Tobias Daniel - Online-Redakteur

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Wissenwertes rund um München


München - Weltstadt mit Herz
Slogan der Stadt München

München Seit den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts steht München in dem Ruf, "Deutschlands heimliche Hauptstadt" zu sein. Als es sich dann noch eigenhändig als "Weltstadt mit Herz" bezeichnete, hatte dies durchaus auch für Spott gesorgt. "Millionendorf", "Unheimlische Hauptstadt" oder "Weltstadt der Halbseidenen" war da zu hören. Der Theaterlöwe und Wahlmünchner Fritz Kortner raunzte: "München hat das Gegenteil von Größenwahn. Es hat einen Kleinstadtwahn."

Der Aufstieg Münchens von der Residenzstadt zur weltoffenen Großstadt ging jedoch mit einigen Veränderungen einher. Kritiker beklagen vor allem die "Boutiquisierung" und "Verbankung" der Altstadt. Und dennoch: die Isarmetropole ist heute eine der führenden Wirtschaftsmetropolen Deutschlands. Dabei fehlt der Stadt nichts, womit auch Berlin, Rom, Wien oder Paris aufwarten können: nämlich mit Triumphtoren, Siegessäulen, Obelisken und Staus - nur eben übersichtlicher.

Von der Residenzstadt zur Weltstadt

Über Jahrhunderte hinweg diente München als Residenzstadt für die bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige sowie für die Erzbischöfe von München und Freising. Ein Höhepunkt in der Geschichte der Isarmetropole war die Erhebung des Kurfürstentums Bayern zum Königreich. Anlass hierfür war die Bündnistreue Bayerns mit Napoleon Bonaparte während der Dreikaiserschlacht bei Austerlitz am 2. Dezember 1805, die mit einem französischen Sieg endete. Im Frieden von Pressburg wurde Bayern zum Königreich proklamiert - Herzog Maximilian IV. Joseph (1799-1805) nahm zudem zum 1. Januar 1806 den offiziellen Titel "König Maximilian I. von Bayern" (1806-1825) an. Gemeimsam mit seinem Minister Maximilian Joseph Graf von Montgelas (1799-1817) gilt er als Reformer des bayerischen Staates: als erster deutscher Staat erhielt Bayern eine ständeunabhängige Volksvertretung. Gleichzeitig beseitigte die Verfassung alle Relikte der Leibeigenschaft.

Doch nicht nur politisch spielte München als bayerische Haupt- und Residenzstadt in der Folgezeit eine wichtige Rolle. So wuchs München während der Regierungszeit von Maximilian I. Joseph zu einer der größten Städte in Europa heran. Unter seinem Nachfolger Ludwig I. (1825-1848) entwickelte sich München zu einer weithin bekannten Kunststadt. Neben bekannten Bauwerken wie der Feldherrnhalle oder dem Königsplatz entstanden auch weltbekannte Museen wie die Alte und Neue Pinakothek. König Maximilian II. Joseph (1848-1864) festigte den Ruf Münchens als Universitätsstadt und gründete das Maximilianeum zur Hochbegabtenförderung. Auch der Baustil - der sogenannte "Maximilianstil" - war für München prägend, wie etwa bei der Maximilianstraße.

Unter Prinzregent Luitpold (1886-1912) erfuhr München zudem einen enormen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung: so erlebte Schwabing eine Blüte als Künstlerviertel; im Jahre 1903 wurde das Deutsche Museum eröffnet und 1907 mit dem Tierpark Hellabrunn der weltweit erste Geo-Zoo. Im gleichen Jahr wurde auch die Künstlervereinigung Der Blaue Reiter ins Leben gerufen. Nicht zu vergessen: im Jahre 1899 fand in München die erste Fahrprüfung der Welt mit Ausgabe von Führerscheinen und ersten Zulassungsnummern statt. Luitpold übernahm 1886 die Regierungsgeschäfte für den entmündigten König Ludwig II. (1864-1886), der volkstümlich auch als "Märchenkönig" bezeichnet wurde. Dieser hatte sich in der bayerischen Geschichte vor allem als leidenschaftlicher Schlossbauherr - unter anderem von Neuschwanstein - ein Denkmal gesetzt.

Mit König Ludwig III. (1912-1918) endete 1918 nicht nur die Monarchie und die damit verbundene Herrschaft der Wittelsbacher. Revolutionäre Wirren wie die Münchner Räterepublik und der zweifelhafte Titel als "Hauptstadt der Bewegung" für die Nationalsozialisten prägten die Isarmetropole in den folgenden Jahrzehnten. Erst als Hauptstadt des Freistaates Bayern entwickelte sich München zu einer modernen Großstadt und zu einem bedeutenden High-Tech-Standort. Nicht umsonst wurde die bayerische Landeshauptstadt den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts auch als "Deutschlands heimliche Hauptstadt" bezeichnet. So fehlt es der Isarmetropole an nichts, womit auch andere Großstädte aufwarten können - sie ist nur übersichtlicher und gemütlicher.


Zahlen und Fakten rund um München

  • München ist die Hauptstadt des Freistaates Bayern. Sie gilt als eines der wichtigsten Wirtschafts-, Verkehrs- und Kulturzentren Deutschlands.
  • Im April 2018 lebten 1.529.572 Menschen in München. Damit ist es die drittgrößte Stadt Deutschlands nach Berlin und Hamburg.
  • Zum gleichen Zeitpunkt waren 425.447 Ausländer in der bayerischen Landeshauptstadt gemeldet. Der Ausländeranteil betrug somit rund 27,8 Prozent.
  • Die Landeshauptstadt ist gleichzeitig auch das Zentrum der der Europäischen Metropolregion München (EMM) - einer von derzeit elf Metropolregionen in Deutschland. Auf einer Fläche von etwa 24.094 km² leben rund 5,6 Millionen Menschen.
  • München hat derzeit die höchste Arztdichte in Deutschland. Statistisch gesehen werden 100.000 Einwohner von 383 Ärzten versorgt.
  • Die Münchner Volkshochschule (MVHS) wurde bereits 1896 gegründet und ist heute die größte Volkshochschule Deutschlands. Ihr Programm umfasste allein im Geschäftsjahr 2016 insgesamt 17.970 Veranstaltungen aus Kursen, Seminaren, Workshops, Vorträgen, Symposien, Exkursionen, (Städte-)Führungen, Ausstellungen, Studienreisen, Foren und Kulturveranstaltungen, die von 248.219 Menschen aus München, Grünwald und Umgebung genutzt wurden.
  • Der Hauptbahnhof München ist mit jährlich etwa 450.000 Fahrgästen der meistfrequentierte Personenbahnhof Deutschlands und teilt sich diesen Rang mit dem Hauptbahnof in Hamburg. Neben den Bahnhöfen München-Pasing und München-Ost ist er der bedeutendste Fernbahnhof der bayerischen Landeshauptstadt.
  • Mit einer Länge von 103,1 Kilometern und 100 Bahnhöfen ist das U-Bahn-Netz in München das zweitlängste Deutschlands. Allein 2015 wurden hier etwa 398 Millionen Menschen befördert. Zudem bietet München im Verhältnis zur Einwohnerzahl das dichteste U-Bahn-Netz in Europa. Weitere Informationen und Fotos finden Sie auch auf "Münchner U-Bahn".
  • Der Franz-Josef-Strauß-Flughafen wurde am 17. April 1992 im Erdinger Moos - 29 Kilometer außerhalb von München - eröffnet. Mit 44,58 Millionen Fluggästen (Stand: 2017) ist er nach dem Rhein-Main-Flughafen in Frankfurt am Main der zweitgrößte Airport Deutschlands und neuntgrößte Flughafen Europas. Daneben gilt der Flughafen auch als zweites internationales Drehkreuz neben dem Rhein-Main-Flughafen.
  • Die Isarmetropole besitzt eine lange kulturelle und bildungspolitische Tradition. Derzeit sind zwölf Universitäten und Hochschulen, 127 Öffentliche Bibliotheken, 45 Museen und Sammlungen, zwei Opernhäuser, 57 Theater und 26 Filmtheater in der Isarmetropole angesiedelt.
  • München ist ein beliebter Studienort. Insgesamt gibt es neun Universitäten und Hochschulen mit insgesamt 100.000 Studenten. Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) ist heute mit ihren 51.420 Studenten, 754 Professoren und 18 Fakultäten die zweitgrößte Hochschule Deutschlands nach der Universität Köln. Sie wurde 1472 mit päpstlicher Genehmigung von Herzog Ludwig dem Reichen in Ingolstadt als erste bayerische Universität gegründet. 1826 holte König Ludwig I. die Universität nach München. Während des Zweiten Weltkrieges entstand hier die Widerstandsgruppe "Weiße Rose" um die Geschwister Scholl.
  • Die bayerische Landeshauptstadt ist darüber hinaus auch Sitz des Erzbistums München und Freising. Papst Benedikt XVI. war hier Erzbischof von 1977 bis 1982.
  • In München wurde mit dem Reinheitsgebot das älteste Lebensmittelgesetz der Welt erlassen. Die älteste noch bestehende Münchner Brauerei ist der Augustiner-Bräu, wo seit 1328 Bier gebraut wird. Das älteste noch bestehende Gasthaus der Stadt ist der 1440 bestehende "Hundskugel".
  • Weitere Zahlen und Daten rund um die Isarmetropole gibt es beim Statistischen Amt der Landeshauptstadt München.

