Tobias Daniel - Online-Redakteur

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Wissenswertes rund um Hamburg


LIBERTATEM QUAM PEPERERE MAIORES DIGNE STUDEAT SERVARE POSTERITAS
Die Freiheit, die die Alten erwarben, möge die Nachwelt würdig erhalten.
(Inschrift über dem Eingangsportal des Rathauses und Wahlspruch der Hansestadt Hamburg)

Freie und Hansestadt Hamburg Hamburg gilt allgemein als das "Tor zur Welt", die "Schöne" und das "Hoch des Nordens". Diese Beschreibungen sind zwar eher unhanseatisch, doch den heimlischen Stolz auf ihre Stadt können auch die Hanseaten selbst nicht verbergen. Denn Hamburg zählt zu den schönsten Städten Deutschlands: neben Stadtleben pur bietet die Hansestadt auch zahlreiche Grün- und Wasserflächen sowie Kultur und Vergnügen.

Zudem hat Einwanderung in Hamburg eine Tradition - ein Umstand, der gerne auch als Grund für die Weltoffenheit der Stadt gilt. Bereits im 16. Jahrhundert flohen viele protestantische Niederländer nach in die Hansestadt. Später folgten portugiesische Juden und französische Adlige, die alle zur Entwicklung Hamburgs zu einer Kaufmannsstadt beitrugen. Heute leben über 282.000 Ausländer in der Stadt, die sich auf alle sozialen Schichten verteilen.

Auch einige Vorurteile können dem Ruf Hamburgs nichts anhaben. So regnet es in Hamburg auch nicht mehr als in anderen deutschen oder europäischen Städten. Und sollte doch einmal "Schietwetter" herrschen, gibt es genügend Möglichkeiten, sich in Hamburg die Zeit zu vertreiben.

Zu den weiteren Vorurteilen: Hamburg ist keineswegs eine kunstfeindliche Stadt - im Gegenteil. Neben der sprichwörtlichen Kaufmannsmentalität zeigten die Hanseaten auch immer Sinn für die schönen Künste. Denn zahlreiche Museen von internationalem Rang und eine vielfältige Theaterlandschaft bieten für jeden Geschmack etwas.

Und zu guter Letzt: Hamburg liegt ebenso wenig am Meer wie München in den Alpen. Die Hansestadt liegt vielmehr an der Elbe, deren Haupt- und Nebenarm den Tidehafen bilden. Und diese hat Hamburg erst zu einer wohlhabenden Stadt gemacht.

Hamburg und die Hanse

Die Hanse war eine Vereinigung niederdeutscher Kaufleute mit dem Ziel, die Überfahrt zu sichern sowie die gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen - besonders im Ausland - zu vertreten. Der Begriff leitet sich vom althochdeutschen Wort "hansa" ab und bedeutete "Gruppe", "Gefolge" oder "Schar". Vom 12. bis 17. Jahrhundert war die Hanse eine politische Kraft ersten Ranges in Europa ohne jedoch über eine eigene Souveränität zu verfügen. Ihre Mitglieder verblieben unter der Herrschaft ihrer weltlichen und geistlichen Fürsten. Entstanden war die Hanse um 1250 aus den Gemeinschaften der Nord- und Ostseehändler. Um 1400 hatte sie sich zu einer nordeuropäischen Großmacht entwickelt, der im Kern etwa 72 Städte angehörten und mit der weitere 130 Städte locker assoziiert waren.

Das höchste Leitungs- und Beschlussgremium war der Hansetag, der zwischen 1356 und 1669 meist in Lübeck tagte. Zu den wichtigsten Angelegenheiten, über die der Hansetag zu befinden hatte, waren beispielsweise die Ratifizierung von Verträgen, die Neuaufnahme oder Ausschluss von Mitgliedern, die diplomatischen Aktivitäten der Hanse sowie die Entscheidung über Krieg und Frieden, Wirtschaftssanktionen, finanzielle oder militärische Maßnahmen und die Schlichtung von Konflikten zwischen Hansestädten. Mit dem Dreißigjährigen Krieg fand die Hanse schließlich ihr endgültiges Ende.

Hamburg gehörte zu den wichtigsten Städten des Bundes. Bereits 1188 übernahm es das lübische Recht; im Jahre 1241 schloss Hamburg zudem einen Vertrag mit Lübeck über die Sicherung des Landweges zwischen beiden Städten. Im Jahre 1255 vereinbarten Hamburg und Lübeck eine gemeinsame Währung. Desweiteren wurde Latein durch Niederdeutsch als Amtssprache abgelöst. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts sicherte sich Hamburg zudem Handelsprivilegien in Flandern, England, Schweden, Norwegen und Frankreich.

So brachte die Hansezeit der Stadt einen ungeahnten Wohlstand, den Hamburg dazu verwendete, wichtige Besitztümer aus dem Umland zu erwerben. Außerdem wurden alle bedeutenden sakralen und weltlichen Bauten errichtet, ausgebaut oder vollendet - darunter der Mariendom oder die Hauptkirchen St. Petri, St. Katharinen und St. Jacobi. Mit dem Erstarken des Seehandels ging jedoch auch ein Aufschwung der Piraterie einher. Vor allem die Vitalienbrüder kaperten gegen Ende des 14. Jahrhunderts Hamburger Schiffe in der Nordsee. Im Jahre 1401 gelang Hamburg jedoch ein wichtiger Schlag gegen die Seeräuber, als es die Flotte des wohl bekanntesten Seeräubers Klaus Störtebecker aufbrachte.

Anknüpfend an die reiche Tradition wurde 1980 im niederländischen Zwolle die Neue Hanse gegründet. Mittlerweile zählt sie 178 Mitglieder aus 16 Staaten - darunter auch 100 in Deutschland und allein rund zwei Dutzend in Niedersachsen. Der neue Bund mit Sitz in Lübeck will einen Beitrag zur wirtschaftlichen, kulturellen, sozialen und staatlichen Einigung Europas leisten sowie die Zusammenarbeit zwischen den alten und neuen Hansestädten fördern. Ein Höhepunkt ist der alljährlich stattfindende Internationale Hansetag.


