Afrika ist der zweitgrößte Kontinent nach Asien und etwa dreimal so groß wie Europa. Dort leben etwa 14 Prozent der gesamten Weltbevölkerung. Im Altertum bezeichnete Africa nur das Gebiet um das heutige Tunesien. Der römische Senator Scipio Africanus benutzte erstmals diesen Namen, der von einem afrikanischen Stamm abgeleitet sein könnte. Heute ist der Erdteil von der kulturellen Vielfalt seiner Völker, dem Erbe des Kolonialismus und den Folgen der Armut geprägt. Der längste Strom des Kontinents ist der Nil mit 6.671 Kilometern. Das Kilimandscharo-Massiv ist mit 5.895 Metern das höchste Bergmassiv des Kontinents.
Die Republik Ägypten ist ein Staat in Nordostafrika. Die Landfläche besteht im wesentlichen aus der Flussoase des Nils sowie der libyschen und der arabischen Wüste. Die Anfänge der ägyptischen Zivilisation liegen bereits 7.000 Jahre zurück. Mit dem Niedergang der Pharaonenzeit herrschten in Ägypten zunächst Griechen, Römer und Byzantiner. Ab dem 7. Jahrhundert breitete sich der Islam in Ägypten aus - im 16. Jahrundert geriet es unter osmanische Herrschaft. Nach einer kurzen britischen Herrschaft wurde Ägypten 1922 wieder unabhängig. Seit 1953 ist es eine präsidiale Republik und verfassungsgemäß ein islamischer Staat.
Libyen ist eine islamische Volksrepublik in Nordafrika - Hauptstadt des Landes ist Tripolis. Der Landesname geht auf das griechische Wort für Afrika, womit lediglich das von Libyern bewohnte Gebiet westlich von Ägypten gemeint war. Seit dem 7. Jahrhundert wurde die libysche Küste von Griechen und Phöniziern besiedelt. Nach karthagischer, numidischer, römischer und byzantinischer Herrschaft bereitete sich im 7. Jahrhundert der Islam in Libyen aus. Im 16. Jahrhundert geriet es unter osmanische Oberhoheit. Nach italienischer Kolonialherrschaft ist Libyen seit 1952 unabhängig.
Tunesien ist ein Staat in Nordafrika und das östlichste Maghreb-Land. Zudem ist Tunesien das nördlichste Land Afrikas unr nur rund 140 Kilometer von der italienischen Insel Sizilien entfernt. Die größte vorgelagerte Insel des Landes ist Djerba. Tunesien hat in der Vergangenheit zahlreiche Herrscher zu verzeichnen. Von den Berbern, Phöniziern, Karthagern und Römern über die Osmanen bis zu den Franzosen. Erst 1956 erlangte Tunesien seine volle staatliche Unabhängigkeit. Gemäß der Verfassung ist das Land eine präsidiale Republik. Menschenrechtsaktivisten beklagen hingegen andauernde politische Repressionen.
Algerien ist eine Präsidialrepublik in Nordafrika und der flächenmäßig zweitgrößte Staat Afrikas. Hauptstadt ist Algier. Ursprünglich war das Land von Berber-Stämmen bewohnt. Nach numidischer, römischer, byzantinischer und osmanischer Herrschaft war Algerien zunächst unabhängig, geriet aber nach 1830 unter französische Kolonialherrschaft. Nach dem Algerien-Krieg 1954 bis 1962 erlangte das Land seine Unabhängigkeit. In den neunziger Jahren kam es jedoch zu einem bürgerkriegsähnlichen Konflikt mit der islamistischen FLN, der bis heute andauert.
Marokko liegt im Nordwesten Afrikas und ist durch die Straße von Gibraltar von Europa getrennt. Der Landesname leitet sich von der ehemaligen Hauptstadt Marrakesch ab. Heutige Hauptstadt des Landes ist Rabat. Das Land stand lange Zeit unter dem Einfluss auswärtiger Mächte und Völker - von den Römern über die Wandalen, Araber, Portugiesen und Spanier bis zu den Franzosen. Seit 1956 ist Marokko als konstitutionelle Monarchie unabhängig. Dabei ist der König nicht nur das weltliche, sondern auch das geistliche Oberhaupt des Landes. Seit 1976 ist Marokko zudem in den Konflikt um die Westsahara involviert.
Mauretanien ist eine islamische Präsidialrepublik in Nordwestafrika mit der Hauptstadt Nouakchott. Das Land wurde erstmals von den Berbern besiedelt. Zu Beginn des 11. Jahrhunderts begründeten islamisierte Mauren das Almoraviden-Reich, das bis zum Ebro in Spanien reichte. Ende des 19. Jahrhunderts wurde Mauretanien Teil der Kolonie Französisch-Westafrika. Ende 1960 erhielt das Land seine Unabhängigkeit. Mauretanien zählt heute zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Sozialgesetzgebung und das Gesundheitssystem sind unzureichend. Die Bevölkerung besteht aus Mauren und schwarzafrikanischen Völkern.
Kap Verde ist ein Inselstaat im westlichen Afrika. Hauptstadt des Landes ist Praia. Die Inselgruppe besteht aus 15 Inseln, von denen neun bewohnt sind. Vor ihrer Entdeckung und Besiedlung durch die Portugiesen waren die Inseln unbewohnt. Aus der Vermischung von europäischen Siedlern und afrikanischen Sklaven entstand eine neue kreolische Kultur. Im Jahre 1461 wurden die Inseln Teil des portugiesischen Kolonialreiches. Am 5. Juli 1975 wurde Kap Verde unabhängig. Heute ist es eine pluralistische parlamentarische Republik. Hauptziele der Regierung sind die Armutsbekämpfung sowie die Steigerung der Effizienz von Staat und Wirtschaft.
Senegal ist eine Präsidialrepublik in Westafrika. Hauptstadt es Landes ist Dakar. Es ist das westlichste Land des Kontinents und liegt am Übergang von der Sahelzone zu den Tropen. Um 900 geriet Senegal unter den Einfluss des Ghana- und des Mali-Reiches. 1444 errichteten die Portugiesen die ersten Niederlassungen im Senegal - im 16. Jahrhundert folgten die Niederländer, Briten und Franzosen. Im Jahre 1895 wurde es zur Kolonie erklärt und ein Teil Französisch-Westafrikas. 1958 erhielt der Senegal eine weitgehende Autonomie innerhalb der Französischen Gemeinschaft - zwei Jahre später erhielt es seine Unabhängigkeit.
Gambia ist ein Staat in Westafrika mit der Hauptstadt Banjul. Mit 11.295 km² ist es der kleinste Flächenstaat Afrikas. Das Land ist nach dem gleichnamigen Fluss benannt, dessen Name vom portugiesischen Wort "câmbio" für "Austausch" oder "Handel" abgeleitet wurde. Auch wenn sich etwa 90 Prozent der Bevölkerung zum Islam bekennen, ist Gambia ein weltlicher Staat, in dem alle Religionen friedlich nebeneinander existieren. Mitte des 15. Jahrhunderts geriet es unter europäischen Einfluss. Nach französischer und britischer Kolonialherrschaft wurde Gambia 1965 unabhängig. Heute ist es eine präsidiale Republik im Commonwealth.
Sierra Leone ist eine Präsidialrepublik in Westafrika mit der Hauptstadt Freetown. Der Landesname entstammt dem Portugiesischen und bedeutet "Löwengebirge". Die Bevölkerung setzt sich aus verschiedenen Ethnien zusammen - etwa 70 Prozent bekennen sich zum Islam. Nach WHO-Angaben zählt Sierra Leone zu den Ländern mit der niedrigsten Lebenserwartung. Im Jahre 1808 wurde es zur britischen Kolonie erhoben. Seit 1961 ist Sierra Leone eine unabhängige Republik im Commonwealth. Wegen des langjährigen Bürgerkrieges gehört es zu den unterentwickelsten Ländern der Welt. Sierra Leone ist reich an mineralogischen Bodenschätzen.
Liberia ist eine Präsidialrepublik im westlichen Afrika mit der Hauptstadt Monrovia. Es war zunächst ein Projekt, um ehemalige afroamerikanische Sklaven aus den USA anzusiedeln. Im Jahre 1847 entstand daraus der zweitälteste Staat des afrikanischen Kontinents. Noch heute ist das Land durch Konflikte zwischen den einheimischen Ethnien und den Nachkommen der damaligen Sklaven geprägt. Als Staatspräsidentin Liberias ist Ellen Johnson-Sirleaf das erste weibliche Staatsoberhaupt Afrikas. Da viele Schifffahrtsgesellschaften wegen niedriger Kosten unter liberianischer Flagge fahren, besitzt es die zweitgrößte Flotte der Welt.
Die Elfenbeinküste ist eine präsidiale Republik in Westafrika. Hauptstadt des Landes ist Yamoussoukro, wirtschaftliches Zentrum ist Abidjan. Die Bevölkerung besteht aus etwa 60 Ethnien, die lange Zeit friedlich zusammenlebten. Im 17. Jahrhundert begann die Kolonialisierung des Landes durch die Franzosen. 1895 wurde es Teil Französisch-Westafrikas. Im Jahre 1960 wurde die Elfenbeinküste unabhängig. Seit 2002 herrscht jedoch aufgrund ethnischer Spannungen ein blutiger Bürgerkrieg. Ein weiteres großes Problem ist die häufige Korruption. Wirtschaftlich ist die Elfenbeinküste der größte Kakaoexporteur der Welt.
Mali ist eine präsidiale Republik im Westen Afrikas. Hauptstadt des Landes ist Bamako. Der Landesname wurde in Anlehnung an das gleichnamige islamische Großreich gewählt, dass vom 11. Jahrhundert bis 1893 existierte. In der einheimischen Sprache Bambara steht er auch für das Nilpferd - das Wappentier des Landes. Mit der Eroberung Timbuktus 1893 wurde es Teil der Kolonie Französisch-Sudan - erst 1960 erhielt Mali seine Unabhängigkeit. Heute gilt es als gelungenes Beispiel für Demokratisierung in Afrika - dennoch gilt es als eines der ärmsten und unterentwickelsten Länder der Welt.
Burkina Faso ist ein Binnenstaat in Westafrika. Der Landesname ist zweisprachig: Burkina ist Moré und bedeutet "Unbestechlicher, Integrer, Aufrichtiger" - Faso stammt aus dem Dioula und bedeutet "Vaterland". Nach dem Ende der Königreiche der Mossi geriet das Land Ende des 19. Jahrhunderts unter französischen Kolonialeinfluss. 1960 wurde es unter dem Namen Obervolta unabhängig - seit 1984 trägt es den heutigen Landesnamen. Obwohl Burkina Faso zu den ärmsten Ländern gehört, zeichnet es sich durch eine gewisse Stabilität sowie durch eine kulturelle Vielfalt aus. Neben 60 anderen Ethnien stellen die Mossi die Hälfte der Bevölkerung.
Benin ist eine Republik im westlichen Afrika mit der Hauptstadt Porto Novo. Bis 1975 trug das Land den Namen "Dahomey" in Anlehnung an das gleichnamige, das etwa 260 Jahre an der afrikanischen Westküste bestand. Im 19. Jahrhundert wurde das Gebiet als Teil Französisch-Westafrikas eine französische Kolonie und erhielt erst 1960 wieder seine Unabhängigkeit. In den 1970er- und 1980er-Jahren pflegte Benin als kommunistische Volksrepublik enge Beziehungen zur Sowjetunion. Seit den 1990er-Jahren ist das Land eine Präsidialdemokratie mit über 60 Ethnien und mehr als 90 Sprachen und Dialekten.