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Wirtschaft im Überblick

  • München gehört zu den führenden Wirtschaftsmetropolen Deutschlands und Europas. Es gehört zu den wirtschaftlich erfolgreichsten Städten Deutschlands - laut einer Vergleichsstudie hat München die höchste Wirtschaftskraft und Lebensqualität.
  • Die Börse München ist nach Frankfurt am Main und Stuttgart der drittgrößte Börsenplatz in Deutschland. Die Ursprünge der Münchner Börse reichen bis 1830 zurück. Heute werden hier über 11.700 nationale und internationale Wertpapiere gehandelt.
  • München ist auch ein wichtiger Finanzstandort- und das Versicherungszentrum Deutschlands. Mit der Munich Re hat eine der weltweit führenden Rückversicherungsgesellschaften und die zweitgrößte Erstversicherungsgruppe Deutschlands ihren Sitz in der Isarmetropole. Zudem hat mit der Allianz SE einer der weltweit größten Versicherungskonzerne seinen Stammsitz in der bayerischen Landeshauptstadt.
  • Zudem ist die Stadt ein führender Standort für Großunternehmen. Zu diesen gehören unter anderem die Bayerischen Motorenwerke AG (BMW), die MAN Gruppe, die Siemens AG, die Hypovereinsbank, die Hubert Burda Media Holding GmbH & Co. KG, die E.ON Bayern AG oder die Paulaner Brauerei GmbH & Co. KG.
  • In München hat zudem mit dem ADAC der größte und einflussreichste Deutschlands angesiedelt. Er wurde im März 1903 gegründet und zählt derzeit 19.619.227 Mitglieder (Stand: Dezember 2016). Ursprünglichste und bekannteste Dienstleistung ist die Pannenhilfe. Zudem betreibt der ADAC die zweitgrößte Flotte von Hubschraubern zur Luftrettung in Deutschland.
  • Mit über 250 Verlagen und jährlich rund 14.000 Neuerscheinungen ist München neben New York eine international führende Buch- und Verlagsstadt sowie die größte Büchermetropole Europas.

