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Wichtige internationale Organisationen
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Vereinte Nationen (UNO)
Die Vereinten Nationen (UNO) wurden am 26. Juni 1945 in San Francisco von 51 Staaten gegründet. Ihre Wurzeln hat die UNO in den Haager Friedenskonferenzen und im Völkerbund, der nach dem Ersten Weltkrieg gegründet worden war, um den Frieden auf der Welt dauerhaft zu sichern. Als Rechsgrundlage dient die Charta der Vereinten Nationen.
Zu den Zielen der UNO zählen unter anderem:
- den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu erhalten;
- freundschaftliche Beziehungen zwischen den Staaten auf der Basis der Gleichberechtigung und Selbstbestimmung zu entwickeln;
- internationale wirtschaftliche, soziale, kulturelle und humanitäre Probleme zu lösen;
- die Menschenrechte und Grundfreiheiten für alle Menschen zu fördern.
Grundlage der UNO ist die souveräne Gleichheit aller Nationen. Zu den drei zentralen Tätigkeitsbereichen der UNO zählen die Friedenssicherung, die Zusammenarbeit in Fragen der Entwicklungspolitik und der Schutz der Menschenrechte.
Wichtigste Organe der UNO sind die Generalversammlung, der Weltsicherheitsrat, das UN-Sekretariat, der Internationale Gerichtshof, der UN-Wirtschafts- und Sozialrat sowie der UN-Treuhandrat.
Zudem existieren zahlreiche Neben- und Sonderorganisationen. Hauptsitz der UNO ist New York. Offizielle Amtsprachen sind Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch und Spanisch. Derzeit gehören 193 Staaten der UNO an. Die Cook-Inseln, der Kosovo, die Türkische Republik Nordzypern, Palästina, die DAR Sahara, Taiwan und der Vatikan sind keine Mitglieder.
Mitglieder
Beobachter
Ehemalige Mitglieder
UN-Sonderorganisationen
Commonwealth of Nations
Der Commonwealth of Nations ist ein loser Staatenbund, der aus dem ehemaligen British Empire entstanden ist. Der Begriff "Commonwealth" bedeutet im wesentlichen "Gemeinwohl" oder "Gemeinsamer Reichtum". Die Institutionalisierung des Commonwealth geht im wesentlichen auf die Autonomiebewegungen der ehemals britischen Dominions Australien, Kanada, Neuseeland und Südafrika zurück. Im sogenannten "Balfour-Bericht" vom 18. November 1926 erhielten die Dominions den Status autonomer Gemeinschaften innerhalb des Empire, die durch die Treue zur Krone miteinander verbunden waren. Die eigentliche Gründung des Commonwealth beruht auf dem Westminster-Statut vom 11. Dezember 1931, wonach die Dominions ihre gesetzgeberische Unabhängigkeit von Großbritannien erhielten - lediglich durch die Treue zur Krone mit dem Vereinigten Königreich verbunden. Das moderne Commonwealth of Nations entstand schließlich nach den Beitritten von Indien, Sri Lanka und Pakistan. Derzeit gehören im 54 Staaten an, darunter 16 "Commonwealth Realms". Bei diesen handelt es sich um 16 unabhängige Staaten, die in Personalunion mit der britischen Krone verbunden sind. Neben Großbritannien handelt es sich bei den Mitgliedstaaten großenteils um ehemalige britische Kolonien und Mandatsgebiete.
Mitglieder
Ehemalige Mitglieder
Commonwealth Realms
Internationale Organisation der Frankophonie (OIF)
Die Internationale Organisation der Frankophonie (OIF) wurde 1970 gegründet und umfasste zunächst Frankreich und dessen ehemalige Kolonien, die einen kulturellen, sprachlichen und politischen Kontakt zur einstigen Kolonialmacht pflegen. Mittlerweile gehören aber auch andere Staaten der Organisation an, in denen Französisch eine Lehrsprache ist. Der Begriff "Frankophonie" umfasst im engeren Sinne vor allem die Staaten, welche dem französischen Sprachraum angehören. Verwendet wurde der Begriff erstmals von Geographen im Jahre 1871. Ihren internationalen Durchbruch erreichte die Organisation vor allem unter dem Vorsitz des ehemaligen UNO-Generalsekretärs Boutros Boutros-Ghali zwischen 1997 und 2002.
Mitglieder
Beobachter
Welthandelsorganisation (WTO)
Die Welthandelsorganisation (WTO) wurde am 15. April 1994 in Marrakesch gegründet. Ihren Sitz hat die WTO in Genf. Neben dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank gehört die WTO zu den drei wichtigsten internationalen Wirtschaftsorganisationen mit globaler Reichweite. Die Ziele der WTO sind:
- Handelshemmnisse abzubauen;
- den internationalen Handel zu liberalisieren;
- einen internationalen Freihandel zu schaffen;
- Handelskonflikte zu schlichten.
Entstanden ist die WTO in der sogenannten "Uruguay-Runde" des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens (GATT). Zentrale Organe der WTO sind die Ministerkonferenzen, der Allgemeine Rat und das Sekretariat. Grundprinzipien der Arbeit sind:
- das Prinzip der Nichtdiskriminierung;
- der Abbau von Handelsbarrieren außer Zoll;
- die Reziprozitätsklausel;
- der Multilateralismus.
