Weitere Länderinformationen

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Afrika

Südsudan

Südsudan Der Südsudan ist derzeit der jüngste Staat des afrikanischen Kontinents. Die ehemals autonome Region des Sudan wurde am 9. Juli 2011 unabhängig. Bereits 1821 geriet das Gebiet während der türkisch-ägyptichen Herrschaft unter den Einfluss des nördlichen Nachbarn. Im Gegensatz zum islamisch geprägten Norden bekennt sich die Bevölkerung des Südsudan mehrheitlich zum Christentum und Naturreligionen. 1983 kam es zum Bürgerkrieg zwischen dem nördlichen und südlichen Landesteil, der erst 2005 mit einem Friedensabkommen beendet wurde. Hunger und Armut sind aber immer noch weit verbreitet. Allerdings verfügt der Südsudan über reiche Erdöl-Vorkommen.

Guinea

Guinea Guinea ist eine Präsidialrepublik in Westafrika. Hauptstadt des Landes ist Conakry. Die Bevölkerung besteht aus etwa 20 Ethnien; vorherrschende Religion ist der Islam. Ende des 19. Jahrhunderts wurde Guinea Teil der Kolonie Französisch-Westafrika. 1958 entschied es sich als einzige französische Kolonie in Afrika in einer Volksabstimmung für die Unabhängigkeit. Heute gehört Guinea zu den ärmsten und industriell unterentwickelsten Staaten der Erde. Die Analphabetenquote liegt derzeit bei etwa 56 Prozent. Dennoch ist Guinea reich an Bodenschätzen, darunter Bauxit, Diamanten und Gold.

Guinea-Bissau

Guinea-Bissau Guinea-Bissau ist eine präsidiale Republik im westlichen Afrika. Hauptstadt des Landes ist Bissau. Vor der Kolonialisierung durch die Portugiesen gehörte das Gebiet zunächst zum Königreich Mali. Im Jahre 1446 wurde es Teil von Portugiesisch-Guinea. 1974 wurde Guinea-Bissau unabhängig. In der Folgezeit lehnte es sich außenpolitisch zunächst eng an die Sowjetunion. Mit dem Ende des Ostblocks löste sich Guinea-Bissau jedoch von seiner sozialistischen Wirtschaftspolitik und Einparteienherrschaft. Heute gehört es wirtschaftlich zu den zehn ärmsten Ländern der Welt. Eine eigenständige Industrie gibt es nicht.

Gabun

Gabun Gabun ist eine präsidiale Republik im westlichen Zentralafrika. Hauptstadt des Landes ist Libreville. Die Bevölkerungsmehrheit besteht aus verschiedenen Bantu-Völkern. Etwa 65 Prozent bekennt sich zum Christentum. Im 15. Jahrhundert entstand auf diesem Gebiet der Bantu-Staat Loango. 1839 wurde das Gebiet zunächst ein Teil der Kolonie Französisch-Äquatorialafrika, 1910 wurde es als eigenständige Kolonie wieder ausgegliedert. Seine Unabhängigkeit erhielt Gabun schließlich im Jahre 1960. Heute ist Gabun einer der rohstoffreichsten Staaten Afrikas. Zudem gehört es zu den größten Tropenholz-Exporteuren Afrikas.

Äquatorial-Guinea

Äquatorial-Guinea Äquatorial-Guinea ist eine präsidiale Republik im westlichen Afrika mit der Hauptstadt Malabo. Neben Dänemark gehört es zu den zwei Staaten der Welt, deren Hauptstädte auf einer Insel liegen, obwohl sie einen Festlandanteil besitzen. Um 1500 geriet das Gebiet unter portugiesische Kolonialherrschaft. Im Jahre 1778 wurde es an Spanien abgetreten und damit die einzige spanische Kolonie im subsaharischen Afrika. Kurz nach seiner Unabhängigkeit 1968 errichtete Macías Nguema eine der blutigsten Diktaturen Afrikas. Seit 1979 ist Äquatorial-Guinea eine Militärdiktatur unter der Herrschaft Teodoro Obiang Nguema Mbasogos.

