Krieg 1954 erhielt Vietnam seine Unabhängigkeit, wurde aber in einen kommunistischen Norden und republikanischen Süden geteilt. Seit dem Ende des Vietnam-Krieges ist das Land wieder als sozialistische Republik vereint. Nach den Jahrzehnten des Krieges war Vietnam eines der ärmsten Länder Asiens. Dank seines "Wirtschaftswunders" und den 1986 eingeleiteten marktwirtschaftlichen Reformen zählt es heute zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften in Südostasien.
Die Philippinen sind ein Inselstaat im westlichen Pazifik. Hauptstadt des Landes ist Manila. Im 7. Jahrhundert gerieten sie unter dem Einfluss von Sri Vijaya, einem Handelsreich in Indonesien. Nach 1380 fasste der Islam auf den Philippinen Fuss - im 16. Jahrhundert gerieten sie unter den Kolonialeinfluss der Spanier. Nach dem Spanisch-Amerikanischen Krieg 1896 bis 1898 wurden die Philippinen eine Kolonie der USA - erst 1946 wurden sie als Präsidialrepublik unabhängig. In den siebziger Jahren errichtete Ferdinand Marcos eine Diktatur mit massiven Repressalien gegen Oppositionelle. Erst 1986 wurde Marcos wieder gestürzt.
Malaysia ist eine konstitutionelle Wahlmonarchie und gehört zu den südostasiatischen Tigerstaaten. Hauptstadt des Landes ist Kuala Lumpur. Der Westteil des Inselstaates liegt auf der malaiischen Halbinsel - der Ostteil auf der Insel Borneo. Die malaiische Halbinsel entwickelte sich zu einem großen Handelszentrum, als der Handel zwischen China und Indien zu florieren begann. Die ersten malaiischen Königreiche entstanden bereits im 10. Jahrhundert. Im 18. Jahrhundert geriet Malaysia unter britischen Kolonialeinfluss. 1957 erhielt es seine Unabhängigkeit. Staatsreligion Malaysias ist der Islam.
Singapur gehört zu den Tigerstaaten Südostasiens und ist das kleinste Land in Südostasien. Im Jahre 1819 gründete Thomas Stamford Raffles am alten Handelssitz Singapur eine britische erste Niederlassung - zuvor diente es Seeräubern als Zuflucht. 1867 wurde es eine britische Kronkolonie. Während des Zweiten Weltkrieges wurde Singapur von den Japanern okkupiert - 1963 als Republik nach dem "Westminster-System" unabhängig. Heute ist Singapur durch eine konfuzianisch geprägte Ethik, strenge Gesetze, einen hohen Grad an Überwachung, sehr geringe Korruption und hohe Transparenz geprägt.
Indonesien ist bevölkerungs- und einwohnermäßig das größte Land Südostasiens, der größte Inselstaat der Welt und die bevölkerungsmäßig viertgrößte Nation der Welt. Zudem ist Indonesien der Staat mit der größten islamischen Bevölkerung weltweit. Derzeit leben dort etwa 300 Ethnien malaiischer Abstammung. Die Hauptinsel ist Java - Hauptstadt ist Jakarta. Der Landesname setzt sich aus dem lateinischen Wort indus und dem griechischen Wort nesos für Insel ab. Im 17. Jahrhundert wurde das Land von den Niederländern als Niederländisch-Indien kolonisiert. 1949 wurde Indonesien als Präsidialrepublik unabhängig
Ozeanien bezeichnet kulturelle und wirtschaftliche Zusammengehörigkeit der Inselwelt im Pazifik. Dazu gehören über 7.500 Inseln mit einer Landmasse von 1,3 Millionen Quadratkilometern auf einem Meeresgebiet von 70 Millionen Quadratkilometern. In bezug auf die Landmasse ist Ozeanien der kleinste Kontinent der Welt. Tektonisch ist es kein eigenständiger Kontinent, da die Inseln auf verschiedenen Erdplatten liegen. Im engeren Sinne gehören die Inseln und Inselgruppen Polynesien, Melanesien und Mikronesien zu Ozeanien - im weiteren Sinne auch Australien und Papua-Neuguinea. Häufig wird auch Australien als eigenständiger Kontinent gewertet.
Australien ist der sechstgrößte Flächenstaat der Erde und umfasst die Hauptlandmasse des "Kontinents Australien". Der Landesname geht auf den lateinischen Begriff "terra australis" für "südliches Land" zurück. Hauptstadt ist Canberra. Die Aborigines - Ureinwohner des Landes - leben seit etwa 50.000 bis 60.000 Jahren in Australien und zählen zu den ältesten Kulturen der Welt. Die ersten Europäer landeten bereits im 16. Jahrhundert in Australien - 1770 nahm es James Cook offiziell für Großbritannien in Besitz. Seit 1901 ist Australien als konstitutionelle Monarchie im Commonwealth of Nations unabhängig.
