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Wissenwertes rund um Köln


Köln ist nicht perfekt, aber vollkommen, es ist vollkommen Köln.
Heinrich Böll

Köln Köln - das ist nicht nur Dom, Kölsch und Karneval. Die Rheinmetropole ist auch für ihre offene und tolerante Lebensart bekannt. Sie ist ein Schmelztiegel verschiedenster ethnischer Gruppen, die der Stadt zudem auch einen kosmopolitischen Charakter verleihen. Als moderne Großstadt blickt Köln jedoch auch auf eine lange Geschichte zurück - immerhin liegen die Ursprünge der ältesten deutschen Großstadt bereits in vorchristlicher Zeit.

Seit dem Mittelalter ist die größte Stadt am Rhein das Ziel für Millionen von Pilgern, Touristen und Geschäftsleuten. Daher verwundert es auch nicht, dass sich die Domstadt im Laufe der Zeit zu einer bedeutenden Kunst- und Kulturmetropole, einer Einkaufs-, Vergnügungs-, Business- und Sportzentrale sowie zu einem bedeutenden Messe- und Medienplatz entwickelt hat.

Karneval und Katholizismus
Ein wesentlicher Bestandteil des Kölner Kulturlebens ist natürlich der Karneval. Die "fünfte Jahreszeit" beginnt am 11. November um 11.11 Uhr auf dem Alten Markt. Höhepunkt und Ende der Session ist der Straßen- und Kneipenkarneval, der Donnerstags mit der Weiberfastnacht beginnt und mit der Nubbelverbrennung am Aschermittwoch endet. Offizieller Höhepunkt ist jedoch am Rosenmontag der Kölner Rosenmontagszug - dem größten Karnevalsumzug Deutschlands.

Typischer Narrenruf ist seit dem 19. Jahrhundert der ursprüngliche Trinkspruch "Kölle Alaaf". Die obersten Repräsentanten des Karnevals sind seit 1870 das Dreigestirn aus Prinz, Bauer und Jungfrau. Die darstellenden Personen wechseln dabei jährlich. Koordiniert wird der offizielle Karneval vom Festkomitee Kölner Karneval. Daneben hat sich in den letzten Jahren jedoch auch ein alternativer Karneval entwickelt: So gibt es seit 1984 die sogenannte "Stunksitzung" und seit 1991 den "Geisterzug" am Karnevalsamstag.

Für die Stadt Köln ist der Karneval zudem ein wichtiger Wirtschaftsfaktor: Die Hotels der Stadt sind gut belegt und für die Gaststätten ist die Session eine Hochzeit. Durch die Bekanntheit und das Medieninteresse ist der Kölner Karneval auch bei Sponsoren beliebt. So werden von Automobilkonzernen und einzelnen Autohändlern Fahrzeuge für die Umzüge gestellt. Bedingt durch die große Medienbekanntheit sind die Kölner Künstler und ihre Hits auch außerhalb der Karnevalssession sehr gefragt. Neben Düsseldorf und Mainz gehört der Kölner Karneval außerdem zu den traditionellen Hochburgen der rheinischen Fastnacht.

Gewöhnlich findet der Karneval ausschließlich nur in katholischen Regionen statt, um die Fastenzeit vor dem Osterfest einzuläuten. Wie ein Großteil des Rheinlandes ist auch Köln katholisch geprägt. So reichen die Wurzeln des Erzbistums Köln vermutlich bis ins Jahr 313 zurück, womit es zu den ältesten Bistümern in Deutschland zählt. Seit etwa 795 tragen die Bischöfe den Titel eines Erzbischofs. Bis 1802 war das Erzbistum eines der geistlichen Territorien des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Dabei bildete Kurköln nicht nur den weltlichen Herrschaftsbereich der Kölner Fürstbischöfe; es war auch eines der ursprünglich sieben Kurfürstentümer.

Heute umfasst das Erzbistum das westliche Nordrhein-Westfalen und das nördliche Rheinland-Pfalz. Mit etwa 2,14 Millionen Katholiken zudem das größte Bistum im deutschsprachigen Raum. Gemeinsam mit den Suffraganbistümern Aachen, Essen, Limburg, Münster und Trier bildet es die Kirchenprovinz Köln mit dem Kölner Erzbischof als Metropolit.

Das wichtigste Identifikationsmerkmal der Kölner Katholiken ist der Kölner Dom, der im Jahre 1880 fertig gestellt wurde. Mit einer Höhe von 157,38 Metern ist er zudem das zweitgrößte Kirchengebäude Europas sowie der drittgrößte Sakralbau der Welt. Zudem ist der Dom einer der weltgrößten Kathedralen im gotischen Baustil. Seit 1996 zählt er zum UNESCO-Weltkulturerbe. Eine wichtige Wallfahrtsstätte ist dabei der Schrein der Heiligen Drei Könige. Erzbischof Rainald von Dassel ließ die Reliquien am 11. Juli 1164 als Geschenk von Kaiser Friedrich I. Barbarossa an seinen Reichskanzler von Mailand nach Köln überführen.


