38 v. Chr.
Der römische Feldherr Marcus Vipsanius Agrippa erlaubt den Ubiern, sich im heutigen Stadtgebiet niederzulassen. Mit dem "Oppidum Ubiorum" entsteht eine Vorgängersiedlung der heutigen Stadt.
50 n. Chr.
Auf Betreiben von Iulia Agrippina der Jüngeren, Enkelin des Kaisers Augustus, erhält die Siedlung die Stadtrechte unter dem Namen "Colonia Claudia Ara Agrippinensium" (CCAA). In der Folgezeit lassen sich hier Veteranen mit ihren Familien, Kunsthandwerker und Händler nieder.
89/90 n. Chr.
Durch eine Verwaltungsreform werden die Heeresbezirke zu Provinzen zusammengefasst. Köln wird Hauptstadt der Provinz Niedergermanien ("Germania Inferior"). Zu dieser Zeit erhält die Stadt zudem mit der Eifelwasserleitung eines der längsten Aquädukte des Römischen Reiches.
310
Zur Sicherung der Rheingrenze lässt der römische Kaiser Konstantin I. der Große (306-337) am rechten Rheinufer das Kastell Deutz errichten und mit einer Rheinbrücke verbinden.
455
Das rechtsrheinische Köln wird von den Franken erobert, die sich in der Folgezeit dauerhaft hier niederlassen.
795
Karl der Große (768-814) erhebt Köln zum Erzbistum, das fortan als Missionszentrum für die heidnischen Friesen und Sachsen dient. Erster Erzbischof wird Hildebod, ein Freund und Berater Karls.
953
Bruno, jüngerer Bruder von Kaiser Otto I. dem Großen (936-973) wird Erzbischof von Köln und gleichzeitig Herzog von Lothringen. Damit wird erstmals die geistliche und weltliche Macht in der Hand des Erzbischofs vereint. Er leitet die erste Stadterweiterung ein, lässt aber das Deutzer Kastell und die Rheinbrücke abreißen.
1135
An der Stelle des heutigen Rathauses wird erstmals ein Bürgerhaus errichtet. Zudem gibt es erstmals ein städtisches Siegel.
23. Juli 1164
Erzbischof Rainald von Dassel bringt die Gebeine der Heiligen Drei Könige nach Köln. Bis heute werden sie im Dreikönigsschrein des Doms aufbewahrt.
1180
Mit der dritten Stadterweiterung wird auch der Bau der großen Stadtmauer begonnen, der 1220 beendet wird. Der Mauerring ist mehr als acht Kilometer lang, besitzt zwölf Türme und umfasst neben den noch unbefestigten Stiftsbezirken auch große landwirtschaftlich genutzte Flächen.
15. August 1248
Nach dem Plan von Dombaumeister Gerhard von Rile beginnt der Bau des heutigen Kölner Domes. Der Bau dauert über 600 Jahre und wird erst 1880 beendet. Seit 1996 gehört der Dom zum UNESCO-Weltkulturerbe.
5. Juni 1288
In der Schlacht von Worringen verliert Erzbischof Siegfried von Westerburg die politische Macht über Köln. Künftig residieren die Erzbischöfe in Bonn und kommen nur noch bei kirchlichen Anlässen nach Köln.
1396
Nach einem Aufstand der Handwerkerzünfte gegen die Alleinherrschaft der Patrizier tritt am 14. September der Verbundbrief in Kraft. Er ist die erste Stadtverfassung Kölns.
1475
Kaiser Friedrich III. (1440-1493) erhebt Köln zur freien Reichsstadt mit dem Recht zur eigenen Münzprägung.
1618-1648
Während des Dreißigjährigen Krieges bleibt Köln neutral und damit unbelagert.
23. Februar 1686
Der Kaufmann Nikolaus Gülich wird hingerichtet. Er hatte anfangs erfolgreich die korrupten Missstände im Kölner Rat angeprangert.
6. Oktober 1794
Köln wird von französischen Revolutionstruppen besetzt. Die bisherige Verfassung wird außer Kraft gesetzt - Verwaltung und Recht werden nach französischem Vorbild neugeordnet. Zudem werden das Erzbistum aufgehoben und die Universität geschlossen. Erst am 14. Januar 1814 ziehen die Truppen wieder aus der Stadt ab.
9. Juni 1802
Alle Klöster und Stifte werden aufgehoben, wodurch zahlreiche Kunstwerke verloren gehen. Gleichzeitig wird in Köln die Religionsfreiheit eingeführt. Juden und Protestanten, die über Jahrhunderte nicht in der Stadt geduldet wurden, gründen neue Gemeinden.
9. Juni 1815
Mit dem Ende des Wiener Kongresses wird das Rheinland dem Königreich Preußen zugesprochen. Köln gehört fortan zur preußischen Rheinprovinz mit der Hauptstadt Koblenz.
1821
Köln wird durch eine Vereinbarung mit Preußen wird zum Erzbistum erhoben. Erzbischof Graf Ferdinand August von Spiegel tritt 1825 sein Amt an, verzichtet jedoch auf seine weltliche Macht und residiert wieder in Köln.
20. November 1837
Erzbischof Clemens August von Droste zu Vischering wird verhaftet. Hintergrund ist ein Streit mit dem preußischen Staat um die Mischehen zwischen Katholiken und Protestanten.