Ghana ist eine Präsidialrepublik in Westafrika mit der Hauptstadt Accra. Als erstes tropisches Land Afrikas erhielt es am 6. März 1957 die Unabhängigkeit von der damaligen Kolonialmacht Großbritannien - dennoch gehört es heute dem Commonwealth of Nations an. Ghana ist ein ethnisch, sprachlich und religiös sehr heterogenes Land, zudem besitzt es eine reichhaltige Flora und Fauna. Von großer wirtschaftlicher Bedeutung sind neben dem Tourismus auch die Exporte von Edelhölzern und der Rohstoffreichtum. Einer der wichtigsten Rohstoffe ist Gold, dass der ehemaligen Kolonie auch den Namen "Goldküste" gab.
Togo ist eine westafrikanische Republik am Golf von Guinea. Hauptstadt des Landes ist Lomé. Seit dem 15. Jahrhundert gab es in Togo verschiedene europäische Niederlassungen. Im 16. Jahrhundert war es vor allem als "Sklavenküste" bekannt. Ende des 19. Jahrhunderts wurde Togo ein Teil des deutschen Kolonialreiches. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es als Völkerbundmandat von Großbritannien und Frankreich verwaltet, nach 1945 wurde es UN-Treuhandgebiet. 1960 wurde der französische Teil als Togo unabhängig. Wirtschaftlich ist Togo heute vor allem landwirtschaftlich geprägt.
São Tomé und Príncipe ist ein Inselstaat im westlichen Zentralafrika. Er liegt im Golf von Guinea und ist der zweitkleinste Staat Afrikas. Die Inseln wurden im 15. Jahrhundert von den Portugiesen entdeckt und besiedelt. 1572 wurde São Tomé und Príncipe direkt der portugiesischen Krone unterstellt. Am 12. Juli 1975 wurde es in die Unabhängigkeit entlassen. Heute ist São Tomé und Príncipe eine präsidiale Republik. Hauptstadt des Landes ist São Tomé. Die wirtschaftliche Ausrichtung des Landes stammt noch aus der Kolonialzeit. Außerdem besitzt São Tomé und Príncipe das schwächste Bruttosozialprodukt (BSP) der Welt.
Niger ist eine Binnenstaat in Westafrika mit der Hauptstadt Niamey. Es gehört zu den am wenigsten entwickelten Ländern Afrikas und war in der Vergangenheit wiederholt von Staatssteichen und Aufständen der Tuareg betroffen. Hinzu kommen regelmäßige Dürreperioden und Nahrungsmittelknappheit. Zahlreiche Funde und Felsenzeichungen belegen, dass das Land bereits in frühester Zeit besiedelt wurde. Um 660 breitete sich im Niger der Islam aus - 1921 wurde Niger Teil der Kolonie Französisch-Westafrika. Im Jahre 1960 wurde Niger als präsidiale Republik unabhängig.
Nigeria ist eine präsidiale Bundesrepublik in Westafrika und das bevölkerungsreichste Land Afrikas. Hauptstadt des Landes ist Abuja. In vorkolonialer Zeit existierten in Nigeria verschiedene Königreiche, das Sokoto-Kalifat und die Emirate der Hause. 1861 begann die Kolonialisierung des Landes durch Großbritannien - 1960 erhielt es seine Unabhängigkeit. Die 1970er-Jahre waren durch einen massiven Ölboom gekennzeichnet - Nigeria wurde zum größten Erdölexporteur Afrikas. Korruption, Gewalt, ethnische Konflikte und wiederholte Militärdiktaturen sind die Haupthemmnisse für einen wirtschaftlichen Fortschritt des Landes.
Kamerun ist eine Präsidialrepublik mit der Hauptstadt Yaoundé. Der Landesname leitet sich vom portugiesischen Wort "Rio de Camarões" ("Krabbenfluss") ab. Bis ins 19. Jahrhundert stand das Land unter dem Einfluss eigenständiger afrikanischer Herrscher unterschiedlicher ethnischer Herkunft. Mit der Landung der Portugiesen 1472 begann der europäische Einfluss auf das Land. Im 19. Jahrhundert wurde Kamerun ein deutsches Schutzgebiet. Im Jahre 1919 wurde es ein Mandat des Völkerbundes unter britischer und französischer Verwaltung. Seit 1960 ist Kamerun als Mitglied des Commonwealt of Nations unabhängig.
Der Sudan ist eine präsidiale Republik im Nordosten Afrikas. Mit einer Fläche von 2,5 Millionen km² ist er der größte Flächenstaat des Kontinents. Hauptstadt des Landes ist Khartum. Die Geschichte des Sudan reicht bis in die ägyptische Pharaonenzeit zurück - für das alte Ägypten war Nubien wegen seiner Lieferungen von Gold und Sklaven sehr bedeutend. Nach Christianisierung und Islamisierung geriet der Sudan im 19. Jahrhundert unter ägyptische Herrschaft. Als anglo-ägyptischer Sudan war er bis 1956 eine britische Kolonie. Derzeit ist der Sudan durch den Bürgerkrieg im Süden geprägt.
Äthiopien ist eine Bundesrepublik in Ostafrika mit der Hauptstadt Addis Abeba. Das Land gilt als Vielvölkerstaat, in dem über 80 Sprachen gesprochen werden. Das äthiopisch-orthodoxe Christentum gilt als wichtigste Religion des Landes. Äthiopien ist der älteste christliche Staat der Welt. Das Land gilt als "Wiege der Menschheit" - es ist der älteste unabhängige Staat Afrikas und einer der ältesten der Welt. Äthiopien konnte den muslimischen Eroberungsversuchen wie den kolonialen Bestrebungen der europäischen Staaten widerstehen. Kulturell unterscheidet sich Äthiopien - aus dem auch der Kaffee kommt - deutlich vom übrigen Afrika.
Eritrea ist eine präsidiale Republik im nordöstlichen Afrika. Hauptstadt des Landes ist Asmara. Der Landesname leitet sich von "Erythräa" ab - der griechischen Bezeichnung für das Rote Meer. In der eritreischen Bevölkerung gibt es neun ethnische Gruppen - etwa je die Hälfte bekennen sich zum Islam und zu verschiedenen christlichen Konfessionen. In der Geschichte herrschten verschiedene Mächte über das Land. 1890 wurde es italienische Kolonie - 1936 wurde sie Italienisch-Ostafrika eingegliedert. 1947 geriet es unter äthiopische Herrschaft. Nach dreißigjährigem Unabhängigkeitskrieg wurde Eritrea 1993 unabhängig.
Die Demokratische Republik Kongo ist der flächenmäßig viertgrößte und bevölkerungsmäßig drittgrößte Staat Afrikas. Hauptstadt des Landes ist Kinshasa. Ursprünglich waren dort mehrere Königreiche beheimatet. Darunter befand sich das im 14. Jahrhundert gegründete Königreich Kongo - eines der größten afrikanischen Königreiche in der Geschichte. Nach deren Zerstörung durch die europäischen Kolonialmächte wurde das Land 1885 zum "Privatbesitz" des belgischen Königshauses erklärt. Nach der Unabhängigkeit des Kongo 1960 errichtete Joseph Mobutu eine der längsten Diktaturen Afrikas, die bis 1997 andauerte.
Kenia ist eine Republik in Ostafrika am Indischen Ozean. Hauptstadt des Landes ist Nairobi. Ende des 19. Jahrhundert geriet das heutige Kenia unter den Einfluss der europäischen Kolonialmächte. Im Jahre 1895 wurde Kenia Teil des Protektorats Britisch-Ostafrika - im Jahre 1920 erhielt es den Status einer britischen Kronkolonie. Seine Unabhängigkeit erhielt Kenia am 12. Dezember 1963. Seitdem ist das Land eine präsidiale Republik. In Kenia leben heute etwa 52 verschiedene Volksgruppen mit eigenen Dialekten - darunter die Kikuyu oder die Massai. Offizielle Amtssprachen sind Englisch und Swahili.
Ruanda ist ein kleiner Binnenstaat in Ostafrika mit der Hauptstadt Kigali. Wegen seiner hügeligen Landschaft wird es auch "Land der tausend Hügel" genannt. Die Hochgebirge des Landes sind durch besondere Ökosysteme mit einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt geprägt. Das Land blickt auf eine jahrhundertealte Tradition als Monarchie zurück, die sich auf die Adelsklasse der Tutsi stützte, während die einfache Bevölkerung aus Hutu bestand. Nach deutscher und belgischer Kolonialherrschaft isr Ruanda als präsidiale Republik unabhängig. Einschneidendes Ereignes war jedoch der Bürgerkrieg zwischen Hutus und Tutis im Jahre 1994.
Burundi ist ein Binnenstaat im östlichen Zentralafrika. Hauptstadt des Landes ist Bujumbura. Es ist einer der kleinsten Staaten Afrikas, aber dichtbesiedelt. Größte Bevölkerungsgruppe sind die Hutu mit etwa 85 Prozent. Burundi blickt auf eine jahrhundertealte monarchische Tradition zurück. Im 19. Jahrhundert geriet es unter deutsche Kolonialherrschaft. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde es belgisches Treuhandgebiet. 1962 wurde Burundi als Monarchie unabhängig, 1966 wurde es in eine Republik umgewandelt. Heute ist Burundi ein typisches Agrarland. Etwa 85 Prozent der Bevölkerung sind von der Landwirtschaft abhängig.
Uganda ist eine präsidiale Republik im Osten Afrikas. Hauptstadt des Landes ist Kampala. Im Vergleich zu den anderen ostafrikanischen Staaten ist Uganda reich an fruchtbaren Böden, weswegen es von Winston Churchill als "Perle Afrikas" bezeichnet wurde. Aufgrund zahlreicher fossiler Funde sehen Anthropolgen Uganda und dessen Nachbarstaaten als "Wiege der Menschheit". Im 19. Jahrhundert gerieten die ugandischen Königreiche unter kolonialen Einfluss. 1962 erhielt Uganda seine Unabhängigkeit - 1971 errichtete Idi Amin eine Diktatur, die bis 1979 andauerte und der mehrere Hunderttausend Menschen zum Opfer fielen.
Die Vereinigte Republik Tansania liegt in Ostafrika am Indischen Ozean. Das Land grenzt an die drei größten Seen Afrikas: den Viktoriasee, den Tanganijkasee und den Malawisee. Im Norden des Landes liegt die Serengeti, einer der berühmtesten Nationalparks Afrikas. Im Nordosten Tansanias erhebt sich zudem mit dem Kilimandscharo das höchste Bergmassiv des Kontinents. Das heutige Staatsgebiet gehörte zu Deutsch-Ostafrika und stand seit 1920 unter britischer Verwaltung. Im Jahre 1961 erhielt Tansania seine Unabhängigkeit. Der Landesname entstand als Kunstwort aus den Staatsteilen Tanganijka, Sansibar und Anzania.
Sambia ist eine präsidiale Republik im südlichen Afrika mit der Hauptstadt Lusaka. Der Landesname leitet sich vom Fluss Sambesi ab. Die Bevölkerung des Landes besteht aus 72 bantusprachigen Ethnien, die sich überwiegend zum Christentum bekennen. Zudem gehört Sambia zu den Ländern mit der höchsten HIV-Rate der Welt. Erste menschliche Besiedlungen reichen bereits in früheste Geschichte zurück. Um 1450 siedelten erste Bantu-Gruppen in Sambia. Ende des 18. Jahrhunderts geriet es unter britischen Kolonialeinfluss. Im Jahre 1964 wurde das damalige Protektorat Nordrhodesien unabhängig.