Zahlen und Fakten rund um Köln

  • Die kreisfreie Stadt Köln ist die größte Stadt des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Sie gilt zudem als wirtschaftliche, kulturelle und historische Hauptstadt des Rheinlandes.
  • Im Dezember 2010 lebten 1.027.504 Menschen in der Domstadt. Damit ist köln die viertgrößte Stadt Deutschlands nach Berlin, Hamburg und München.
  • Zum gleichen Zeitpunkt waren 174.650 Ausländer in Köln gemeldet. Der Ausländeranteil lag damit bei 17,0 Prozent.
  • Die Bevölkerung lebt derzeit auf einer Gesamtfläche von 405,15 km². Davon liegen 230,25 km² linksrheinisch und 174,84 km² rechtsrheinisch.
  • Als ehemalige Hansestadt kann Köln auf eine lange Tradition als Wirtschaftsmetropole zurückblicken. So liegt hier einer der wichtigsten Binnenhäfen Europas und mit dem Bahnhof Köln-Eifeltor der größte Container- und Umschlagebahnhof Deutschlands. Der Kölner Hauptbahnhof ist zudem die westliche Drehscheibe Deutschlands im internationalen Schienenverkehr.
  • In Köln sind zahlreiche Institutionen, Einrichtungen, Behörden und Körperschaften des öffentlichen Rechts angesiedelt. Dazu zählen unter anderem der Bundesverband der Deutschen Industrie e. V. (BDI), die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Deutsche Städtetag, der Bundesverband Deutscher Banken, das Bundesamt für Verfassungsschutz, das Zollkriminalamt oder der Deutsche Malteser-Hilfsdienst.
  • Derzeit gehört Köln zu den drei größten Hochschulstädten Deutschlands. So gibt es hier momentan 13 staatliche und private Hochschulen. Die Universität zu Köln gehört zu den ältesten Hochschulen Europas und ist derzeit mit rund 38.000 Studenden auch eine der größten Universitäten in Deutschland. Die Fachhochschule Köln wurde 1971 gegründet und ist derzeit mit etwa 19.000 Studenten, 70 Studiengängen und 420 ProfessorInnen die größte Fachhochschule Deutschlands. Die Deutsche Sporthochschule wurde 1947 gegründet und ist derzeit mit 4.955 Studenten die einzige Sporthochschule in Deutschland. Die Hochschule für Musik wurde bereits 1850 gegründet und ist derzeit eine der größten und traditionsreichsten Musikhochschulen Europas. Die Kunsthochschule für Medien ist zudem die erste Hochschule in Deutschland für audiovisuelle Medien.
  • Köln ist auch Sitz des Erzbistums Köln, das heute zu den ältesten Deutschlands gehört. Es umfasst das westliche Nordrhein-Westfalen und das nördliche Rheinland-Pfalz. Zudem ist in Köln auch die älteste jüdische Gemeinde nördlich der Alpen beheimatet. Ihre Wurzeln gehen urkundlich bis ins Jahr 321 n. Chr. zurück.
  • Weitere Zahlen rund um die Domstadt bietet auch das Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln.

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Wirtschaft im Überblick

  • Köln gilt als internationale Wirtschaftbedeutung und gilt als eines der führenden Zentren für den weltweiten Kunsthandel. Zudem ist die Medienstadt eine der wichtigsten Medienmetropolen Deutschlands mit zahlreichen Fernsehsendern, Plattenfirmen und Verlagshäusern.
  • Zahlreiche Unternehmen und Versicherungen haben ihren Hauptsitz in der Domstadt. Darunter befinden sich unter anderem die Deutsche Lufthansa AG, die Galeria Kaufhof, die REWE Group oder die DEVK Versicherungen. Mit der Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichs-Platz GmbH ist zudem die älteste noch bestehende Eau-de-Cologne- und Parfüm-Fabrik der Welt in Köln angesiedelt. Auch die Mäurer & Wirtz GmbH & Co. KG hat ihren Hauptsitz in Köln. Zu den bekanntesten Marken gehören unter anderem 4711 oder TABAC Original.
  • Auch wichtige Medienunternehmen haben ihren Sitz in Köln: Allein der Westdeutsche Rundfunk (WDR) beschäftigt etwa 3.500 Mitarbeiter. Auch RTL Television hat seinen Sitz in Köln. Im MediaPark sind zudem etwa 250 Unternehmen der Medien- und Kommunikationsbranche angesiedelt, die etwa 5.000 Mitarbeiter beschäftigen.
  • Eine lange Tradition hat auch die Automobilindustrie. Zahlreiche Unternehmen haben in Köln ihren Hauptsitz oder ihre Deutschland-Zentrale, darunter Ford, Volvo oder Citroën.
  • Auch die Chemieindustrie ist ein wichtiger Motor für die Kölner Wirtschaft. So sind hier die Erdölraffinerien von Shell, Basell und BP angesiedelt.