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Sehenswürdigkeiten

  • Das Neue Rathaus ist ein durchaus effektvoller neugotischer Momumentalbau, der von 1867 bis 1908 in drei Bauabschnitten entstand. Weltberühmt ist vor allem das Glockenspiel im Turmerker, dass täglich jeweils um 11 Uhr, 12 Uhr sowie von März bis Oktober um 17 Uhr stattfindet. Mit 43 Glocken und 32 lebensgroßen Figuren ist es heute das viergrößte Glockenspiel in Europa.
  • Die bekannteste Münchner Kirche ist die Frauenkirche mit ihren weit sichtbaren Kuppelhauben. Sie gilt als unverwechselbares Wahrzeichen Münchens. Der Grundstein der Kirche wurde 1468 gelegt und 20 Jahre später fertiggestellt. Die "Welschen Hauben" entstanden jedoch erst 1525. Der Innenraum des Doms bietet etwa 20.000 Menschen Platz. In der Fürstengruft befinden sich die ältesten Gräber der Wittelsbacher in Bayern.
    Öffnungszeiten: Samstag bis Mittwoch 7-19 Uhr, Donnerstag bis 20.30 Uhr, Freitag bis 18 Uhr, während der Gottesdienste sind keine Besichtigungen möglich
  • Die wohl populärste Attraktion Münchens ist das Hofbräuhaus. Heute werden täglich in der Schwemme, den Trinkstuben, dem Festsaal und dem Biergarten rund 10.000 Liter Bier ausgeschenkt. Die Idee dafür enstammt einem Importboykott Herzog Wilhelms V. Dieser ließ ab 1591 im neuerbauten Bräuhaus im Alten Hof Gerstenbier für den Hof selbst brauen. Die Bevölkerung darf allerdings erst seit 1828 dort ihre Maß trinken.
  • Münchens größter Obst- und Gemüsemarkt ist auf dem Viktualienmarkt beheimatet. Seine Wurzeln liegen in einem "Kräutlmarkt", der bereits 1807 stattfand. In den folgenden rund 100 Jahre wuchs er auf die heute bekannte Größe an. Auf einer Gesamtfläche von etwa 100 Hektar findet man dort internationale Delikatessen, kulinarische Köstlichkeiten sowie traditionelles Obst und Gemüse oder lokale Spezialitäten.
  • Ebenfalls ein Wahrzeichen Münchens ist die Theatinerkirche (Sankt Kajetan). Anlass zum Bau der Barockkirche war ein Gelübde, das Henriette Adelaide von Savoyen, die Frau des Kurfürsten Ferdinand Maria - aus Anlass der langersehnten Geburt des Thronfolgers Max Emanuel - 1662 ablegte. Im Jahre 1688 wurde die Kirche fertiggestellt - die Fassaden wurden 1768 im Rokoko-Stil gestaltet.
  • Seit der Stadtgründung gilt der Marienplatz als zentraler Platz Münchens. Beherrscht wird er von Münchens "guter Stube" - dem Neuen Rathaus. Heute ist der Platz das Zentrum für Feierlichkeiten und politischen Veranstaltungen, im Fasching verwandelt er sich zur "Gaudizone". Zur Adventszeit findet hier der traditionelle Christkindlmarkt statt. Seit 1310 darf er zudem nicht mehr bebaut werden.
  • Der Schlosspark Nymphenburg erstreckt sich als riesige Barockanlage im Westen der Stadt. Das Schloss Nymphenburg war einst die Sommerresidenz der bayerischen Herrscher. Wegen seiner seiner kunstvollen Inneneinrichtung und der vielbewunderten Schönheitsgalerie König Ludwigs I. von Bayern gehört es zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Münchens. Ebenfalls im Schlosspark gelegen: das Rokokokleinod Schloss Amalienburg.
    Öffnungszeiten: 16. Oktober bis 31. März: täglich 10-16 Uhr, 1. April bis 15. Oktober: täglich 9-18 Uhr
  • Die Münchner Residenz gehört zu den bedeutendsten Schlossanlagen Europas und war bis 1918 Sitz der Wittelsbacher - dem bayerischen Königshaus. Die Residenz wurde im 17. Jahrhundert erbaut und seitdem ständig erweitert. Mittlerweile erstreckt sie sich auf einer Gesamtfläche von etwa 10 Hektar. In ihr vermischen sich Stilmittel von Renaissance, Barock, Rokoko und Klassizismus. Zu sehen sind dort neben einer ausführlichen Ahnengalerie auch prächtige Säle und Zimmer sowie die Schatzkammer.
    Öffnungszeiten: 1. April bis 15. Oktober: täglich 9-18 Uhr, 16. Oktober bis 31. März: täglich 10-17 Uhr, Cuvilliés-Theater abweichend
  • Der Hofgarten nahe ist heute einer der bedeutendsten fürstlichen Renaissancegärten nördlich er Alpen. Herzog Maximilian I. ließ den Garten zwischen 1613 und 1617 nach dem Vorbild italienischer Renaissancegärten anlegen. Neben einem oktogonalen Tempel mit Diana-Statue befindet sich in dem Garten auch ein Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges und ein Hofbrunnenwerk, dass im Sommer zu besichtigen ist.
  • Die Asamkirche (Sankt Johann Nepomuk) gilt als Meisterwerk spätbarocker Baukunst. Sie wurde zwischen 1733 und 1746 vom angesehenen Architekten, Bildhauer und Stukkateur Egid Quirim Asam erbaut und ist dem Heiligen Johannes von Nepomuk geweiht.
  • Älteste gotische Hallenkirche Münchens ist die Heilig-Geist-Kirche nahe des Viktualienmarktes. Als Spital, Pilgerhaus und Kapelle im Jahre 1209 gegründet, entstand der Hallenbau erst 1392. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie 1946 wiedererrichtet.
  • Die Jesuitenkirche Sankt Michael ist die erste und größte Renaissance-Kirche des Nordens und zugleich wegweisend für den Barock in Süddeutschland. Sie wurde zwischen 1583 bis 1597 im Auftrag von Herzog Wilhelm V. erbaut. In der Fürstengruft sind unter anderem die Sarkophage von König Ludwig II. von Bayern (1864-1886) sowie von Eugène de Beauharnais, dem Stiefsohn Napoleon Bonapartes, untergebracht.
    Öffnungszeiten: Montag und Freitag 10-19 Uhr, Dienstag bis Donnerstag und Samstag 8-19 Uhr, Sonntag 7-22.15 Uhr
  • Erste Spätbarock-Kirche Münchens ist die Dreifaltigkeitskirche in der Nähe des "Stachus". Die 1718 vollendete Votivkirche geht zurück auf das Gelübde einer Kammerdienerstochter - der "Lindmayrin". Erfüllt von Schreckensvisionen des herannahenden Spanischen Erbfolgekrieges gelobte die spätere Nonne den Bau der Kirche. Unterstützt wurde sie dabei von den Landständen und der Bürgerschaft.
  • Die Kirche Sankt Peter (Alter Peter) ist die älteste Pfarrkirche Münchens. Ihr Gründungsbau wurde bereits im 11. Jahrhundert errichtet. Im Innenraum befinden sich wichtige Werke aller Stilrichtungen.
  • Die Klosterkirche Sankt Anna ist die erste Rokoko-Kirche Münchens und Altbayerns. Sie wurde zwischen 1727 und 1733 erbaut.
  • Eine der ältesten Wallfahrtskirchen Bayerns ist Sankt Maria in Ramersdorf. Seit dem 14. Jahrhundert ist die Kirche ein Doppel-Wahlfahrtsort, wo die Mutter Gottes und das Heilige Kreuz verehrt werden. Mittelpunkt der Kirche ist der schwerbarocke Hochaltar.
    Öffnungszeiten: täglich 7.30-18.30 Uhr
  • Das Jüdische Zentrum München am Jakobsplatz ist das Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern. Zu dem Zentrum gehören neben einem Kultur- und Gemeindehaus auch das neue Jüdische Museum, das am 22. März 2007 eröffnet wurde. Zentraler Mittelpunkt ist die Hauptsynagoge, die am 9. November 2006 eingeweiht wurde. Mit dem Jüdischen Zentrum erhielt die zweitgrößte jüdische Gemeinde Deutschlands wieder eine Heimat in der Münchner Altstadt. Die alte Hauptsynagoge wurde 1938 von den Nationalsozialisten zerstört.
    Öffnungszeiten des Museums: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr
  • Die Feldherrnhalle ist ein klassizistischer Hallenbau nach florentinischem Vorbild und wurde 1844 eingeweiht. Im Inneren befindet sich an der Wand ein Denkmal für die bayerische Armee. Den Aufgang flankieren zwei steinerne Löwen aus dem Jahre 1906. Die Erzstandbilder in den Seitenarkaden erinnern an die Generäle Johann 't Serclaes von Tilly und Carl Philipp von Wrede.
  • Das Erzbischöfliche Palais ist das einzige noch erhaltene Adelspalais Münchens und wurde 1737 vollendet. Zudem besitzt es die edelste Rokoko-Fassade der Stadt. Der ehemalige Sitz des Erzbischofs von München und Freising gehört heute der HypoVereinsbank. Im Rahmen eines groß angelegten Bauvorhabens namens "Fünf Höfe" hinter den historischen Fassaden entstanden Anfang dieses Jahrhunderts Einkaufspassagen, bepflanzte Innenhöfe, Büro-, Gastronomie- und Wohnflächen. Zudem ist heute dort die Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung beheimatet, die für hervorragende Wechselausstellungen bekannt ist.
  • Größtes Adelspalais der Stadt ist jedoch das Palais Leuchtenberg, dass von 1816 bis 1821 nach dem Vorbild des Palazzo Farnese in Rom erbaut wurde. Heute ist es Sitz des Bayerischen Staatsministeriums für Finanzen.
  • Das Palais Neuhaus-Preysing ist das schönste Frührokokopalais Münchens. Graf Johann Maximilian IV. Emanuel Graf von Preysing-Hohenaschau ließ es von 1723 bis 1728 errichten. Sehenswert ist auch die Prunktreppe im Innern. Heute laden elegante Geschäfte im Erdgeschoss und in der Passage zum Schaufensterbummel ein.
  • Die Bayerische Staatsbibliothek ist eine der größten wissenschaftlichen Universalbibliotheken des deutschen Sprachraums und befindet sich in einem klassizistischen Palastbau. Ihr Bestand umfasst 9,8 Millionen Bände, 20.000 Inkunabeln, 59.665 laufende Zeitschriften, sowie eine Musik-, Osteuropa-, Orient- und Ostasiensammlung von Weltrang. Das Bibliotheksgebäude wurde zwischen 1832 und 1843 errichtet und ist der größte Blankziegelbau Deutschlands.
  • Das Maximilianeum wurde zwischen 1857 und 1874 erbaut. Seit 1876 ist es Sitz der Stiftung "Maximilianeum" für begabte Studenten. Seit 1949 residiert hier auch der Bayerische Landtag.
  • Der Karlsplatz ("Stachus") bildet das Entrée der Altstadt und den Auftakt der Fußgängerzone. Sein offizieller Taufpate war Kurfürst Karl-Theodor, der die Stadtbefestigung 1791 schleifen und den Platz anlegen ließ. Inoffiziell hält sich jedoch hartnäckig die Bezeichnung "Stachus" nach dem Schankwirt Eustachius Föderl ("Eustachi"). Dieser betrieb im 18. Jahrhundert eine Gastwirtschaft, welche von ihm den Namen "Stachus" erhielt. In der Folgezeit wurde dieser Name dann auf den ganzen Platz übertragen. Heute ist er einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Münchens mit einem modernen Einkaufszentrum - den Stachus Passagen.
  • Die Maximilianstraße ist eine von Münchens elegantesten Galerie-, Geschäfts-, Theater- und Flanierstraßen. Ihre Spitzbogenfronten bezeichnet man in der Kunstgeschichte auch als "Maximilianstil". In der Nähe sind auch viele Luxushotels angesiedelt - darunter das Vier Jahreszeiten Kempinski, der Bayerische Hof oder das Mandarin Oriental.
  • Eine ebenfalls geeignete Umgebung zum Bummeln und Einkaufen ist die Leopoldstraße. In mehreren Seitenstraßen kleine, aber feine Geschäfte sowie Straßencafés und Straßenkünstler. Ein imposantes Bauwerk ist zudem das Siegestor. Seit es im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, dient es heute Mahnmal für den Frieden. Auch die Kaufingerstraße gehört mit ihrer Verlängerung - der Neuhauser Straße - ebenfalls zu den wichtigsten Einkaufsmeilen Münchens. Sie ist gleichzeitig auch eine der ältesten Straßen der Isarmetropole.