Republik Kongo

Republik Kongo Die Republik Kongo ist eine präsidiale Republik in Zentralafrika mit der Hauptstadt Brazzaville. Die Bevölkerung besteht ausschließlich aus Bantu-Völkern. Im 15. Jahrhundert wurde das Mündungsgebiet des Kongo erstmals von Europäern erforscht. Ende des 19. Jahrhunderts geriet und unter französische Herrschaft und wurde später ein Teil von Französisch-Äquatorialafrika. Seit 1960 ist die Republik Kongo unabhängig. Trotz großer Erdölressourcen gibt es noch immer Massenarbeitslosigkeit und eine weit verbreitete Korruption. Hinzu kommen eine hohe Außenverschuldung und ein hoher Importbedarf.

Tschad

Tschad Der Tschad ist eine Präsidialrepublik im nördlichen Zentralafrika mit der Haupstadt N'Djamena. Die Bevölkerung setzt sich aus über 200 Ethnien zusammen, die mehr als 100 Sprachen und Dialekte sprechen. Etwa die Hälfte bekennt sich zum Islam, die beiden anderen Viertel zum Christentum und zu Naturreligionen. Nach französischer Kolonialherrschaft wurde der Tschad am 11. August 1960 in die Unabhängigkeit entlassen. Durch die weit verbreitete Korruption, Bürgerkriege und Dürre zählt das Land heute zu den ärmsten der Welt. Etwa 80 Prozent der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze.

Zentralafrikanische Republik

Zentralafrikanische Republik Die Zentralafrikanische Republik ist eine Präsidialrepublik im mittleren Afrika. Hauptstadt des Landes ist Bangui. Die ursprüngliche Bevölkerungsgruppe der Pygmäen ist heute fast ausgestorben. Stattdessen dominieren heute vor allem die Bantu, Sara und Azande-Völker. Etwa 55 Prozent bekennen sich zu indigenen Religionen. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Land Teil der Kolonie Französisch-Äquatorialafrika. 1960 wurde es als Republik unabhängig, Ende der 1970er-Jahre wurde das Land durch den Despoten Jean-Bédel Bokassa in eine Monarchie umgewandelt. Heute gehört die Zentralafrikanische Republik zu den ärmsten Ländern der Welt.

Dschibuti

Dschibuti Dschibuti ist eine Präsidialrepublik in Nordostafrika mit der gleichnamigen Hauptstadt. Die Bevölkerung besteht zu 60 Prozent aus Issa-Somali und zu 35 Prozent aus Afar, zwischen denen es beträchtliche Spannungen gibt. Die große Mehrheit bekennt sich zum Islam. Zunächst geriet das Land unter die Herrschaft arabischer Sultane, bevor es im 19. Jahrhundert unter französische Kolonialherrschaft fiel. 1977 erhielt Dschibuti seine staatliche Unabhängigkeit. Wirtschaftlich ist es heute noch heute stark unterentwickelt. Eine Sozialgesetzgebung gibt es nicht, das Gesundheitssystem ist nur unzureichen entwickelt.

Somalia

Somalia Somalia ist ein Staat im äußersten Osten des Kontinents am Horn von Afrika. Hauptstadt des Landes ist Mogadischu. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Gebiet als Britsch- und Italienisch-Somaliland kolonialisiert. Am 1. Juli 1960 wurden beide Kolonien gemeinsam als Somalia unabhängig. 1969 errichtete Siad Barre ein diktatorisches Regime, dass 1991 gestürzt wurde. Seitdem befindet sich das Land im Bürgerkrieg. Bis heute hat Somalia keine funktionierende Regierung. Die derzeitige Übergangsregierung ist kaum anerkannt. Zudem sind Somaliland und Puntland faktisch unabhängig. Daher gilt Somalia heute oft als "gescheiterter Staat".

Komoren

Komoren Die Komoren sind ein förderaler Inselstaat im Indischen Ozean östlich von Afrika. Die Hauptstadt ist Moroni. Die Komorer sind eine Mischbevölkerung aus Arabern, Madagassen, Bantu, Indern und Indo-Melanesiern. Daneben gibt es eine kleine europäische Minderheit. Nach persischer und arabischer Besiedlung gründeten die Europäer im 16. Jahrhundert erste Niederlassungen. Im 19. Jahrhundert gerieten die Inseln unter französische Kolonialherrschaft. Seit 1975 sind die Komoren unabhängig, politisch jedoch instabil. Heute sind sie eine islamische Bundesrepublik. Wirtschaftlich gehören die Komoren zu den ärmsten Staaten der Welt.