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Sehenswürdigkeiten

  • Der Kölner Dom ist das Wahrzeichen und der Mittelpunkt der Stadt. In dessen unmittelbarer Nähe liegen der Hauptbahnhof, die größten Museen und das große Einkaufsviertel. Die fünfschiffige gotische Basilika mit dem Weihenamen St. Peter und Maria ist heute mit 157 Metern Höhe die zweithöchste Kirche nach dem Ulmer Münster und die dritthöchste Kirche weltweit. Zudem gilt der Dom heute als größte gotische Kathedrale überhaupt. Bereits am 15. August 1248 wurde mit dem Bau des Domes begonnen und mit Unterbrechungen schließlich am 15. Oktober 1880 eingeweiht. Er bietet etwa 20.000 Menschen Platz, die Baukosten betragen nach heutigem Wert etwa 10 Milliarden Euro. Das spätmittelalterliche Chorgestühl ist mit 104 Sitzplätzen derzeit das größte seiner Art in Deutschland. Im Jahre 1996 wurde der Dom zudem als eines der europäischen Meisterwerke gotischer Architektur eingestuft und zum Weltkulturerbe erklärt. Heute dient der Dom nicht nur als Bischofs-, Kapitel- und Wallfahrtskirche - er ist auch das zentrale Gotteshaus Kölns. Besondere Sehenswürdigkeiten: der Schrein der Heiligen Drei Könige und das Gerokreuz - das älteste noch erhaltene Großkruzifix in Europa nördlich der Alpen.
    Öffnungszeiten: November bis April: täglich 6.00-19.30 Uhr; Mai bis Oktober täglich 6-21 Uhr
  • Die dreischiffige romanische Basilika Groß Sankt Martin wurde im Laufe des 13. Jahrhunderts errichtet und ist eine der insgesamt zwölf romanischen Kirchen Kölns. Bis zur Vollendung des Doms war sie bis ins 19. Jahrhundert hinein die Hauptattraktion der Domstadt. Besonders sehenswert sind die Kreuzigungs-und Grablegungsgruppe sowie das Dreikönigstriptychon.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 9.30-18.30 Uhr, Sonntag 13.00-19.15 Uhr, Montag geschlossen
  • Auf den Fundamenten eines römischen Tempels der Gottheiten Jupiter, Juno und Minerva wurde im 11. Jahrhundert die Kirche Sankt Maria im Kapitol erbaut. Ihr Grundriss leitet sich von der Geburtskirche in Bethlehem ab - initiiert wurde der Bau von der Benediktiner-Äbtissin Ida.
    Öffnungszeiten: täglich 10-18 Uhr
  • Die romanische Basilika Sankt Gereon gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen spätantiker Baukunst. Bestimmendes Element ist ein ovales Dekagon (Zehneck), das in seiner Art nördlich der Alpen einzigartig ist. Der Kuppelbau ist zudem nach der Hagia Sophia in Istanbul und dem Dom in Florenz der Drittgrößte weltweit.
    Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 9-18 Uhr, Sonntag 12.30-18.00 Uhr
  • Als kleinste der romanischen Kirchen Kölns entstand Sankt Maria Lyskirchen im 13. Jahrhundert. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie jedoch bereits im Jahre 948. Der Name Lyskirchen (ursprünglich Lysolf) geht auf ein Kölner Patriziergeschlecht zurück. Sie ist zudem die einzige Kirche Kölns, deren historische Gewölbefresken großenteils noch erhalten sind. Im Unterschied zu den anderen elf romanischen Kirchen blieb sie im Zweiten Weltkrieg weitgehend unzerstört.
    Öffnunsgzeiten: täglich 10-18 Uhr
  • Die große dreischiffige Basilika Sankt Apostolen am Neumarkt wurde im 11. Jahrhundert auf Initative von Erzbischof Pilgrim erbaut. Besonders sehenswert sind unter anderem die Skulpturen der "Vierzehn Nothelfer" aus dem 16. bis 18. Jahrhundert sowie der Heribertskelch aus dem 13. Jahrhundert.
    Öffnungszeiten: täglich 10-12 Uhr und 15-17 Uhr außer Dienstag
  • Eines der wenigen Bauzeugnisse des Barock ist die Kirche Sankt Maria in der Kupfergasse. Sie wurde zwischen 1618 und 1678 nach den Plänen von Christian Wamser errichtet. Trotz seiner barocken Gestaltung enthält der dreischiffige Kirchenbau auch Elemente aus Romanik, Gotik und Renaissance. Eine besondere Rolle in der Kölner Volksfrömmigkeit spielt zudem die Statue der "Schwarzen Muttergottes". Sie soll anläßlich einer mittelalterlichen Prozession durch Köln getragen worden sein, um die Pest zu bannen und sich dabei schwarz gefärbt haben.
    Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9.15-12.15 Uhr und 14.45-17.45 Uhr.
  • Die Kölner Synagoge im Stadtteil Neustadt-Süd ist das Zentrum des jüdischen kulturellen und religiösen Lebens in der Domstadt. Internationale Beachtung fand sie durch den Besuch Papst Benedikts XVI. am 19. August 2005 - es war der erste Besuch eines katholischen Kirchenoberhauptes in einer deutschen Synagoge. Nach deren Zerstörung durch die Nationalsozialisten 1938 wurde sie nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut und 1959 eröffnet. Die jüdische Gemeinde ist heute die älteste nördlich der Alpen. Sie bestand bereits 321 zu Zeiten Kaiser Konstantins I. des Großen.