Zahlen und Fakten rund um Hamburg

  • Die Freie und Hansestadt Hamburg ist ein eigenständiges Bundesland. Neben Berlin und Bremen ist Hamburg daher auch einer der drei Stadtstaaten Deutschlands.
  • Im Dezember 2018 lebten 1.835.882 Menschen in der Hansestadt. Damit ist Hamburg die zweitgrößte Stadt Deutschlands nach Berlin sowie die sechstgrößte Stadt in der EU.
  • Zum gleichen Zeitpunkt waren in Hamburg 299.274 Ausländer gemeldet. Der Ausländeranteil lag damit bei 16,3 Prozent.
  • Mit 755,26 km² ist die Hansestadt auch flächenmäßig die zweitgrößte Stadt Deutschlands nach Berlin.
  • Zudem besitzt Hamburg mit 35,2 m² Wohnfläche pro Person eine der größten durchschnittlichen Wohnflächen aller Großstädte der Welt. Außerdem sind allein 15 Prozent des Stadtgebiets Grün- und Erholungsflächen.
  • Hamburg ist Mittelpunkt der Europäischen Metropolregion Hamburg - einer von insgesamt elf in Deutschland. Zu ihr zählen neben Hamburg noch 14 weitere Gebietsteile in Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Sie wurde 2005 gegründet und erstreckt sich über eine Fläche von 18.796 km² - in ihr leben derzeit 5,3 Millionen Menschen (Stand: 2015).
  • Neben den großen Grünflächen prägt auch Hamburgs dichtes Netz von Wasserwegen und -flächen das Gesicht der City. Dieses beträgt immerhin acht Prozent des Stadtgebietes. Allein die Gesamtfläche der Außenalster beträgt 1,6 km².
  • Die Hansestadt hat mit 2.485 Brücken mehr als Amsterdam und Venedig zusammen. Die Köhlbrandbrücke ist die größte Hängebrücke Deutschlands. Sie ist ein modernes Wahrzeichen Hamburgs und wurde zwischen 1970 und 1974 als Verbindung zwischen Norder- und Süderelbe erbaut. Die Elbbrücken dienen zudem seit 1887 als Verbindung zwischen Norder- und Süderelbe.
  • Die kulturelle Tradition Hamburgs reicht bis ins Mittelalter zurück. Neben der Hamburgischen Staatsoper und zwei Staatstheatern bieten 30 Privatbühnen und 50 Museen sowie insgesamt 313 Theater, Variètes, Kleinskunst- und Musikbühnen und 29 Kinos mit 97 Leinwänden eine große kulturelle Vielfalt an. Außerdem ist Hamburg die drittgrößte Musical-Stadt der Welt nach New York und London.
  • Zudem sind in Hamburg auch zahlreiche große Sportveranstaltungen - darunter zum Beispiel die HEW-Classics - in Hamburg zu Hause. Zudem sind der Hamburger SV und der HSV Hamburg bereits eine feste Größe in der jeweiligen Bundesliga. Auch das Eishockey-Team der Hamburg Freezers ist mittlerweile in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) vertreten.
  • Mit derzeit 98 Konsulaten (Stand: Mai 2017) steht Hamburg europaweit an erster Stelle und weltweit an dritter Stelle hinter New York und Hongkong.
  • Hamburg ist Sitz des flächenmäßig größten katholischen Erzbistums in Deutschland. Es umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern mit einer Gesamtfläche von 32.654 km² und 96 Pfarrgemeinden.
  • Seit 1958 befindet sich die Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Sie ist die höchste militärische Ausbildungsstätte in Deutschland.
  • Die Stiftung "Hamburger Öffentliche Bücherhallen" unterhält derzeit 32 Stadtbibliotheken und zwei Fahrbüchereien. Der Medienbestand umfasst derzeit mehr als 1,7 Millionen Bücher, Kassetten, Videos, Noten und Spiele.
  • Die Speicherstadt ist mit 500.000 m² der weltweit größte historische Lagerhauskomplex. Sie befindet sich im Freihafen und wurde zwischen 1885 und 1910 erbaut. Seit dem 5. Juli 2015 gehört die Speiecherstadt gemeinsam mit dem Kontorhausviertel zum UNESCO-Weltkulturerbe.