Simbabwe liegt im südlichen Afrika und ist seit 1980 eine unabhängige Republik. Der Staatsname bedeutet in der Sprache der Shona: "großes Haus aus Stein". Er geht auf ein historisches auf dem heutigen Staatsgebiet zurück. Im 19. Jahrhundert wurde das Land unter dem Namen Rhodesien ein Teil des britischen Kolonialreiches. Hauptstadt des Landes ist Harare. Seit seiner Unabhängigkeit ist Simbabwe eine präsidiale Republik. Faktisch wird das Land derzeit jedoch vom diktatorischen Regime um Staatspräsident Robert Mugabe regiert. International ist das Land weitgehend isoliert, wirtschaftlich steht Simbabwe am Rande des Ruins.
Madagaskar südöstlich von Afrika ist der flächenmäßig zweitgrößte Inselstaat der Welt und die viergrößte Insel der Welt. Hauptstadt ist Antananarivo. Durch seine geographische Isolation besitzt Madagaskar heute eine einzigartige Fauna und Flora. Auf der Insel leben offiziell 18 anerkannte Bevölkerungsgruppen malaiischer, afrikanischer und arabischer Herkunft. Ende des 18. Jahrhunderts wurde auf Madagaskar zunächst eine Monarchie errichtet. 1896 wurde Madagaskar eine französische Kolonie und 1960 als Präsidialrepublik unabhängig. Wirtschaftlich zählt Madagaskar zu den ärmsten Ländern der Welt.
Mauritius ist ein Inselstaat im Indischen Ozean und liegt etwa 1.800 Kilometer östlich von des afrikanischen Kontinents. Hauptstadt des Landes ist Port Louis. Die Insel war wohl bereits im 10. Jahrhundert den Arabern und Malaien bekannt. Seit dem 16. Jahrhundert wurde die Insel von den Portugiesen, Niederländern, Franzosen und Briten kolonisiert. Seit 1968 ist die Insel ein unabhängiger Staat. Er besteht aus zwei großen und mehreren kleinen Inseln. In Mauritius herrscht ein tropisches Klima. Etwa zwei Drittel der Bevölkerung stammt vom indischen Subkontinent. Die übrige Bevölkerung besteht zu einem großen Teil aus Kreolen.
Die Seychellen sind ein Inselstaat im Indischen Ozean östlich des afrikanischen Kontinents. Sie bestehen aus 115 Inseln, die sich 32 Gebirgsinseln und zahlreiche kleinere Koralleninseln gliedern. Diese verteilen sich auf eine Fläche von rund 400.000 km². Die große Mehrheit der Bevölkerung sind Kreolen. Die Inseln wurden vermutlich von arabischen Händlern entdeckt und im 17. Jahrhundert von den Franzosen besiedelt. Im 19. Jahrhundert gerieten sie unter britische Kolonialherrschaft. Seit 1976 sind die Seychellen eine unabhängige Republik mit der Hauptstadt Victoria.
Botswana ist eine parlamentarische Republik im südlichen Afrika - Hauptstadt des Landes ist Gaborone. Der Name des Landes leitet sich vom Volk der Tswana ab. Etwa 24 Prozent der Erwachsenen sind mit HIV infiziert - damit besitzt Botswana die zweithöchste Infektionsrate der Welt nach dem afrikanischen Königreich Swaziland. Lange Zeit wurde das Land von mehreren kleinen Königreichen der Tswana beherrscht. Diese schlossen mit Großbritannien Schutzverträge gegen die Buren. Es entstand das britische Protektorat Betschuanaland, dass 1966 unter heutigem Namen als Republik im Commonwealth unabhängig wurde.
Angola ist eine Präsidialrepublik im südwestlichen Afrika. Hauptstadt des Landes ist Luanda. Der Landesname leitet sich vom Titel "Ngola" für die König von Ndongo ab - einem Vasallenstaat des Kongoreiches. Ihren Namen erhielt die Region aber durch die portugiesischen Seefahrer, die dort erstmals an der afrikanischen Küste anlandeten. Diese errichteten 1483 dort als erste Europäer eine Handelsstation. Nach kurzzeitigem Einfluss der Niederländer und Spanier blieb Angola jedoch unter portugiesischem Kolonialeinfluss. Nach der portugiesischen "Nelkenrevolution" wurde Angola 1975 unabhängig.
Namibia ist ein Staat im südlichen Afrika. Der Name des Landes leitet sich von der Wüste Namib ab, die sich über den gesamten Küstenraum erstreckt. Hauptstadt des Landes ist Windhoek. Portugiesen entdeckten das Land erstmals im 15. Jahrhundert. Eine intenvie Besidelung durch die Europäer fand jedoch erst im 19. Jahrhundert statt. Im Jahre 1871 wurde das Land als Deutsch-Südwestafrika eine deutsche Kolonie. Im Jahre 1920 wurde sie vom Völkerbund als Mandatsgebiet an Südafrika übergeben. Erst am 21. März 1990 erlangte Namibia als semipräsidentielle Republik seine Unabhängigkeit.
Lesotho ist eine parlamentarische Monarchie im südlichen Afrika mit der Hauptstadt Maseru. Es wird als Enklave in Südafrika vollständig von seinem Nachbarland umgeben. Politisch gehörte Lesotho jedoch nie zu Südafrika. Aufgrund seiner Höhenlage wird es auch "Königreich im Himmel" genannt. Lesotho ist einer der wenigen afrikanischen Nationalstaaten, die über ein homogenes Staatsvolk mit gemeinsamer Identität, Tradition und Kultur besitzen. Etwa 99 Prozent gehören zum Bantuvolk der Basotho - kleine Minderheiten sind Zulu, Xhosa, Europäer und Asiaten. Lesotho ist nach britischer Kolonialherrschaft seit 1966 unabhängig.
Die Republik Südafrika liegt an der Südspitze des afrikanischen Kontinents. Aufgrund seiner ethnischen Vielfalt wird Südafrika auch als Regenbogennation bezeichnet. Bis Anfang der neunziger Jahre bestand in Südafrika das weltweit geächtete System der Rassentrennung ("Apartheid"). Erst 1994 wurde mit Nelson Mandela der erste schwarze Präsident des Landes gewählt. Südafrika ist einer der wenigen afrikanischen Staaten, in denen es keinen Staatsstreich gab. Es besitzt die meistentwickelte und bedeutenste Wirtschaft auf dem ganzen Kontinent mit gleichmäßig gut verteilter und moderner Infrastruktur. Hauptstadt des Landes ist Pretoria.
Amerika
Der amerikanische Doppelkontinent erstreckt sich auf einer Länge von etwa 15.000 Kilometern von Nord nach Süd. Klassisch wird er in Nord-, Mittel- und Südamerika aufgeteilt. Der Name geht auf den Italiener Amerigo Vespucci (1451-1512) zurück, der den Kontinent erstmals als eigenständigen Erdteil definierte. Höchster Berg Amerikas ist der Aconcagua in den chilenischen Anden mit 6.962 Metern. Längster Fluss Amerikas ist der Amazonas mit 6.448 Kilometern. Er ist zudem der wasserreichste Fluss der Erde und befördert mehr Wasser als Nil, Mississippi River und Yangtse zusammen.
Die Vereinigten Staaten von Amerika - kurz USA - sind eine Bundesrepublik in Nordamerika und bestehen aus 50 Staaten. Die USA entstanden am 4. Juli 1776 mit der Unabhängigkeitserklärung der britischen Kolonien. Durch die starke Industrialisierung und massive Immigration aus Europa im 19. Jahrhundert gewannen die USA schnell an Bedeutung. Nach dem Ende des Kalten Krieges sind die USA heute die einzige verbliebene Supermacht der Welt. Traditionell gelten die USA als Schmelztiegel der Völker. Neben den indianischen Ureinwohnern und Afroamerikanern leben in den 50 Bundesstaaten auch Einwanderer aus Europa und Asien.
Puerto Rico ist ein mit den USA assoziierter Inselstaat in der Karibik. Es ist die östlichste und kleinste Insel der Großen Antillen - der Landesname bedeutet "reicher Hafen". Nur etwa zehn Prozent bezeichnen sich als US-Amerikaner, etwa 87 Prozent sehen sich als Nachkommen der Spanier oder afrikanischer Sklaven. Mehr als 80 Prozent bekennen sich zum Katholizismus. Erstmals besiedelt wurde Puerto Rico um 2000 vor Christus - die ersten Europäer landeten 1493 auf der Insel. Nach spanischer Kolonialherrschaft gehört Puerto Rico seit 1898 zu den USA.
Kanada ist ein Bundesstaat in Nordamerika. Der Staatsname geht auf das irokesische Wort "canada" zurück, dass "Dorf" oder "Siedlung" bedeutet. Hauptstadt des Landes ist Ottawa. Kanada ist in zehn Provinzen und drei Territorien unterteilt. Dabei nimmt Québec eine besondere Rolle ein, da hier mehrheitlich frankophone Kanadier wohnen. Nach französischer und britischer Kolonialherrschaft ist Kanada seit 1931 ein souveräner Staat im britischen Commonwealth of Nations. Es ist eine konstitutionelle Monarchie mit dem britischen Staatsoberhaupt an der Spitze. Neben den USA ist Kanada ein klassisches Einwandererland.
Mexiko ist ein Staat in Nordamerika. Es ist nach der Hauptstadt der Azteken - Mexiko-Tenochtitlan - benannt. Für die Herkunft des Namens gibt es jedoch verschiedene Erklärungen. Vor der Eroberung Mexikos durch die Spanier im 16. Jahrhundert waren die Maya, Olmeken, Tolteken und Azteken die dominierenden Kulturen. Im Jahre 1822 wurde Mexiko unabhängig - seit 1824 ist das Land eine präsidiale Republik mit einer bundesstaatlichen Verfassung. Das Land gliedert sich in 31 Bundesstaaten und einen Distrikt, der die Hauptstadt umfasst. Hauptstadt des Landes ist Mexiko-Stadt.
Belize ist eine parlamentarische Monarchie in Zentralamerika. Hauptstadt des Landes ist Belmopan. Es ist das einzige Land Mittelamerikas ohne Zugang zum Pazifik. Vor der Entdeckung durch die Europäer war das Land von den Maya besiedelt. Im 16. Jahrhundert kamen zunächst die spanischen Eroberer ins Land. Später war Belize ein beliebtes Rückzugsgebiet für Piraten und Freibeuter. Ende des 19. Jahrhunderts wurde es ein Teil des britischen Kolonialreiches. Am 21. September 1981 erklärte Belize schließlich seine Unabhängigkeit und wurde Mitglied des Commonwealth of Nations.
Honduras ist eine präsidiale Republik in Zentralamerika mit der Hauptstadt Tegucigalpa. Das Land liegt an der breitesten Stelle der mittelamerikanischen Landbrücke und ist für seinen großen Umweltreichtum bekannt. Neben einem nahezu unberührten Regenwald liegt dort auch das weltweit bedeutenste Korallenriff-Ökosystem nach dem australischen Great Barrier Riff. Zudem besitzt das Land reiche Vorkommen an Silber, Zink, Blei, Eisenerz, Kohle, Kupfer und Antimon. Nach der Besiedlung durch die Maya wurde Honduras im 16. Jahrhundert von den Spaniern erobert. Im Jahre 1821 wurde Honduras eine unabhängige Republik.
El Salvador ist eine präsidiale Republik in Zentralamerika mit der Hauptstadt San Salvador. Es ist das kleinste Land Mittelamerikas mit der gleichzeitig höchsten Bevölkerungsdichte. Etwa 90 Prozent der Bevölkerung sind Mestizen, neun Prozent sind europäischer und ein Prozent indigener Abstammung. Über 80 Prozent bekennen sich zur römisch-katholischen Kirche, etwa 15 Prozent zu verschiedenen protestantischen Strömungen. Etwa 48 Prozent der Bevölkerung El Salvadors leben derzeit unterhalb der Armutsgrenze. Im 16. Jahrhundert wurde El Salvador von den Spaniern erobert wurde. Im Jahre 1821 erhielt es seine Unabhängigkeit.