  • Der Gürzenich ist eine Festhalle im Stadtzentrum von Köln. Benannt ist sie nach der Familie Gürzenich, auf deren Gelände das Gebäude steht. Es wurde zwischen 1441 und 1447 erbaut und hatte von Anfang an die Funktion eines städtischen Festhauses für verschiedene Veranstaltungen. Einerseits diente es für der Stadt für den Empfang von Ehrengästen, andererseits den Adligen und hohen Bürgern für private Festlichkeiten. Selbst Krönungsfeiern und ein Reichstag wurden schon im Gürzenich abgehalten. Lediglich im 17. Jahrhundert diente er vorübergehend als Kaufhaus. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude fast vollständig zerstört und 1955 wieder aufgebaut. Heute dient der Gürzenich als "gute Stube Kölns" ausschließlich wieder für Veranstaltungen. Überregional bekannt wurde er vor allem durch die Sitzungen der Kölner Karnevalsvereine.
  • Die Hahnentorburg ist eine der drei erhalten gebliebenen Stadttorburgen in Köln. Sie wurde Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut und sicherte den westlichen Zugang zur Stadt. Die Severinstorburg wurde um 1180 erbaut und diente als wichtiger strategischer Standort, da sie einige Klöster schützte. Heute ist sie eines der Wahrzeichen der Südstadt. Die Eigelsteintorburg ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Domstadt. Sie wurde erbenfalls um 1180 erbaut und sicherte früher den nördlichen Zugang zur Stadt. Am Abend des 13. September 1804 zog hier Napoleon Bonaparte unter Glockengeläut und Kanonendonner triumphal in die Stadt ein.
  • Der Römerturm war der nordwestliche Eckturm der römischen Stadtbefestigung aus dem 2. und 3. Jahrhundert. Er ist der besterhaltenste Teil der antiken Stadtmauer und reich mit Mosaiken ausgeschmückt. Ab dem 14. Jahrhundert wurde der Turm als Latrine für das Franziskanerinnenkloster St. Klara genutzt. Von 1833 an wurde der Turm als Wohnhaus genutzt - seit 1873 befindet er sich im Besitz der Stadt.
  • Die Hohenzollernbrücke wurde zwischen 1907 und 1911 erbaut und ist heute eine der Hauptverbindungen zwischen den beiden Rheinufern. Die üppigen Portale der Brücke wurden vom Berliner Architekten Franz Schechtern im neoromanischen Stil erbaut. Die Rampen werden von vier Reiterstandbildern der preußischen Könige und deutschen Kaiser aus der Hohenzollern-Familie flankiert. Es sind die Statuen von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, Kaiser Wilhelm I., Kaiser Friedrich III. und Kaiser Wilhelm II. Sie stehen als Sinnbild für die Zeit der preußischen Herrschaft in der Rheinprovinz. Seit 1945 ist die Brücke nur für den Fußgänger- und Eisenbahnverkehr freigegeben.
  • Das Overstolzenhaus ist das einzige noch erhaltene romanische Patrizierhaus in Köln. Experten halten es sogar für das Schönste in ganz Deutschland. Es wurde zwischen 1225 und 1230 von Werner Overstolz erbaut. Heute ist hier die Medienhochschule untergebracht. Am Buttermarkt befindet sich zudem das Delfter Haus. Es ist das einzige noch erhaltene Haus im gotischen Stil mit vier Stockwerken und zwei Eingängen.
  • Auf dem Fischmarkt wurden einst - wie der Name schon besagt - Fische gehandelt. Auch wenn dies heute nicht mehr der Fall ist - die Häuser im spätgotischen Stil sind dennoch erhalten geblieben. Heute ist der Markt ein reizvoller Platz mit vielen Restaurants und Kneipen.
  • Der Hauptbahnhof wurde 1859 eröffnet und ist heute einer der verkehrsreichsten Knotenpunkte Deutschlands und Europas. Heute verkehren in dem Durchgangsbahnhof mit elf Gleisen etwa 1.200 Nah- und Fernverkehrszüge mit rund 280.000 Menschen. Zu den regulären Verbindungen zählt auch die Strecke Köln-Paris mit dem Schnellzug "Thalys".
  • Die Schildergasse entwickelte sich aus einer alten West-Ost-Römerstraße. Der Name leitet sich aus dem mittelhochdeutschen Begriff "schiltaere" ab, wonach sich die Schuld- und Wappenmaler dort ansiedelten. Heute ist die Straße im Zentrum Kölns mit bis zu 14.265 Passanten pro Stunde die meistfrequentierte Einkaufsstraße Europas.
  • In der nördlichen Neustadt befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Gereon der Mediapark. Auf dem 200.000 m² großen Gelände befindet sich heute ein Zentrum der Kommunikations- und Medienbranche. Derzeit arbeiten etwa 5.000 Menschen in den 250 dort ansässigen Unternehmen. Dazu zählen neben Sendern wie VIVA und WDR Eins Live auch Plattenfirmen wie EMI Music Deutschland sowie Gastronomie, Geschäfte, Kultur- und Medieneinrichtungen und Wohnungen.