Mitglieder
Beobachter
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Kurzinfo: Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank |
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Der Internationale Währungsfonds (IWF) wurde im Jahre 1944 auf der Konferenz von Bretton Woods mit dem Ziel gegründet, nach dem Zweiten Weltkrieg ein neues Weltwirtschaftssystem mit stabilen Wechselkursen einzuführen. Zudem sollten der internationale Zahlungsverkehr gefördert und der Welthandel ausgeweitet werden. In der weltweiten Finanzkrise stieg die UN-Sonderorganisation zu einem der wichtigsten Krisenhelfer auf: so gewährt der IWF denen Staaten mit Krediten, die sich in finanzellen Schwierigkeiten befinden oder vom Bankrott bedroht sind. Die Finanzhilfen sind allerdings oftmals an strenge Auflagen geknüpft, wie etwa die Sanierung des Staatshaushaltes.
Auch bei der Bewältigung der Euro-Schuldenkrise spielte der IWF eine wichtige Rolle, indem er gemeinsam mit den Europäern Milliarden-Rettungspakete für die Schuldensünder Griechenland, Irland und Portugal schnürte. Das Stimmrecht der mittlerweile 187 Mitgliedstaaten orientiert sich nach den Kapitaleinlagen (Quoten), die sich wiederum nach der Stärke ihrer Volkswirtschaften richtet. Im Oktober 2010 wurde der Einfluss aufstrebender Schwellenländer wie China oder Indien beim IWF durch eine Reform des Stimm- und Quotenrechts erhöht.
Die Weltbank wurde ebenfalls auf Konferenz von Bretton Woods als Schwesterorganisation des IWF gegründet. Ihr Ziel war es, den Wiederaufbau der vom Zweiten Weltkrieg verwüsteten Staaten zu fördern sowie in Zusammenarbeit mit dem IWF stabile Währungen zu schaffen. Seit den 1960er-Jahren liegt die Hauptaufgabe der Weltbank in der Entwicklungshilfe und im Kampf gegen die Armut. Ihren Hauptsitz hat die UN-Sonderorganisation mit 187 Mitgliedstaaten und weltweit rund 9.000 Mitarbeitern in der US-Hauptstadt Washington D.C. Im Gegenzug zur europäischen Besetzung der IWF-Spitze wird die Weltbank seit ihrer Gründung traditionell von einem US-Amerikaner geleitet.
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Bewegung der Blockfreien Staaten
Die Bewegung der Blockfreien Staaten entstand in den 1950er-Jahren als Organisation von Staaten, die keinem der beiden Militärblöcke angehören wollten und sich im Ost-West-Konflikt neutral verhielten. Die Gründung der Blockfreien-Bewegung basiert vor allem auf den Initiativen des damaligen jugowslawischen Präsidenten Josip Broz Tito, des ägyptischen Staatschef Gamal Abdel Nasser, des indischen Ministerpräsidenten Jawaharlal Nehru und des indonesischen Staaspräsidenten Sukarno. Die Bewegung verurteilte vor allem die Blockbildung während des Kalten Krieges und der damit verbundenen Gefahr eines Dritten Weltkrieges. Die wesentlichen Ziele der Bewegung sind:
- den politischen und wirtschaflichen Handlungsspielraum der Mitgliedstaaten zu sichern und auszubauen;
- ein neues demokratisches internationales System zu schaffen.
Teilziele waren vor allem eine Auflösung der militärischen Blöcke, eine friedliche Koexistenz und die Abrüstung. Nach dem Ende des Warschauer Paktes verlor die Blockfreien-Bewegung zunächst an Bedeutung. Heute ist die Bewegung vor allem ein wichtiges Forum für zentrale Fragen die Reform der UNO oder des Nord-Süd-Dialogs mit Themen wie nachhaltige Entwicklung, Umweltprobleme, Migration, Bevölkerung, AIDS oder Drogenhandel. So nehmen auf den Konferenzen neben den Mitgliedstaaten auch zahlreiche internationale Organisationen und Nichtregierungs-Organisationen teil.
Mitglieder
Beobachter
Ehemalige Mitglieder
Nordatlantikpakt (NATO)
Der Nordatlantikpakt (NATO) wurde am 17. September 1949 gegründet und ist ein militärisches Bündnis von europäischen und nordamerikanischen Staaten. Sie sieht sich als Defensivbündnis ohne automatische Beistandspflicht der Mitgliedstaaten. Laut Vertrag verpflichten sich die Mitglieder dazu, Konflikte friedlich beizulegen sowie die internationalen Beziehungen freundschaftlich auszugestalten. Weitere Ziele sind:
- die westlich-liberale Gesellschaftsordnung zu wahren;
- die politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Zusammenarbeit zu wahren;
- demokratische Prinzipien anzuerkennen.
Im Falle eines militärischen Angriffs auf ein NATO-Mitglied sind die übrigen Mitgliedstaaten zur sogenannten kollektiven Selbstverteidigung verpflichtet. Die im Vertrag vereinbarten Ziele sind bis heute unverändert. Allerdings wurden die Aufgaben der NATO an die aktuellen sicherheitspolitischen Gegebenheiten angepasst. Ein wichtiger Bestandteil der NATO-Aufgaben sind auch verschiedene Partnerschaftsprogramme, darunter die "Partnerschaft für den Frieden".