Nicaragua ist eine präsidiale Republik in Zentralamerika mit der Hauptstadt Managua. Der Landesname leitet sich aus dem "Nahuatl" ab: "nican" bedeutet "hier" und "aráhuac" bedeutet "Menschen". Im 16. Jahrhundert geriet Nicaragua unter spanische Kolonialherrschaft. Am 15. September 1872 erklärte es seine Unabhängigkeit von der spanischen Krone. In den folgenden Jahrzehnten kam es mehrfach zum Bürgerkrieg - 1979 kamen die Sandinisten an die Macht, die sie bis 1990 inne hatten. Durch Naturkatastrophen, Oligarchenwirtschaft und einseitige Wirtschaftsstruktur gehört Nicaragua zu den ärmsten Ländern der Welt.
Costa Rica ist eine präsidiale Republik in Zentralamerika mit der Hauptstadt San José. Der Landesname bedeutet "Reiche Küste". Costa Rica ist das Land mit der geringsten indigenen Bevölkerung in Mittelamerika. Die ältesten Funde menschlicher Besiedlung reichen etwa 11.000 Jahre zurück. Ab dem 15. Jahrhundert wurde das Land von den Spaniern entdeckt und besiedelt. Wegen seiner Rohstoffarmut und unbedeutenden strategischen Lage blieb die Kolonie weitgehend unterentwickelt. Im Jahre 1821 erhielt Costa Rica seine Unabhängigkeit. Heute ist es stark landwirtschaftlich geprägt. So ist Costa Rica der zweitgrößte Bananen-Exporteur der Welt.
Panama ist eine präsidiale Republik in Mittelamerika - Hauptstadt des Landes ist Panama-Stadt. Es nimmt den schmalsten Teil der zentralamerikanischen Landbrücke ein. Die Geschichte Panamas ist durch einen reichhaltiges präkolumbianisches Erbe geprägt. Nach spanischer Kolonialherrschaft und Zugehörigkeit zu Großkolumbien ist Panama seit 1831 unabhängig. Durchquert wird das Land vom Panama-Kanal - einer künstlichen Meeresstraße, welche die Karibik im Norden mit dem Pazifik im Süden verbindet. Der Kanal ist 81,6 Kilometer lang, die Durchfahrtzeit beträgt heute durchschnittlich zwölf Stunden.
Kuba ist die größte Insel in der Karibik mit der Hauptstadt Havanna. Schätzungen zufolge sind jeweils etwa ein Drittel der Bevölkerung europäischer, afroamerikanischer und gemischter Abstammung. Kuba geriet in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts unter spanische Herrschaft. Während des Spanisch-Amerikanischen Krieges wurde die Insel von US-Truppen besetzt. Im Jahre 1902 erhielt Kuba jedoch formal seine Unabhängigkeit. 1959 wurde die langjährige Diktatur des Fulgencio Batista beendet. Seitdem ist Kuba ein sozialistischer Staat, der bis 2008 von Fidel Castro regiert wurde.
Die Dominikanische Republik ist ein karibischer Inselstaat auf Hispaniola östlich von Haiti. Die Bevölkerung des Landes stammt hauptsächlich von europäischen Einwanderern überwiegend spanischer Abstammung und afrikanischen Sklaven ab. Staatsreligion des Landes ist der Katholizismus. Nach spanischer Kolonialherrschaft ist das Land seit 1863 als Präsidialrepublik unabhängig. Hauptstadt ist Santo Domingo. Ein wichtiger Wirtschaftszweig des Landes ist heute der Tourismus. Die Touristen stammen überwiegend aus den USA und Kanada - aber auch aus Europa. Eher selten findet man hingegen Touristen aus Südamerika.
Haiti ist der westliche Teil der karibischen Insel Hispaniola. Nach der Entdeckung durch die Spanier wurde Haiti 1697 Teil des französischen Kolonialreiches. Im 18. Jahrhundert entwickelte es sich zur reichsten französischen Kolonie. Im Jahre 1806 erklärte Haiti seine Unabhängigkeit und wurde die erste Republik von Schwarzen und Mulatten. In der Folgezeit wurde das Land oft von Gewaltherrschern und Kleptokraten regiert. Heute ist Haiti als einziger amerikanischer Staat laut WHO eines der am wenigsten entwickelten Länder der Welt. Hauptstadt des Landes ist Port-au-Prince.
Trinidad & Tobago sind Inseln der kleinen Antillen und bilden einen gemeinsamen Inselstaat. Dieser liegt zwischen der Karibik und dem Atlantik. Die Bevölkerung ist stark gemischt. So ist ein Teil afrikanischer Abstammung - der Rest ist asiatischer, westeuropäischer oder mittelöstlicher Abstammung. Christoph Columbus entdeckte die Inseln 1498. Spanische Siedler ließen sich erst 1592 auf der Insel nieder. 1797 übernahmen die Briten die Insel. Tobago leitet sich von Tabak ab - 1814 wurde Tobago ebenfalls britisch. Im Jahre 1962 wurden Trinidad & Tobago unabhängig, seit 1976 ist es eine präsidiale Republik im Commonwealth.
Jamaika ist ein karibischer Inselstaat mit der Hauptstadt Kingston. Der Landesname leitet sich vom arawakischen "Xaymaca" oder "Chaymakas" ab und bedeutet Quellenland oder Holz- und Wasserland. Jamaika ist für seine vielseitige soziale Kultur, aber auch seine sozialen und wirtschaftlichen Probleme bekannt. Es ist die drittgrößte Insel der Großen Antillen und das Klima ist tropisch. Rund 91 Prozent der Einwohner stammt von afrikanischen Sklaven ab, wobei die Rastafari das Bild besonders prägen. Nach spanischer und britischer Kolonialherrschaft ist Jamaika seit 1962 als parlamentarische Monarchie im Commonwealth unabhängig.
Die Bahamas sind eine karibischer Inselstaat und Teil der Westindischen Inseln. Ihren Namen erhielt die Inselgruppe von den spanischen Eroberen und leitet sich von "Baja Mar" ("Flaches Meer") ab. Die Bahamas bestehen aus etwa 700 Inseln, von denen nur 30 bewohnt sind, und über 2.400 Korallenriffen. Am 12. Oktober 1492 wurde die Inseln von Christoph Kolumbus entdeckt. Im 17. Jahrhundert wurden sie eine britische Kronkolonie, seit 1973 sind die Bahamas als konstitutionelle Monarchie im Commonwealth of Nations unabhängig. Heute gilt der Inselstaat als Tourismusziel und Steueroase - die Hauptstadt ist Nassau.
Barbados ist ein karibischer Inselstaat der kleinen Antillen. Im Gegensatz zu vielen Nachbarinseln ist Barbados nicht vulkanischen Ursprungs. Nach ihrer Entdeckung durch die Spanier übernahmen die Engländer im Jahre 1625 die Insel von den Portugiesen. Im Jahre 1966 wurde Barbados als parlamentarische Monarchie im Commonwealth of Nations unabhängig. Neben Westminster und Bermuda hat Barbados das drittälteste Parlament im Commonwealth. Wirtschaftlich ist die Insel vom Tourismus, dem Handwerk und der Zuckerindustrie geprägt. Hauptstadt des Landes ist Bridgetown.
Dominica ist ein Inselstaat in der östlichen Karibik. Die Inselrepublik ist ein Mitglied im Commonwealth of Nations. Hauptstadt des Landes ist Roseau. Im britischen Sprachgebrauch gehört sie zu den "Leeward Islands" ("Inseln unter dem Wind") - im internationalen Sprachgebrauch wird es den "Windward Islands" ("Inseln über dem Wind") zugeordnet. Dominica ist für seine üppige Tier- und Pflanzenwelt bekannt, die durch Naturparks geschützt ist. Entdeckt wurde die Insel 1493, wurde aber als letzte karibische Insel von den Europäern kolonialisiert. Nach französischer und britischer Kolonialherrschaft ist Dominica seit 1978 unabhängig.
Die Inseln Antigua und Barbuda bilden einen unabhängigen Inselstaat innerhalb des Commonwealth of Nations. Hinzu kommt die unbewohnte Insel Redonda. Ein Großteil der Bevölkerung lebt auf der Hauptinsel Antigua. Ende des 15. Jahrhunderts werden die Inseln entdeckt. Im 17. Jahrhundert lassen sich dort dauerhaft britische Siedler nieder. Im Jahre 1981 erhalten Antigua und Barbuda die Unabhängigkeit. Seitdem ist das Land eine konstitutionelle Monarchie - Staatsoberhaupt ist der Monarch des Vereinigten Königreiches, vertreten durch einen Generalgouverneur. Hauptstadt des Landes ist St. Johns.
St. Kitts und Nevis ist eine föderale Inselgruppe in der Karibik und Teil der Kleinen Antillen. Die beiden Inseln wurden 1493 von Christoph Columbus entdeckt, allerdings erst im 17. Jahrhundert von britischen Kolonisten besiedelt. Im Zuge der Kolonialisierung waren beide Inseln zunächst ein ständiger Streitpunkt zwischen Großbritannien und Frankreich. Im Jahre 1783 wurden sie schließlich Teil des britischen Empire. 1967 erhielten die Inseln zunächst Autononmie, bevor sie schließlich 1983 ihre Unabhängigkeit erhielten. Seitdem sind sie eine parlamentarische Monarchie im Commonwealth mit der Hauptstadt Basseterre.
St. Lucia ist ein karibischer Inselstaat im Commonwealth of Nations. Hauptstadt des Landes ist Castries. Die Insel wurde vermutlich Anfang des 15. Jahrhunderts durch Christoph Columbus entdeckt. Ab dem 16. Jahrhundert gründeten Briten und Franzosen mehrere Niederlassungen. 1814 wurde die Insel schließlich Teil des britischen Kolonialreiches. 1958 wurde St. Lucia Teil der Westindischen Föderation, die jedoch nur vier Jahre existierte. Seit 1979 ist es als parlamentarische Monarchie unabhängig. Wirtschaftlich ist St. Lucia stark vom Bananen-Export abhängig.
Brasilien ist der bevölkerungs- und flächenmäßig fünftgrößte Staat der Erde sowie das bevölkerungsreichste Land Südamerikas. Der Name des Landes geht auf "brasil" zurück, mit dem die indianischen Ureinwohner rotfarbenes Palisanderholz bezeichneten. Hauptstadt des Landes ist Brasilia. Allerdings ist São Paulo mit 20,5 Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes, Südamerikas und der südlichen Hemisphäre. Zudem ist die Stadt der wirtschaftliche Motor des Landes sowie das größte deutsche Investitionszentrum außerhalb der USA und der EU. Der Amazonas ist das größte zusammenhängende Waldgebiet der Erde.
Argentinien ist der zweitgrößte Staat Südamerikas. Hauptstadt des Landes ist Buenos Aires. Der Landesname ist vom lateinischen Wort "Argentum" für Silber abgeleitet. Er stammt von spanischen Kolonisten, die hofften, dort entsprechende Bodenschätze zu finden. Seine Unabhängigkeit erhielt Argentinien am 9. Juli 1816. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wechselten sich demokratische Regierungen und Militärdiktaturen ab. Im Jahre 1946 wurde Juan Domingo Perón zum Präsidenten gewählt - Begründer der Ideologie des "Peronismus". Nach mehreren Militärdiktaturen und Falkland-Krieg 1982 ist Argentinien wieder eine präsidiale Republik.