  • Der Fernsehturm "Colonius" ist mit 252,9 Metern der siebtgrößte Fernsehturm Deutschlands sowie der größte Nordrhein-Westfalens. Neben Sendeeinrichtungen für den Westdeutschen Rundfunk (WDR) und das Digitalfernsehen DVB-T befinden sich hier auch eine Richtfunkanlage von T-Systems und eine Relaisfunkstelle für den Amateurfunkdienst.
  • Das Hansa-Hochhaus wurde 1924/25 von den Plänen von Jacob Koerfer erbaut. Mit seinen 17 Stockwerken und einer Höhe von 65 Metern war es nicht nur das erste Hochhaus Kölns, sondern auch zeitweilig der höchste "Wolkenkratzer" Europas. Heute dient es vor allem als Geschäfts- und Wohngebäude.
  • Die Köln-Arena ist eine Multifunktionshalle im Kölner Stadtteil Deutz. Mit einer Nutzfläche von 83.700 m² und 20.000 Sitzplätzen ist sie heute eine der größten Veranstaltungshallen in Deutschland. Dank diverser gastronomischer Einrichtungen sowie moderner Bühnen-, Licht- und Tontechnik eignet sie sich für Events wie Sport, Musicals, Kongresse oder Tagungen. Dank einer absenkbaren Eisfläche tragen die Kölner Haie sowie die Handball-Mannschaft des VfL Gummerbach hier zumindest einen Teil ihrer Heimspiele aus.
  • Das RheinEnergie-Stadion wurde 2003 anstelle des damaligen Müngersdorfer Stadions fertiggestellt. Es fasst 50.374 Zuschauer und wird vorrangig für die Heimspiele des 1. FC Köln genutzt. Im Jahr 2006 war es auch eines der zwölf Austragungsorte der 18. Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland.
  • Im Jahre 1860 wurde der Kölner Zoo gegründet. Damit ist er heute der drittälteste Tiergarten Deutschlands. Auf derzeit 20 Herktar beherbergt er etwa 9.200 Tiere in 745 Arten. Der Zoo genießt nicht nur internationales Renommee - er beteiligt sich auch an Erhaltungszuchten von berdohten Tierarten.
    Öffnungszeiten: im Sommer täglich 9-18 Uhr; im Winter täglich 9-17 Uhr.
  • Die Stadt Köln besitzt zudem einige Grünanlagen und Parks, darunter den inneren und äußeren Grüngürtel. Der innere Gürtel ist etwa sieben Kilometer lang, mehrere hundert Meter breit und etwa 120 Hektar groß. Er beherbergt 25 Baumarten, Wiesen und Wasserflächen. Der äußere Gürtel ist mit einer Fläche von eta 800 Hektar die größte Grünfläche der Stadt.
  • Der fünf Hektar große Stadtpark ist bereits 175 Jahre alt und damit der älteste Park in Köln. Über hundert Jahre alt ist auch der Volksgarten. Hier werden viele kulturelle Veranstaltungen, aber auch Grill-Happenings veranstaltet. Im Norden der Stadt befindet sich auch das Naherholungs- und Sportgebiet Fühlinger See - Kölns größter See mit einer beaufsichtigten Wasserfläche von etwa 5.000 m². Es besteht aus sieben miteinander verbundenen Seen und einer Regattastrecke. Das Areal bietet sich besonders gut zum Baden, Schwimmen, Tauchen, Angeln, Windsurfen, Kanufahren und Rudern an. Weitere sehenswerte Grünflächen und Parks sind auch die Flora und der Botanische Garten mit vielseitigen Pflanzensammlungen aus aller Welt oder der Hiroshima-Nagasaki-Park.
  • Eine der exotischsten Parkanlagen Deutschlands ist der Japanische Garten in Leverkusen. Neben außergewöhnlichen Pflanzen sind auf dem etwa 15.000 m² großen Gelände auch Brücken und japanische Torbauten zu sehen. Die Idee zu dem Garten geht auf Carl Duisburg, den ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden der damaligen IG Farbenindustrie AG, Carl Duisburg, zurück,
    Öffnungszeiten: 1. Mai bis 30. September täglich 9-20 Uhr; 1. Oktober bis 30. April täglich 9 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit
  • Der Altenberger Dom etwa 40 Kilometer nordöstlich von Köln gilt mit seinen 144 m² großen Kirchenfenstern als ein Meisterwerk gotischer Baukunst. Er ist Teil des ehemaligen Zisterzienser-Klosters Altenberg, dass im August 1133 gegründet und 1803 im Rahmen der Säkularisation aufgelöst wurde. Heute dient der Dom als Simultankirche, das heißt: er wird von Katholiken und Protestanten gemeinsam für Gottesdienste genutzt. Zudem finden hier regelmäßig viele Orgel- und Sonderkonzerte statt.
    Öffnungszeiten: im Sommer: Montag bis Freitag 7-18 Uhr
  • Seit 1984 zählen die Schlösser Augustusburg und Falkenlust mit ihren Gartenanlagen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Gärten zählen heute zu den authentischsten Beispielen französischer Gartenbaukunst in Europa. Heute sind sie alljährlicher Schauplatz der Brühler Schlosskonzerte.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9-12 Uhr und 13.30-16 Uhr, Samstag/Sonntag 10-17 Uhr