  • Mit dem Ohlsdorfer Friedhof besitzt Hamburg den größten Parkfriedhof der Welt. Mit 389 Hektar sowie einer Länge von 3,5 Kilometern in West-Ost-Richtung und einem Umfang von 11,5 Kilometern ist er zudem auch Hamburgs größte Grünanlage. Etwa 450 Nadelholz- und Laubarten gedeihen heute in dem Friedhof, der am 1. Juli 1877 eröffnet wurde. 17 Kilometer befahrbare Straßen führen heute durch das Gelände mit etwa 235.000 Grabstätten. Zahlreiche Hamburger Persönlichkeiten haben zudem ihre letzte Ruhestätte auf dem Ohlsdorfer Friedhof gefunden - darunter Hans Albers, Inge Meysel, Heinz Erhardt oder Loki Schmidt.
    Öffnungszeiten: 1. April bis 31. Oktober: 9-21 Uhr, 1. November bis 31. März: 9-18 Uhr
  • Hamburg ist der wichtigste Eisenbahnknotenpunkt Norddeutschlands mit Fernstrecken nach Westerland/Sylt, Flensburg, Lübeck, Bremen, Berlin und Kopenhagen. Das Hamburger Schnellbahnnetz umschließt zudem wichtige Bereiche der Stadt sowie des nördlichen Umlands. Mit etwa 450.000 Besuchern und Reisenden pro Tag gilt der Hauptbahnhof gemeinsam mit München als meistfrequentierter Personenbahnhof Deutschlands.
  • Die Hansestadt besitzt eines leistungsfähigsten U- und S-Bahn-Streckennetze in Deutschland. Es ist 1.091 Kilometer lang. Das Streckennetz im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) beträgt 14.946,9 Kilometer mit 9.948 Haltestellen. Allein im Jahr 2016 nutzten 770,5 Millionen Fahrgäste das Angebot des HVV. Zudem ist der HVV der älteste Verkehrsverbund der Welt. Mit 104,9 Kilometern verfügt die U-Bahn Hamburg über das drittlängste Streckennetz in Deutschland. Im Jahr 2016 beförderte sie etwa 232 Millionen Fahrgäste.
  • Im Jahre 1996 wurde mit dem HighTech-Bahnhof Alte Süderelbe der größte und modernste Güterbahnhof Europas in Betrieb genommen. Auf 24 Richtungsgleisen können hier täglich mehr als 1.000 Waggons bewegt und 160 Güterzüge zusammengestellt werden.
  • Zudem steht in Hamburg die weltweit größte Reparaturhalle für Fernbahnzüge. In der Betriebshalle mit 430 Metern Länge haben acht Züge nebeneinander Platz. Gebaut wurde sie für den "Intercity-Express (ICE)".
  • Die Hansestadt besitzt die größte Ansammlung von Einkaufspassagen in Europa. Zudem hat Hamburg in seiner Innenstadt die größten Einkaufspassagen Deutschlands nach Quadratmetern gemessen. Die meisten Passagen befinden sich im sogenannten Passagenviertel zwischen dem Rathaus- und dem Gänsemarkt. Der Bau der Einkausgalerien wurde zu Beginn der achtziger Jahre initiiert, um die Innenstadt wieder attraktiver zu machen. Bekannteste Passagen heute sind heute unter anderem das Hanse-Viertel, die Gänsemarkt-Passage, das Levantehaus oder der Bleichenhof. Auf insgesamt 9.400 m² großen Einkaufsmeile befinden sich heute insgesamt 13 Passagen.
  • Da die reichen Bürger aus alter Hamburger Tradition heraus auch wieder etwas von ihrem Reichtum zurückgeben, existieren derzeit mehr als 1.000 Stiftungen in Hamburg, die in allen Lebensbereichen der Stadt aktiv sind - ebenfalls ein Rekord in Deutschland.
  • Der älteste Leuchttum Europas ist der Hamburger Leuchtturm auf der Insel Neuwerk in der Nordsee. Er wurde 1300 erbaut und ist damit das älteste Gebäude der Hansestadt.
  • Der Internationale Seegerichtshof - eine Einrichtung der Vereinten Nationen - hat seinen Sitz in Hamburg.
  • Weitere Zahlen rund um Hamburg liefert das Statistikamt Nord.