Mitglieder
Beitrittskandidaten
Euro-Atlantischer Partnerschaftsrat (EAPR)
Der Euro-Atlantischer Partnerschaftsrat (EAPR) wurde auf Initiative der USA am 30. April 1997 in Sintra/Portugal gegründet. Dem Kooperationsrat gehören neben den 26 Mitgliedstaaten der NATO auch 23 mittel- und osteuropäische sowie asiatische Staaten an. Der EAPR entstand als Reaktion auf Ausweitung der NATO nach dem Ende des Kalten Krieges und hat vor allem das Ziel einer engen politischen und militärischen Zusammenarbeit. So soll der Rat vor allem der allgemeinen Vertrauensbildung, der stärkeren Kooperaton bei der Rüstungskontrolle sowie bei Friedensmissionen dienen. Der Partnerschaftsrat hatte den seit Dezember 1991 bestehenden NATO-Kooperationsrat (NAKR) abgelöst.
Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist ein Zusammenschluss von Staaten, die sich der Demokratie und der Marktwirtschaft verpflichtet fühlen. Gegründet wurde sie - ursprünglich als OEEC - am 16. April 1948. Sitz der Organisation ist Paris. Gemäß Konvention sind die Ziele:
- zu einer optimalen Wirtschaftsentwicklung, hoher Beschäftigung und einem steigenden Lebensstandard in ihren Mitgliedstaaten beizutragen;
- in ihren Mitgliedsländern und den Entwicklungsländern das Wirtschaftswachstum zu fördern;
- zu einer Ausweitung des Welthandels auf multilateraler Basis beizutragen.
Zu den OECD-Studien zählt unter anderem auch die PISA-Studie.
Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE)
Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ist aus der frühreren Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) hervorgegangen. Sie basiert auf der Schlussakte von Helsinki vom 1. August 1975. Ihren heutigen Namen trägt sie seit dem 1. Januar 1995. Hauptziel der OSZE ist die Sicherung des Friedens und der Wiederaufbau nach Konflikten. Gemäß dem Subsidiaritätsprinzip gilt die OSZE als erster Ansprechopartner bei Konflikten in ihrem Wirkungsbereich. Sie sieht sich selbst als stabilisierender Faktor in Europa und gilt als System kollektiver Sicherheit. Zentrale Organe und Gremien der OSZE sind:
- Amtierender Vorsitz, der durch den Generalsekretär unterstützt wird;
- Gipfel der Staats- und Regierungschefs;
- Ministerrat;
- Ständiger Rat;
- Parlamentarische Versammlung;
- Forum für Sicherheitskooperation;
- OSZE-Missionen und "Field Operations";
- Büro für Demokratische Institutionen und Menschenrechte;
- Hoher Kommissar für nationale Minderheiten;
- Beauftragter für die Freiheit der Medien.
Mitglieder
Partner
Europarat
Der Europarat wurde am 5. Mai 1949 gegründet und hat seinen Sitz in Straßburg. Der Europarat ist institutionell nicht mit der Europäischen Union (EU) verbunden, obwohl beide die gleiche Flagge und die gleiche Hymne verwenden. Der Europarat wurde vor allem auf Betreiben des American Committee for a United Europe gegründet und ist die erste originär politische Organisation Europas. Im Europarat wird vor allem über allgemeine europäische Fragen debattiert. Die völkerrechtlich verbindlichen Konventionen haben das Ziel, das gemeinsame Erbe zu bewahren und wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt zu fördern. Die Ziele des Europarates sind:
- der Einsatz für die Menschenrechte;
- demokratische Grundsätze und rechtstaatliche Grudprinzipien zu sichern;
- den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt zu fördern.
Wichtigste Organe sind das Ministerkomitee sowie die Parlamentarische Versammlung des Europarates.
Mitglieder
Beitrittskandidaten
Beobachter
Europäische Union (EU)
Die Europäische Union (EU) wurde am 1. Januar 1993 gegründet. Ihren Ursprung hat die EU in den Europäischen Gemeinschaften (EGKS, EWG und EURATOM) von 1951 und 1957. Entscheidender Ausgangspunkt des europäischen Einigungs- und Integrationsprozesses war das Ende des Zweiten Weltkrieges. Durch die Vernetzung militärisch relevanter Wirtschaftsbereich sollte ein erneuter Krieg unmöglich gemacht und damit eine politische Annäherung sowie eine dauerhafte Versöhnung der Staaten erreicht werden. Die EU basiert heute auf drei Säulen: den Europäische Gemeinschaften (EG), der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) sowie der Polizeilichen und justiziellen Zusammenarbeit in Strafsachen (PJZS). Derzeit gehören 27 Staaten der EU an.
Mitglieder
Beitrittskandidaten
Europäische Freihandelsassoziation (EFTA)
Die Europäische Freihandelsassoziation (EFTA) wurde am 4. Januar 1960 in Stockholm gegründet. Zentrale Organe sind das EFTA-Sekretariat, die EFTA-Überwachungsbehörde und der Gerichtshof der EFTA. Die Gründung der EFTA war eine Reaktion auf die Gründung der Europäischen Gemeinschaften (EG). Bis heute steht sie in engem Zusammenhang mit der Geschichte und Entwicklung der Europäischen Union (EU). Ihre Ziele sind:
- das Wachstum und den Wohlstand der Mitgliedtaaten zu födern;
- den Handel und die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den westeuropäischen Staaten und der Welt zu vertiefen;
Zudem soll die EFTA ein Gegengewicht zur EU und deren politischen Zielen bilden.