  • Das Müller'sche Volksbad ist eines der seltenen Jugendstil-Bäder in Europa. Das Bad wurde zwischen 1897 und 1901 nach dem Entwurf von Carl Hocheder erbaut und wurde von Münchner Ingenieur Karl Müller spendiert. Zu seiner Bauzeit galt es als modernstes und teuerstes Bad der Welt. Zudem ist es das erste öffentliche Hallenbad Münchens.
  • Die Ruhmeshalle wurde zwischen 1843 und 1853 als Gedenkstätte für "ausgezeichnete Bayern" von Leo von Klenze errichtet. Gemeinsam mit der Bavaria bildet die dreiflügelige dorische Säule eine bauliche Einheit. Sie liegt oberhalb der Theresienwiese - einer Sonderfreifläche von 42 Hektar im Stadtteil Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt. Benannt wurde sie nach Therese von Sachsen-Hildburghausen, der Gemahlin von König Ludwig I. von Bayern. Heute finden hier das Oktoberfest, das Münchner Frühlingsfest oder das Toolwood-Festival statt.
  • Größtes Gastspielhaus Deutschlands ist mit 1.679 Plätzen das Deutsche Theater. Seit seiner Eröffnung 1896 es namhafte Künstler wie Karl Valentin, Josephine Baker oder Zarah Leander. Mit der "West Side Story" und "My Fair Lady" eroberte nach 1961 auch das Musical die Bühne. Während der Räterepublik beherbergte es vorübergehend auch das Parlament des Volksrates Bayern.
  • Die Bayerische Staatsoper ist das bedeutendste klassizistische Opernhaus und Heimstätte eines der traditionsreichsten Opernensembles. Insgesamt bietet sie 2.100 Besuchern Platz. Sie wurde von König Maximilian I. Joseph von Bayern in Auftrag gegeben und 1818 eröffnet. Als Vorbild diente das Pariser Théâtre National de l'Odéon.
  • Das Prinzregententheater wurde 1901 nach dem Vorbild des Bayreuther Festspielhauses eröffnet. Eine besondere Rarität in Deutschland: der amphitheatralische Zuschauerraum mit 1.029 Plätzen und sechs Logen. Seit 1993 beherbergt das Theater die Bayerische Theaterakademie mit ihren Ausbildungszweigen Schauspiel, Musical, Oper, Regie, Dramaturgie, Lichtgestaltung,Theater-, Film- und Fernsehkritik, Bühnenbild und Bühnenkostüm, Maskenbild.
  • Der wohl beliebteste Park Münchens ist der Englische Garten. Er wurde 1789 im Auftrag von Kurfürst Karl Theodor angelegt und nach den Plänen von Friedrich Ludwig Sckell gestaltet. Mit rund 4,17 Quadratkilometern ist er heute eine der größten Parkanlagen der Welt. Besonders an sonnigen Tagen wird der Park von Joggern, Reitern, Radlern, Kinderwagen, Hunden und Verliebten in Besitz genommen. Besonders sehenswert: der Monopterus, ein großes klassizitisches Pavillon, der sich auf einem Hügel in der Mitte des Gartens befindet. Von hier aus hat man einen sehr schönen Blick auf München. Ebenfalls sehenswert: der Chinesische Turm und das Japanische Teehaus, ein Geschenk des Kaisers von Japan.
  • Der Olympia-Park wurde anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1972 auf dem Oberwiesenfeld angelegt. Während das Olympiastadion lange Zeit die meistbespielte Sportstätte Deutschlands war, gilt die Schwimmhalle als "Europas schönstes Garten-Hallenbad". Mit 289,53 Metern ist der Olympiaturm zudem der größte Fernsehturm Deutschlands. An klaren Tagen kann man von dort aus rund 400 Kilometer Alpenpanorama - vom Dachstein bis zu den Schweizer Alpen - bewundern.
    Öffnungszeiten des Turms: täglich 9-24 Uhr
  • Einst war der Alte Südfriedhof ein Gottesacker für Arme und Pesttote, bis er im 19. Jahrhundert zu einem Gesamtfriedhof wurde. Heute sind hier viele berühmte Persönlichkeiten des 18. und 19. Jahrhunderts aus Wissenschaft, Kunst und Kultur begraben. Die Friedhofskapelle St. Stephan ist dem Pestpatron geweiht und war einst das Ziel des "Stephaniritts".
  • Das Ignaz-Günther-Haus war im 18. Jahrhundert Wohn- und Arbeitsstätte des gleichnamigen kurbayerischen Bildhauers. Günther gilt heute als größter Rokoko-Bildhauer Europas. Sein Haus ist heute eine Gedächtnisstätte sowie ein Beispiel für ein Altmünchner Bürgerhaus. Außerdem wird es für Ausstellungen genutzt.
  • Einer der letzten ursprünglich erhaltenen Altmünchner Laubenhöfe ist der Eilles-Hof. Die Lauben und Brüstungen des um 1560 entstandenen Hauses wurden sorgfältig restauriert. Heute ist der Hof Teil eines Passagensystems zwischen Residenz- und Theatinerstraße, in dem sich elegante Schaufenster aneinanderreihen.
  • Münchens früheste Palais-Architektur in italienischem Stil ist das Palais Porcia. Das Bau wurde bereits 1694 errichtet und 1734 im Rokoko-Geist umgestaltet. Im 19. Jahrhundert war es Sitz einer literarischen Gesellschaft. Heute gehört das Gebäude der HypoVereinsbank.
  • Das älteste weitgehend noch erhaltene Münchner Bürgerhaus ist der Hofer. Besonders sehenswert sind die prächtig bemalte Fassade sowie der Laubenhof, der Schneckenturm und der Laubenhof im Innern. Früher was das stattliche spätgotische Haus das Stadtschreiberdomizil. Heute ist dort ein Restaurant angesiedelt.
  • Die Alte Münze im Hofgraben ist einer der frühesten und schönsten Renaissance-Arkadenhöfe in Deutschland. Die architektonische Kostbarkeit - ein Hof mit dreigeschossigen Laubengängen - befindet sich hinter einer Seitengasse und wurde 1567 errichtet. Von 1809 bis 1983 diente er als Hauptmünzamt. Heute ist er Sitz des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege.
  • Das Städtische Hochhaus an der Blumenstraße wurde zwischen 1927 und 1929 erbaut. Es ist der einzige Hochhausbau, der aus der Frühzeit moderner Architektur in München noch erhalten ist. Heute befinden sich im Inneren das Referat für Stadtplanung und Bauordnung sowie einer der ältesten Paternosteraufzüge Münchens.
  • Für eine besonders ideenreiche moderne Architektur steht der BMW-Vierzylinder. So sind die vier Rundtürme mit jeweils 19 Stockwerken kleeblattartig in der Gestalt eines Vierzylinders gebaut. Ruhendes Gegengewicht zum Turm bildet das silberfarbene, fensterlose BMW-Museum.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr
  • Ein Muss für jeden Film-Fan und Cineasten: der Besuch in der Bavaria-Filmstadt. In den Studios werden seit über 80 Jahren Kino-Highlights wie "Das Boot" oder "Die unendliche Geschichte" und TV-Produktionen wie der "Tatort" produziert. Die Bavaria Film GmbH ist zudem eines der größten und erfolgreichsten Filmstudios in Europa. Hier wirkten berühmte Regisseure wie Alfred Hitchcock, Ingmar Bergman oder Billy Wilder und Schauspieler wie Sophia Loren, Heinz Rühmann oder Elisabeth Taylor.
    Öffnungszeiten: täglich 10-17 Uhr
  • Der Circus Krone wurde bereits im Jahre 1905 unter dem Namen "Circus Charles" gegründet und gilt heute als größter Zirkus in Europa. Seit dem 10. Mai 1919 hat das Familienunternehmen seinen festen Sitz in München - den sogenannten Kronebau mit etwa 3.000 Plätzen. Damit ist der Circus Krone derzeit der einzige europäische Zirkus mit einem "festen" Stammsitz. Bis heute genießt der Zirkus eine große Popularität - dessen Gründer Carl Krone galt bereits zu Lebzeiten als "König des deutschen Circus".
  • Tierliebhabern ist ein Besuch des Tierparks Hellabrunn im Landschaftsschutzgebiet der Isarauen zu empfehlen. Er ist der weltweit erste Geo-Zoo und einer der führenden Zoos in Europa mit über 19.360 Tieren in mehr als 770 Arten.
    Öffnungszeiten: 30. Oktober 2017 bis 23. März 2018: täglich 9-17 Uhr (Heiligabend und Silvester bis 16 Uhr); 24. März bis 28. Oktober 2018: täglich 9-18 Uhr
  • Der Botanische Garten München-Nymphenburg ist mit etwa 22 Hektar und über 400.000 Besuchern im Jahr einer größeren Gärten seiner Art in Deutschland. Angelegt wurde er 1914 auf Initiative von Karl Ritter von Goebel. Heute wreden dort etwa 14.000 Pflanzenarten kultiviert. In der Schausammlung der über 4.500 m² großen Gewächshäuser haben Pflanzen feuchttropischer Gebiete, kühltropischer Bergwälder und Wüsten ihren Platz. Er gehört heute zu den Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns.
    Öffnungszeiten: 1. Mai bis 31. August: täglich 9-19 Uhr, 1. November bis 31. Januar: täglich 9-16.30 Uhr, 1. Februar bis 31. März und 1. bis 31. Oktober: täglich 9-17 Uhr, 1. bis 30. April und 1. bis 30. September: täglich 9-18 Uhr
  • Eine der bekanntesten Schlossanlagen Europas ist Schloss Neuschwanstein, das jährlich von mehr als einer Million Gästen besucht wird. Der Bau des Schlosses begann 1869 und dauerte über 20 Jahre. Sein Auftraggeber König Ludwig II. von Bayern erlebte dessen Vollendung jedoch nicht mehr.
    Öffnungszeiten: 1. April bis 15. Oktober: täglich 9-18 Uhr, 16. Oktober bis 31. März: täglich 10-16 Uhr
  • Der Starnberger See liegt rund 20 Kilometer südwestlich von München und ist etwa 57 km² groß. Er ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel für die Münchner - auch viele Urlauber verbringen hier ihre Sommerferien. Besonders für Wassersportfans, Wanderer und Radler ist ein Ausflug durchaus empfehlenswert.
  • Etwa 60 Kilometer südöstlich von München liegt der Chiemsee mit seinen drei Inseln - der größte See im Freistaat Bayern. Auch hier finden sich ideale Bedingungen für Wassersportfans, Radler und Wanderer.
  • Ebenfalls empfehlenswert: das Schloss Herrenchiemsee auf der Herreninsel. Es wurde zwischen 1878 und 1885 im Auftrag König Ludwigs II. von Bayern erbaut und ist eines der bekanntesten Ausflugsziele in Deutschland.
    Öffnungszeiten: April bis Ende Oktober: täglich 9-18 Uhr, Ende Oktober bis März: täglich 9.40-16.15 Uhr. Für die Museen gelten gesonderte Zeiten.
  • Beliebtes Ziel für Pilger ist das Kloster Andechs am Ostufer des Ammersees. Die Wurzeln des Benediktinerklosters reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück. Seit 1455 ist das Kloster jedoch auch für sein Starkbier berühmt.
  • Die KZ-Gedenkstätte Dachau wurde auf Initiative ehemaliger Häftlinge und Überlebender am 5. Mai 1965 als Erinnerungsort und Mahnstätte auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslager Dachau eröffnet. Das KZ wurde bereits am 22. März 1933 - wenige Wochen nach dem Machtantritt Adolf Hitlers - als Lager für politische Gefangene errichtet und diente als Modell für die folgenden Konzentrationslager. In den zwölf Jahren seines Bestehens waren in Dachau und seinen Nebenlagern mehr als 200.000 Menschen aus ganz Europa inhaftiert, von denen etwa 41.500 ermordet wurden. Die Überlebenden wurden am 29. April 1945 von US-Truppen befreit.
    Öffnungszeiten: täglich 9-17 Uhr