Neuseeland ist ein Inselstaat im südlichen Pazifik. Hauptstadt ist Wellington. Weder geographisch noch kulturell lässt sich Neuseeland eindeutig einem bestimmten Kontinent zugeordnet. Die Bevölkerung wurzelt aus zwei verschiedenen Kulturkreisen: den Nachfahren der europäischen (britischen) Einwanderer und den indigenen Maori. Neuseeland wurde erstmals im 14. Jahrhundert von den Polynesiern besiedelt, deren Nachkommen die Maori-Kultur begründeten. Im 18. Jahrhundert geriet es unter britischen Kolonialeinfluss. Seit 1931 ist Neuseeland eine konstitutionelle Monarchie im Commonwealth of Nations.
Papua-Neuguinea ist der drittgrößte Inselstaat der Welt mit der Hauptstadt Port Moresby. Er umfasst den Ostteil der Insel Neuguinea sowie mehrere vorgelagerte Inseln. Ende des 19. Jahrhunderts wurde es zunächst eine deutsche Kolonie, die nach dem Ersten Weltkrieg ein australisches Mandatsgebiet wurde. 1975 wurde es als konstitutionelle Monarchie im Commonwealth of Nations unabhängig. Papua-Neuguinea ist ein Land mit extremer Sprachenvielfalt. Schätzungen zufolge sprechen die rund 5,3 Millionen Einwohner etwa 790 Sprachen. Die Mehrheit der Bevölkerung gehören den christlichen Konfessionen an.
Fidschi ist ein Inselstaat im Südpazifik mit der Hauptstadt Suva. Es ist ein Archipel aus etwa 330 Inseln, von denen derzeit 106 bewohnt sind. Die Hauptinseln sind Viti Levu und Vanua Levu. Etwa 50 Prozent der Bevölkerung sind Melanesier - rund 45 Prozent sind indischer Abstammung. Das Archipel wurde bereits vor 3.000 Jahren bewohnt - die Ureinwohner lebten von Bodenbau, Schweinehaltung und Fischfang. 1874 wurde Fidschi zur britischen Kronkolonie erklärt. Im Jahre 1970 wurde Fidschi im Commonwealth of Nations unabhängig - 1987 wurde es in eine Republik umgewandelt.
Samoa ist ein Inselstaat, der den westlichen Teil der Samoa-Inseln umfasst. Hauptstadt des Landes ist Apia. Das Klima ist tropisch-ozeanisch geprägt. Nach der Entdeckung durch die Niederländer wurde Samoa 1899 eine formal unabhängige Monarchie unter dem Schutz der Deutschlands, der USA und Großbritanniens. 1900 wurde der Westteil Samoas ein deutsches Schutzgebiet. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Samoa als als Völkerbundmandat bzw. Treuhandgebiet an Neuseeland übertragen. 1962 erhielt Samoa als parlamentarische Monarchie seine Unabhängigkeit, 1970 wurde es Mitglied des Commonwealth of Nations.
Das Königreich Tonga ist ein Inselstaat im Südpazifik. Hauptstadt des Landes ist Nuku'alofa. Es umfasst 169 Inseln, von denen aber nur 36 bewohnt sind. Tonga ist der einige Staat in Ozeanien, der nie von den Europäern kolonialisiert wurde. Es hatte lediglich von 1900 bis 1970 den Status eines britischen Protektorates inne. Heute ist es ein eigenständiges Mitglied im Commonwealth of Nations. Tonga ist eine konstitutionelle Monarchie mit weitergehenden Befugnissen für das Staatsoberhaupt. Etwa 98 Prozent der Einwohner sind Polynesier - daneben gibt es Minderheiten von Europäern, Indern und Chinesen.
Vanuatu ist ein südpazifischer Inselstaat mit der Hauptstadt Port Vila. Das Inselarchipel umfasst 83 Inseln und erstreckt sich auf einer Fläche von rund 13.000 km². Etwa 98,5 Prozent der Bevölkerung sind Melanesier, die rund 100 verschiedene lokale Sprachen sprechen. Viele Inseln sind bereits seit Jahrtausenden besiedelt. Im 19. Jahrhundert ließen sich die ersten europäischen Siedler dort nieder. Im Jahre 1906 gründeten Briten und Franzosen ein gemeinsame Kondominion unter dem Namen "Neue Hebriden". Im Juli 1980 erhielt Vanuatu die Unabhängigkeit. Heute ist das Land eine parlamentarische Republik im Commonwealth of Nations.