Mitglieder
Afrikanische Union (AU)
Die Afrikanische Union (AU) wurde am 9. Juli 2002 als Nachfolgeorganisation der Organisation für Afrikanische Einheit (OAU) gegründet. Ihr Sitz ist in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Zu den wichtigsten Organen gehören das Panafrikanische Parlament, der AU-Sicherheitsrat und drei Finanzinstitutionen. Hauptziel der AU ist die Kooperation aller Mitgliedstaaten auf allen Gebieten. Der Gründung der AU wurde maßgeblich vom ehemaligen libyschen Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi vorangetrieben. Der Gründungsvertrag orientiert sich dabei vor allem am Vorbild der Europäischen Union (EU). Außer Marokko gehören alle afrikanischen Staaten der AU an.
Mitglieder
Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS)
Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) wurde am 28. Mai 1975 mit dem Vertrag von Lagos gegründet. Ziel des Zusammenschlusses ist die wirtschaftliche Integration der Mitgliedstaaten. Diese soll durch einen gemeinsamen Binnenmarkt sowie eine Wirtschafts- und Währungsunion erreicht werden. So wurde 2004 die gemeinsame Währung "Eco" beschlossen, die im Jahre 2015 eingeführt werden soll. Ein weiteres Ziel der ECOWAS ist zudem eine graduelle politische Integration der Mitgliedstaaten. So wurden 2001 ein gemeinsamer westafrikanischer Gerichtshof und ein gemeinsames westafrikanisches Parlament eigerichtet. Innergemeinschaftlich ist die Struktur der ECOWAS durch die starke Vormachtstellung Nigerias geprägt.
Südafrikanische Entwicklungsgemeinschaft (SADC)
Die Südafrikanische Entwicklungsgemeinschaft (SADC) wurde am 17. August 1992 in Windhuk als Nachfolgeorganisation der Südafrikanischen Entwicklungskonmferenz (SADCC) gegründet. Zunächst war die Organisation als Gegengewicht zur wirtschaftlichen Vormachtstellung Südafrikas gegründet. Heute definiert sich die SADC als regionales Integrationsvorhaben der Staaten im südlichen Afrika. Die wichtigsten Ziele der SADC sind unter anderem:
- die Sozial- und Wirtschaftspolitik ihrer Mitglieder zu koordinieren;
- die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Beziehungen in der Region zu verbessern;
- Hindernissen für den freien Verkehr von Kapital und Arbeit, Gütern und Dienstleistungen abzuschaffen;
- die Bildung von Humankapital zu fördern;
- den Austausch von Technologie und Wissen in der Region zu fördern.
Mitglieder
Organisation Amerikanischer Staaten (OAS)
Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) wurde am 30. April 1948 in Bogotá gegründet und hat ihren heutigen Hauptsitz in Washington D.C. Die Ziele der OAS sind:
- die Demokratisierung und die Menschenrechte zu fördern;
- Streitigkeiten zwischen dem amerikanischen Staaten friedlich zu regeln;
- eine engere kulturelle und wirtschaftliche Zusammenarbeit.
Zentrale Organe der OAS sind die Generalversammlung, der ständige Rat und das Sekretariat. Daneben existieren eine Agentur für Zusammenarbeit und Entwicklung, die Kommission für Menschenrechte sowie verschiedene Spezialagenturen und Kommissionen.
Mitglieder
Karibische Gemeinschaft (CARICOM)
Die Karibische Gemeinschaft (CARICOM) wurde am 1. Januar 1973 nach langjährigen Verhandlungen gegründet. Sitz der Organisation ist Georgetown. Wichtigste Organe der CARICOM sind die Konferenz der Regierungschefs sowie der Rat des Gemeinsamen Marktes. Oberstes Administrativorgan ist das CARICOM-Sekretariat. Die Ziele der CARICOM sind:
- die wirtschaftliche Integration durch einen gemeinsamen Marktes (CCM);
- die Außenpolitik der einzelnen Mitgliedstaaten zu koordinieren;
- die Kooperation in 15 nicht-wirtschaftlichen Bereichen, darunter auf sozialem, kulturellem und technologischem Gebiet.
Mitglieder
Assoziierte Mitglieder
Beobachter
Andengemeinschaft (CAN)
Die Andengemeinschaft (CAN) wurde 1969 mit dem Abkommen von Cartagena gegründet. Sitz der Organisation ist Lima. Die Institutionen des Andenpakts sind denen der Europäischen Union (EU) nachempfunden, haben jedoch bislang noch kein vergleichbares Maß an supranationaler Integration erreicht. Zu den Zielen des Andenpaktes zählen:
- eine gemeinsame Außenpolitik festzulegen;
- die polizeilische und justizielle Zusammenarbeit zu fördern;
- eine gemeinsame Agrarpolitik zu schaffen;
- bestimmte Rechtsvorschriften wie Wettbewerb, Investitionsschutz oder Doppelbesteuerung anzugleichen;
- die Wechsel-, Währungs-, Finanz- und Steuerpolitiken der Mitgliedstaaten anzugleichen;
- eine Wirtschafts- und Währungsunion zu schaffen.