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Wirtschaft im Überblick

  • Hamburg besitzt das höchste Pro-Kopf-Einkommen und die höchste Steuerkraft je Einwohner in Deutschland. Daher vergab die EU der Stadt das Prädikat "wohlhabendste Region der Europäischen Gemeinschaft".
  • Die Hansestadt ist nicht nur das größte Handelszentrum Deutschlands - hier haben auch die weltweit meisten Import- und Exportfirmen ihren Sitz. Zudem haben allein etwa 460 asiatische Unternehmen ihren Europasitz oder eine Niederlassung in Hamburg.
  • Der Hamburger Hafen ist der größte Deutschlands und nach Rotterdem der zweitgrößte in Europa.
  • Deutschlands modernster Bus-Port ist der Zentrale Omnibus-Bahnhof (ZOB) mit einer Gesamtfläche von etwa 11.000 m². Per Linienbus gelangen etwa 3,2 Millionen Passagiere in derzeit 27 Länder Europas. Damit ist der "ZOB" neben dem Flughafen und dem Hauptbahnhof die dritte große Säule Hamburgs im Fernverkehr.
  • Hamburg ist einer der bedeutendsten Medienstandorte Deutschlands. Derzeit zählt die Branche 14.063 Unternehmen mit rund 70.000 Beschäftigten - darunter die größte deutsche Nachrichtenagentur dpa oder der Axel-Springer-Verlag. Derzeit werden elf der 15 auflagenstärksten deutschen Zeitungen in Hamburg verlegt. Zudem sind 1.037 Filmfirmen, 1.278 Musikunternehmen sowie rund 2.000 Online-Firmen und die zehn größten Modelagenturen Deutschlands in Hamburg angesiedelt.
  • Die Hansestadt ist auch die deutsche Versicherungsmetropole. Über 100 Versicherungsunternehmen haben ihren Hauptsitz in Hamburg. Außerdem ist in Hamburg die einzige deutsche Versicherungsbörse angesiedelt.
  • Hamburg ist die Ölmetropole Deutschlands mit den Hauptsitzen der größten Ölgesellschaften.
  • In der Luft- und Raumfahrtindustrie ist Hamburg mit derzeit 30.000 Beschäftigten die Nummer Eins in Deutschland und weltweit führend.
  • Der größte Blumengroßmarkt Deutschlands befindet sich in der Hamburger Blumengroßmarkthalle.
  • Die Hansestadt ist der größte Papierumschlagplatz Europas. Über die Drehscheibe Hamburg werden Deutschland und die angrenzenden Länder mit dem Skandinavien importierten Papier beliefert.
  • Im Hamburger Freihafen befindet sich das größte Teppich-Handels- und Lagerzentrum der Welt. Zehn der bedeutendsten Länder für Orient-Teppiche lagern hier ihre Waren. Außerdem ist Hamburg der größte Handelsplatz für Pharma-Rohstoffe in aller Welt.
  • Die erste und größte Handelskammer Deutschlands befindet sich in Hamburg und wurde 1665 gegründet. Heute betreut sie etwa 160.000 Firmen.
  • Die erste und älteste Börse Nordeuropas ist ebenfalls in der Hansestadt zu finden und wurde bereits 1558 gegründet. Sie befindet sich in einem spätklassizistischen Bau, der 1841 fertiggestellt wurde und durch mehrere Erweiterungen mit dem Rathaus verbunden ist.
  • Mit 60 deutschen Banken und 37 Auslandsbanken ist Hamburg der größte deutsche Bankenplatz. Zudem haben weitere 135 Banken ihren Sitz in Hamburg. Die Berenberg-Bank - gegründet 1590 - ist die älteste Privatbank Deutschlands und eine der ältesten der Welt. Die Hamburgische Sparkasse (HASPA) ist mit einer Bilanzsumme von 43,5 Millionen Euro (Stand: 31.12.2016) und über 5.000 Mitarbeitern die größte Sparkasse Deutschlands.
  • Zudem haben derzeit über 100 Versicherungen ihren Hauptsitz in der Hansestadt. Die Hamburger Feuerkasse ist die älteste Versicherungsanstalt der Welt. Sie wurde 1676 gegründet. Zudem besitzt Hamburg die einzige Versicherungsbörse in Deutschland.
  • Hamburg ist nicht nur einer der weltweit führenden Umschlägplätze für Gewürze und der größte deutsche Importhafen für Kaffee. Allein an Gewürzen werden 41.000 Tonnen jährlich umgeschlagen.
  • Europas größter Transithafen für Rohkakao liegt ebenfalls in Hamburg. Etwa 150.000 Tonnen werden jährlich in Hamburg importiert und nach Deutschland sowie in die Länder Nord- und Osteuropas weiter transportiert.
  • Die größte Reederei Deutschlands ist die Hapag-Lloyd AG in Hamburg. Die älteste deutsche Reederei ist die "Rob. M. Sloman & Co.". Sie wurde 1793 gegründet.
  • Die Philipps Medizin Systeme GmbH ist Deutschlands größtes Unternehmen für medizinische Geräte.
  • Die Neumann Kaffee Gruppe ist das größte Kaffeehandelshaus der Welt.
  • Das größte Getreidehandelshaus Europas ist Toepfer International.
  • Der Otto-Versand mit Sitz in Hamburg ist das weltweit größte Versandhaus.
  • Das Möbelhaus "Hannelore Greve" ist das weltweit größte Handelshaus für englische Stilmöbel. Auf 13.000 m² Ausstellungsfläche werden original englische Reproduktionen und Antiquitäten angeboten.
  • Die Helm AG ist der größte Handelspartner für Chemie- und Pharmastoffe der Welt.
  • Der größte Flüssigstoff-Spediteur Europas ist die Hoyer GmbH. Sie ist in über 80 Ländern mit fast 5.200 Mitarbeitern vertreten.
  • Das größte Düngemittel-Handelshaus Europas ist die Helm Düngemittel GmbH mit Sitz in Hamburg.
  • Die Arubis ist der größte Kupferhersteller Westeuropas. Die Jahresproduktion beträgt etwa 350.000 Tonnen raffiniertes Kupfer.
  • Einer der größten Elektronikkonzern Europas und der Welt ist die deutsche Philips GmbH. Die Muttergesellschaft wurde 1891 als Lampenfabrik in Eindhoven/Niederlande gegründet.
  • Das weltweit modernste Branchentelefonbuch - die "Gelben Seiten" - wird im Verlag "Dumrath & Fassnacht" aufgelegt.
  • Mit Steinway & Sons hat der weltweit größte Hersteller von Konzertflügeln seit 1853 seinen Sitz in Hamburg. Das Unternehmen deckt etwa 90 Prozent des weltweiten Bedarfs an Konzertflügeln und besitzt über 100 Patente. Zudem hat mit der Rudolf von Beckerath Orgelbau GmbH der größe Orgelbauer Norddeutschlands seinen Sitz in Hamburg.
  • Die Lufthansa-Technik ist einer der weltweit größten Anbieter für luftfahrttechnische Dienstleistungen. Sie ist zudem das größte Unternehmen ihrer Art in Europa.
  • Der längste Forschungstunnel Europas mit einer Länge von 33 Kilometern entsteht im Forschungszentrum DESY. Dort befindet sich zudem die weltweit erste und einzige Elektron-Proton-Speicherring-Anlage namens Hera. Sie ist zudem einer der der größten Teilchenbeschleuniger überhaupt.
  • Das weltweit modernste und höchstentwickelte Seeverkehrs-Daten-Kommunikationssystem heißt Dakosy und befindet sich in Hamburg.