Malawi

Malawi Malawi ist eine präsidiale Republik im südöstlichen Afrika mit der Hauptstadt Lilongwe. 1891 wurde es ein britisches Protektorat, das 1907 in die Kolonie Njassaland umgewandelt wurde. 1953 wurde es Teil der Zentralafrikanischen Föderation. Am 6. Juli 1964 erlangte Malawi seine Unabhängigkeit. Wirtschaftlich gehört das Land zu den ärmsten der Welt. Etwa 24 Prozent der Männer sind Analphabeten, bei den Frauen sind es sogar 51 Prozent. 80 Prozent der Einwohner Malawis bekennen sich zum Christentum und etwa zwölf Prozent zum Islam - dem höchsten Anteil im südlichen Afrika.

Mosambik

Mosambik Mosambik ist eine präsidale Republik in Südostafrika mit der Hauptstadt Maputo. Die Bevölkerung besteht aus etwa 78 Ethnien mit über 40 Sprachen, etwa 50 Prozent sind Anhänger afrikanischer Naturreligionen. Bevor die Europäer das Gebiet entdeckten, siedelten dort Araber, die Handel zwischen Afrika und Indien betrieben. Nach dem 15. Jahrhundert geriet Mosambik unter portugiesischen Enfluss. Als portugiesische Kolonie diente es als Rohstofflieferant für das Mutterland. Nach der Unabhängigkeit 1975 kam es zu einem 16-jährigen Bürgerkrieg. Heute ist Mosambik trotz großer Rohstoffreserven von der Landwirtschaft geprägt.

Swasiland

Swasiland Swasiland ist eine Monarchie im Commonwealth of Nations mit der Hauptstadt Mbabane. Der zweitkleinste Staat des Kontinents ist die letzte absolute Monarchie Afrikas. Größte Bevölkerungsgruppe ist das Bantu-Volk der Swasi. Ende des 19. Jahrhunderts geriet das Land zunächst unter die Herrschaft der Buren, bevor es 1907 ein britisches Protekorat wurde. 1968 erlangte Swasiland seine Unabhängigkeit, seit 1977 spielt der König die dominierende Rolle in der Politik. Wirtschaftlich gehört Swasiland zu den ärmsten Staaten der Welt. Zudem ist die Rate der HIV-Infizierungen die höchste der Welt.


Amerika

Guatemala

Guatemala Guatemala ist eine präsidiale Republik in Zentralamerika. Der Landesname leitet sich von Cuauhtemallan ab, das "Land der Bäume" bedeutet. Nach der Eroberung durch die Spanier wurde Guatemala zunächst eine spanische Kolonie, bis es 1821 es seine Unabhängigkeit erhielt. Mehr als 50 Prozent der Guatemalteken sind euroäischer - vornehmlich spanischer - Abstammung. Weitere 40 Prozent der Bevölkerung sind indigener Abstammung, meist aus der Volksgruppe der Maya. Etwa 90 Prozent bekennen sich zum christlichen Glauben, wobei viele Rituale der Maya in die christliche Folklore des Landes eingeflossen sind.

St. Vincent und die Grenadinen

St. Vincent und die Grenadinen St. Vincent und die Grenadinen ist ein karibischer Inselstaat mit der Haupstadt Kingstown. Er umfasst neben St. Vincent die 32 Inseln der Grenadinen, die zu den Kleinen Antillen gehören. Neben Mulatten ist die Bevölkerung vor allem schwarzafrikanischer Herkunft. Etwa 80 Prozent bekennen sich zum Protestantismus. St. Vincent wurde am Sankt-Vinzenz-Tag des Jahres 1498 von Christoph Kolumbus entdeckt. 1783 fiel es an Großbritannien und blieb bis 1969 eine britische Kolonie. Seit 1979 ist es als parlamentarische Monarchie im Commonwealth of Nations unabhängig.