Uruguay ist eine präsidiale Republik sowie der kleinste spanisch-sprachige Staat Südamerikas. Die erhofften Schätze, wegen denen der Rio de la Plata ("Silberfluss") seinen Namen erhielt, wurden zwar vergebens gesucht. Dafür bilden die großen Herden von Rindern und Pferden in den Grasfluren der Pampa den heutigen Reichtum des Landes. Hauptstadt des Landes ist Montevideo - es ist gleichzeitig die einzige Großstadt und wichtigste Hafenstadt des Landes. Laut Statistik gilt Montevideo als zweitsicherste Stadt der Welt sowie als Zentrum der lateinamerikanischen Politik. Außerdem gilt Uruguay als sehr wasserreich.
Peru ist eine Republik im westlichen Südamerika mit der Hauptstadt Lima. Es ist ein Land mit alten Präinka-Kulturen, die bereits in die Zeit um 800 bis 300 vor Christus zurückreichen. Um 1200 entstand das Reich der Inka, dass sich bis 1532 über große Teile der heutigen Staaten Kolumbien, Chile, Ecuador, Peru, Bolivien und Argentinien erstreckte. Hauptstadt des Inka-Reiches war Cuzco. Nach der Eroberung durch die Spanier war das Land als Vizekönigreich ein Teil des spanischen Kolonialreiches. Im Jahre 1821 erhielt Peru durch José de San Martín und Simón Bolívar seine Unabhängigkeit.
Chile ist eine präsidiale Republik im südwestlichen Südamerika mit der Hauptstadt Santiago. Die Herkunft des Landesnamens ist nicht eindeutig geklärt. Wahrscheinlich ist, dass er sich aus der Sprache der Aymara herleitet und bedeutet: "Land, wo die Erde zu Ende ist". Chile erstreckt sich entlang der Anden über eine Länge von etwa 4.300 Kilometern - im Schnitt ist das Land jedoch nur etwa 180 Kilometer breit. Die chilenischen Anden gehören außerdem zu den höchsten Gebirgszügen der Welt. Chile ist seit 1810 unabhängig. Im Jahre 1973 errichtete General Augusto Pinochet ein diktatorisches Regime, das etwa 15 Jahre überdauerte.
Paraguay ist eine Präsidialrepublik in Südamerika mit der Hauptstadt Asunción. Der Landesname bedeutet "Wasser, das zum Wasser geht" und leitet sich aus der Sprache der Ureinwohner, dem Guarani, ab. Paraguay ist neben Bolivien der einzige Binnenstaat Südamerikas. Die Mehrheit der Bevölkerung sind Mestizen, rund 90 Prozent bekennen sich zum Katholizismus. Im 15. Jahrhundert wurde Paraguay Teil des spanischen Kolonialreiches. 1811 erklärte es seine Unabhängigkeit von Spanien und Argentinien. Heute ist Paraguay durch eine starke Schattenwirtschaft geprägt.
Bolivien ist ein Binnenstaat in Südamerika. Dessen Landesname geht auf Simón Bolívar zurück, der Südamerika von der spanischen Kolonialherrschaft befreite. Hauptstadt des Landes ist Sucre - der Regierungssitz ist jedoch La Paz. In Bolivien existieren etwa 40 Volksgruppen mit 35 verschiedenen Dialekten. In der Vergangenheit wurde das Land durch verschiedene Kulturen geprägt. Im 15. Jahrhundert wurde es Teil des Inka-Reiches - etwa 100 Jahre später eroberten es die Spanier. Seit 1825 ist Bolivien unabhängig - im Salpeter-Krieg mit Chile 1879 bis 1883 verlor es seinen Zugang zum Pazifik.
Kolumbien ist eine präsidiale Republik im nördlichen Teil von Südamerika. Nach der Entdeckung Mittelamerikas gründeten spanische Siedler hier erste koloniale Stützpunkte. Im Jahre 1813 wurde das Land ein Teil Großkolumbiens, dass daneben auch aus Ecuador, Panama und Venezuela umfasste und von Simón Bolivar gegründet wurde. Nach dessen Zerfall wurde Kolumbien 1830 unabhängig. Seit 1964 herrscht ein bewaffneter Konflikt zwischen dem kolumbianischen Staat und linksgerichteten Paramilitärs. Diese finanzieren sich durch den Anbau und Verkauf von Drogen, einhergehend mit Korruption und organisierter Kriminalität.
Ecuador ist eine präsidiale Republik in Südamerika, zu der auch die Galápagos-Inseln gehören. Vor der Kolonialisierung durch die Spanier war das Land in viele kleinere unabhängige Indianerstaaten aufgeteilt. Erst Ende des 15. Jahrhunderts wurde das Land durch die Inka erobert. Anfang des 16. Jahrhunderts wurde das Land jedoch durch die Spanier unterworfen. Seit 1830 ist Ecuador unabhängig - die Folgezeit war jedoch durch territoriale und politische Instabilität gekennzeichnet. Bis heute kam es zu zahlreichen Putschen und Staatsstreichen. Hauptstadt des Landes ist Quito.
Venezuela ist eine Präsidialrepublik im Norden des südamerikanischen Kontinents. Hauptstadt des Landes ist Caracas. Der Landesname soll entweder auf den Entdecker Amerigo Vespucci oder auf den spanischen Conquistador und Geograph Martín Fernández de Enciso zurück. Bis zur Landung von Christoph Columbus 1498 war das Land von indianischen Gruppen besiedelt. Nach 1522 geriet es unter spanische Kolonialherrschaft - 1830 wurde Venezuela unabhängig. Seit 1998 wird es vom linksgerichteten Präsidenten Hugo Chávez regiert. Wichtigster Rohstoff des OPEC-Mitgliedes ist das Rohöl.
Asien ist der größte Kontinent der Erde und umfasst etwa ein Drittel der Landmasse. Zudem leben in Asien etwa 60 Prozent der gesamten Weltbevölkerung. Der Name Asiens kommt aus dem Assyrischen und bedeutet "Sonnenaufgang". Längster Fluss des Kontinents ist der Jangtse - er ist gleichzeitig auch der drittgrößte Strom der Erde. Zudem befindet sich in Asien mit dem Himalaya der größte Gebirgszug der Welt. Höchster Gipfel der Welt ist der Mount Everest mit 8.848 Metern. Asien ist zudem eine Wiege der Kulturen - beispielsweise in Mesopotamien, Indien, China oder Japan. Auch alle Weltregionen entstanden in Asien.
Israel liegt im Nahen Osten und blickt auf eine lange Geschichte zurück. Der Landesname bedeutet "Gottesstreiter" und ist bereits 1211 vor Christus belegt. Nach biblischer Überlieferung schuf David bereits um 1000 vor Christus das Königreich Israel mit der Hauptstadt Jerusalem. Nach dem gescheiterten Bar-Kochba-Aufstand im Jahre 135 wurden die Juden in alle Welt verstreut. 1948 wurde der heutige Staat Israel als parlamentarische Demokratie gegründet. In der Folgezeit kam es wiederholt zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit den arabischen Nachbarn. Rund 77 Prozent der Bevölkerung bekennt sich zum Judentum.
Die Palästinensischen Autonomiegebiete liegen im Nahen Osten zwischen dem Mittelmeer und dem Jordan. Geographisch gehören sie zum Maschrek. Sie umfassen Gazastreifen und 40 Prozent des Westjordanlandes - die provisorischen Hauptstädte sind Gaza und Ramallah. Die Gebiete gehören völkerrechtlich zu Israel und werden von der Mehrzahl der Staaten politisch und geographisch nur eingeschränkt anerkannt. Nominell werden die Regierungsfunktionen von der Palästinensischen Autonomiebehörde wahrgenommen, deren die Ziel die Schaffung eines unabhängigen palästinensischen Staates ist.
Der Libanon ist eine parlamentarische Republik im Nahen Osten und gehört zu den Maschrek-Staaten. Hauptstadt des Landes ist Beirut. In der Geschichte stand das Land unter der Herrschaft der Phönizier, Griechen, Römer, Araber, Kreuzfahrer und Osmnanen. Im Jahre 1920 wurde der Libanon ein Mandat Frankreichs. 1941 wurde der Libanon unabhängig - vier Jahre später war er Gründungsmitglied der Vereinten Nationen. Zwischen 1975 und 1990 wurde das Land von einem Bürgerkrieg heimgesucht, der etwa 90.000 Todesopfer forderte. Im Sommer 2006 kam es zu militärischen Auseindersetzungen zwischen Israel und der Hisbollah.
Jordanien ist eine konstitutionelle Monarchie im Nahen Osten mit der Hauptstadt Amman. Seit 1999 steht König Abdallah II. an der Spitze des Haschemitischen Königreiches. Nach der Herrschaft der Römer und der Byzantiner gehörte Jordanien zunächst zum Reich der ägyptischen Mameluken - 1516 wurde es Teil des Osmanischen Reiches. 1920 wurde Jordanien Teil des britischen Mandatsgebietes Palästina. Seit 1946 ist Jordanien unabhängig. Während des Sechs-Tage-Krieges 1967 verlor Jordanien mit dem Westjordanland seine gesamten palästinensischen Gebiete an Israel.
Syrien ist eine präsidiale Republik im Nahen Osten und Teil des Maschrek. Hauptstadt des Landes ist Damaskus. Der Landesname stammt aus dem Griechischen vom antiken Assyrien. Im Laufe der Geschichte erlebte Syrien zahlreiche Herrscher - von den Assyrern über Griechen, Römer und Osmanen bis zu den Franzosen. Seit 1946 ist Syrien unabhängig und war in der Folgezeit durch politische Instabilität gekennzeichnet. Nach seiner Wahl zum Staatspräsidenten 1970 etablierte Hafiz al-Assad ein diktatorisches Regime, an dem sein Sohn und heutiger Staatschef Baschar al-Assad weiter festhält.
Saudi-Arabien ist eine absolute Monarchie in Vorderasien, die sich auf den Islam als Staatsreligion beruft. Das Land liegt auf der Arabischen Halbinsel und beheimatet die beiden heiligsten Stätten des Islam - die Kaaba in Mekka und die Ruhestätte Mohammends in Medina. Die Religion spielt eine große Rolle in Saudi-Arabien, dass als besonders strenggläubig und islamisch-konservativ gilt. Das Königreich Saudi-Arabien mit der Hauptstadt Riad wurde 1932 proklamiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg das Land zum wichtigsten Erdöllieferanten der Welt auf, womit der rasche wirtschaftliche Aufschwung einherging.
Jemen ist eine islamische Präsidialrepublik im Südwesten der Arabischen Halbinsel. Hauptstadt des Landes ist Sana'a. Etwa 97 Prozent der Jemeniten sind Araber; der Islam ist die Staatsreligion. Bereits im 2. vorchristlichen Jahrtausend war das Gebiet das politische und kulturelle Zenrum Arabiens und Drehscheibe für den Fernhandel zwischen Ostafrika, Indien und dem Mittelmeerraum. Nach persischer und osmanischer Herrschaft wurde der Südjemen Teil der britischen Kolonialreiches, während im Nordjemen die Imame der Zaiditen regierten. Auch nach dem Abzug der Briten 1967 blieb der Jemen bis 1990 in zwei Staaten geteilt.