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Sehenswürdigkeiten

  • Das Rathaus wurde zwischen 1886 und 1897 von einer Architektengemeinschaft unter der Leitung von Martin Haller erbaut. Wegen des morastigen Untergrunds steht es auf 4.000 Rammpfählen. Das Rathaus ist 112 Meter lang, 70 Meter breit und am Turm 112 Meter hoch. Die Fassade ist im Neo-Renaissance-Stil gehalten, im Innern weist es ein Stilgemisch von Renaissance, Barock und Klassik auf.
    Besichtigungen außerhalb der Senatssitzungen: Montag bis Freitag 10-17 Uhr, Samstag 10-17 Uhr, Sonntag 10-16 Uhr mit Führung.
  • Der Jungfernstieg mit seiner Baumallee dient heute als Einkaufs- und Promenadenstraße. Früher gingen hier die Familien spazieren und führten ihre unverheirateten Töchter - die "Jungfern" - aus. Schon im 19. Jahrhundert säumten hier bereits noble Hotels die Straße.
  • Die Alsterarkaden stehen an der Kleinen Alster zwischen dem Jungfernstieg und dem Ratshausmarkt. Sie wurden 1843 von Alexis de Chateauneuf als Ladenpassage erbaut. Dabei ist das Warenangebot bis heute gleich geblieben: neben Schmuck und Mode gibt es hier auch Porzellan und Schokolade zu erstehen.
  • Der Gänsemarkt war ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, von dem aus die wichtigsten Straßen nach Norden führten. Heute wird er gesäumt von Kontorhäusern, die in der zweiten Hälfte des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts gebaut wurden. In ihnen befinden sich heute Geschäfte, Lokale und Kinos. An der westlichen Seite befindet sich zudem die Finanzbehörde.
  • In den teils sehr sehenswerten Kontorhäusern des Neuen Walls befinden sich heute zahlreiche alteingesessene Geschäfte. "Very british" geht es dabei unter anderem auch bei "Ladage & Oehlke" zu - einem Herrenaustatter, der bereits seit 160 Jahren feinste englische und hanseatische Kleidung anbietet. Weiterhin beachtenswert: das Gutruf-Haus - letztes vor dem Ersten Weltkrieg erbautes Kontorhaus - und das Görtz-Palais, eines der seltenen Barockhäuser in Hamburg, dass 1710 errichtet wurde.
  • Ab 1850 zog die feine Gesellschaft Hamburgs in die Wohngebiete westlich der Alster. Um eine Verbindung zwischen dem Jungernstieg und dem Dammtorbahnhof zu schaffen, wurden 1876/77 die Colonnaden als Privatstraße angelegt. Dort entstanden unter der Regie der Gebrüder Ernst und Adolf Wex herrschaftliche Etagenwohnhäuser im Stil der Neorenaissance. Zwischen 1974 und 1978 wurde die Straße in eine Fußgängerzone umgewandelt.
  • Zwischen 1901 und 1903 wurde zudem der Dammtor-Bahnhof errichtet, der wie ein repräsentatives Eingangstor zum "Viertel der Reichen" wirkt. Kaiser Wilhelm II. stieg hier aus, wenn er die Hansestadt besuchte. Benannt ist der Bahnhof nach dem Dammtor - dem Stadttor Hamburgs in Richtung Norden.
  • Der Hauptbahnhof wurde am 6. Dezember 1906 eröffnet. Er wurde von den Berliner Architekten Heinrich Reinhardt und Georg Süßenguth entworfen. Die Neue Wandelhalle wurde am 1. Juni 1991 eröffnet: sie bietet heute auf 7.600 m² und zwei Etagen zahlreiche gastronomische Betriebe und namhafte Läden.
  • Die verkehrsberuhigte Mönckebergstraße - auch kurz "Mö" genannt - verbindet den Hauptbahnhof mit dem Rathausmarkt. Neben den "Großen Bleichen" ist sie heute eine der beliebtesten Einkaufsmeilen Hamburgs. Sie lockt täglich etwa 250.000 Passanten und Straßenmusiker aus aller Welt an. Benannt ist das Boulevard nach dem Hamburger Bürgermeister Johann Georg Mönckeberg (1838-1908).
  • Hamburgs Innenstadtkanäle werden "Fleete" genannt. In früheren Zeiten waren sie nicht nur die wichtigsten Verkehrswege. Sie dienten auch der Trinkwasserentnahme, der Abasserentsorgung und häufig sogar der Müllentsorgung. Mit der Reinigung der Kanäle wurden die sogenannten "Fleetenkieker" betraut. Heute kümmert sich der Verein "De Fleetenkieker" um den Schutz der Wasserstraßen und ihrer Uferanlagen. Heute sind die Fleete insgesamt 62 Kilometer lang. Der Nikolaifleet ist eines der letzten übrig gebliebenen Fleete in der Innenstadt. Hier finden sich noch viele alte Häuser und Speicher, die oftmals sehr schön restauriert wurden.
  • Als lebende Wahrzeichen der Hansestadt gelten die Schwäne auf der Binnen- und Außenalster. Bereits 1591 hatte die Stadt Hafer, Gerste und anderes Getreide für die Tirere bereit gestellt. Im Jahre 1664 wurden die Tiere schließlich vom Hamburger Rat unter besonderen Schutz gestellt. Die Schwäne wurden fortan nicht mehr als wilde Tiere angesehen - es war unter Strafe verboten, sie zu "beleidigen", zu verletzen oder zu töten. Seit 1818 kümmert sich eigens ein von der Stadt bezahlter "Schwanenvater" um die Tiere. Er versorgt sie mit Futter, behandelt verletzte Tiere und bringt die Schwäne im Winter auf den eigens für sie eisfrei gehaltenen Mühlenteich in Eppendorf.
  • Der Alte Elbtunnel wurde zwischen 1907 und 1911 als erste Flussuntertunnelung des Kontinents gebaut. Er verbindet die Werftinsel Steinwerder mit St. Pauli und ist 426,5 Meter lang. Heute sind die Arkaden eine exklusive Ladenpassage mit Geschäften, Cafés und Restaurants.