Grenada

Grenada Grenada ist ein Inselstaat in der Karibik mit der Hauptstadt St. George's. Die Insel wurde 1498 von Christoph Kolumbus entdeckt, aber nicht besiedelt wurde. Von 1674 bis 1763 war Grenada eine französische Kolonie. 1783 geriet es unter britischen Besitz und wurde 1877 Kronkolonie. Zwischen 1958 und 1962 gehörte Grenada zur Westindischen Föderation. Seit 1974 ist Grenada als parlamentarische Monarchie im britischen Commonwealth of Nations unabhängig. Etwa 95 Prozent der Einwohner sind afrikanischer Abstammung und nur ein kleiner Teil ist rein europäischer Herkunft.

Surinam

Surinam Surinam ist eine präsidiale Republik mit der Hauptstadt Paramaribo. Es ist das kleinste Land des südamerikanischen Kontinents. Surinam ist ethnisch und religiös sehr heterogen. Erstmals besiedelt wurde Surinam um 3000 v. Chr. von Indianern. Als erster Europäer entdeckte Christoph Kolumbus im Jahre 1498 das Gebiet. 1657 wurde das Gebiet eine niederländische Kolonie unter dem Namen Niederländisch-Guayana. Am 25. November 1975 erhielt Surinam seine Unabhängigkeit. Heute ist Surinam eine parlamentarische Republik. Wirtschaftlich gehört es zu den weltweit größten Bauxit-Förderern.

Guyana

Guyana Guyana ist eine präsidiale Republik in Südamerika und Mitglied des Commonwealth of Nations. Hauptstadt des Landes ist Georgetown. Die Bevölkerungsmehrheit besteht aus Indern, vorherrschende Volksreligion ist aber das Christentum. Im 17. Jahrhundert wurden in Guyana mehrere britische und niederländische Niederlassungen gegründet. 1831 wurde es als Britisch-Guayana eine britische Kronkolonie. Am 26. Mai 1966 erlangte es seine Unabhängigkeit, seit 1970 ist es eine Republik. Wirtschaftlich ist das Land heute vom Bergbau geprägt. So besitzt Guyana derzeit eines der weltweit größten Bauxit-Vorkommen.


Asien

Irak

Irak Der Irak ist ein arabischer Staat in Vorderasien mit der Hauptstadt Bagdad. Er umfasst den größten Teil "Zweistromlandes" Mesopotamien und zählt heute zu den Staten des Maschrek. Bereits im 4. Jahrtausend v. Chr. entstanden hier die ersten menschlichen Hochkulturen. Im 7. Jahrhundert entwickelte sich Bagdad zur führenden Metropole in der islamischen Welt; diese Periode wurde auch als "Blütezeit des Islam" bezeichnet. Nach osmanischer Herrschaft wurde der Irak 1920/21 als Monarchie unabhängig. Nach der Diktatur Saddam Husseins herrscht nach der US-Invasion 2003 im Irak faktisch ein Bürgerkrieg.

Tadschikistan

Tadschikistan Tadschikistan ist eine präsidiale Republik in Zentralasien. Hauptstadt des Landes ist Duschanbe. Etwa 80 Prozent der Bevölkerung sind Tadschiken - ein iranisches Volk, das kulturell, sprachlich und ethnisch eng mit den Persern verwandt ist. Seit dem 8. Jahrhundert ist der Islam die vorherrschende Religion. In der Geschichte stand das Land abwechselnd unter der Herrschaft von Persern und Hunnen. Im Mittelalter gehörte es zum Kaiserreich Persien, nach 1868 zu Russland. 1929 wurde Tadschikistan eine Sowjetrepublik innerhalb der Sowjetunion. Seit 1991 ist es eine unabhängige Republik und gehört zu den ärmsten Ländern der Welt.

Brunei

Brunei Brunei ist eine absolute Monarchie in Südostasien. Hauptstadt ist Bandar Seri Begawan. Das Land liegt im Norden der Insel Borneo, rund 67 Prozent der Bevölkerung sind Malaiien. Staatsreligion ist der Islam. Seine Blütezeit und größte Ausdehnung hatte Brunei vom 15. bis 17. Jahrhundert. 1888 wurde es ein britisches Protektorat, seit 1984 ist Brunei wieder unabhängig. Die Wirtschaft des Landes profitiert von den enormen Erdgas- und Erdölvorkommen, die ihm eines der höchsten Bruttosozialprodukte der Dritten Welt bescherte. Sultan Hassanal Bolkiah gilt als einer der reichsten Männer der Welt.