Das Sultanat Oman ist eine absolute Monarchie im Südosten der arabischen Halbinsel. Hauptstadt des Landes ist Maskat. Staatsoberhaupt und Regierungschef des Landes ist der Sultan - die Rechtssprechung des Landes erfolgt nach islamischem Recht. Der Islam wiederum ist die dominierende Religion Omans, andere Religionen werden jedoch geduldet. Nach 1798 geriet das Sultanat zunehmend unter britischen Einfluss - 1891 wurde Oman schließlich ein britisches Protektorat. Seit 1971 ist das Land unabhängig. Seit den 1960er-Jahren ist die Wirtschaft auf den Export von Erdöl ausgerichtet.
Die Vereinigten Arabischen Emirate liegen auf der Arabischen Halbinsel und wurden 1971 gegründet. Das Land ist ein Bundesstaat, bestehend aus sieben Emiraten. Hauptstadt des Landes ist Abu Dhabi. Die Emirate wurden im 18. Jahrhundert gegründet und gerieten bald unter britische Herrschaft. Heute liegt der Urbanisierungsgrad des Landes bei etwa 85 Prozent - einem der höchsten der Welt. In den Vereinigten Arabischen Emiraten gibt es keine politischen Parteien, Wahlen und Gewerkschaften. Zudem existiert keine strikte Gewaltenteilung. Haupteinkommen des Landes sind die Erdöl- und Gasvorkommen im Emirat Abu Dhabi.
Das Emirat Kuwait ist eine konstitutionelle Erbmonarchie auf der arabischen Halbinsel. Hauptstadt des Landes ist Kuwait-Stadt. Das Land wird seit dem 7. Jahrhundert vom Islam geprägt. Lange Zeit war Kuwait ein Teil des Osmanischen Reiches - 1756 wurde das Scheichtum unter der Dynastie as-Sabah begründet. 1899 wurde Kuwait ein britisches Protektorat - seit 1961 ist es unabhängig. Durch seine reichen Ölvorkommen stieg das Land zu einem der größten Ölförderer am Persischen Golf auf. 1990 marschierten irakische Truppen in Kuwait ein und annektierten das Emirat bis zum Zweiten Golfkrieg 1991.
Katar ist eine Monarchie auf der arabischen Halbinsel mit der Hauptstadt Doha. Etwa 95 Prozent der Einwohner sind Moslems. Im 19. Jahrhundert geriet Katar unter britischen Einfluss. Nach dem Rückzug der Briten erklärte es seine Unabhängigkeit - ein Anschluss an die Vereinigten Arabischen Emirate wurde abgelehnt. Lange Zeit war der Perlenhandel die Haupteinnahmequelle des Landes - durch die billigen Zuchtperlen verloren viele Menschen jedoch ihre Existenzgrundlage. Wichtigste Einnahmequellen des Landes sind heute Erdöl und Erdgas. Katar besitzt nach Russland das zweitgrößte Erdgasvorkommen der Welt.
Das Königreich Bahrain ist ein Inselstaat im Persischen Golf mit der Hauptstadt Manama. Der Landesname bedeutet im im Arabischen "zwei Meere" - ein Bezug auf das Meer, das die Inselm umfasst, sowie ein Meer von Grundwasser. Nach assyrischer, persischer und portugiesischer Herrschaft wurde Bahrain 1783 unter dem arabischen Herrscherhaus der Al-Chalifa unabhängig. Im 19. Jahrhundert geriet es jedoch als Protektorat unter britische Oberhoheit. Am 14. August 1971 wurde es als konstitutionelle Monarchie unabhängig - Staatsreligion ist der Islam. Wirtschaftlich ist Bahrain stark vom Erdöl abhängig.
Der Iran in Vorderasien gehört zu den 20 bevölkerungsreichsten und größten Staaten der Welt. Hauptstadt des Landes ist Teheran. Der Landesname bedeutet "Land der Arier". Lange Zeit war auch der Name Persien gebräuchlich. Er leitet sich von der Landschaft der "Persis" in der heutigen Provinz Fars ab. Um 550 begründete Kyros II. der Große mit dem Altpersischen Reich das erste Weltreich der Geschichte, dass von Alexander dem Großen erobert. Nach mongolischer und türkischer Herrschaft entstand im 18. Jahrhundert ein neues persisches Kaiserreich. Im Jahre 1979 wurde mit dem Sturz des Schahs die Islamische Republik begründet.
Georgien ist eine parlamentarische Demokratie südlich des Großen Kaukasus. Hauptstadt des Landes ist Tiflis. Das Land hat eine äußerst vielfältige Geografie und politisch-kulturelle Geschichte. Im Laufe der Geschichte wurde Georgien von Alexander dem Großen, den Römern, Arabern, Mongolen und Türken erobert. Im Jahre 1801 wurde das Land von den Russen annektiert. Nach dem Zusammebruch des Zarentums 1917 wurde Georgien zunächst unabhängig - 1921 marschierte die Rote Armee in Georgen ein. Das Land wurde eine Sowjetrepublik innerhalb der UdSSR umgewandelt. Seit 1991 ist Georgien wieder unabhängig.
Armenien blickt auf eine lange Geschichte zurück. Seine Wurzeln reichen bis ins 1. Jahrtausend vor Christus zurück. Die Herrscher des Landes wechselten jedoch wiederholt im Laufe der Geschichte - Perser, Makedonen, Parther, Römer, Araber, Türken und Russen herrschten abwechselnd über die Kaukasus-Republik. Zwischen 1918 und 1920 existierte erstmals eine unabhängige Armenische Republik - 1936 wurde es eine Sowjetrepublik im Verbund der Sowjetunion. Mit der Unabhängigkeitserklärung vom 21. September 1991 entstand schließlich die heutige Republik Armenien.
Aserbaidschan ist eine präsidiale Republik im Kaukasus mit der Hauptstadt Baku. Die Geschichte des Landes reicht bis ins 9. Jahrhundert vor Christus zurück. Im Laufe der Jahrhunderte unterstand das Land wechselnden Herrschern - von Persern über Araber, Mongolen und Türken bis hin zu den russischen Zaren. Im Jahre 1918 wurde Aserbaidschan als erste Republik des islamischen Orients unabhängig. 1920 marschierte jedoch die Rote Armee ein - das Land wurde in eine Sowjetrepublik innerhalb der UdSSR umgewandelt. Seit 1991 ist Aserbaidschan wieder unabhängig.
Kasachstan ist eine autoritär regierte Präsidialrepublik in Zentralasien. Hauptstadt des Landes ist Astana. Bereits im 7. Jahrhundert wurde das Land von den Turkvölkern aus dem Altai besiedelt. 1219 wurde es Teil des mongolischen Reiches von Dschingis Khan. Das Volk der Kasachen entstand erst im 15. Jahrhundert als Abspaltung des Usbekenreiches. Nach erneuter mongolischer Herrschaft geriet Kasachstan im 18. Jahrhundert unter russische Zarenherrschaft. Nach deren Zusammenbruch wurde Kasachstan 1936 eine Sowjetrepublik innerhalb der UdSSR. Seit 1991 ist Kasachstan ein unabhängiger Staat.
Kirgististan ist eine Präsidialrepublik in Zentralasien mit der Hauptstadt Bischkek. Der Landesname bedeutet "Land der Kirgisen". Etwa 65 Prozent der Bevölkerung sind Kirgisen - ein Turkvolk, das sich überwiegend zum Islam bekennt. Daneben gibt es größere Minderheiten von Russen und Usbeken. Im 12. Jahrhundert geriet das Land zunächst unter mongolische, später unter chinesische und russische Herrschaft. Nach dem Ende des Zarenreiches wurde Kirgisistan ein Teil der Turkestanischen Sowjetrepublik - 1924 wurde es eine eigene Sowjetrepublik innerhalb der UdSSR. Seit 1991 ist Kirgisistan ein unabhängiger Staat.
Usbekistan ist ein Binnenstadt in Zentralasien. Neben Liechtenstein ist das Land der einzige Binnenstaat der Erde, der auch nur von Binnenstaaten umgeben ist. Hauptstadt des Landes ist Taschkent. Im 19. Jahrhundert geriet Usbekistan unter russische Oberhoheit. Nach dem Zusammenbruch des Zarenreiches 1917 wurde Usbekistan ein Teil der Autonomen Sozialistische Sowjetrepublik Turkestan - 1925 wurde Usbekistan eine eigenständige Sowjetrepublik innerhalb der UdSSR. Nach deren Zerfall 1991 wurde Usbekistan ein unabhängiger Staat und Mitglied der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS).
Turkmenistan ist eine präsidiale Republik in Zentralasien am Kaspischen Meer gelegen. Hauptstadt des Landes ist Aschchabad. Nahezu 80 Prozent des Landes werden von der Wüste Karakum eingenommen, die aus Geröll- und Sandwüstengebieten besteht. Etwa 85 Prozent der Bevölkerung sind Turkmenen - die größten Minderheiten sind Russen, Usbeken, Kasachen, Tataren, Ukrainer, Aserbaidschaner und Armenier. Etwa 90 Prozent der Einwohner bekennen sich zum Islam - neun Prozent gehören der russisch-orthodoxen Kirche an. 1894 geriet das Land unter russische Herrschaft - seit 1991 ist die ehemalige Sowjetrepublik unabhängig.
Afghanistan ist ein Binnenstaat in Zentralasien mit einer besonder strategischen Bedeutung für die Region. Das Land ist ein Vielvölkerstaat, in dem sich die Paschtunen häufig als Staatsvolk fühlen. In Afghanistan gibt es mehr als 57 verschiedene Sprachen und über 200 verschiedene Dialekte. Offizielle Staatssprache ist jedoch Paschto. 1919 erhielt Afghanistan seine Unabhängigkeit von britischer Vorherrschaft. Nach der sowjetischen Besatzung 1979 kam es in Afghanistan zum Bürgerkrieg. 1995 übernahmen die radikalislamischen Taliban die Herrschaft im Land - 2001 kam es zu deren Sturz. Seitdem ist Afghanistan eine Islamische Republik.
Pakistan ist eine präsidiale Bundesrepublik im südlichen Asien. Hauptstadt des Landes ist Islamabad. Der Usprung des Staatsnamens ist jedoch umstritten - auf Urdu bedeutet er "Land der Reinen". Pakistan ist ein Vielvölkerstaat, in dem mehr als 50 Sprachen verbreitet sind. Amtssprachen sind hingegen Urdu und Englisch. Mehr als 96 Prozent der Pakistani sind Moslems, die überwiegend eher traditionell eingestellt sind. Bis zur britischen Kolonialisierung war Pakistan durch den Islam und Indien geprägt. 1947 entstand aus den mehrheitlich moslemischen Teilen Britisch-Indiens der Staat Pakistan.
Indien umfasst den größten Teil des indischen Subkontinents. Seinen Namen hat das Land vom Fluss Indus. Indien ist der flächenmäßig siebtgrößte und der bevölkerungsmäßig zweitgrößte Staat der Erde. Indien ist ein Vielvölkerstaat, dessen ethnische Vielfalt mit Europa vergleichbar ist. Zudem entstanden in Indien mit dem Hinduismus, Buddhismus, Jainismus und Sikhismus vier große Religionen. Indien blickt auf eine jahrtausendealte Geschichte zurück. Nach der Regierung der muslimischen Mogulkaiser geriet das Land im 18. Jahrhundert unter britische Herrschaft. Seit 1947 ist Indien eine Bundesrepublik mit der Hauptstadt Neu-Dehli.
Bangladesch ist eine parlamentarische Republik in Südostasien. Hauptstadt des Landes ist Dhaka. Es nimmt den östlichen Teil Bengalens ein, der 1947 wegen seiner muslimischen Bevölkerungsmehrheit unter der Bezeichnung "Ostpakistan" von Indien abgespalten wurde und zu Pakistan gehörte. Bis 1947 gehörte es zur Kolonie Britisch-Indien. Im Jahre 1971 erhielt Bangladesch seine Unabhängigkeit - der Landesname bedeutet "Land der Bengalen". Heute gehört das Land zum britischen Commonwealth of Nations. Wirtschaftlich gehört Bangladesch zu den ärmsten Ländern der Welt. Ein großes Problem dabei ist die hohe Korruption.