  • Die Alte Post wurde zwischen 1845 und 1847 - ebenfalls von de Chateauneuf - im Stil der toskanischen Rennaissance erbaut. Vorbild ist der Palazzo della Signora in Venedig. Zwischen 1968 und 1971 wurde das Gebäude renoviert. Seitdem wird es als Geschäftshaus mit Ladenpassagen genutzt.
  • Das Bismarck-Denkmal wurde am 2. Juni 1906 eingeweiht. Auf einem unterkellerten Plateau steht die Grantifigur des ehemaligen deutschen Reichskanzlers Otto von Bismarck. Mit insgesamt 34,6 Metern ist es eines der größten Denkmäler Deutschlands.
  • Ein Wahrzeichen der Hansestadt ist der Wasserträger "Hummel", der eigentlich Johann Wilhelm Bentz (1787-1854) hieß. Bei seiner schweren Arbeit wurde er oft von den Straßenkindern mit dem Spottnamen "Hummel, Hummel" geneckt. Der Hummelbrunnen befindet sich im Rademachergang am Großneumarkt in der nördlichen Neustadt. Dieser war bereits im 17. Jahrhundert der Hauptplatz des Stadtviertels. Heute befinden sich zudem in der Umgebung des Großneumarkts zahlreiche Kneipen, Lokale und Restaurants.
  • Sein weibliches Pendant ist die "Zitronenjette" - mit bürgerlichem Namen Henriette Marie Müller (1841-1916). Gegen Ende des 19. Jahrhunderts pries sie in den Bars und Kneipen der Stadt ihre gelben Südfrüchte an. Im August 1894 wurde sie jedoch wegen Trunkenheit und geistiger Verwirrung in die Anstalt Friedrichsberg eingewiesen, wo sie ihre letzten Lebensjahre verbrachte. Noch zu Lebzeiten feierte ein nach ihr benanntes Theaterstück seine Premiere im heutigen St. Pauli Theater. Heute erinnert eine Bronzestatue in der Ludwig-Erhard-Straße nahe des "Michel" an das Hamburger Original.
  • Das Chilehaus ist heute das bekannteste Gebäude im Hamburger Kontorhausviertel. Es wurde zwischen 1922 und 1924 errichtet. Auftraggeber war der Kaufmann Henry B. Sloman, der mit Chile Handel trieb.
  • Auf dem Fischmarkt versorgten sich früher die Hausfrauen mit frischem Fisch. Frisch angelandeten Kutterfisch findet man hier zwar nicht mehr. Dafür wird hier nun jeden Sonntag zwischen 5.00 und 10.00 Uhr morgens vom Kleintier über Obst bis zu Flohmarktartikeln alles Denkbare verkauft.
  • Vom Matjes bis zum Katerschinken gibt's so einiges auf dem Goldbekmarkt. Rund 52 Bauern und Fischer aus dem Hamburger Umland verkaufen Dienstags, Donnerstags und Sonntags am Goldbekufer ihre Produkte.
  • Hamburg hat keinen Zoo, sondern Hagenbecks Tierpark. Dieser wurde 1907 von Carl Hagenbeck als erster Tierpark der Welt gegründet, in dem die Tiere in Freigehegen und nicht mehr in Käfigen gehalten wurden. Heute sind auf dem rund 25 Hektar großen Gelände mit etwa 14.300 Tieren in 510 Arten (Tierpark und Tropen-Aquarium) zu sehen.
    Öffnungszeiten: 1. Januar bis 2. März 2018 und 28. Oktober 2018 bis 1. März 2019: 9-16.30 Uhr;
    3. März bis 30. Juni 2018 und 1. September bis 27. Oktober 2018: 9-18 Uhr; 1. Juli bis 31. August 2018: 9-19 Uhr (Tropenaquarium: täglich 9-18 Uhr; 1. Juli bis 31. August 2018 bis 19 Uhr;
    24. und 31. Dezember 2018 bis 13 Uhr)
  • Die protestantische Sankt-Katharinen-Kirche entstand im 14. und 15. Jahrhundert. Während des Zweiten Weltkrieges zerstört, wurde sie zwischen 1950 und 1955 wieder aufgebaut. Ihr Kirchturm gilt als einer der schönsten in Norddeutschland. Im Innern der Kirche erinnert heute eine Gedenktafel an das 1957 gesunkene Segelschulschiff "Pamir".
    Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10-17 Uhr, Samstag/Sonntag 11-17 Uhr
  • Die Krameramtswohnungen wurden 1676 gebaut. Die fünf kleinen zweistöckigen Fachwerkhäuser sind die letzten ihrer Art in Hamburg und ein Stück althamburgische Geschichte. In ihnen wohnten einst die Witwen der Krämer. Heute gibt es dort neben einigen Restaurants auch ein Museum, in dem eine historische Krameramtswohnung mit Möbeln aus der Zeit um 1850 zu sehen ist.
    Öffnungszeiten der Museumswohnung: 1. April bis 31. Oktober: Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr;
    1. November bis 31. März: Samstag/Sonntag 10-17 Uhr
  • Das einzige noch erhaltene Ensemble althamburgischer Kaufmannsbauweise ist in der Deichstraße westlich des Nikolaifleets erhalten. Die Gebäude stammen aus der Zeit zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert. Nicht weit entfernt steht zudem das Sloman-Haus - das Kontorhaus der ältesten Reederei Hamburgs. 1793 gründeten der englische Kapitän William Sloman und seine Söhne die Reederei. 1859 war sie mit 21 Schiffen die größte Reederei der Hansestadt. Das Kontorhaus wurde 1908/09 nach Entwürfen von Martin Haller und Hermann Geißler errichtet.
  • Die katholische Domkirche Sankt Marien im Herzen St. Georgs ist der Sitz des Weihbischofs und des Generalvikars für Hamburg und Schleswig-Holstein. Sie wurde 1893 im neo-romanischen Stil erbaut und ist damit der erste katholische Kirchenbau Hamburgs seit der Reformation.