4. September 1842
König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen (1840-1861) legt den Grundstein für den Bau des heutigen Kölner Doms. Er wird am 15. Oktober 1880 feierlich eingeweiht.
18. September 1917
Konrad Adenauer wird zum Oberbürgermeister gewählt. In seiner Regierungszeit drückt er der Stadt durch vielfältige Aktivitäten seinen Stempel auf. So werden unter anderem die Universität wiedereröffnet, die Messe in Deutz gegründet und die Grüngürtel angelegt.
13. März 1933
Die Nationalsozialisten stürmen das Rathaus und setzen Oberbürgermeister Adenauer ab. Die Stadtverwaltung wird "gleichgeschaltet" und Köln wird Sitz des NSDAP-Gaues Köln-Aachen. 1936 marschiert die deutsche Wehrmacht in das bis dahin entmilitarisierte Rheinland ein. Ab 1937 kommt es auch in Köln zu Rassenverfolgungen: vier Synagogen werden zerstört; Juden, Sinti, Roma und Andersdenkende fallen dem NS-Terror zum Opfer. Bis 1943 werden allein 11.000 Juden aus Köln und Umgebung in die Vernichtungslager deportiert.
12. Mai 1940
Die Domstadt wird während des Zweiten Weltkrieges (1939-1945) erstmals das Ziel alliierter Bombenangriffe. Der schwerste Bombenangriff - der "Tausend-Bomber-Angriff" - am 30. Mai 1942 fordert 480 Tote und 5.000 Verletzte - etwa 5.000 Häuser werden zerstört und rund 45.000 Menschen werden obdachlos. Bis zum 2. März 1945 folgen 261 weitere Luftangriffe: etwa 90 Prozent der Stadt werden zerstört - die Bevölkerungszahl sinkt bis zum Kriegsende 1945 von etwa 800.000 auf 40.000 Einwohner.
11. bis 14. April 1945
Köln wird von US-Truppen besetzt. Am 21. Juni wird die US-Militärbesatzung jedoch von den Briten abgelöst.
Mai 1952
Die Stadt Köln unterzeichnet die erste Städtepartnerschaft mit Liverpool/Großbritannien. Bis heute folgen weitere Partnerschaften mit:
Zudem bestehen Partnerschaften mit den Berliner Bezirken Neukölln (seit 1967) und Treptow-Köpenick (seit 1990).
30. August 1956
Anlässlich des 77. Deutschen Katholikentages wird der restaurierte Kölner Dom wiedereröffnet.
11. Oktober 1968
Zwischen dem Hauptbahnhof und dem Friesenplatz wird die erste Teilstrecke der neuen U-Bahn in Betrieb genommen.
1. Juli 1975
Wesseling wird in die Stadt Köln eingemeindet. Nach einer erfolgreichen Klage gegen diese Entscheidung wird es jedoch am 1. Juli 1976 wieder selbstständig.
5. September 1977
Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer wird von Terroristen der "Rote Armee Fraktion" (RAF) entführt, um inhaftierte RAF-Mitglieder freizupressen.
10. bis 29. Juni 1988
Das Müngersdorfer Stadion gehört zu den Austragungsorten der 8. Fußball-Europameisterschaft in Deutschland.
Juni 1999
Kölner Doppelgipfel: am 3./4. Juni tagen die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union (EU) im Gürzenich. Zwei Wochen später - vom 18. bis 20. Juni - tagt der Weltwirtschaftsgipfel der sieben führen Industrienationen und Russlands (G8) in der Domstadt.
15. bis 29. Juni 2005
Das RheinEnergieStadion gehört zu den Austragungsorten des 7. Konföderationen-Pokals in Deutschland.
16. bis 21. August 2005
In der Domstadt findet der XX. Weltjugendtag statt. Neben rund 400.000 registrierten Pilgern aus 193 Ländern nehmen auch 759 Bischöfe - darunter 60 Kardinäle - sowie 10.000 Priester teil. Zudem sind etwa 7.700 Journalisten akkreditiert. Das Leitwort des Weltjugendtages lautet: "Wir sind gekommen, um IHN anzubeten" (Mt. 2,2). Im Mittelpunkt des Weltjugendtages steht vor allem der Besuch von Papst Benedikt XVI. in Köln.
9. Juni bis 9. Juli 2006
Das RheinEnergieStadion gehört zu den zwölf Austragungsorten der 18. Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland.
6. bis 10. Juni 2007
Der 31. Deutsche Evangelische Kirchentag findet in der Domstadt statt. Er steht unter dem Motto "Lebendig und kräftig und schärfer" (Heb. 4,12). Die Veranstaltungen werden von rund einer Million Menschen besucht.
3. März 2009
Das Historische Archiv der Stadt Köln stürzt ein. Es galt als größtes kommunales Archiv nördlich der Alpen und diente auch als Forschungsstelle für die Geschichtswissenschaft. Das Archiv verfügte über 65.000 Akten ab dem Jahr 922, 26 Regalkilometer Akten, 104.000 Karten und Pläne, 50.000 Plakate sowie 800 Nachlässe und Sammlungen. Etwa 85 Prozent des Archivgutes konnte jedoch leicht bis schwer beschädigt geborgen werden. Bis 2014 soll ein Neubau des Stadtarchivs erstehen.
Weitere Informationen zur Geschichte Kölns gibt es bei Wikipedia.
Informationen zur Geschichte der Bundesstadt Bonn gibt es ebenfalls bei Wikipedia.