Mitglieder
Assoziierte Mitglieder
Beobachter
Asiatisch-Pazifische Wirtschaftliche Zusammenarbeit (APEC)
Die Asiatisch-Pazifische Wirtschaftliche Zusammenarbeit (APEC) wurde 1989 auf Initiative Australiens, Japans und der USA in Canberra gegründet. Hauptziel der APEC ist die Schaffung einer Freihandelszone im pazifischen Raum. Sie agiert auf der Basis nicht-bindender Abkommen - alle Entscheidungen werden im Konsens getroffen. Es finden jährliche Gipfeltreffen statt, die sich mit folgenden Themen beschäftigen:
- Fragen der Kapitalmärkte;
- Abbau von Handelsschranken;
- grenzüberschreitende Wirtschaftskooperation;
- wirtschaftsübergreifenden Themen wie Zukunftstechnologien, Bildung, Frauen, Jugend, ökologische und nachhaltige Wirtschaftsentwicklung;
- Reform der APEC;
- Kampf gegen den internationalen Terrorismus.
Mitglieder
Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ)
Die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) wurde am 15. Juni 2001 in Shanghai gegründet. Vorläufer war die sogenannte "Shanghai-Five-Gruppe". Ihren Sitz hat die SOZ in Peking. Die wichtigsten Organe sind der Rat der Staatsoberhäupter und das Sekretariat. Zudem existiert seit 2002 ein gemeinsames Zentrum zur Bekämpfung des Terrorismus. Derzeit vertritt die SOZ etwa ein Viertel der gesamten Weltbevölkerung. Damit stellt sie die größte regionale Organisation dar. Die Ziele der SOZ sind:
- die Zusammenarbeit im politischen, wissenschaftlich-technischen, kulturellen, touristischen und ökologischen Bereich;
- die Kooperation bei Handel, Energie und Transport;
- den Frieden und die Sicherheit in der Region zu gewährleisten und zu unterstützen;
- das Vertrauen unter den Mitgliedstaaten zu stärken.
Mitglieder
Beobachter
Dialogpartner
Interessenten
Südasiatische Vereinigung für regionale Kooperation (SAARC)
Die Südasiatische Vereinigung für regionale Kooperation (SAARC) wurde am 8. Dezember 1985 in Dhaka gegründet und hat ihren Sitz in Kathamndu. Gekennzeichnet ist die Organisation vor allem durch ihre Asymetrie und Heterogenität. Langfristiges Ziel der SAARC ist die Schaffung einer südasiatischen Freihandelszone, die 1,3 Milliarden Verbraucher und damit ein Fünftel der Weltbevölkerung umfassen würde. Weitere Ziele sind unter anderem:
- die Kooperation in wirtschaftlichen und technischen Angelegenheiten;
- Handelshemmnisse abzubauen und den regionalen Handel zu liberalisieren.
Politische Probleme bleiben wegen des Kaschmir-Konflikts jedoch meist ausgeklammert.
Mitglieder
Beobachter
Verband Südostasiatischer Nationen (ASEAN)
Der Verband Südostasiatischer Nationen (ASEAN) wurde am 8. August 1967 in Jakarta gegründet. Sie ist eine Interessengemeinschaft, die ihre Entscheidungen im Konsens trifft. Höchstes Gremium ist die jährliche Gipfelkonferenz. Ziel der ASEAN ist es:
- die politische Stabilität, den wirtschaftlichen Aufschwung und den sozialen Fortschritt zu fördern;
- den Frieden und die Stabilität in der Region zu bewahren;
- aktiv die Zusammenarbeit in den Bereichen mit gemeinsamen Interessen auf wirtschaftlichem, sozialem, kulturellem, technischem, wissenschaftlichem und administrativem Gebiet zu fördern;
- eine enge Zusammenarbeit mit anderen internationalen und regionalen Organisationen zu verfolgen.
Mitglieder
Beobachter
Golf-Kooperationsrat (GCC)
Der Golf-Kooperationsrat (GCC) wurde am 25. Mai 1981 in Abu Dhabi gegründet. Ihren Sitz hat die Organisation in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad. Höchstes Gremium ist der Oberste Rat, der zweimal jährlich tagt. Ihm gehören die Staats- und Regierungschef der Mitglieder an. Zudem gibt es ein Komitee zur wirtschaftlichen Kooperation, in dem sich die Finanzminister regelmäßig treffen. Seit 2005 sind die Mitglieder durch eine Zollunion miteinander verbunden. Bis 2010 ist eine gemeinsame Währung geplant. Zudem sind die Mitglieder im Verteidigungsfall zum gegenseitigen Beistand verpflichtet. Der GCC unterhält eine gemeinsame Verteidigungstruppe, die allerdings nur 5.000 Mann umfasst.
Die Ziele des GCC sind:
- in der Außen- und Sicherheitspolitik zusammen zu arbeiten;
- die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Beziehungen zu fördern.