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Museen

  • Das Kölnische Stadtmuseum bietet einen Einblick in die Geschichte, die Wirtschaft, das Geistes- und Alltagsleben der Stadt Köln und seiner Bewohner. Dabei werden die Besucher mit ebenso typischen Kölner Phänomenen wie Klüngel, Kölsch, Karneval oder Kölnisch Wasser bekannt gemacht wie mit dem Otto-Motor von Ford.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr, Dienstag bis 20 Uhr; jeden ersten Donnerstag im Monat bis 22 Uhr (an Feiertagen 10-17 Uhr)
  • Im Römisch-Germanischen Museum gibt es Einlicke in die römische Epoche Kölns. Das Museum wurde 1974 fertiggestellt und beherbergt richhaltige archäologische Funde aus der römischen und merowingischen Epoche der Domstadt. Glanzpunkte sind die weltweit größte Sammlung römischer Gläser sowie eine herausragende Kollektion römischen und frühmittelalterlichen Schmucks.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr, Mittwoch bis 20 Uhr; jeden ersten Donnerstag im Monat bis 22 Uhr
  • Das Wallraf-Richartz-Museum - Fondation Corboud ist eine der großen klassischen Gemälde-Galerien Deutschlands. Sie beherbergt die weltweit umfangreichste Sammlung mittelalterlicher Malerei und wurde bereits 1851 vom Kölner Kaufmann Johann Heinrich Richartz gegründet. Damit ist das Museum das älteste Museum Kölns und zugleich eines der frühesten bürgerlichen Museen Deutschlands. Namensgeber ist der Kölner Gelehrte Ferdinand Franz Wallraf (1748-1824), dessen Hinterlassenschaft den Kern der Sammlung bildet.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10-18 Uhr, Donnerstag bis 22 Uhr, Samstag/Sonntag 11-18 Uhr
  • Im Museum für angewandte Kunst wird vermehrt eine der bedeutenden deutschen Sammlungen europäischer Angewandter Kunst vom Mittelalter bis zur unmittelbaren Gegenwart sowie eine hochrangige Kollektion des Design seit 1900 bewahrt. Es wurde 1888 auf Anregung engagierter Kölner Bürger gegründet und wesentlich vom Kölnischen Kunstgewerbe-Verein getragen.
    Öffnungszeiten: Dienstag-Sonntag 11-17 Uhr; jeden ersten Donnerstag im Monat bis 22 Uhr
  • Das Museum Ludwig entstand 1976 durch eine Schenkung von rund 350 Werken moderner Kunst des Ehepaars Peter und Irene Ludwig. Auf einer Ausstellungsfläche von etwa 8.000 m² liegt der Schwerpunkt der Sammlung auf der zeitgenössischen Kunst vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart.
    öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr; jeden ersten Dnnerstag im Monat bis 22 Uhr
  • Im Museum für Ostasiatische Kunst ist Kunst und Kunsthandwerk aus China, Japan und Korea zu sehen. Es wurde 1913 als erstes Spezialmuseum seiner Art in Deutschland - basierend auf die Privatsammlung des Ehepaares Adolf und Friede Fischer - gegründet. Ihre Kollektion mit buddhistischer Malerei und Holzskulptur, japanischer Stellschirmmalerei, Farbholzschnitten und Lackkunst gilt derzeit als eine der bedeutendsten Europas.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11-17 Uhr, Samstag/Sonntag bis 18 Uhr; jeden ersten Donnerstag im Monat bis 22 Uhr
  • Einen Streifzug durch 3.000 Jahre Schokoladengeschichte bietet das Schokoladen-Museum im Herzen Kölns. Es zeigt Exponate rund um die Schokolade und präsentiert zudem die Erfolgsstory der Kakaobohne rund um den Globus.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10-18 Uhr, Samstag/Sonntag 11-19 Uhr
  • Das Deutsche Sport- und Olympia-Museum bietet auf einer Ausstellungsfläche von etwa 2.000 m² einen Einblick in die verschiedenen Aspekte des nationalen und internationalen olympischen Sports. Dazu gehören auch Führungen und Auftritte bekannter Sportler sowie ein vielfältiges Aktions- und Veranstaltungsprogramm.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10-18 Uhr; Samstag/Sonntag/Feiertag 11-19 Uhr