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Museen

  • Eine der bedeutendsten Kunstsammlungen ist in der Alten Pinakothek beherbergt. Hier sind etwa 700 Meisterwerke aus der Zeit vom 14. bis 18. Jahrhundert zu sehen - darunter von Peter Paul Rubens, Rembrandt, Albrecht Dürer oder Matthias Grünewald.
    Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 10-18 Uhr, Dienstag bis 20 Uhr, Montag geschlossen
  • Die Neue Pinakothek hingegen bietet einen Überblick über die europäische Kunst vom Klassizismus bis zum Jugendstil. Darunter sind unter anderem Werke vom Vincent van Gogh, Paul Gauguin, Paul Cézannes, Pierre-August Renoir oder Francisco de Goya zu sehen.
    Öffnungszeiten: Donnerstag bis Montag 10-18 Uhr, Mittwoch bis 20 Uhr, Dienstag geschlossen
  • Vier Museen aus den Gebieten Kunst, Graphik, Architektur und Design sind in der Pinakothek der Moderne vereint. Sie ist damit eines der weltweit größten Häuser für die Kunst aus dem 20. und 21. Jahrhundert. Alle Richtungen der modernen Kunst sind mit ihren Protagonisten vertreten, darunter Salvador Dalí, Joan Miró, Pablo Picasso oder Joseph Beys.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr, Donnerstag bis 20 Uhr, Montag geschlossen
  • Bereits bei seiner Eröffnung im Jahre 1906 galt das Deutsche Museum als größtes technisch-naturwissenschaftliches Museum der Welt. Mittlerweile beträgt die Ausstellungsfläche rund 55.000 m². Es stellt rund 28.000 Objekte aus 50 Bereichen aus und wird jedes Jahr von etwa 1,5 Millionen Menschen besucht. Daneben existieren ein Zweigmuseum, ein Verkehrszentrum in München und eine Flugzeugwerft in Oberschleißheim.
    Öffnungszeiten: täglich 9-17 Uhr
  • Das Bayerische Nationalmuseum zählt zu den größten kunst- und kulturgeschichtlichen Museen Deutschlands und wurde 1855 gegründet. Seine Sammlungen zeigen verschiedene Exponate zu Kunst, Kunsthandwerk und Volkskunde - nicht nur aus Bayern.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr, Donnerstag bis 20 Uhr, Montag geschlossen
  • Das Münchner Stadtmuseum ist das vielseitigste und populärste Museum zur Stadtgeschichte Münchens. Daneben sind internationale Exponate sowie vielfältige Wechsel- und Sonderausstellungen zu sehen. An das Stadtmuseum angeschlossen ist auch das Deutsche Filmmuseum.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr, Montag geschlossen
  • Eine Kuriositätensammlung zu Ehren des Münchner Komikers und Volkssängers Karl Valentin gibt es seit 1959 im Valentin-Karlstadt-Musäum zu sehen. Neben Bildern und Texten sind auch Gegenstände aus dem Leben des Müncher Originals und seiner Partnerin Liesl Karlstadt zu sehen.
    Öffnungszeiten: Donnerstag bis Dienstag 11.01-17.29 Uhr, Freitag bis 19.59 Uhr, Sonntag 10.01-17.29 Uhr, Mittwoch geschlossen, jeden ersten Freitag im Monat bis 21.59 Uhr
  • Das Museum Fünf Kontinte ist das zweitgrößte seiner Art in Deutschland. Seine Bestände umfassen etwa 150.000 Objekte aus allen außereuropäischen Ländern. Daneben existiert ein Zweigmuseum im bayerischen Residenzschloss Oettingen.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 9.30-17.30 Uhr, Montag geschlossen
  • Auf eine Reise durch die Geschichte der Erde und des Menschen kann sich der Besucher im Museum Mensch & Natur begeben. Seit 1990 sind im Nordflügel des Nymphenburger Schlosses die Entwicklung der Erde und des Lebens, die Vielfalt der Arten, die Biologie des Menschen und sein Verhältnis zur Umwelt zu sehen.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9-17 Uhr, Donnerstag bis 20 Uhr, Samstag/Sonntag 10-18 Uhr
  • Das Deutsche Theatermuseum ist das älteste seiner Art in Europa mit reichen Beständen zur internationalen Geschichte und Gegenwart des Theaters. Das Gebäude wurde bereits 1781 für die Kunstsammlung des Kurfürsten Karl Theodor errichtet. Seit 1953 beherbergt es das Theatermusem.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-16 Uhr
  • Die Staatliche Münzsammlung München ist eine der größten numismatischen Fachsammlungen der Welt. Sie geht auf Bestände der Schatzkammer Herzog Albrechts V. von Bayern (1550-1579) zurück und umfasst heute etwa 300.000 Objekte. Zudem gehört die Fachbibliothek mit etwa 26.000 Bänden zu den größten ihrer Art.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr, Montag geschlossen
  • Am Königsplatz sind die Staatlichen Antikensammlungen, die Glyptothek und die Propyläen angesiedelt. Im ältesten Museum Münchens ist eine der führenden Sammlungen von Skultpuren der griechischen und römischen Antike beheimatet.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr, Donnerstag bis 20 Uhr, Montag geschlossen
  • Die Staatliche Sammlung Ägyptischer Kunst besitzt heute Weltrang. Sie ist heute die einzige ihrer Art, dass sich auf ägyptische Kunst spezialisiert hat. Die Sammlung umfasst Denkmäler des Ägyptischen Altertums von der Vorgeschichte bis in die römische Zeit.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr, Dienstag bis 20 Uhr, Montag geschlossen
  • Eines der bedeutendsten Raumkunstmuseen der Welt ist das Museum in der Münchner Residenz mit 130 Räumen. Dort sind neben Stilräumen aus vier Jahrhunderten auch Spezialsammlungen zu sehen.
    Öffnungszeiten: 1. April bis 15. Oktober: 9-18 Uhr, 16. Oktober bis 31. März: täglich 10-16 Uhr
  • Die Staatliche Graphische Sammlung gehört zu den wichtigsten Grafik-Sammlungen der Welt und eine der bedeutendsten Einrichtung dieser Art in Deutschland. Sie beherbergt einen Bestand von über 400.000 Blatt aller Epochen der Zeichenkunst und Druckgrafik vom 15. Jahrhundert bis zur Moderne. Zudem besitzt sie 350.000 Druckgraphiken und 45.000 Zeichnungen - darunter von Caspar David Friedrich, Vincent Van Gogh, Henri Matisse, Michelangelo, Edvard Munch, Pablo Picasso, Rembrandt, Leonardo da Vinci oder Andy Warhol.
    Öffnungszeiten: Dienstag und Mittwoch 10-13 Uhr und 14-17 Uhr, Donnerstag bis 18 Uhr,
    Freitag bis 13 Uhr
  • Das Haus der Kunst ist über Deutschland hinaus als eine der wichtigsten Ausstellungsstätten für moderne Kunst bekannt. Der monumentale Bau an der Südseite des Englischen Gartens wurde vom Architekten Paul Ludwig Troost entworfen und 1937 eröffnet. Bis 1945 wurde dort in der Großen Deutschen Kunstausstellung das nationalsozialistische Kunstverständnis propagiert. Heute ist dort im Keller die Nobeldiskothek "P1" beherbergt.
    Öffnungszeiten: täglich 10-20 Uhr, Donnerstag bis 22 Uhr
  • Die Städtische Galerie im Lenbachhaus bietet einen Einblick ind Münchner Malerei des 19. Jahrhunderts. Seinen internationalen Ruf begründet die Galerie auf seiner einmaligen Sammlung von Werken des "Blauen Reiters". In den zehn Räumen sind allein 94 Ölbilder sowie 300 Aquarelle und Bilder von Wassily Kandinsky zu sehen. Bereits vor 100 Jahren war die einst repräsentative Künstlervilla in ganz Europa bekannt. In dem 1887 bis 1891 erbauten Landpalazzo mit Atelierbau saßen dem "Malerfürsten" Franz von Lenbach unter anderem die deutschen Kaiser Wilhelm I. und Wilhelm II., der österreichische Kaiser Franz Joseph I., der deutsche Reichskanzler Otto von Bismarck und Papst Leo XIII. Modell. Seit 1925 ist dort die Städische Galerie beheimatet.
    Öffnungszeiten: Dienstag 10-21 Uhr, Mittwoch bis Sonntag 10-18 Uhr, Montag geschlossen
  • Mit der Villa Stuck setzte sich der berühmte Maler Franz von Stuck sein eigenes Denkmal. Sowohl der Entwurf als auch die Innendekoration, Plastiken und Gartengestaltung waren sein Werk. Heute ist die Villa ein international renommierter Ort der Begegnung mit der Kunst des 19. bis 21. Jahrhunderts. Die bedeutende Sammlung umfasst Werke Franz von Stucks und internationale Ausstellungen zur modernen und zeitgenössischen Kunst.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11-18 Uhr, 1. Freitag im Monat bis 22 Uhr
  • Das Staatliche Museum für angewandte Kunst - die Neue Sammlung - gilt als erstes Design-Museum der Welt und wurde 1925 als Staatsmuseum Bayerns gegründet. Heute gilt es als eines der international führenden Museum auf diesem Gebiet. Das Museum bewahrt mit rund 70.000 Objekten die weltweit umfangreichste "permanent collection" an Industrial und Product Design, dazu Graphic Design und Kunsthandwerk von zukunftsweisenden Vorreitern um 1850 über die Pioniere der Moderne bis ins 21. Jahrhundert.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr, Donnerstag bis 20 Uhr, Montag geschlossen
  • Im Literaturhaus München dreht sich seit 1997 alles um rund ums Buch. Wechselausstellungen zu literarischen Themen, Lesungen nationaler und internationaler Autoren und Podiumsdiskussionen machen das Haus zu einem Sammelort für Bücherwürmer, Autoren, Literatur- und Buchwissenschaftler.
    Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 11-19 Uhr, Samstag/Sonntag 10-18 Uhr
  • Das Deutsche Jagd- und Fischereimuseum gilt als das weltweit bedeutendste Jagdmuseum und beschäftgt sich mit der Fischerei- und Jagdgeschichte in München. Es wurde 1934 gegründet und zeigt heute etwa 500 Wildtiere.
    Öffnungszeiten: täglich 9.30-17 Uhr, Donnerstag bis 21 Uhr
  • Die Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns sind ein Verbund naturwissenschaftlicher Forschungseinrichtungen und Museen in Bayern. Zudem sind sie der größte Naturkundeverbund in Deutschland. Dazu gehören unter anderem Botanische Staatssammlung, die Mineralogische Staatssammlung, die Zoologische Staatssammlung oder die Anthropologische Staatssammlung.
  • Einen Überblick über die Museen in München bietet auch das Museumsportal München sowie das Kunstareal München.

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Veranstaltungen

  • "Ozapft is" - Seit 1810 beginnt Mitte September mit dem Oktoberfest auf der Theresienwiese das größte Volksfest der Welt. Rund sechs Millionen finden sich jährlich auf den "Wies'n" ein und konsumieren etwa fünf Millionen Maß Bier. Daneben findet alle drei Jahre auch das Bayerische Zentrallandwirtschaftsfest statt.
  • Der Frühling wird alljährlich im März mit dem Starkbieranstich auf dem Münchner Nockherberg eingeläutet. Die sogenannte Starkbierzeit gilt in München auch als Fünfte Jahreszeit. Auftaktveranstaltung ist die Starkbierprobe, an der auch viele bayerische Landespolitiker und Bundespolitiker teilnehmen. Höhepunkt ist das politische Derblecken - ein politisches Kabarett mit Festrede und anschließendem Singspiel.
  • Glamour pur gibt es Ende Juni beim Filmfest München. Es ist das zweitgrößte Filmfestival in Deutschland und zugleich das bedeutenste Sommerfestival. Es stellt gewöhnlich Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme sowie Fernsehfilme in internationaler, europäischer oder deutscher Erstaufführung vor. Mit mehr als 200 Filmen auf 18 Leinwänden und etwa 70.000 Besuchern ist es zwar ein Publikumsfest, dient aber auch Filmjournalisten und Fachbesuchern als Treffpunkt der Filmbranche.
  • Mit dem Bayerischen Filmpreis wird jährlich in Januar in sieben Kategorien einer der höchstdotierten Filmpreise Deutschlands verliehen. Bis zu 300.000 Euro werden dabei ausgeschüttet. Der Preis wird von der bayerischen Staatsregierung für hervorragende Leistungen im deutschen Filmschaffen verliehen.
  • Auch Sportfans kommen auf ihre Kosten beim Stadtlauf im Juli. Bis zu 15.000 Läufer starten beim 21 Kilometer langen Halbmarathon quer durch die City. Start und Ziel: der Marienplatz. Ein weiteres sportliches Hightlight für Leichtathleten ist zudem der München-Marathon, der seit 2000 im Oktober eines Jahres ausgetragen wird. Er gehört heute zu den fünf teilnehmerstärksten Marathons in Deutschland.
  • Mit einer außergewöhnlichen Mischung aus Kultur, Gastronomie und Kunsthandwerk lockt zweimal im Jahr das Tollwood Kulturfestival rund zwei Millionen Besucher aus ganz Europa auf die Theresienwiese.
  • Dreimal im Jahr findet der traditionelle Auer Dult statt. Ursprünglich stand dieser Name für ein Kirchenfest zu Ehren eines Heiligen. Im Laufe der Zeit entwickelte es sich jedoch immer mehr zu einem Jahrmarkt, der sich wachsender Beliebtheit erfreute. Heute bieten rund 300 Marktleute und Schausteller ihre Waren an. Dabei wird jede Veranstaltung von rund 10.000 Menschen besucht.
  • Den Jahrestag der Stadtgründung begehen die Münchner alljährlich mit dem mehrtägigen Stadtgründungsfest. Wie jedes Jahr gibt es dort auch ein Handwerkerdorf, wo sich die Handwerker in Schauwerkstätten über die Schulter blicken lassen. Zudem stellen auch Kunsthandwerker ihre Arbeiten aus.
  • Das StuStaCulum (StudentenStadt SpectaCulum) findet seit 1989 in der Studentenstadt in München-Freimann statt und hat sich mittlerweile zum größten studentischen Kultur- und Theaterfestival Deutschlands entwickelt.
  • Die Münchner Blade Night ist derzeit die größte Nachtskate-Veranstaltung Europas. Auf den vier Strecken für Fortgeschrittene und der Familienstrecke nehmen je nach Wetter zwischen 4.000 und 20.000 Skater teil.
  • Das Streetlife-Festival findet seit 2000 anlässlich des europaweiten autofreien Tages an verschiedenen Orten der Isarmetropole statt. Ziel ist es, über nachhaltige Mobilitätsformen zu informieren. Zudem können Vereine und Verbände, Unternehmen, Gastronomen, Bürgerinnen und Bürger die normalerweise stark befahrenen Straßen temporär umzugestalten.
  • Der Theatron-Musiksommer gilt als das längste Musik-Open-Air-Festival der Welt. Auf der Seebühne im Olympiapark spielen Bands der unterschiedlichsten Musikrichtungen - von a capella über Jazz bis Rock. Während des Musiksommers finden mehr als 60 Konzerte und zwei Feuerwerke mit etwa 100.000 Besuchern statt.
  • Die Münchner Sicherheitskonferenz ist ein Treffen von Experten für internationale Sicherheit, das seit 1962 jeweils im Februar stattfindet. Hochrangige Politiker, Diplomaten, Militärs und Sicherheitsexperten aus den Mitgliedsländern von NATO und EU sowie aus Russland und anderen Ländern nehmen daran teil. Gegner der Konferenz kritisieren die militärische Ausrichtung, den hohen Sicherheitsaufwand und die damit verbundenen Kosten. Tagungsort ist das traditionsreiche Luxushotel Bayerischer Hof. Es wurde 1841 nach den Plänen von Friedrich von Gärtner errichtet und war 1924 nach einigen Umbauten sogar das größte Hotel Europas. Zahlreiche bekannte Persönlichkeiten zählten zu den Stammgästen, darunter Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn oder Sigmund Freund.
  • Der Höhepunkt des Münchner Straßenfaschings ist der Tanz der Marktfrauen am Faschingsdienstag um 11 Uhr statt. Er zieht alljährlich Tausende Münchner an, um dort das Ende des Faschingstreibens zu feiern.

