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"Zeit"-Herausgeberin Marion Gräfin Dönhoff gestorben
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Die langjährige Herausgeberin der Wochenzeitung "Die Zeit", Marion Gräfin Dönhoff, ist tot. Sie verstarb im Alter von 92 Jahren in ihrem Haus in Hamburg, wie die Zeitung heute bestätigte. Sie sei um ein Uhr am Montag morgen im Kreise ihrer Familie gestorben, teilte Mitherausgeber und Chefredakteur Michael Naumann mit. Bundeskanzler Gerhard Schröder würdigte Dönhoff in einem Nachruf für die "Zeit" als "unbestechliche moralische Instanz". Sie sei eine "unüberhörbare Stimme der Vernunft, der Demokratie und des Gemeinsinns" gewesen, so der Kanzler. Marion Gräfin Dönhoff prägte als Chefredakteurin und Herausgeberin das Profil der liberalen Wochenzeitung "Die Zeit". Bis zuletzt galt sie als große Dame des politischen Journalismus in Deutschland. Zum Tode von Gräfin Dönhoff in einem Nachruf.
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Bundeskanzler Schröder gegen Ausweitung der Schutztruppe in Kabul
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Deutschland will Afghanistan beim Wiederaufbau tatkräftig unterstützen, aber seine militärische Rolle im kriegszerstörten Land begrenzt halten. Nach einem Treffen mit dem afghanischen Übergangsregierungschef Hamid Karsai in Berlin lehnte Bundeskanzler Gerhard Schröder gestern einen Einsatz der Bundeswehr über Kabul hinaus ab. Allerdings sei Deutschland zu einer Verlängerung des Mandats für die internationale Schutztruppe (ISAF) bereit, wenn die UNO sich dafür entscheide, sagte der Kanzler. Nach Angaben Schröders unterzeichneten Deutschland und Afghanistan zudem eine Absichtserklärung für eine enge wirtschaftliche Zusammenarbeit auch im Bereich privater Investitionen. So will Deutschland auf eigene Kosten auch Experten für einen Wiederaufbau der Infrastruktur in das zentralasiatische Land entsenden. Als Bereiche der deutschen Hilfe nannte Schröder den Bausektor, die Telekommunikation, die Polizei und das Bildungswesen.
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Mugabe gewinnt Präsidentenwahl in Simbabwe
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Bei der Präsidentenwahl in Simbabwe hat sich Amtsinhaber Robert Mugabe erneut durchgesetzt. Nachdem fast alle Stimmbezirke ausgezählt wurden, erhielt Mugabe rund 56 Prozent der Stimmen. Auf seinen Herausforderer, Oppositionsführer Morgan Tsvangirai, entfielen 41 Prozent, teilte Wahlleiter Tobaiwa Mudede in Harare mit. Aus Furcht vor Ausschreitungen hat die Regierung Armee und Polizei in Alarmbereitschaft versetzt. Mugabe regiert Simbabwe bereits seit 22 Jahren. Im Falle seiner wahrscheinlichen Wiederwahl wäre es sein fünftes Mandat als Staatsoberhaupt. Unabhängige Wahlbeobachter haben aber massive Manipulationsvorwürfe gegen die Regierung in Harare erhoben. Sie sind der Ansicht, dass bei einem freuen und ungehinderten Urnengang sein Herausforderer Tsvangirai Sieger geworden wäre.
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Gerster will ABM-Stellen abschaffen
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Der künftige Chef der Bundesanstalt für Arbeit, Florian Gerster, hält trotz scharfer Kritik an seinen Vorschlägen zur Reform des Arbeitsmarktes fest. In einem Interview mit der Tageszeitung "Die Welt" bekräftigte er, dass Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) in Westdeutschland keinen Sinn mehr machten. Auch im Osten müssten die Maßnahmen überprüft und nach besseren Instrumenten gesucht werden, so der rheinland-pfälzische SPD-Politiker. Doch werde man dort vorübergehend nicht ohne ABM-Maßnahmen auskommen, sagte Gerster. Insgesamt gibt es mehr als 120.000 ABM-Stellen, davon zwei Drittel in den neuen Bundesländern.
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Programmchef Schächter wird neuer ZDF-Intendant
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Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) erhält nach 20 Jahren eine neue Führung. Der Fernsehrat des Mainzer Senders wählte am letzten Samstag überraschend den ZDF-Programmchef Markus Schächter zum neuen Intendanten. Er wird damit Nachfolger von Dieter Stolte, dessen Amtszeit am kommenden Donnerstag endet. Schächter erhielt in geheimer Abstimmung 51 von 67 abgegebenen Stimmen. Zehn Mitglieder des Fernsehrates stimmten gegen ihn, fünf enthielten sich. Mit der Wahl Schächters endet das monatelange Tauziehen um die künftige Führung in einer der größten Sendeanstalten Europas. Seit Dezember 2001 war das Gremium drei Mal zusammengetreten, um über die Nachfolge Stoltes zu entscheiden. Erst der fünfte Wahlgang war erfolgreich. Schächter kündigte an, er wolle das Programm des ZDF modernisieren und den bisherigen Ein-Sender-Kanal zu einer Sendefamilie ausbauen. So müsse das Programm insbesondere für jüngere TV-Konsumenten und Zuschauer aus den neuen Bundesländern interessanter werden, sagte der künftige ZDF-Intendant.
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BASF rutscht erstmals in die Verlustzone
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Der Chemiekonzern BASF ist 2001 erstmals in die Verlustzone gerutscht. Wie das Unternehmen gestern in Ludwigshafen mitteilte, wurde ein Minus von 118 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Umsatz ging um 9,6 Prozent auf 32,5 Milliarden Euro zurück. Ursache dafür war nach eigenen Angaben die weltweite Konjunkturflaute. Auch für 2002 stellt sich Vorstandschef Jürgen Strube auf ein "schwieriges Jahr" ein. Zwar werde der Umsatz voraussichtlich auf Vorjahreshöhe stagnieren, der Gewinn soll aber wieder deutlich steigen. "Wir sehen in unserem Auftragseingang noch keinen kräftigen Aufschwung", sagte Strube.
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Mayer-Vorfelder in Steueraffäre entlastet
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Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Gerhard Mayer-Vorfelder, ist offenbar vom Vorwurf der Steuerhinterziehung entlastet. Wie die "Stuttgarter Nachrichten" am Wochenende berichteten, seien die Ermittlungsergebnisse strafrechtlich weitgehend substanzlos. Daher werde das Verfahren gegen den DFB-Präsidenten voraussichtlich ohne Strafe eingestellt. Die Zeitung berichtete unter Berufung auf Justizkreise, dass höchstens ein Bußgeld wegen versuchter Steuerhinterziehung denkbar sei. Doch sei die Beweislage auch hier "denkbar dünn". Mayer-Vorfelder wurde vorgeworfen, einen Teil seiner insgesamt rund 307.000 Euro Aufwandsentschädigung, die er als Präsident des Bundesligisten VfB Stuttgart erhielt, nicht versteuert zu haben.
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Erstveröffentlichung am 22.03.2002 |
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