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Veranstaltungen

  • Der Kölner Karneval gehört zur Stadt wie der Dom oder der Rhein. Die fünfte Jahreszeit beginnt alljährlich am 11.11. um 11.11 Uhr. Den eigentlichen Höhepunkt bildet der Straßenkarneval mit dem Rosenmontagszug. Daneben gibt es zahlreiche Umzüge in nahezu allen Stadtteilen sowie den "Schull- und Veedelzög" am Karnevalssonntag. Zudem hat sich seit den achtziger Jahren auch ein alternativer Karneval entwickelt. Darunter fallen alle Veranstaltungen, die vom Festkommittee oder den angeschlossenen Vereinen organisiert werden.
  • Die Kölner Lichter sind ein alljährliches Musik- und Feuerwerks-Event nach dem Vorbild von "Rhein in Flammen" und finden seit 2001 statt. Höhepunkt sind zahlreiche Feuerwerke, die an verschiedenen Punkten gezündet werden. Das Hauptfeuerwerk beginnt gewöhnlich gegen 23.30 Uhr - das Besondere daran: die Synchronität zur Musik, passend zu Takt und Stimmung.
  • Am ersten Wochenende im Juli findet in Köln der "Christopher Street Day" (CSD) statt - eine der größten Schwulen- und Lesbenparaden in Deutschland. Der CSD fand erstmals 1991 statt, um gegen die gesellschaftliche Diskriminierung zu protestieren. Seit 2002 wird er durch ein zweiwöchiges Rahmenprogramm - den ColognePride ergänzt.
  • Das Ringfest ist eine Freiluft-Musikveranstaltung, bei der an verschiedenen Orten in der Kölner Innenstadt Bühnen aufgebaut sind, auf denen Livebands auftreten. Das Fest fand erstmals 1993 statt. Jedes Jahr spielen dort etwa 200 Bands. Allein in diesem Jahr werden etwa zwei Millionen Besucher erwartet.
  • Eine der größten Sportveranstaltungen der Domstadt ist der Köln-Marathon. Seit 1997 zieht er alljährlich im September mehr als 10.000 Läufer, Handbiker und Inline-Skater an. Dabei wird die Marathon-Distanz über 42,195 Kilometer auf den zentralen Straßen der Domstadt zurückgelegt. Der Start- und Zielbereich liegt in der Nähe des Deutzer Bahnhofs.
  • Das Eintagesrennen "Rund um Köln" gehört zu den traditionsreichsten Eintagesrennen. Es fand erstmals 1908 ausgetragen und ist damit das älteste noch bestehende Eintagesrennen Deutschlands. Seit 1990 dürfen auch wieder Radprofis an dem Rennen teilnehmen. Heute ist es Teil der "UCI ProTour" sowie der Internationalen Deutschen Radmeisterschaft (TUI-Cup).
  • Seit 2001 findet in Köln das internationale Literaturfestival "lit.Cologne" statt. Seitdem hat es sich zunehmend als feste Größe im Literaturbetrieb etabliert. Allein 2011 nahmen an elf Festivaltagen und -nächten mit 162 Veranstaltungen an 40 Spielstätten mehr als 200 Autoren und Künstler teil. Mehr als 85.000 Zuschauer besuchten die Veranstaltungen, was einer Auslastung von 96 Prozent entsprach. Seit 2003 wird im Rahmen des Festivals der Deutsche Hörbuchpreis verliehen.
  • Das Internationale Köln Comedy Festival ist seit langem ein Publikumsmagnet in Deutschland und gleichzeitig der Höhepunkt der jährlichen Comedy-Saison. Seit seiner Gründung 1991 erwies sich das Festival auch als wichtige Talentbörse. Die Vielfalt der Darbietungen reicht dabei von Stand-up-Comedy und Kleinkunst über Musik und Literatur bis hin zu visueller Komik, Varieté und Slapstick. Heute ist das Festival das größte Event seiner Art in Deutschland und europaweit führend.
  • Die Kölner Sommernacht in Zoo und Flora bietet seit 1998 einen stimmungsvollen Streifzug durch die abendliche Tier- und Pflanzenwelt. Begleitet wird sie durch ein Rahmenprogramm in der Kölner Flora mit Märchenerzählern und Gauklern.
  • Ein besonderes Ereignis im Kunstherbst der Domstadt ist die "Lange Nacht der Museen". Mehr als 20.000 Besucher können an einem Samstag in der ersten Novemberhälfte ab 19 Uhr verschiedene Konzerte, Filme, Lesungen und andere Veranstaltungen besuchen. Seit 2000 beteiligen sich fast 40 Museen und Institutionen an dieser Nacht.
  • In fast 30 Theatern und Spielstätten laufen alljährlich im Rahmen der Kölner Theaternacht über 130 Einzelprogramme in einer einzigen Nacht. Mit einem vielfältigen Programm zeigen die Theater Ausschnitte aus den Highlights der Saison oder Vorschauen auf Premieren. Zudem werden auch Kabarett, Tanz, Musik im Foyer und Parties geboten. Im Rahmen des traditionellen Kölner Theaterbummels zeigen die freien Theater und städtischen Bühnen Ausschnitte aus aktuellen Produktionen, informieren über ihre Theaterarbeit und möchten Lust auf Theater machen.
  • Seit 2010 findet im Kölner RheinEnergie-Stadion das DFB-Pokalfinale der Damen statt. Neben der Bundesliga ist der DFB-Pokal der wichtigste Fußballwettbewerb der Damen in Deutschland.

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Weitere Infos im Internet

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Dies und Das - was man über Köln noch wissen sollte
Kölsch - das Kölner Nationalgetränk
Die Stadt Köln beruft sich heute auf eine alte Brautradition, die angeblich bereits ins Jahr 873 zurück geht. Die mit Abstand wohl bekannteste Biersorte ist natürlich das "Kölsch": Dabei handelt es sich um ein helles, gefiltertes, hopfenbetontes und obergäriges Vollbier mit einer durchschnittlichen Stammwürze von 11,3 Prozent. Der durchschnittliche Alkoholgehalt liegt bei etwa 4,8 Prozent. Welches Bier als "Kölsch" bezeichnet werden darf, regelt die sogenannte "Kölsch-Konvention" vom 24. Juni 1985. Zudem wird das Kölsch nach dem Reinheitsgebot gebraut. Von ehemals über 100 verschiedenen Kölschmarken existieren heute nur noch 26 Kölsch-Brauereien. So produzieren heute einige Großbrauereien jeweils mehrere Sorten; hinzu kommen noch kleinere Brauhäuser, die überwiegend ihre jeweiligen speziellen Sorten brauen und teilweise auch in angeschlossenen Gasthäusern vermarkten. Traditionell wird Kölsch aus einem schlanken, zylindrischen, relativ dünnwandigen Glas mit einem Inhalt von 0,2 Liter getrunken, ortsüblich als Kölschglas oder Stange bezeichnet. Das relativ geringe Fassungsvermögen geht noch auf frühere Schankgewohnheiten zurück.