  • Die Sankt-Michaelis-Kirche - auch "Hamburger Michel" genannt - ist das Wahrzeichen Hamburgs und einer der bedeutendsten Barockbauten Norddeutschlands. Das 132 Meter hohe Wahrzeichen wurde zwischen 1751 und 1762 erbaut und nach mehrfacher Zerstörtung wieder aufgebaut. Der "Michel" besitzt zudem die mit 24 Metern größte Turmuhr Deutschlands.
    Öffnungszeiten: November bis April: täglich 10-18 Uhr, Mai bis Oktober: täglich 9-20 Uhr
  • Älteste protestantische Hauptkirche Hamburgs ist die Sankt-Petri-Kirche. Sie wurde erstmals 1195 erwähnt. Der mehrstufige Backsteinbau stammt aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Im Innern der Kirche befinden sich einige alte Kunstwerke.
    Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10-18.30 Uhr, Donnerstag bis 19 Uhr, Samstag 10-17 Uhr, Sonntag 9-20 Uhr
  • Die Hamburger Nikolai-Kirche gehörte zu den ältesten Kirchen der Stadt. So wurde die Gemeinde bereits 1195 gegründet. Der mittelalterliche Kirchenbau und der barocke Turm wurden jedoch 1842 durch den großen Brand zerstört. Nach erneutem Aufbau wurde die Kirche jedoch 1943 durch den Bombenhagel während des Zweiten Weltkrieges zerstört. Nur der 147,3 Meter hohe Kirchturm - heute der drittgrößte Deutschlands - blieb stehen. Als Mahnmal dient er heute als Dokumentationszentrum, das zu einer internationalen Begegnungsstätte ausgebaut wurde. Heute finden hier nicht nur Theateraufführungen oder Vorträge statt, sondern auch wechselnde Ausstellungen, die an die Umstände der Zerstörung erinnern sollen.
    Öffnungszeiten: Mai bis September: täglich 10-20 Uhr, Oktober bis April: täglich 10-17 Uhr
  • Die Sankt-Pauli-Landungsbrücken sind schwimmende Pontons, die mit Brücken am Ufer festgemacht sind, um den Tidenhub von 3,40 Meter zwischen Ebbe und Flut ausgleichen zu können. Die 688 Meter lange Anlegestelle wurde von 1906 bis 1910 für die Personendampfer der Überseelinien gebaut. Im Mittelpunkt steht das 200 Meter lange Empfangsgebäude. Seit einigen Jahren liegen nahe den Landungsbrücken der Bananen-Frachter "Cap San Diego" und die Dreimastbark "Rickmer Rickmers" als Museumsschiffe vor Anker. Heute gelten sie als Herzstück des Hamburger Hafens.
  • Die Speicherstadt entstand zwischen 1885 und 1910 als weltweit größter historischer Lagerhauskomplex. Noch heute lagern hier Kaffee, Tee, Kakao, Teppiche und hochwertige Elektronik. Zudem befindet sich in der Speicherstadt das größte Lager für Orientteppiche der Welt. Ein weiterer Höhepunkt: das Projekt "Lichtkunst Speicherstadt".
  • Direkt neben der Speicherstadt soll auf ehemaligem Hafengebiet die Hafencity entstehen. Bis 2025 sollen hier auf 155 Hektar Wohnungen für 12.000 Menschen sowie Einzelhandels- und Gewerbeflächen entstehen.
  • Das Miniatur-Wunderland gibt es seit 2001 im Herzen der Speicherstadt. Mit einer Fläche von ca. 1.300 m² ist es die derzeit größte digital gesteuerte Modellbahnanlage der Welt.
    Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9.30-18 Uhr, Dienstag bis 21 Uhr, Freitag bis 19 Uhr, Samstag 8-21 Uhr, Sonntag 8.30-20 Uhr
  • Hamburg hat etwa 40 Theater - von der kleinen Privatbühne bis bis zum größten Sprechtheater Deutschlands: dem Deutschen Schauspielhaus. Entsprechend vielfältig ist auch das Repertoire: von der Komödie über Kleinkunst, Avantgarde und Laienspiel bis zum Klassiker. Weitere bekannte Theater: das Thalia-Theater, das Ernst-Deutsch-Theater und das Ohnsorg-Theater.
  • Die Operntradition ist in Hamburg mittlerweile drei Jahrhunderte alt. Die erste Spielzeit begann bereits am 2. Januar 1678. Heute gehört die Hamburgische Staatsoper zu den führenden Bühnen der Welt. Sie ist zudem die älteste Bürgeroper Deutschlands.
  • Die Hamburger Kammerspiele wurden 1919 gegründet und waren einst Mittelpunkt des jüdischen Lebens im Grindel-Viertel. Im Dezember 1945 wurden sie unter der Leitung von Ida Ehre wiedereröffnet. In den 1990er Jahren wurden die Kammerspiele zu einer der herausragenden Adressen für gehobenes Unterhaltungstheater.
  • Legendär: die Große Freiheit. In der Halle zwischen Tabledance-Schuppen und Strip-Bars begann in den sechziger Jahren die Karriere der Beatles. Heute spielen hier Bands wie die Brit-Popper Blur und Coldplay.
  • Die wohl berühmteste Vergnügungsmeile Hamburgs ist zweifellos die Reeperbahn im Stadtteil St. Pauli. Sie entstand bereits im 19. Jahrhundert, ist jedoch nicht einmal einen Kilometer lang. Hier befindet sich auch das Operettenhaus, in dem jahrelang das erfolgreich Musical "Cats" lief. Ebenfalls legendär: das Café Keese, Schmidts Tivoli und das Polizeirevier Davidwache.
  • Ebenso legendär: das Hotel Atlantic. Das "weiße Schloss an der Alster" gilt seit 1909 als absoluter VIP-Treff. Gäste waren unter anderem Ex-Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher, der frühere russische Präsident Boris Jelzin, die Schriftstellerin Isabel Allende, der Magier David Copperfield, Schauspieler wie Tom Cruise und Sir Anthony Hopkins oder Musiker wie Michael Jackson und Madonna.