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Weitere Infos im Internet

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Von Weißbier bis Weißwurst - Münchner Gastronomiekultur und das Oktoberfest

Die bekannteste Münchner Spezialität ist die Weißwurst. Es handelt sich dabei um eine Brühwurst, die für gewöhnlich aus Kalbfleisch, Schweinerückenspeck und Gewürzen hergestellt wird. Da das Fleisch nicht gepökelt wird, hat sie eine helle grau-weiße Farbe. Traditionell wird sie frühmorgens hergestellt und vormittags als Imbiss auf Märkten und in Wirtshäusern mit süßem Senf, Brezn und Weißbier verzehrt. Einer Legende nach wurde die Weißwurst am 22. Februar 1857 im Gasthaus "Zum Ewigen Licht" am Marienplatz vom Wirtsmetzger Joseph Moser (auch "Moser Sepp" genannt) eher zufällig bei der Bratwurstherstellung als "Fehlfabrikat" erfunden. Später wurde sie durch das Oktoberfest oder den Münchner Fasching auch über die Stadtgrenzen bekannt. Als "Weißwurstäquator" wird zudem heute eher scherzhaft die Grenze zwischen Altbayern und dem restlichen Deutschland bezeichnet.

Zu den bekanntesten bayerischen Spezialitäten gehört natürlich auch der "Obatzter", der zu einer traditionellen Brotzeit serviert wird. Ursprünglich diente er zur Vewertung weich gewordener Käsereste - diese wurden zusammengeschmischt (bayerisch: "obazd") und mit Gewürzen angemacht. Da es im 19. Jahrhundert noch keine Kühlschränke gab, wollte man kräftig gereiften Käse nicht einfach wegwerfen. Über die richtige Rezeptur herrscht jedoch auch in der Branche selbst keine Einigkeit, da es bislang kein fest vorgeschriebenes Rezept für die Käsemischung gibt. Die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft (LVBM) hat jedoch eine Rahmenrezeptur vorgeschlagen, die unter anderem aus Camenbert, Brie und/oder Romadur, Frischkäse, Butter, Gewürzen, Zwiebeln und Salz bestehen soll. Auch die geringe Zugabe von Bier zur Geschmacksverfeinerung soll erlaubt sein.

Bayerisches Nationalgetränk - das Bier
Als "Weißbier" bezeichnet man üblicherweise ein obergäriges Bier, das in Deutschland mindestens zur Hälfte aus Weizenmalz hergestellt sein muss. Außerhalb Südbayerns wird es auch als "Weizen", "Weißes", "Weiße", sowie - zur genaueren Differenzierung - auch als "Hefeweizen", "Hefe" oder ""Kristallweizen" bezeichnet. Der Stammwürzegehalt liegt üblicherweise zwischen elf und 14 Prozent, der Alkoholgehalt normalerweise bei fünf bis sechs Volumenprozent. Maßgebend ist zudem auch das Reinheitsgebot, wonach Bier nur Hopfen, Malz, Hefe und Wasser enthalten soll. Weißbier wird in besonders geformten hohen, schlanken Gläsern ausgeschenkt.

Deren Form wurde so gewählt, damit die Kohlensäureperlen lange durch das Getränk nach oben steigen können und es lange frisch halten. Der verstärkte Glasboden dient dazu, um mit dem Bier traditionsgemäß "unten" anzustoßen, was gewöhnlich auch als "Weißbierstutz'n" bezeichnet wird. Die älteste noch bestehende Brauerei Münchens ist die Augustiner-Bräu Wagner KG. Ihre Wurzeln reichen bereits bis ins Jahr 1328 zurück als eine Brauerei des Augustinerordens. Im Zuge der Säkularisation des Jahres 1803 wurde die Brauerei vom Staat übernommen; seit 1829 ist sie im Privatbesitz der Familie Wagner.

Über den Ursprung des Begriffes "Bier" wissen die Experten allerdings noch recht wenig: So halten manche Sprachwissenschaftler eine Verwandtschaft mit dem Wort "brauen" für wahrscheinlich. Aber auch ein Zusammenhang mit dem germanischen Wort für Gerste oder Getreide ist denkbar. Manche Forscher wollen darin sogar einen Zusammenhang mit dem türkischen "buzza" erkennen - einem Getränk aus Hirse, Mais, Buchweizen, Hafermehl und Gerste. Andere Sprachwissenschaftler vermuten eine Ableitung vom spätlateinischen Wort "biber" ("Trank"), da Bier zuerst in den Klöstern gebraut wurde. Möglich ist zudem auch eine Verwandtschaft mit dem germanischen Wort "beuza" - es beschreibt das "Aufschäumende" und "Blasenwerfende".

Die lange Tradition der Biergärten
Die Biergärten haben eine lange Tradition in der Münchner Gastronomiekultur. Sie entstanden bereits im 16. Jahrhundert, als Bier vorwiegend noch mit untergäriger Hefe gebraut wurde. Da das Bierbrauen somit nur in den kalten Monaten zwischen Ende September und Ende April möglich. Da es zudem auch noch keine Pasteurisierung gab, entstanden Biergärten entstanden häufig unter Baumpflanzungen. Diese wurden über den Bierkellern angepflanzt, um eine Kühlung des Bieres zu gewährleisten. Traditionelle Biergärten werden vom Gaststättenrecht bezüglich des Lärmschutzes privilegiert. Begründet wird dies mit einer besonderen Bedeutung der Biergärten, weil diese "wichtige soziale und kommunikative Funktionen" erfüllen würden. Außerdem dürfen Gäste im Biergarten selbst mitgebrachte Speisen verzehren, Getränke sind aber nur beim Betreiber des Biergartens zu erwerben. Rechtliche Grundlage dafür ist die Bayerische Biergartenverordnung von 1999. Heute sind Biergärten ein fester Bestandteil des sozialen Lebens in München. Typisch für sie ist die sogenannte "Biergarnitur". Der größte Biergarten Münchens ist mit etwa 8.000 Plätzen der Hirschgarten.

Größtes Volksfest der Welt - Das Oktoberfest
Bierdurst und Bierdunst sind alljährlich auch auf dem Oktoberfest zu finden. Früher waren diese Feste in Bayern keine Seltenheit, um das neue Märzenbier vor der neuen Biersaison aufzubrauchen. Das erste große Münchner Oktoberfest hatte jedoch einen anderen Anlass, nämlich die Hochzeit von Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese von Sachsen-Hilburghausen am 17. Oktober 1810. Aus diesem Grund veranstaltete der Bankier und Major Andreas Michael Dall'Armi fünf Tage zuvor - am 12. Oktober 1810 - auf einer Wiese vor den Stadtmauern von München ein großes Pferderennen. Seitdem heißt das Gelände auch Theresienwiese, woher auch die mundartliche Bezeichnung "Wiesn" für das Oktoberfest stammt.

Vier Jahre nach der Proklamation des Königreiches Bayern, dem nun auch große Teile Schwabens und Frankens angehörten, sollte mit dem Fest das Gemeinschaftsgefühl der Neubayern sowie die Ausrichtung auf die Residenzstadt München und die Wittelsbacher fördern. Bei der Ur-Wiesn 1810 gab es noch keine geschlossenen Zelte, sondern nur offene Buden aus Brettern. Die Maß braunes Kellerbier kostete drei Kreuzer und drei Pfennige - und Rauchen im Bierzelt war noch kein Thema. Nach Abschluss der Hochzeitsfeierlichkeiten sollte das Fest nun jedes Jahr wiederholt werden. Das Königshaus übertrug dem "Landwirthschaftlichen Verein" die Aufgabe, ein "Nationalfest" zu organisieren.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte es sich immer mehr zum Volksfest; zudem wurde es wegen des Altweibersommers auf den September vorverlegt, so dass nur das letzte Wochenende noch im Oktober liegt. Sogab es bereits 1818 das erste Karussell und zwei Schaukeln - zudem kamen Kegelbuden und verschiedene Spielangebote auf wie Sacklaufen oder Wagenradlaufen. Die ersten Bierburgen wurden 1896 von unternehmungslustigen Wirten aufgestellt. Die Pferderennen als ältester Bestandteil des Volksfest wurden jedoch 1938 aus organisatorischen Gründen eingestellt und erst zum 200-jährigen Jubiläum der Wiesn 2010 wiederbelebt.

Mittlerweile fanden 183 Oktoberfeste statt - rund zwei Dutzend mal musste das Volksfest aber wegen Seuchen, Kriegen und Inflation ausfallen. In den Jahren 1854 und 1873 wurde es wegen Cholera abgesagt. Auch in den Kriegs- und Nachkriegsjahren gab es keine Oktoberfeste - so feierte man während des Ersten Weltkrieges von 1914 bis 1918 keine Wiesn. Nach dem Sturz der Monarchie und der Niederschlagung der Münchner Räterepublik fanden 1919 und 1920 nur zwei kleine Herbstfeste statt, die jedoch nicht als Oktoberfest zählen. In den Jahren 1923 und 1924 fiel die Wiesn wegen der Inflation aus. Auch während des Zweiten Weltkrieges (1939-1945) fiel das Oktoberfest aus. Nach 1946 entwickelte sich die Wiesn jedoch sehr rasch zum Publikumsmagneten - bereits 1950 kamen rund fünf bis sechs Millionen Besucher.