Nepal ist eine parlamentarische Republik im Himalaya zwischen China und Indien gelegen. Hauptstadt des Landes ist Kathmandu. In Nepal liegen sieben der zehn größten Berge der Erde - darunter der Mount Everest. Nepal ist ein Vielvölkerstaat mit über 100 verschiedenen Volksgruppen und Kasten sowie mehr als 70 unterschiedlichen Sprachen und Dialekten. Zudem leben nur etwa 15 Prozent der Bevölkerung in den Städten. Nepal stand lange Zeit unter der indischen Rajputenherrschaft und unter britischem Einfluss. Über zehn Jahre lang herrschte in Nepal ein Bürgerkrieg mit der Kommunistischen Partei Nepals, die sich gegen die ehemalige Monarchie wandte.
Bhutan ist eine konstitutionelle Monarchie im Himalaya. Hauptstadt des Landes ist Thimpu. Im 8. Jahrhundert brachten indische Missionare den Buddhismus in das damals hinduistische Feudalfürstentum, das in der Folgezeit unter tibetische Herrschaft geriet. Im 17. Jahrhundert begründete Shabdung Nawang Namgyal das theokratische Bhutan - er gilt bis heute als Stifter der bhutanischen Identität. Staatsreligion des Landes ist der Vajrayana-Buddhismus, zu dem sich etwa 75 Prozent der Einwohner bekennen. Die übrigen 25 Prozent bekennen sich zum Hinduismus, der durch indische und nepalesische Immigranten etabliert wurde.
Sri Lanka ist ein Inselstaat südöstlich von Indien. Ursprünglicher Name war Ceylon (bis 1972). Bereits im Mittelalter entstanden mehrere regionale singhalesische und tamilische Königreiche auf Sri Lanka. Ab dem 15. Jahrhundert geriet die Insel mehrfach unter die Herrschaft der europäischen Kolonialmächte. 1796 geriet Sri Lanka unter britische Herrschaft. 1948 erhielt das Land seine Unabhängigkeit im britischen Commonwealth of Nations. Seit 1972 ist Sri Lanka eine präsidiale Republik. Zwischen 1983 und 2009 wurde das Land durch den Bürgerkrieg zwischen der tamilischen Separatistenorganisation Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) und der singhalesischen Regierung erschüttert.
Die Malediven sind ein Inselstaat südwestlich des indischen Subkontinents im Indischen Ozean. Die Inselkette aus 19 Inselgruppen besteht aus mehreren Atollen und 1.996 Inseln, von denen 220 bewohnt sind und weitere 87 auschließlich für Touristen reserviert sind. Erstmals besiedelt wurden die Inseln im 5. Jahrhundert vor Christus. Im 12. Jahrhundert errichteten Araber ein Sultanat auf den Inseln und führten den Islam ein. Ab dem 15. Jahrhundert versuchten die europäischen Kolonialmächte die Inseln zu unterwerfen. 1887 wurden die Malediven ein britisches Protektart. Seit 1965 sind diese als präsidiale Republik unabhängig. Hauptstadt ist Malé.
Die Mongolei ist ein dünnbesiedelter Binnenstaat im östlichen Zentralasien. Hauptstadt des Landes ist Ulan-Bator. Im Mittelalter konnte Dschingis Khan (1162-1227) die mongolischen Stämme vereinen. In dessen Folge schuf er Weltreich, dass sogar bis nach Europa und Ägypten reichte. Unter Ugedai Khan entwickelte sich Karakorum zur ersten Hauptstadt des mongolischen Reiches. Unter der chinesischen Qing-Dynastie geriet die Mongolei bis 1911 unter chinesische Herrschaft. 1924 wurde die Volksrepublik proklamiert mit enger Anlehnung an die Sowjetunion. Seit 1990 ist die Mongolei eine demokratische Republik.
China ist mit rund 1,3 Milliarden Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der Erde sowie der flächenmäßig größte Staat in Ostasien. Der Landesname leitet sich wahrscheinlich von der Qin-Dynastie ab. China gehört zu den ältesten Hochkulturen der Welt. Das Kaiserreich existierte rund 2000 Jahre und wurde 1911 durch die Republik abgelöst. Nach japanischer Besatzung und Zweitem Weltkrieg kam es 1945 zum Bürgerkrieg zwischen Nationalisten und Kommunisten. Seit 1949 ist China eine Volksrepublik mit autoritärer Herrschaft der KPCh. Dennoch entwickelt sich China seit 1976 allmählich zu einer Marktwirtschaft.
Hongkong ist eine Sonderverwaltungszone an der Südküste Chinas. Der Name bedeutet "Duftender Hafen". Das Geschäfts- und Kulturzentrum ist Victoria City im Norden - größte Stadt des Gebietes ist Kowloon im Süden der New Territories. Hongkong erstreckt sich auf einer Halbinsel sowie über 235 vorgelagerte Inseln. Es ist die bevölkerungsmäßig drittgrößte Metropolregion Chinas und besitzt eine der höchsten Bevölkerungsdichten der Welt. Nach dem Opiumkrieg fiel Hongkong als Kronkolonie an Großbritannien. Am 1. Juli 1997 wurde Hongkong an China zurückgegeben und genießt seitdem für 50 Jahre eine hohe Autonomie.
Macao ist die zweite Sonderverwaltungszone an der Südküste Chinas. Im Jahre 1516 geriet es unter portugiesischen Einfluss. Im 19. Jahrhundert übernahm Portugal schließlich die vollständige Herrschaft über Macao. Am 20. Dezember 1999 gab Portugal die Souveränität über Macao wieder an China zurück. Macao ist reich an kolonialen Sehenswürdigkeiten. Haupterwerbsquellen sind der Tourismus und das Glücksspiel, weshalb Macao auch als "Monte Carlo des Ostens" bezeichnet wird. Macao ist auch der Name eines Glücksspiels, das tatsächlich jedoch aus Ungarn stammt.
Autonome Gebiete
Tibet ist ein ausgedehntes Bergland in Zentralasien und eine Autonome Region Chinas, deren Zugehörigkeit allerdings nicht unumstritten ist. Hauptstadt ist Lhasa. Tibet war bereits vom 7. bis 10. Jahrhundert ein eigenständiges Königreich. Im 13. Jahrhundert geriet es unter mongolische Herrschaft. Seit dem 16. Jahrhundert wird Tibet vom Dalai Lama regiert - dem geistigen und weltlichen Oberhaupt der tibetischen Buddhisten. Im 19. Jahrhundert geriet Tibet unter chinesischen Einfluss. Anfang der 1950er-Jahre wurde Tibet schließlich vollständig von China annektiert - der Dalai Lama lebt seit 1959 im indischen Exil.
Taiwan ist eine Insel im Pazifik vor dem chinesischen Festland. Früher war die Insel unter dem Namen "Formosa" bekannt. Heute ist Taiwan faktisch ein souveräner chinesischer Staat mit der Hauptstadt Taipeh. Offiziell bezeichnet sich Taiwan als "Republik China", die zwischen 1912 und 1949 auch das gesamte chinesische Festland umfasste. International wird Taiwan jedoch nur von wenigen Regierungen anerkannt. Über vier Jahrzehnte hinweg regierte die Kuomintang über Taiwan als autoritärem Einparteienstaat. Wirtschaftlich gehört Taiwan heute zu den stärksten Volkswirtschaften der Welt.
Die Demokratische Volksrepublik Korea - kurz Nordkorea - ist einer der wenigen verbliebenen kommunistischen Staaten und liegt auf der Nordhälfte der koreanischen Halbinsel. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Korea in eine US-amerikanische und eine sowjetische Besatzungszone aufgeteilt. 1948 wurden dort zwei unabhängige Staaten gegründet, deren Teilung sich nach dem Korea-Krieg (1950 bis 1953) manifestierte. In der Folgezeit stärkte Kim Il-Sung seine Position als unumstrittener Machthaber des Landes und entwicklte einen teils bizarren Personenkult. Nach seinem Tod 1994 übernahm dessen Sohn Kim Jong-Il die Nachfolge.
Die Republik Korea - kurz Südkorea - liegt auf dem südlichen Teil der koreanischen Halbinsel und entstand ebenfalls durch die Teilung 1948. Hauptstadt des Landes ist Seoul. Nach dem Korea-Krieg war Südkorea zunächst durch Korruption, Misswirtschaft und einen autoritären Regierungsstil geprägt. In den sechziger und siebziger Jahren war das Land faktisch eine Militärdiktatur, wo das Land faktisch jedoch wesentliche wirtschaftliche Fortschritte machte. In den neunziger Jahren wandelte sich Südkorea zur Demokratie. Heute ist es eine präsidiale Republik und es gehört zu den vier ostasiatischen Tigerstaaten.
Japan ist der viertgrößte Inselstaat der Welt und ist auch als "Land der aufgehenden Sonne" bekannt. Hauptstadt ist Tokio. Japan ist eine Inselkette im Pazifik - Hauptinseln sind Hokkaido, Honshu, Shikoku und Kyushu. Die Geschichte Japans ist durch ein Wechselspiel von Isolation und äußeren Einflüssen geprägt. In der Meiji-Zeit leitete Kaiser Mutsuhito umfassende Reformen zur Modernisierung des Staates ein. Während des Zweiten Weltkrieges eroberte Japan einen Großteil Ostasiens. Die Atombomben-Abwürfe von Hiroshima und Nagasaki beendeten schließlich den Krieg. Heute ist Japan eine der stärksten Volkswirtschaften.
Das Königreich Thailand liegt in Südostasien. Seine Geschichte reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück und hieß bis 1939 Siam. Thailand bedeutet "Land der Freien" - es ist der einzige Staat Südostasiens, der dem Kolonialismus trotzen konnte. Hauptstadt des Landes ist Bangkok. Thailand blickt auf eine jahrhundertealte Tradition zurück. Sie ist stark vom Buddhismus geprägt, der faktisch als Staatsreligion dient. Seit 1932 ist Thailand eine konstitutionelle Monarchie. König Bhumipol regiert seit 1946 und ist damit das am längsten noch amtierende Staatsoberhaupt der Welt. Als Integrationsfigur des Landes genießt er eine gottähnliche Verehrung.
Kambodscha ist ein Staat in Südostasien. Die Geschichte des Landes reicht etwa 1.200 Jahre zurück und beginnt mit dem Khmer-Reich, dass vom 9. bis 15. Jahrhundert mit Angkor als Zentrum existierte. Im 19. Jahrhundert wurde Kambodscha Teil der Kolonie Französisch-Indochina. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlangte es seine Unabhängigkeit, mit dem Vietnamkrieg kam es jedoch auch in Kambodscha zum Bürgerkrieg. 1975 errichteten die Roten Khmer eine vierjährige Terrorherrschaft mit ca. drei Millionen Toten. Nach vietnamesischer Besatzung und erneutem Bürgerkrieg ist Kambodscha heute eine konstitutionelle Monarchie.
Myanmar ist ein Staat in Südostasien mit der Hauptstadt Pyinmana. Es trägt seit 1989 diesen Namen - andere Bezeichnungen sind Birma oder Burma. Das erste birmanische Reich wurde bereits im 11. Jahrhundert von König Anawratha begründet. Im 19. Jahrhundert fiel Myanmar nach mehreren Kriegen unter britische Herrschaft und wurde ein Teil der Kolonie Britisch-Indien. Nach der japanischen Okkupation im Zweiten Weltkrieg und Rückeroberung durch die Briten ist Myanmar seit 1948 unabhängig. Nach einer kurzen demokratischen Phase wird Myanmar seit den 1960er-Jahren von verschiedenen Militärregierungen kontrolliert.