Ost-Timor

Osttimor Die Demokratische Republik Timor-Leste ist eine Republik in Südostasien mit der Hauptstadt Dili. Die Bevölkerung setzt sich aus etwa 15 Ethnien zusammen, über 96 Prozent bekennen sich zum Katholizismus. Im 16. Jahrhundert fiel das Land unter portugiesische Kolonialherrschaft. 1975 rief Osttimor seine Unabhängigkeit aus, wurde aber nach wenigen Tagen von Indonesien annektiert. Nach jahrzehntelanger Besatzung kam Osttimor 1999 unter UN-Verwaltung. 2002 erlangte es als erster Staat im 21. Jahrhundert seine Unabhängigkeit.


Ozeanien

Kiribati

Kiribati Kiribati ist ein Inselstaat im Pazifik. Das Staatsterritorium erstreckt sich über eine Vielzahl von Inseln in Melanesien und Polynesien. Hauptstadt des Landes ist South Tarawa. Die Bevölkerung des Landses ist ethnisch sehr homogen - 99 Prozent sind Mikronesier. Im Jahre 1606 wurden die Inseln von den Portugiesen entdeckt, 1837 wurden sie von den Europäern ständig besiedelt. Ende des 19. Jahrhunderts geriet Kiribati unter britische Kolonialherrschaft. Seit 1979 ist der Inselstaat unabhängig. Kiribati verfügt über nur wenige natürliche Ressourcen. Wichtigste Einnahmequellen sind die Kopraproduktion, der Fischfang und der Anbau von Kokosnüssen.

Marshallinseln

Marshallinseln Die Republik Marshallinseln ist ein Inselstaat im Pazifischen Ozean. Hauptstadt des Landes ist Majuro. Das Land besteht aus zwei Inselketten, die wiederum aus etwa 1.150 Inseln bestehen. Sie wurden zunächst von den Melanesiern besiedelt. 1526 erreichten die Spanier die Inseln. 1885 wurden sie Teil der Kolonie Deutsch-Neuguinea. Nach dem Ersten Weltkrieg gehörten sie als UN-Treuhandgebiet zu den Vereinigten Staaten. 1979 wurden die Marshallinseln unabhängig, waren aber zunächst noch über ein Assoziierungsabkommen an die USA gebunden. Erst 1990 erhielten die Inseln auch formal ihre völlige Unabhängigkeit.

Mikronesien

Mikronesien Die Föderierten Staaten von Mikronesien sind ein Inselstaat im westlichen Pazifik. Hauptstadt des Landes ist Palikir. Als erste Europäer kamen die Portugiesen im 16. Jahrhundert nach Mikronesien. 1696 wurden sie von Spanien in Besitz genommen, 1899 an Deutschland verkauft. 1920 kamen sie als Völkerbundmandat an Japan, 1947 als UN-Treuhandgebiet an die USA. Seit 1979 ist Mikronsien als Bundesrepublik unabhängig. Sie besteht aus den Karolinen sowie den Staaten Chuuk, Kosrae und Pohnpei. Wirtschaftlich zählt Mikronesien zu den Entwicklungsländern.

Nauru

Nauru Nauru ist ein pazifischer Inselstaat mit der inoffiziellen Hauptstadt Yaren. Es ist der bevölkerungsmäßig drittkleinste und kleinste Flächenstaat der Erde. 1888 wurde die Insel von Deutschland annektiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es von Australien, Großbritannien und Neuseeland verwaltet. 1968 erlangte Nauru seine Unabhängigkeit. Wirtschaftlich profitierte es lange Zeit vom Abbau seiner Phosphatvorkommen. Als diese zur Neige gingen, verarmte der Staat jedoch zunehmend. Wegen der Gläubigerforderungen steht Nauru vor dem Bankrott und dem Verlust seiner Unabhängigkeit.