Heute zieht es jährlich fast sechs Millionen Besucher an. Dabei kommen die Gäste auch immer zahlreicher aus dem Ausland - insbesondere aus Italien, Japan, den USA und Australien. Für das Oktoberfest brauen die Münchner Brauereien zudem ein spezielles Bier ("Wiesn Märzen") mit mehr Stammwürze und mit höherem Alkoholgehalt. Jährliche Highlights des Oktoberfestes sind der Einzug der Wiesnwirte, um das Fest zu eröffnen, sowie der Trachten- und Schützenzug. Die teilnehmenden Vereine und Gruppen kommen größtenteils aus Bayern, aber auch aus anderen deutschen Bundesländern, Österreich, der Schweiz, Norditalien und aus anderen europäischen Ländern.

Mit bis zu 9.000 Teilnehmern und einer Länge von etwa sieben Kilometern gilt der Trachtenumzug zudem als einer der größten der Welt. So gab es bereits 1818 das erste Karussell und zwei Schaukeln - zudem kamen Kegelbuden und diverse Spielangebote wie Sacklaufen oder Wagenradlaufen auf. Seit 1896 stellten unternehmungslustige Wirte die ersten Bierburgen auf. Die Pferderennen als ältester Bestandteil des Volksfestes wurden 1938 schließlich aus organisatorischen Gründen eingestellt und erst zum 200-jährigen Jubiläum des Volksfestes 2010 wiederbelebt.

Das Oktoberfest ist heute als größtes Volksfest der Welt ein einziger Superlativ und bedeutender Wirtschaftsfaktor. Die wichtigsten Zahlen im Überblick:

  • Jährlich kommen rund sechs Millionen Besucher auf die Wiesn. Der Rekord lag bei 7,1 Millionen im Jahr 1985. Mehr Gäste möchte die Stadt München jedoch nicht anlocken - da es sonst zu eng wird. Beim 184. Oktoberfest 2018 kamen etwa 6,3 Millionen Gäste aus aller Welt. Dabei wurden 7,5 Millionen Maß Bier getrunken sowie 124 Ochsen und 48 Kälber verzehrt.
  • Das Wiesn-Gelände ersteckt sich auf einer Fläche von 34,5 Hektar. An besucherstarken Tagen drängen sich etwa 400.000 Menschen auf dem Areal. Für allzu menschliche Bedürfnisse bieten die Toiletten auf dem Areal rund 1.400 Sitzplätze, etwa 880 Meter Stehplätze und 31 behindertengerechte stille Örtchen.
  • Gigantisch sind auch die Bierzelte - das größte ist das Hofbräuzelt mit 10.000 Sitzplätzen inklusive Biergarten. Zudem ist der Trachten- und Schützenzug mit bis zu 9.000 Teilnehmern und sibene Kilometern einer der größten der Welt. Eröffnet wid das Oktoberfest durch den Fassanstich, der vom Münchner Oberbürgermeister durchgeführt wird. Die Bestmarke liegt bei zwei Schlägen - Rekordhalter ist das frühere Stadtoberhaupt Christian Ude (2005, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012 und 2013). Erstmals zum Schlegel griff der damalige Oberbürgermeister Thomas Wimmer im Jahre 1950 - damals benötigte er noch 19 Schläge. Traditionell erhält der bayerische Ministerpräsident die erste Maß. Danach werden auch in den anderen Bierzelten die ersten Fässer angezapft und Bier an die Wiesnbesucher ausgeschenkt.
  • Auch für die Umwelt wird auf den Wiesn einiges getan: Demnach sind der Restmüll und Wasserverbrauch um ein Vielfaches gesunken. Dennoch liegt der Jahresverbrauch bei etwa drei Millionen Kilowattstunden. Dies entspricht dem Jahresverbrauch von etwa 1.200 Haushalten. Der Restmüll liegt bei gut 900 Tonnen - die Speisereste und Knochen liegen bei etwa 410 Tonnen.
  • Allein 2018 wurden 2.885 Fundstücke gezählt - darunter 840 Ausweise, 350 Kleidungsstücke, 460 Geldbörsen, 350 Smartphones und Handys, 300 Schlüssel, 140 Brillen, 130 Schmuckstücke und Uhren. Zudem wurden zwei Eheringe und ein Gebiss gefunden.

Trauriger Höhepunkt war jedoch das Oktoberfestattentat am 26. September 1980: Bei einem Terroranschlag mit rechtsextremen Hintergrund kamen 13 Menschen ums Leben - 211 Besucher wurden teils schwer verletzt. Der Anschlag gilt bis heute als schwerster Terrorakt der deutschen Nachkriegsgeschichte. Dennoch findet das Oktoberfest heute weltweit zahlreiche Kopien - derzeit werden mehr als 2.000 Nachahmer gezählt mit steigender Tendenz. Einer der größten Ableger ist das Oktoberfest in der brasilianischen Großstadt Blumenau. Auch aus Japan, Russland, Vietnam, Bahrain oder Hawaii und selbst in der Antarktis wurden schon Ableger des Bierfestes gemeldet.

Münchner Wahrzeichen - Das Hofbräuhaus
Ebenfalls weltberühmt und eines der Münchner Wahrzeichen ist das Hofbräuhaus am Platzl. Seine Geschichte reicht zurück bis zum 27. September 1589 als Herzog Wilhelm V. von Bayern (1579-1597) den Bau des Hauses als Brauerei für den Hof und dessen Bediensteten in Auftrag gab. Der Zweck des Hofbräuhauses war zunächst, mit der Produktion von Braunbier die Ausgaben des Hofes zu senken. Im Jahre 1828 gestattete König Ludwig I. von Bayern (1825-1848) die "Gastung": so war es fortan erlaubt, die Bevölkerung im Hofbräuhaus zu bewirten. 1844 wurde der Bierpreis deutlich unter das damals übliche Niveau, um dem "Militär und der arbeitenden Klasse einen gesunden und wohlfeilen Trunk zu bieten".

Mit dem zunehmenden Tourismus in München erfreute sich das Hofbräuhaus auch steigender Beliebtheit bei den Besuchern aus aller Welt. Von seiner Gründung an war es im Besitz der bayerischen Herrscher, zunächst Herzöge, später Kurfürsten. Seit 1852 gehört das Hofbräuhaus dem bayerischen Staat. Übrigens: Das älteste noch bestehende Gasthaus Münchens ist die Hundskugel, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1440 zurückreichen.

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Dies und das - was man über München noch wissen sollte

Der meteorologische Luftgeist Föhn
Er gilt als Luftikus, Streuner oder fiebriger Geselle - der Föhn. Dabei handelt es sich bei ihm lediglich um ein meteorologisches Wetterphänomen: Fällt der Luftdruck am Nordrand der Alpen unter jenen am Südrand, entsteht durch die Saugwirkung ein warmer und trockener Fallwind. Die im Süden aufsteigende feuchte Luft strömt nordwärts und regnet sich über den Alpen ab. Die Schlechtwetter-Wolken werden schließlich vom Föhn verdrängt - die verbliebenen Streifenwolken an einem fiebrig blauen Himmel erzeugen die klarste Fernsicht. Bei vielen Menschen erzeugt diese Wetterlage nicht selten die Föhnkrankheit - zu den bekanntesten Symptomen gehören Herz- und Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen, Unruhe, Nervosität, Schlafstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten. Ob es sich dabei um eine eigene Krankheit oder lediglich um eine Form von Wetterfühligkeit handelt, ist heute umstritten.

Mit Flugblättern gegen den Nazi-Terror
Die Weiße Rose wurde im Juni 1942 gegründet und zählt zu bedeutendsten Widerstandsgruppen gegen den Nationalsozialismus. Am 18. Februar 1943 setzte die Gruppe ein mutiges Zeichen gegen den Terror des NS-Regimes, als die Geschwister Scholl in der Münchner Universität Hunderte von Flugblättern gegen das NS-Regime. Bis heute gelten die Geschwister als bedeutende Symbolgestalten eines an humanistischen Werten orientierten deutschen Widerstands gegen den Nationalsozialismus. In Erinnerung an die mutige Aktion der Widerstandsgruppe wird seit 1980 der Geschwister-Scholl-Preis verliehen.

Dachau - Das erste KZ der NS-Diktatur
Das ehemalige KZ Dachau liegt etwa 20 Kilometer nordwestlich von München. Es war das erste große und dauerhaft angelegte Konzentrationslager während der Diktatur des Nationalsozialismus. Bereits wenige Wochen nach der "Machtergreifung" Adolf Hitlers wurde das KZ am 22. März 1933 errichtet. Die ersten Gefangenen waren politische Gegner des NS-Regimes - später folgten Kriminelle, engagierte Christen, Sinti und Roma, Homosexuelle sowie vor allem Juden. Zwischen 1933 und 1945 waren im Dachauer KZ sowie seinen 140 Außenstellen mehr als 200.000 Menschen aus ganz Europa inhaftiert.

Als das Lager am 29. April 1945 von US-Truppen befreit wurde, waren noch mehr als 30.000 Häftlinge aus 31 Nationen in den Baracken eingepfercht. Nach der Befreiung des KZ Dachau inhaftierten die Alliierten bis 1948 im Internierungslager Dachau ehemalige Angehörige der SS und der Waffen-SS sowie frühere Funktionäre der NSDAP. Heute befindet sich auf dem Gelände die KZ-Gedenkstätte Dachau.

Vom Künstlermekka zum Szeneviertel
Einst galt Schwabing als bedeutendes Mekka für zahlreiche bekannte Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts. Am 29. Dezember 1886 zur Stadt erhoben, wurde Schwabing im Jahre 1890 in die damalige Residenzstadt München eingemeindet. Dank des hervorragenden Rufs der Akademie der Bildenden Künste war Schwabing bereits um die Wende des 19. und 20. Jahrhunderts ein Mekka für zahlreiche bedeutende Künstler. In den Künstlerkneipen verkehrten unter anderem Maler wie Paul Klee oder die Mitglieder der Künstlervereinigung "Der Blaue Reiter". Auch bedeutende Dichter und Schriftsteller wie Ludwig Ganghofer, Thomas Mann, Bertholt Brecht oder Ludwig Thoma lebten und arbeiteten in Schwabing. Heute zählt der größte Münchner Stadtteil zu den bedeutendsten Szenevierteln der bayerischen Landeshauptstadt.