Kölnisch-Wasser - für den guten Duft
Das Echt Kölnisch Wasser - auch bekannt als Original Eau de Cologne - ist die Bezeichnung für ein typisches Kölner Parfüm. Diese Herkunftsbezeichnung ist heute beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragen und gilt somit als geschützer Markenname. Erfunden wurde das Echt Kölnisch Wasser im Jahre 1709 vom italienischen Parfümeur Johann Maria Farina aus Ölen der Zitrone, Orange, Bergamotte, Mandarine, Limette, Zeder und Pampelmuse sowie aus Kräutern. Sein Unternehmen Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichs-Platz GmbH ist heute die älteste bestehende Eau-de-Cologne- und Parfüm-Fabrik der Welt. Ihr Symbol ist eine rote Tulpe. Farina war lange Zeit ein privilegierter Lieferant für viele europäische Fürstenhöfe. Napoleon Bonaparte soll Farina Kölnisch Wasser als einziges Parfüm benutzt haben. Weitere bekannte Kunden waren Kaiserin Maria Theresia von Österreich, Königin Victoria von Großbritannien, Kaiser Wilhelm II. von Deutschland, König Ludwig II. von Bayern, Johann Wolfgang von Goethe, Konrad Adenauer, Marlene Dietrich oder Romy Schneider. Eine ebenfalls sehr bekannte Marke von Kölnisch-Wasser ist zudem 4711.

Tünnes und Schäl - Kölsche Originale
Die beiden legendären Figuren Tünnes und Schäl entstammen dem Hänneschen-Puppentheater und zählen heute zu den typischen Kölschen Originalen. Der Name Tünnes ist die rheinische Form für Antonius; er wird dabei als knollennasiger und rustikaler Typ dargestellt mit einer gewissen Bauernschläue. Schäl hingegen wird als schlitzohrig, listig und sogar hinterhältig dargestellt. Er bezieht sich einerseits auf das Schielen seines Protagonisten und andererseits als Ausdruck der kölschen Mundart für "falsch" oder "schlecht". Bei dem Duo handelt es sich um Figuren, die es in der Realität nie gegeben hat. Nach Meinung vieler Kölner weisen sie jedoch zahlreiche Eigenarten der Bewohner der Stadt. Durch den hohen Bekanntheitsgrad auch außerhalb des Puppentheaters erzählt man sich nicht nur in Köln heute eine Vielzahl von "Tünnes-und-Schäl"-Witzen.

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Kurzinfo: Kölner Klüngel
Der Kölner Klüngel bezeichnet ein System von Hilfeleistungen und Gefälligkeiten, die auf Gegenseitigkeit beruhen. Im positiven Sinne bedeutet "Klüngeln" im Alltag nichts anderes als das Prinzip "Eine Hand wäscht die Andere". Durch die Vermischung politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Interessen kann dies jedoch auch zu Korruption führen. Der Begriff "Klüngel" leitet sich vom altdeutschen Begriff "Klung/Klunge" für ein Faden- oder Zwirnknäuel ab, in dem hunderte Fäden ineinander gewickelt sind. Eine zweite Version leitet sich vom lateinischen Begriff "clancularia capitula" ("heimliche Kapitel") ab: Dieser bedeutete heimliche Zusammenkünfte von Kölner Stiftsherren, bei denen weitreichende Entscheidungen getroffen wurden. Bereits Erzbischof Ferdinand von Bayern bezeichnete diese Treffen im Jahre 1620 als "absolut ungültig".

Frühe Beispiele des Klüngels finden sich bereits mit der Heiligenverehrung in Köln, das im Mittelalter ein bedeutender Wallfahrtsort in Deutschland war. Nach der Schlacht von Worringen am 5. Juni 1288 übernahmen 15 Patrizierfamilien das Stadtregiment vom Kölner Erzbischof und lenkten die Geschicke der Domstadt nach eigenem Gusto. Nach 1815 versuchte die preußische Aufsicht den Klüngel einzuschränken: So durften niemals Vater und Sohn zur gleichen Zeit ein Amt im Stadtrat bekleiden. Politische Würdenträger sollten zudem wohlhabend und damit unempfänglich für Geldgeschenke sein. Aktuelle Beispiele sind die Kölner Spendenaffäre oder der Skandal um den Neubau der Koelnmesse. Der ehemalige Kölner Oberstadtdirektor Kurt Rossa schrieb einst: "Kölscher Klüngel heißt, dienstliche Probleme privat klären."

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Literaturtipps

Jürgen Raap:
Marco Polo Reiseführer Köln.
Mairdumont 2009
Preis: € 9,95
ISBN-10: 9783829704571
ISBN-13: 978-3829704571

Jutta Gay, Martin Klein und Inga Menkhoff:
Marco Polo Stadtführer Köln für Kölner 2012.
Mairdumont 2011
Preis: € 9,99
ISBN-10: 3829709447
ISBN-13: 978-3829709446

Reinhold Neven DuMont:
Gebrauchsanweisung für Köln.
Piper 2009
Preis: € 14,95
ISBN-10: 349227532X
ISBN-13: 978-3492275323

Christian Schuh:
Kölns 85 Stadtteile.
Emons 2003
Preis: € 9,80
ISBN-10: 3897052784
ISBN-13: 978-3897052789

Elke Heidenreich und Stefan Worring:
Köln. Bilder und Geschichten.
Kiepenheuer & Witsch 2004
Preis: € 15,-
ISBN-10: 3462035568
ISBN-13: 978-3462035568

Franz Mathar:
Kölner Brauhauswanderweg.
Bachem 2003
Preis: € 5,-
ISBN-10: 3761616538
ISBN-13: 978-3761616536

Stephan Meyer:
Kleiner kölscher Kosmos: Kurioses über Köln.
Lund Verlagsgesellschaft 2008
Preis: € 7,90
ISBN-10: 3938486015
ISBN-13: 978-3938486016

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