Mitglieder
Pacific Islands Forum
Das Pacific Islands Forum wurde am 17. April 1973 gegründet und hat seinen Sitz in Suva. Administrativer Arm des Pacific Islands Forums ist das Sekretariat als konsultatives Forum der beteiligten Mitglieder. Formal sind das Forum und das Sekretariat unabhängig, doch ein Zusammenschluss ist vertraglich geplant. Ziel der Organisation ist die Förderung der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenarbeit zwischen dem Mitgliedern.
Mitglieder
Assoziierte Mitglieder
Beobachter
Sekretariat der Pazifischen Gemeinschaft (SPC)
Das Sekretariat der Pazifischen Gemeinschaft (SPC) wurde am 6. Februar 1947 von Australien, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Neuseeland und den USA als Südpazifische Gemeinschaft gegründet. Damit ist das SPC eine der ältesten regionalen Organisationen weltweit. Ziel des SPC ist die soziale und ökonomische Entwicklung der Mitgliedstaaten durch gutachterliche und beratende Tätigkeiten. Hauptsitz des Sekretariats ist Noumea. das Bildungszentrum und das Landwirtschafts- und Forstprogramm haben ihren Sitz in Suva. Derzeit gehören dem SPC 26 Mitgliedstaaten an.
Mitglieder
Arabische Liga
Die Arabische Liga wurde am 22. März 1945 in der ägyptischen Hauptstadt Kairo gegründet. Zentrale Organe sind der Rat der Arabischen Liga (Ligarat), welcher aus den Vertretern der Mitglieder besteht, der permanenten Kommission und dem Generalsekretariat. Zu den Hauptzielen gelten:
- Streitfälle untereinander zu verhüten oder zu schlichten;
- die politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Beziehungen zu födern - insbesondere auf den Gebieten Finanzwesen, Transport, Kultur, Gesundheitswesen, Medien;
- die Unabhängigkeit und Souveränität der Mitglieder der arabischen Mitglieder zu wahren sowie die arabischen Außeninteressen zu wahren;
- die Anerkennung Palästinas als unabhängigen Staat zu erreichen.
Mitglieder
Beobachter
Organisation der Islamischen Konferenz (OIC)
Die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) ist eine zwischenstaatliche Organisation mit dem Anspruch, die islamische Welt zu vertreten. Ihr gehören derzeit 57 Staaten an, in denen der Islam die Staatsreligion, die Religion der Bevölkerungsmehrheit oder die Religion einer großen Minderheit ist. Die OIC wurde am 25. September 1969 in Rabat als Reaktion auf die Eroberung Jerusalems im Sechstagekrieg 1967 gegründet. Die Ziele der OIC sind:
- die islamische Solidarität zu fördern;
- die politische, ökonomische, soziale, kulturelle und wissenschaftliche Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten zu fördern;
- die Bemühungen zur Sicherung der Heiligen Stätten des Islam zu koordinieren;
- jede Form von ethnischer Diskriminierung und Kolonialismus zu bekämpfen;
- die Palästinenser zu unterstützen.
Im Jahre 2008 bekannten sich die OIC-Mitglieder in ihrer aktuellen Charta ausdrücklich zu den Menschenrechten. Zudem sollen sich die Mitglieder national und international für "Demokratie, Menschenrechte, die grundlegenden Freiheiten, den Rechtsstaat sowie für verantwortungsbewusste Regierungsführung" einsetzen.
Mitglieder
Beobachter
Organisation erdölexportierender Länder (OPEC)
Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) wurde am 14. September 1960 in Bagdad gegründet. Die Mitgliedstaaten der OPEC fördern derzeit etwa 40 Prozent der weltweiten Erdölproduktion und verfügen über drei Viertel der weltweiten Erdölreserven. Ziel der OPEC ist ein monopolisierter Ölmarkt, der sich gegen die Preisbildung auf dem Weltmarkt mittels fester Förderquoten für einzelne OPEC-Mitglieder und die Regelung der Erdölproduktion wendet. Zweimal jährlich treffen sich die für Erdöl und Energie zuständigen Minister der OPEC-Länder, um den Stand des Erdölmarktes zu beurteilen, einen stabilen Ölmarkt sicherzustellen und gleichzeitig die eigenen Erdölgewinne zu sichern. Das OPEC-Sekretariat obliegt die Öffentlichkeitsarbeit. Dazu zählen die Forschung im Bereich Energie und Finanzen sowie Vorträge und Seminare.
Ehemalige Mitglieder
Informelle Staatengruppen
Beobachter
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Kurzinfo: Gruppe der Acht (G8) und Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) |
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Die Gruppe der Acht (G8) umfasst die acht größten Wirtschaftsnationen der Welt, die einmal im Jahr zum direkten und informellen Austausch über internationale Schlüsselfragen zusammenkommen. Ins Leben gerufen wurde die Gruppe im Juli 1975 durch Deutschland und Frankreich mit dem ersten Weltwirtschaftsgipfel, an dem auch Großbritannien, Italien, Japan und die USA teilnahmen. Ein Jahr später wurde die Gruppe um Kanada erweitert, seit 1998 gehört der G8 auch Russland an. Die Mitgliedstaaten repräsentieren derzeit 15 Prozent der Weltbevölkerung sowie zwei Drittel der Weltwirtschaftsleistung und des internationalen Handelsvolumens. Durch den steigenden wirtschaftlichen Einfluss der Schwellenländer wendet sich die G8 heute jedoch verstärkt sicherheits- und geopolitischen Themen, dem Klimawandel und der Partnerschaft mit Afrika zu. Im Jahre 2005 wurde zudem die Gruppe der Acht plus Fünf (G8+5) ins Leben gerufen - bestehend aus den Mitgliedern der G8 und den fünf wichtigsten Schwellenländern China, Indien, Brasilien, Mexiko und Südafrika.