Palau

Palau Palau ist eine präsidiale Inselrepublik im Pazifischen Ozean. Hauptstadt des Landes ist Melekeok. Im 19. Jahrhundert kolonialisierten die Spanier die Inseln, 1899 wurden sie an Deutschland verkauft. Nach dem Ersten Weltkrieg gingen die Inseln als Völkerbundmandat an Japan, 1947 als UN-Treuhandmandat an die USA. 1978 stimmte die Bevölkerung Palaus für die Unabhängigkeit der Inseln. Nachdem Palau einen Assoziierungsvertrag mit den USA unterzeichnete, ist der Inselstaat auch offiziell unabhängig. Die USA sind weiterhin für die Verteidigungs- und Außenpolitik Palaus zuständig.

Salomonen

Salomonen Die Salomonen sind ein Inselstaat im südwestlichen Pazifik. Hauptstadt des Landes ist Honiara. Im Jahre 1560 wurde die Inselgruppe von den Spaniern entdeckt. Anfang des 19. Jahrhunderts wanderten die ersten europäischen Siedler und Missionare ein. 1899 fielen die Inseln an Großbritannien, 1978 wurden die Salomonen als parlamentarische Monarchie im Commonwealth of Nations unabhängig. Wirtschaftlich gehören sie zu den ärmsten Staaten Ozeaniens. Neben den großen Mineralvorkommen und landwirtschaftlichen Ressourcen ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig.

Tuvalu

Tuvalu Tuvalu ist eine parlamentarische Monarchie im Commonwealth of Nations. Hauptstadt ist Funafuti. Der Inselstaat im Pazifik besteht aus neun Inseln und ist flächenmäßig das vierkleinste Land der Erde. Im 16. Jahrhundert wurden die Inseln von den Spaniern entdeckt, 1892 wurden sie Teil des britischen Kolonialreiches. 1978 erhielten die einstigen Ellice-Inseln ihre staatliche Unabhängigkeit. Haupterwerbszweige sind die Landwirtschaft und Fischerei. Tuvalus Top-Level-Domain .tv wird gerne für die Internetauftritte von Fernsehsendern verwendet. Durch den Anstieg des Meeresspiegels droht Tuvalu jedoch der Untergang.


Kurzinfo: Arktis
Die Arktis ist eine meist eisbedeckte Land- und Meeresfläche rund um den geografischen Nordpol, der reich an Bodenschätzen ist. Insbesondere Erdöl, Erdgas, Kohle, Eisen, Silber, Zink und Gold sind hier vorhanden. Die fünf Anrainerstaaten streiten sich allerdings um das etwa 26 Millionen Quadratkilometer große Gebiet. Bereits in den 1920er-Jahren zog Kanada seine Grenzen bis zum Nordpol. Danach beanspruchten die ehemalige Sowjetunion, die USA mit Alaska, Dänemark mit Grönland und Norwegen mit Spitzbergen ihr "Tortenstück" von ihren Küsten bis zum Pol. Der größte Teil des Nordpolarmeeres wurde bis vor wenigen Jahren als internationales Gebiet angesehen. Nach dem Internationalen Seerechtsübereinkommen (UNCLOS) vom 10. Dezember 1982 können Staaten bei der UNO über ihre 200 Seemeilen reichende Wirtschaftszone hinaus Hoheitsrechte beantragen. In diesem "Juristischen Kontinentalschelf" ist die Ausbeutung von Rohstoffen erlaubt. Zudem wurde 1996 der Arktische Rat gegründet: Bei diesem handelt sich um ein zwischenstaatliches Forum, das einen Ausgleich zwis chen arktischen Anrainerstaaten und den indigenen Völkern finden soll. Zudem sollen der Klimaschutz und die Sicherheit in der Region gefördert sowie Forschungsvorhaben und Entwicklungsprojekte koordiniert werden.


Einen Überblick über die UNESCO-Weltkulturerbestätten in Afrika, Amerika sowie Asien und Ozeanien bietet Wikipedia.
Allgemeine Informationen gibt es bei den Wikipedia-Themenportalen für Mittel- und Südamerika.
Zusätzliche Informationen gibt es bei Schätze der Welt und bei Planet Wissen. Weiteres Wissenswertes gibt es hier.
Wichtige internationale Organisationen finden Sie hier. Hintergrundinformationen zu den Flaggen gibt es im Flaggenlexikon.

Wikipedia

Bildquellen:
Flaggen von Flaggen-Server und Wikipedia

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