Die Antarktis umfasst die Meeres- und Landgebiete rund um den Südpol. Im Zentrum der Region liegt der Kontinent Antarktika - auch Südkontinent genannt. Gemäß des Antarktis-Vertrages von 1959 darf der Kontinent nur zur friedlich und wissenschaftlich genutzt werden. Dabei soll das ökologische Gleichgewicht gewahrt werden - militärische Operationen und Abbau von Bodenschätzen sind verboten. Derzeit werden dort etwa 45 Milliarden Barrel Erdöl, 115 Billionen Kubikmeter Erdgas, Kohle, Titan-, Chrom-, Eisen- und Kupfererz sowie Uranerz vermutet. Auch Platin- und Goldvorkommen wurden in der Antarktis gefunden.
Historische Staaten
Das Kaiserreich Abessinien bestand von etwa 980 v. Chr. bis ins Jahr 1974 auf dem Gebiet es heutigen Äthiopien und Eritrea. Zu seiner Zeit war es der älteste noch existierende Staat der Welt und das einzige Land Afrikas, das sich der europäischen Kolonialisierung erfolgreich entziehen konnte. Lediglich zwischen 1936 und 1941 war Abessinien Teil von Italienisch-Ostafrika. Die abessinischen Kaiser trugen den offiziellen Titel "Negus Negest" ("König der Könige"). Sie entstammten der Zagwe-Dynastie und der Salomonischen Dynastie. Der letzte Kaiser Haile Selassie dankte am 12. September 1974 ab - Abessinien wurde von der Demokratischen Volksrepublik Äthiopien abgelöst.
China gehört zu den ältesten Zivilisationen und Hochkulturen der Geschichte. Schriftlichen Quellen zufolge reicht sie rund 3.500 Jahre zurück - dem Mythos nach wurde die chinesische Kultur von den drei Urkaisern begründet. Als eigentlicher Kulturschöpfer gilt der Gelbe Kaiser Huang Di. Das Kaiserreich wurde 221 v. Chr. von Kaiser Qin Shihuangdi aus mehreren zuvor eroberten Königreichen gegründet. In seiner wechselvollen Geschichte wurde es von mehreren Dynastien regiert - zu den bedeutendsten gehören die Tang-, die Ming- und die Qing-Dynastie. Mit deren Niedergang fand auch das Kaiserreich sein Ende: Am 1. Januar 1912 proklamierte Sun Yat-sen die Republik.
Das Mogulreich umfasste nahezu den gesamten indischen Subkontinent sowie Teile Afghanistans und bestand von 1526 bis 1858. Das Kernland des Reiches lag in der nordindischen Indus-Ganges-Ebene um die Städte Delhi, Agra und Lahore. Die Bezeichnung "Mogul" als Bezeichnung der Herrscher Nordindiens leitet sich von dem persischen Wort "mughul" für "Mongole" ab. Das Reich der Mogule entstand unter Großmogul Babur. Bedeutenster Herrscher war jedoch Akbar, der es militärisch, politisch und wirtschaftlich festigte. Der letzte Großmogul wurde 1858 abgesetzt - sein Territorium wurde ein Teil von Britisch-Indien.
Die Republik Vietnam entstand 1954 aus der ehemaligen Kolonie Französisch-Indochina. Grundlage waren die Beschlüsse der Indochinakonferenz, wonach Vietnam entlang des 17. Breitengrades in das kommunistische Nordvietnam und das kapitalistische Südvietnam geteilt wurde. Hauptstadt des Landes war Saigon. Mit dem Vietnamkrieg eskalierte jedoch der Konflikt zwischen beiden Seiten. Während die USA den Süden militärisch unterstützten, leisteten die kommunistischen Vietcong im Untergrund ihren Widerstand gegen die Regierung und das US-Militär. Mit der Niederlage des Südens und der USA wurde die spätere Republik Südvietnam 1976 mit dem Norden wiedervereinigt.
Die Konföderierten Staaten von Amerika (CSA) waren ein nordamerikanischer Bundesstaat, der 1861 mit der Abspaltung der Südstaaten der USA entstand. Allerdings wurde die CSA weltweit nicht anerkannt. Die Ursache war eine tiefe wirtschaftliche, soziale und politische Spaltung zwischen Nord- und Südstaaten, die vor allem in der Sklavereifrage zu Tage trat. Mit der Sezession der Südstaaten begann am 12. April 1861 der Sezessionskrieg zwischen der Union im Norden und der Konföderation. Ohne Unterstützung hatten der Süden jedoch nur wenige Chancen, den Konflikt mit dem Norden zu gewinnen. Mit der Kapitulation im Jahre 1865 wurden die Südstaaten wieder in die Union integriert.