Seit 1999 besteht die Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) als informeller Zusammenschluss von 19 Staaten und der Europäischen Union (EU) als Forum für die Kooperation und Konsultation in Fragen des internationalen Finanzsystems. Die G20-Gruppe repräsentiert heute zwei Drittel der Weltbevölkerung, knapp neun Zehntel der globalen Wirtschaftskraft und vier Fünftel des weltweiten Handels. In diesem Zusammenschluss sind neben den Industrienationen auch Schwellen- und Entwicklungsländer vertreten. Dazu gehören neben der G8 auch Argentinien, Australien, Brasilien, China, Indien, Indonesien, Mexiko, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea und die Türkei. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF), die Weltbank, die Europäische Zentralbank (EZB) und die EU-Präsidentschaft sind bei den jährlichen Treffen vertreten.
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Weitere internationale Organisationen und Staatengruppen
Ehemalige internationale Organisationen
Völkerbund
Der Völkerbund wurde am 10. Januar 1920 gegründet. Sitz des Völkerbundes war Genf. Sein Hauptziel war es, den internationalen Frieden zu sichern, die internationale Kooperation zu fördern, in Konfliktfällen zu vermitteln und die Einhaltung von Friedensverträgen zu überwachen. Wichtigste Organe des Völkerbundes waren die Versammlung, der Rat und das Sekretariat. Letztlich blieb die Arbeit des Völkerbundes aber erfolglos. Die Gründe für dessen Scheitern sind vielfältig:
- zu keiner Zeit gehörten ihm dauerhaft alle Groß- und Mittelmächte an;
- die Satzung kannte kein absolutes Kriegsverbot;
- die Umsetzung der Beschlüsse wurde oft durch die Eigeninteressen der Mitgliedstaaten blockiert;
Am 18. März 1946 wurde der Völberbund schließlich in Paris aufgelöst.
Mitglieder
Warschauer Pakt
Der Warschauer Pakt wurde 14. Mai 1955 als militärischer Beistandspakt der sozialistischen Ostblockstaaten unter der Führung der Sowjetunion gegründet. Während des Kalten Krieges war das Militärbündnis das Gegenstück zum westlichen Verteidigungsbündnis. Der Warschauer Pakt war das Ergebnis der seit 1947 zunehmenden Spannungen zwischen der USA und der Sowjetunion. Der Wortlaut des Vertrages ähnelt in weiten Teilen dem NATO-Vertrag. So versicherten die Unterzeichner einander ihren Willen zur Sicherung des Friedens und zur gegenseitigen militärischen Hilfeleistung im Falle eines Angriffs auf einen oder mehrere Mitgliedstaaten. Ein gemeinsames Oberkommando sollte dabei die militärische Effektivität des Bündnisses sichern, wobei die Truppen der Mitgliedstaaten fast vollständig dem Oberkommando unterstanden. Dies wiederum unterstand dem sowjetischen Generalstab. Nach dem Ende des Kalten Krieges löste sich das Bündnis zum 1. Juli 1991 auf.
Mitglieder
Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW)
Der Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) war der wirtschaftliche Zusammenschluss der sozialistischen Staaten unter der Führung der Sowjetunion. Er wurde am 18. Januar 1949 als Gegengewicht zum Marshallplan und zur OECD gegründet. Die Hauptaufgaben des RGW waren:
- eine bessere wirtschaftliche Spezialisierung und Arbeitsteilung zwischen den Mitgliedstaaten zu erreichen;
- die sehr unterschiedlichen wirtschaftlichen Bedingungen allmählich anzugleichen.
Außerdem war vorgesehen, dass die wirtschaftlich stärkeren Länder die schwächeren Mitgliedstaaten unterstützen sollten. Wichtigste Organe des RGW waren die Ratstagung, das Exekutivkomitee und das Sekretariat. Nach dem Ende des Kalten Krieges löste sich der RGW im Jahre 1991 auf.
Mitglieder
Assoziierte Mitglieder
Beobachter
Westeuropäische Union (WEU)
Die Westeuropäische Union (WEU) wurde am 23. Oktober 1954 als kollektiver militärischer Beistandspakt gegründet. Sie wurde nach dem Scheitern der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft 1954 als kollektiver Beistandspakt der wichtigsten Länder in Westeuropa gegründet. Im Gründungsvertrag verpflichteten sich die Mitglieder zur gegenseitigen militärischen Hilfe. Zudem wurden Obergrenzen für die jeweiligen Armeen verpflichtet. Deutschland verzichtete zudem auf den Besitz von ABC- sowie anderen schweren Waffen.Während des Kalten Krieges stand die WEU jedoch klar im Schatten der wesentlich mächtigeren und handlungsfähigeren NATO. Im Jahre 1992 wurden die Aufgaben der WEU mit den sogenannten "Petersberg-Aufgaben" neu definiert. Sie wurde somit "als Verteidigungskomponente der EU und als Instrument zur Stärkung des europäischen Pfeilers der Atlantischen Allianz" genau zwischen den beiden Institutionen EU und NATO angesiedelt. Die militärischen Aufgaben der einzelnen Mitgliedstaaten wurden neu überdacht und auf humanitäre Aufgaben, Kampfeinsätze in Krisengebieten und friedensschaffende sowie -erzwingende Einsätze ausgeweitet. Am 31. März 2010 beschloss der WEU-Ministerrat schließlich die Auflösung der Organisation bis Ende Juni 2011.