Ein Mönch und ein "Kindl"
Der Mönch gilt seit jeher der zentrale Bestandteil des Münchner Stadtwappens, da sich zudem der Name der Stadt vom Begriff "Mönch" ableitet. So wird auf dem Wappen ein Mönch mit einer golden bordierten, schwarzen Kutte, sowie mit Kapuze und roten Schuhen dargestellt. In der linken Hand hält er ein rotes Buch, die rechte ist erhoben, Daumen, Zeige- und Mittelfinger sind ausgestreckt. Aus dem Stadtwappen Münchens leutete sich im Laufe der Zeit auch das sogenannte "Münchner Kindl". Verschiedene Künstler hatten das Wappen seit dem 16. Jahrhundert immer wieder verändert und den Mönch zunehmend als Kind dargestellt. In den 1920er-Jahren wurde aus dem Jungen schließlich ein Mädchen.

Seit 1972 wird vom Festring München e. V. jedes Jahr ein Münchner Kindl berufen, dass zwischen 20 und 29 Jahre alt sein sollte. Der Festring organisiert den Einzug der Wiesnwirte sowie den Trachtenzug des Oktoberfestes. Das Münchner Kindl führt den Einzug der Wiesnwirte des Münchner Oktoberfestes an und steht neben dem Oberbürgermeister von München, wenn er das Oktoberfest mit einem "O'zapft is!" eröffnet. Es stammt aus den Reihen der Münchner Wiesn-Wirte, Schausteller und Brauereien. Das Münchner Kindl gilt auch als die "Botschafterin" der Stadt. Fremdsprachenkenntnisse, gute Umgangsformen, sowie großes Hintergrundwissen über München und Bayern sind daher von Vorteil.

Die "gute alte Zeit" des Märchenkönigs
Er ist wohl der berühmteste und bekannteste der bayerischen Monarchen: König Ludwig II. von Bayern (1845-1886). Zahlreiche Lieder ranken sich noch heute um das Leben und den Tod des Wittelsbachers. Der bayerische Geheimbund der "Guglmänner" versteht sich noch heute als Hüter der bayerischen Monarchie und hält auch die Verschwörungstheorien um Ludwigs Tod am 13. Juni 1886 am Leben. Während Ludwig II. zu Lebzeiten vor allem nach einem mystisch geprägten Idealbild eines christlichen Königtums strebte, zeigte er während seiner Regierungszeit kaum praktisch-politische Initiative. So hat sich Ludwig II. in der bayerischen Geschichte vor allem als leidenschaftlicher Schlossbauherr ein Denkmal gesetzt, weshalb er volkstümlich auch als "Märchenkönig" bezeichnet wird.

Das wohl berühmteste Bauwerk ist heute das idyllisch in den Bergen gelegene Schloss Neuschwanstein. Rund 1,3 Millionen Besucher besichtigen jedes Jahr das Märchenschloss bei Füssen. Schloss Linderhof bei Oberammergau ist das kleinste von Ludwigs Schlössern. Es ist zudem das einzige, das noch zu seinen Lebzeiten vollendet wurde. Die besondere Attraktion ist die Venusgrotte - eine künstlich angelegte Tropfsteinhöhle mit einem Wasserfall und See. Schloss Herrenchiemsee gilt als Abbild des Schlosses von Versailles auf der Herreninsel - der größten Insel des Chiemsees - und sollte ein Denkmal für den französischen Sonnenkönig Ludwig XIV. werden. Im Königshaus am Schachen verbrachte Ludwig II. seine Geburtstage in der Abgeschiedenheit des Wettersteingebirges. Heute ruht der bayerische Monarch in der Fürstengruft der Münchner Jesuitenkirche St. Michael.

Marienverehrung in Bayern
Die Verehrung der Gottesmutter Maria als Schutzheilige Bayerns ("Patrona Bavariae") reicht bereits mehrere Jahrhunderte zurück. Eingeführt wurde sie zwar von Herzog Maximilian I. von Bayern (1597-1651), allerdings dürfte sie jedoch deutlich älter sein. Ein besonderes Symbol der Marienverehrung in München ist die im Jahre 1638 errichtete Marienäule. So werden heute jeden Samstag dort der Rosenkranz gebetet und Prozessionen abgehalten.

Der Marien-Wallfahrtsort Altötting - etwa 90 Kilometer östlich von München entfernt - gilt heute als geistliches Zentrum Bayerns und als Mittelpunkt bayerischer Volksfrömmigkeit. Die oberbayerische Stadt im Alpenvorland mit über 12.000 Einwohnern hat sich größten Pilgerstätte im deutschsprachigen Raum entwickelt. Rund eine Million Gläubige pilgern jährlich zur Gnadenkapelle mit der Schwarzen Madonna. Die Marienverehrung in Altötting beruht auf zwei Zwischenfälle in den Jahren 1489 und 1490, als ein dreijähriger Junge ertrank und ein weiterer von einem Wagen überfahren wurde. Die Eltern sollen daraufhin die Muttergottes angerufen haben, worauf den Jungen wieder das Leben geschenkt wurde.

In den überwiegend katholischen Gegenden Bayerns und im Saarland ist der 15. August ein gesetzlicher Feiertag, an dem Mariä Himmelfahrt begangen wird. Der Legende nach war dies der Todestag der Mutter Gottes. Im Jahre 1950 verkündete Papst Pius XII. (1939-1958) das Dogma "von der ganzmenschlichen Aufnahme Mariens in den Himmel". Der Überlieferung nach stieg der Leichnam Marias in den Himmel auf - ihre Kleider blieben im Sarkophag und werden heute noch als Reliquien in großen Gotteshäusern gezeigt.

Andere Legenden berichten hingegen, dass die Apostel das Grab Marias öffneten und statt ihres Leichnams darin Blüten und Kräuter fanden. Aus diesem Grund wird in der katholischem Grund seit Jahrhunderten an diesem Tag auch eine Kräzerweihe zelebriert, die aus sieben Kräutern bestehen - symbolisch für die sieben Sakramente und die sieben Schmerzen Marias. Auf dem Dachboden aufgehängt, sollen die Kräuter gegen Krankheitenhelfen sowie vor Gewittern und Blitzschlag schützen. In Deutschland wurde Mariä Himmelfahrt im 8. Jahrhundert eingeführt. Seit dem 13. Jahrhundert ist die Himmelfahrt der Mutter Gottes eine häufig verwendete Szene in der Kunst.

München und seine olympische Geschichte
Nach Berlin 1936 war München der Gastgeber der Olympischen Sommerspiele 1972. Im Gegensatz zu den Spielen von 1936 wollte man in München heitere und offene Spiele ohne politischen Charakter organisieren. Überschattet wurden sie letzlich aber vom Olympia-Attentat, bei dem 17 Menschen ums Leben kamen. Dennoch gingen die Spiele weiter, die vor allem die Handschrift von Organisationspräsident Willi Daume trugen. Geschichte schrieben die Spiele außerdem mit dem bunten Dackel "Waldi" - dem ersten offiziellen Olympia-Maskottchen. Die Gesamtkosten für die Spiele betrugen 1,972 Milliarden D-Mark (985 Millionen Euro).

Am 8. Dezember 2007 beschloss der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) einstimmig die Bewerbung Münchens für die Olympischen Winterspiele 2018. Mit der erneuten Nutzung der alten Olympia-Sportstätten und klimaneutralen Konzepten sollten zudem neue ökologische Maßstäbe gesetzt werden. Basierend auf einem "2-Cluster-Konzept" waren die Eiswettbewerbe in der bayerischen Landeshauptstadt geplant. Die übrigen Wettbewerbe sollten hingegen am Fuße der Zugspitze durchgeführt werden.

Insgesamt sahen die Pläne Ausgaben über 2,85 Milliarden Euro vor. Neben Organisationskosten von 1,3 Milliarden Euro wurden die dauerhaften Investitionen mit 1,55 Milliarden Euro beziffert - finanziert von der öffentlichen Hand und Privatinvestoren. Letztlich entschied sich das Internationale Olympische Komitee (IOC) am 6. Juli 2011 jedoch für den südkoreanischen Mitbewerber Pyeongchang.

Diskussionsforum für die Politprominenz
Die Münchner Sicherheitskonferenz gilt als weltweit wichtigstes und größtes Treffen seiner Art zur internationalen Sicherheitspolitik. Drei Tage lang diskutieren Staats- und Regierungschef, Sicherheitspolitiker sowie Vertreter von Militär, Rüstungsindustrie und Wissenschaft im Hotel Bayerischer Hof über aktuelle Sicherheitsthemen. Da die Teilnehmer keine Beschlüsse fassen, kann auf dem Podium oder in geschlossener Runde vergleichsweise offen diskutiert werden.

Das Treffen ging aus der sogenannten Wehrkundetagung hervor, die 1962 von deutschen Verleger Ewald von Kleist ins Leben gerufen wurde. In den ersten Jahren stand zunächst das Ost-West-Verhältnis auf der Tagesordnung. Nach dem Ende des Kalten Krieges wurde sie in "Sicherheitskonferenz" umbenannt sowie für die früheren Ostblock-Staaten und Teilnehmer aus Asien geöffnet. Zudem wurde die Veranstaltung auch um Themen wie Energieversorgung, Finanzpolitik oder Cyberkriminalität erweitert.

Die Münchner Sicherheitskonferenz im Überblick

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Literaturtipps

Amadeus Danesitz, Astrid Dobmeier und Karl Forster:
Marco Polo Reiseführer München.
Mairdumont 2016
Preis: € 12,99
ISBN-10: 3829728433
ISBN-13: 978-3829728430

Amadeus Danesitz:
Marco Polo Beste Stadt der Welt - München 2018.
Mairdumont 2017
Preis: € 14,95
ISBN-10: 3829708777
ISBN-13: 978-3829708777

Markus Birk und Thomas Hartmann:
Biergartenguide 2018: Münchens schönste Biergärten.
Birk & Hartmann Print 2017
Preis: € 19,90
ISBN-10: 3945808030
ISBN-13: 978-3945808030

Eva-Maria Bast und Heike Thissen:
Münchner Geheimnisse: 50 Spannende Geschichten aus der Weltstadt mit Herz.
Bast, Eva-Maria 2015
Preis: € 14,90
ISBN-10: 3981679679
ISBN-13: 978-3981679670

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