Laos ist der einzige Binnenstaat in Südostasien. Hauptstadt und gleichzeitig größte Stadt des Landes ist Vientiane. Das Land ist von ethnischer Vielfalt geprägt. Derzeit gibt es etwa 47 Volksgruppen in Laos. Hinzu kommen eingewanderte Thais, Chinesen und Inder. Die Wurzeln des heutigen Laos reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück. Im 19. Jahrhundert wurde es Teil der Kolonie Französisch-Indochina. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Laos unabhängig. Seit 1975 ist Laos eine kommunistisch orientierte Demokratische Volksrepublik. Nach 1986 leitete die laotische Regierung aufgrund schwerwiegender Wirtschaftsprobleme eine Öffnungs- und Reformpolitik ein.
Vietnam ist ein Staat in Südostasien. Vietnam galt nach Jahrzehnten des Krieges als eines der ärmsten Länder Asiens. Seit den 1980er-Jahren befindet es sich allerdings in einem wirtschaftlichen Aufschwungprozess. Der erste vietnamesische Staat entstand bereits im 10. Jahrhundert. Mitte des 19. Jahrhunderts geriet Vietnam unter französischen Kolonialeinfluss. Nach dem Indochina-Krieg 1954 erhielt Vietnam seine Unabhängigkeit, wurde aber in einen kommunistischen Norden und republikanischen Süden geteilt. Seit dem Ende des Vietnam-Krieges 1975 ist das Land wieder als sozialistische Republik vereint.
Die Philippinen sind ein Inselstaat im westlichen Pazifik. Hauptstadt des Landes ist Manila. Im 7. Jahrhundert gerieten sie unter dem Einfluss von Sri Vijaya, einem Handelsreich in Indonesien. Nach 1380 fasste der Islam auf den Philippinen Fuss - im 16. Jahrhundert gerieten sie unter den Kolonialeinfluss der Spanier. Nach dem Spanisch-Amerikanischen Krieg 1896 bis 1898 wurden die Philippinen eine Kolonie der USA - erst 1946 wurden sie als Präsidialrepublik unabhängig. In den siebziger Jahren errichtete Ferdinand Marcos eine Diktatur mit massiven Repressalien gegen Oppositionelle. Erst 1986 wurde Marcos wieder gestürzt.
Malaysia ist eine konstitutionelle Wahlmonarchie und gehört zu den südostasiatischen Tigerstaaten. Hauptstadt des Landes ist Kuala Lumpur. Der Westteil des Inselstaates liegt auf der malaiischen Halbinsel - der Ostteil auf der Insel Borneo. Die malaiische Halbinsel entwickelte sich zu einem großen Handelszentrum, als der Handel zwischen China und Indien zu florieren begann. Die ersten malaiischen Königreiche entstanden bereits im 10. Jahrhundert. Im 18. Jahrhundert geriet Malaysia unter britischen Kolonialeinfluss. 1957 erhielt es seine Unabhängigkeit. Staatsreligion Malaysias ist der Islam.
Singapur gehört zu den Tigerstaaten Südostasiens und ist das kleinste Land in Südostasien. Im Jahre 1819 gründete Thomas Stamford Raffles am alten Handelssitz Singapur eine britische erste Niederlassung - zuvor diente es Seeräubern als Zuflucht. 1867 wurde es eine britische Kronkolonie. Während des Zweiten Weltkrieges wurde Singapur von den Japanern okkupiert - 1963 als Republik nach dem "Westminster-System" unabhängig. Heute ist Singapur durch eine konfuzianisch geprägte Ethik, strenge Gesetze, einen hohen Grad an Überwachung, sehr geringe Korruption und hohe Transparenz geprägt.
Indonesien ist bevölkerungs- und einwohnermäßig das größte Land Südostasiens, der größte Inselstaat der Welt und die bevölkerungsmäßig viertgrößte Nation der Welt. Zudem ist Indonesien der Staat mit der größten islamischen Bevölkerung weltweit. Derzeit leben dort etwa 300 Ethnien malaiischer Abstammung. Die Hauptinsel ist Java - Hauptstadt ist Jakarta. Der Landesname setzt sich aus dem lateinischen Wort indus und dem griechischen Wort nesos für Insel ab. Im 17. Jahrhundert wurde das Land von den Niederländern als Niederländisch-Indien kolonisiert. 1949 wurde Indonesien als Präsidialrepublik unabhängig
Ozeanien bezeichnet kulturelle und wirtschaftliche Zusammengehörigkeit der Inselwelt im Pazifik. Dazu gehören über 7.500 Inseln mit einer Landmasse von 1,3 Millionen Quadratkilometern auf einem Meeresgebiet von 70 Millionen Quadratkilometern. In bezug auf die Landmasse ist Ozeanien der kleinste Kontinent der Welt. Tektonisch ist es kein eigenständiger Kontinent, da die Inseln auf verschiedenen Erdplatten liegen. Im engeren Sinne gehören Polynesien, Melanesien und Mikronesien zu Ozeanien - im weiteren Sinne auch Australien und Papua-Neuguinea. Häufig wird auch Australien als eigenständiger Kontinent gewertet.
Australien ist der sechstgrößte Flächenstaat der Erde und umfasst die Hauptlandmasse des "Kontinents Australien". Der Landesname geht auf den lateinischen Begriff "terra australis" für "südliches Land" zurück. Hauptstadt ist Canberra. Die Aborigenes - Ureinwohner des Landes - leben seit etwa 50.000 bis 60.000 Jahren in Australien und zählen zu den ältesten Kulturen der Welt. Die ersten Europäer landeten bereits im 16. Jahrhundert in Australien - 1770 nahm es James Cook offiziell für Großbritannien in Besitz. Seit 1901 ist Australien als konstitutionelle Monarchie im Commonwealth of Nations unabhängig.
Neuseeland ist ein Inselstaat im südlichen Pazifik. Hauptstadt ist Wellington. Weder geographisch noch kulturell lässt sich Neuseeland eindeutig einem bestimmten Kontinent zugeordnet. Die Bevölkerung wurzelt aus zwei verschiedenen Kulturkreisen: den Nachfahren der europäischen (britischen) Einwanderer und den indigenen Maoris. Neuseeland wurde erstmals im 14. Jahrhundert von den Polynesiern besiedelt, deren Nachkommen die Maori-Kultur begründeten. Im 18. Jahrhundert geriet es unter britischen Kolonialeinfluss. Seit 1931 ist Neuseeland eine konstitutionelle Monarchie im Commonwealth of Nations.
Papua-Neuguinea ist der drittgrößte Inselstaat der Welt mit der Hauptstadt Port Moresby. Er umfasst den Ostteil der Insel Neuguinea sowie mehrere vorgelagerte Inseln. Ende des 19. Jahrhunderts wurde es zunächst eine deutsche Kolonie, die nach dem Ersten Weltkrieg ein australisches Mandatsgebiet wurde. 1975 wurde es als konstitutionelle Monarchie im Commonwealth of Nations unabhängig. Papua-Neuguinea ist ein Land mit extremer Sprachenvielfalt. Schätzungen zufolge sprechen die rund 5,3 Millionen Einwohner etwa 790 Sprachen. Die Mehrheit der Bevölkerung gehören den christlichen Konfessionen an.
Fidschi ist ein Inselstaat im Südpazifik mit der Hauptstadt Suva. Es ist ein Archipel aus etwa 330 Inseln, von denen derzeit 106 bewohnt sind. Die Hauptinseln sind Viti Levu und Vanua Levu. Etwa 50 Prozent der Bevölkerung sind Melanesier - rund 45 Prozent sind indischer Abstammung. Das Archipel wurde bereits vor 3.000 Jahren bewohnt - die Ureinwohner lebten von Bodenbau, Schweinehaltung und Fischfang. 1874 wurde Fidschi zur britischen Kronkolonie erklärt. Im Jahre 1970 wurde Fidschi im Commonwealth of Nations unabhängig - 1987 wurde es in eine Republik umgewandelt.
Samoa ist ein Inselstaat, der den westlichen Teil der Samoa-Inseln umfasst. Hauptstadt des Landes ist Apia. Das Klima ist tropisch-ozeanisch geprägt. Nach der Entdeckung durch die Niederländer wurde Samoa 1899 eine formal unabhängige Monarchie unter dem Schutz der Deutschlands, der USA und Großbritanniens. 1900 wurde der Westteil Samoas ein deutsches Schutzgebiet. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Samoa als als Völkerbundmandat bzw. Treuhandgebiet an Neuseeland übertragen. 1962 erhielt Samoa als parlamentarische Monarchie seine Unabhängigkeit, 1970 wurde es Mitglied des Commonwealth.
Das Königreich Tonga ist ein Inselstaat im Südpazifik. Hauptstadt des Landes ist Nuku'alofa. Es umfasst 169 Inseln, von denen aber nur 36 bewohnt sind. Tonga ist der einige Staat in Ozeanien, der nie von den Europäern kolonialisiert wurde. Es hatte lediglich von 1900 bis 1970 den Status eines britischen Protektorates inne. Heute ist es ein eigenständiges Mitglied im Commonwealth of Nations. Tonga ist eine konstitutionelle Monarchie mit weitergehenden Befugnissen für das Staatsoberhaupt. Etwa 98 Prozent der Einwohner sind Polynesier - daneben gibt es Minderheiten von Europäern, Indern und Chinesen.
Vanuatu ist ein südpazifischer Inselstaat mit der Hauptstadt Port Vila. Das Inselarchipel umfasst 83 Inseln und erstreckt sich auf einer Fläche von rund 13.000 km². Etwa 98,5 Prozent der Bevölkerung sind Melanesier, die rund 100 verschiedene lokale Sprachen sprechen. Viele Inseln sind bereits seit Jahrtausenden besiedelt. Im 19. Jahrhundert ließen sich die ersten europäischen Siedler dort nieder. Im Jahre 1906 gründeten Briten und Franzosen ein gemeinsame Kondominion unter dem Namen "Neue Hebriden". Im Juli 1980 erhielt Vanuatu die Unabhängigkeit. Heute ist das Land eine parlamentarische Republik im Commonwealth of Nations.
Die Antarktis umfasst die Meeres- und Landgebiete rund um den Südpol. Im Zentrum der Region liegt der Kontinent Antarktika - auch Südkontinent genannt. Gemäß des Antarktis-Vertrages von 1959 darf der Kontinent nur zur friedlich und wissenschaftlich genutzt werden. Dabei soll das ökologische Gleichgewicht gewahrt werden - militärische Operationen und Abbau von Bodenschätzen sind verboten. Derzeit werden dort etwa 45 Milliarden Barrel Erdöl, 115 Billionen Kubikmeter Erdgas, Kohle, Titan-, Chrom-, Eisen- und Kupfererz sowie Uranerz vermutet. Auch Platin- und Goldvorkommen wurden in der Antarktis gefunden.
Einen Überblick über die UNESCO-Weltkulturerbestätten in Afrika, Amerika sowie Asien und Ozeanien bietet Wikipedia.
Allgemeine Informationen gibt es bei den Wikipedia-Themenportalen für Mittel- und Südamerika sowie die Arktis.
Zusätzlich Informationen gibt es bei Schätze der Welt. Weitere Länder gibt es hier. Weiteres Wissenswertes gibt es hier.
Wichtige internationale Organisationen finden Sie hier. Hintergrundinformationen zu den Flaggen gibt es im Flaggenlexikon.