Mitglieder
Assoziierte Mitglieder
Beobachter
Assoziierte Partnerstaaten
Südostasienpakt (SEATO)
Der Südostasienpakt (SEATO) wurde am 8. September 1954 unter der Leitung der USA als "asiatische Version" der NATO gegründet. Ihr Ziel war es, die Ausbreitung des Kommunismus in Südostasien zu stoppen. Im Gegensatz zur NATO waren die Mitglieder im Falle einer militärischen Bedrohung jedoch nicht zum gegenseitigen Beistand verpflichtet. Zwar unterstützte das Bündnis die USA formal im Vietnamkrieg, nahm aber nicht daran teil. Nach dem Rückzug der US-Streitkräfte aus Vietnam wurde die SEATO als überflüssig angesehen und am 30. Juni 1977 im Einvernehmen aufgelöst. Sitz der Organisation war die thailändische Hauptstadt Bangkok.
Mitglieder
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Kurzinfo: Weltwirtschaftsform (WEF) |
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Da Weltwirtschaftsforum (WEF) im Schweizer Kurort Davos ist einer der wichtigsten Treffpunkte für Spitzenpolitiker, Top-Manager und Wissenschaftler aus aller Welt. Ziel der Veranstaltung ist es, "den Zustand der Welt zu verbessern". Bei Seminaren und Diskussionen reden die Teilnehmer über globale wirtschaftliche Probleme und suchen nach Lösungsansätzen für politische und soziale Herausforderungen. Außerdem nutzen die Teilnehmer die mehrtägige Konferenz, um persönliche und geschäftliche Kontakte zu knüpfen und auszubauen. Gegründet wurde das WEF vom deutschen Wirtschaftsexperten Klaus Schwaab im Jahre 1971. Heute zählt die Konferenz zu den prestigeträchtigsten Wirtschaftsveranstaltungen der Welt.
Dem Forum gehören 1.000 der weltgrößten Unternehmen sowie 200 kleinere Firmen als Mitglieder oder Partner an. Der Mitgliedsbeitrag liegt offiziell bei 42.000 Schweizer Franken (32.600 Euro) im Jahr. Nach Medienberichten zufolge aber teilweise deutlich höher. Das Nonprofit-Unternehmen hat seinen Sitz in Cologny über dem Genfer See und beschäftigt mehrere hundert Mitarbeiter. Kritiker werfen dem WEF vor, dass das Elitetreffen die Zukunft ohne demokratische Grundlage plane. Seit 2001 kommen jedes Jahr Zehntausende Menschen zu einer Gegenveranstaltungen - dem Weltsozialforum - zusammen.
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Ratingagenturen als Gradmesser für Wirtschaft und Politik
Derzeit beherrschen drei Ratingagenturen mit langer Geschichte und US-amerikanischen Wurzeln den weltweiten Markt, um die Kreditwürdigkeit von Unternehmen und Staaten zu benoten:
- Standard & Poor's (S&P) ist Teil des börsdennotierten Medienkonzerns McGraw-Hill, der unter anderem Schulbücher verlegt. An McGraw-Hill sind wiederum große Investmentfonds beteiligt. Ende 2012 soll das Unternehmen in eine Bildungs- und Finanzmarktsparte aufgespalten werden.
- Moody's ist der härteste Konkurrent von S&P und selbst börsennotiert. Gegründet wurde die Agentur zwar schon 1909, wurde aber erst 1975 als Ratingagentur anerkannt. Anteilseigner sind eher unauffällige Investmentfonds sowie das US-Unternehmen Berkshire Hathaway.
- Fitch Ratings ist lediglich die Nummer Drei unter den Platzhirschen und geht ebenfalls auf einen US-amerikanischen Gründer zurück. Heute gehört es aber zu 60 Prozent dem börsennotierten französischen Finanzinvestor Fimalac. Sitz der Agentur ist New York und London.
Die Agenturen bewerten die Kreditwürdigkeit von Unternehmen, Banken oder Staaten und sind damit äußerst einflussreiche, aber auch umstrittene Akteure auf dem Finanzmarkt. Für ihre Einstufungen verwenden sie Buchstabencodes: diese reichen von der Bestnote AAA ("Triple A") bis D. Im Zuge der Finanzkrise gerieten die Agenturen in die Kritik, weil sie Ramschpapiere als sichere Geldanlagen angepriesen haben. In der Euro-Schuldenkrise warfen Politiker den Agenturen vor, die Bonität hoch verschuldeter Euro-Länder trotz milliardenschwerer Hilfspakete auf Ramschniveau abgewertet und die Krise damit verschärft zu haben.
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