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Kurzinfo: Die UNESCO und das Weltkulturerbe |
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Die United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization (UNESCO) wurde am 16. November 1945 gegründet hat ihren Hauptsitz in der französischen Hauptstadt Paris. Ihre Aufgabe ist die "Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Völkern in Bildung, Wissenschaft und Kultur zur Wahrung des Friedens und der Sicherheit beizutragen". Heute gehören der UNESCO insgesamt 195 Staaten an. Ihre finanziellen Mittel bezieht die Organisation hauptsächlich aus den Pflichtbeiträgen der Mitgliedstaaten. Die UNESCO ist in vier Bereichen aktiv:
- Bildung: Sie koordiniert das weltweite UN-Aktionsprogramm "Bildung für alle" und setzt sich für lebenslanges Lernen ein. Zudem gibt sie jährlich einen Weltbildungsbericht heraus. Weltweit engagieren sich etwa 8.500 Schulen im Netz der UNESCO-Projektschulen.
- Kultur: Die UNESCO will das weltweite Kulturerbe schützen sowie die kulturelle Vielfalt bewahren und den Dialog mit den Kulturen fördern. Seit 1978 erstellt sie zudem eine Liste des weltweiten Kultur- und Naturerbes mit inzwischen 936 Denkmälern, historischen Städten und Landschaften.
- Wissenschaft: Die Organisation fördert die internationale Zusammenarbeit in den Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften: das Themenspektrum reicht dabei von Menschenrechten, Ethik und Philosophie bis hin zur Erforschung der Ozeane und den UNESCO-Biospärenreservaten.
Kommunikation: Mit dem Programm "Kommunikation und Information" strebt die UNESCO Wissen und Information für alle, den Einsatz von Informationstechnologie als Entwicklungsfaktor und die Förderung der Pressefreiheit an. Mit dem Aufbau unabhängiger Medien und der Ausbildung von Journalisten in Entwicklungsländern und Konfliktregionen will die UNESCO zudem weltweit zu einer freien Presse beitragen.
Die UNESCO-Welterbeliste wird seit 1978 geführt und umfasst einzelne Denkmäler sowie historische Städte und Landschaften von außergewöhnlichem Wert. Die jeweiligen Länder sind zum Erhalt des jeweiligen Kulturerbes verpflichtet. Derzeit werden insgesamt 936 Denkmäler in 153 Ländern gelistet - davon 725 Kultur- und 183 Naturdenkmäler. Dazu zählen unter anderem die Chinesische Mauer, das Taj Mahal, die New Yorker Freiheitsstatue, die Serengeti oder das Great Barrier Reef. Besonders gefährdete Denkmäler werden von der UNESCO zudem auf eine Rote Liste gesetzt. In Ausnahmefällen kann der Welterbetitel sogar wieder entzogen werden, wie beispielsweise im Jahre 2009 beim Dresdner Elbtal.
Weitere 28 Denkmäler werden Kultur- und Naturdenkmal gelistet. Weitere Listen der UNESCO sind seit 1992 das Weltdokumentenerbe mit herausragenden Dokumenten der Menschheitsgeschichte sowie seit 2003 das immaterielle Kulturerbe - dazu zählen zum Beispiel Tanz, Theater, Musik, mündliche Literatur oder Handwerkstraditionen. Deutschland ist mit derzeit 48 Kultur- und Naturdenkmälen sowie 13 Beiträgen zum Weltdokumentenerbe überproportional gut vertreten - darunter mit dem Kölner Dom, der Würzburger Residenz, dem Oberen Mittelrheintal oder dem Deutschen Wattenmeer.
Das UNESCO-Biosphärenreservat wurde 1971 gegründet. Es erforscht und fördert zukunftsfähige Nutzungsformen der Umwelt durch den Menschen, um die natürlichen Lebensgrundlagen zu bewahren. Zudem unterstützt es die internationale Zusammenarbeit zum nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Das Weltnetz des UNESCO-Biosphärenreservates umfasst derzeit 580 Gebiete in 114 Staaten - davon allein 15 in Deutschland. Jedes Reservat steht dabei stellvertretend für ein besonderes Ökosystem oder eine besonders schützenswerte Kulturlandschaft. Dazu zählen unter anderem die Rhön, der Spreewald, die Galápagos-Inseln oder der Ayers Rock ("Uluru").
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Einen Überblick über die UNESCO-Weltkulturerbestätten in Afrika, Amerika sowie Asien und Ozeanien bietet Wikipedia.
Allgemeine Informationen gibt es bei den Wikipedia-Themenportalen für Mittel- und Südamerika sowie die Arktis.
Zusätzlich Informationen gibt es bei Schätze der Welt und bei Planet Wissen. Weitere Länder gibt es hier. Weiteres Wissenswertes gibt es hier.
Wichtige internationale Organisationen finden Sie hier. Hintergrundinformationen zu den Flaggen gibt es im Flaggenlexikon.