  • Bei den Hamburgern besonders beliebt ist der Park "Planten un Bloomen" in der Hamburger Innenstadt. Das 45 Hektar große Gelände bietet neben Ruhe und Erholung zahlreiche Unterhaltungsmöglichkeiten. Im Musikpavillon finden von Mai bis Oktober Konzerte und Kinderfeste statt. Auf dem Parksee finden vom 1. Mai bis 30. September allabendlich Wasserkonzerte statt. Das Teehaus im Japanischen Garten - dem größten Europas - ist von Mai bis Oktober jeweils Dienstags und Sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Zweimal im Monat werden dort Teezeremonien abgehalten. Ebenfalls empfehlenswert: eine Führung durch den Apothekergarten sowie ein Besuch des Tropenhaus und des Rosengartens.
    Öffnungszeiten: 1. Oktober bis 31. März: täglich 7-20 Uhr, 1. bis 30. April: täglich 7-22 Uhr,
    1. Mai bis 30. September: täglich 7-23 Uhr
  • Nahe des Parks befindet sich auch das Congress Centrum Hamburg (CCH), das 1973 nach dreijähriger Bauzeit fertig gestellt wurde. Es ist eines der modernsten und größten Kongresszentren Europas und gehört auch weltweit zur Spitzengruppe bei den internationalen Kongressen. Durchschnittlich finden im CCH pro Jahr etwa 200 Kongresse und Tagungen mit etwa 150.000 Teilnehmern statt. Hinzu kommen etwa 200 Kultur- und Gesellschaftsveranstaltungen mit etwa 400.000 Besuchern. Auf den etwa 4.500 m² Ausstellungsfläche bieten die 19 Säle etwa 10.000 Gästen Platz. Hinzu kommen bis zu 20 kleinere Säle, deren Größen 30 bis 3.000 Plätzen variieren.
  • In der Nähe liegen die zwölf Messehallen der 1972 gegründeten Messe Hamburg mit einer Bruttoausstellungsfläche von 64.900 m² und einer Außenfläche von 8.500 m². Jedes Jahr finden hier etwa 40 Messen, Ausstellungen und weitere Veranstaltungen mit etwa 10.000 Austellern und über einer Million Besuchern statt. Zu den Highlights gehören unter anderem die Bootsausstellung "hanseboot" oder die Gastronomiefachmesse "INTERNORGA" statt.
  • Im Gebäudekomplex des CCH ist auch der 120 Meter hohe Hotelturm des "Radisson SAS" angesiedelt. Er ist zudem nicht nur das höchste Hotel der Hansestadt. Mit über 1.000 Zimmern ist das "Radisson" auch das größte Hotel Hamburgs.
  • Höchstes Gebäude der Stadt ist jedoch Fernsehturm oder "Heinrich-Hertz-Turm" - benannt nach dem Physiker Heinrich Hertz. Im Volksmund wird der Turm auch "Telemichel" genannt - in Anlehnung an die Hamburger Michel. Der Turm wurde von 1965 bis 1968 in Stahlbetonweise erbaut und erreicht eine Gesamthöhe von 279,2 Meter. Der Turm dient unter anderem der Ausstrahlung von Fernseh- und Radioprogrammen. In etwa 128 Metern Höhe befindet sich eine Aussichtsplattform für Besucher, darüber eine drehbare Plattform für Gastronomie und Veranstaltungen.
  • Das Hochhäuser auch unter Denkmalschutz stehen können, beweisen die zwölf Grindelhochhäuser mit acht bis 14 Geschossen. 1946 wurde mit deren Bau begonnen. Ursprünglich sollten sie der britischen Militärregierung als Sitz dienen. 1956 wurden die Häuser schließlich als erste Hochhäuser Deutschlabnds fertiggestellt. Mit ihren modernen Wohnungen und hellen Ateliers sorgten sie seiner Zeit für große Aufregung.
  • Ein ebenfalls beliebtes Ausflugsziel ist Blankenese. Das ehemals kleine Fischerdorf hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem vornehmen Vorort entwickelt. Entlang der Elbe gibt es viele Wanderwege und Cafés.
  • Im Westen von Hamburg liegt am Elbufer das kleine Lotsendorf Övelgönne. Die Häuser stammen teilweise noch aus dem 18. Jahrhundert. Mit ihren Gartenanlagen sind sie durchaus sehr sehenswert. Besonders empfehlenswert ist dieses Gebiet auch für Spaziergänger.
  • Weltberühmt ist auch die Schiffsbegrüßungsanlage Willkommhöft in Wedel. Täglich wird hier von 8 Uhr morgens bis Sonnenuntergang - im Sommer bis 20 Uhr - jedes ein- und auslaufende Schiff über 500 Bruttoregistertonnen (BRT) begrüsst.
  • Wer sich für Schlösser interessiert, der sollte Schloss Ahrensburg einen Besuch abstatten. Das Renaissance-Wasserschloss wurde 1595 erbaut und dient seit 1938 als Museum mit wertvollem Mobiliar sowie mit einer Gemälde- und Portraitsammlung aus dem 18. und 19. Jahrhundert.
    Öffnungszeiten: März bis Oktober: Dienstag bis Donnerstag, Samstag/Sonntag 11-17 Uhr, November bis Februar: Mittwoch, Samstag und Sonntag 11-17 Uhr
  • Die einzige aus dem Mittelalter noch erhaltene Schlossanlage in Hamburg ist Schloss Bergedorf. Es wurde im 13. Jahrhundert angelegt und mehrfach umgebaut. Seit 1955 ist hier ein Museum eingerichtet.
    Öffnungszeiten: 1. April bis 31. Oktober: Dienstag bis Donnerstag 10-17 Uhr, Samstag/Sonntag 10-18 Uhr, 1. November bis 31. März: Dienstag bis Donnerstag 12-16 Uhr, Samstag/Sonntag 11-17 Uhr
  • Besonderer Beliebtheit bei Wanderfreunden und Familien erfreut sich auch das Alte Land südlich der Elbe. Hier stehen noch viele alte Bauernhäuser und einige alte Kirchen. Seit dem 13. Jahrhundert wird hier zudem vorwiegend Obst angebaut. Heute gilt das Alte Land als das nördlichste und größte Obstanbaugebiet Europas.
  • Der Sachsenwald außerhalb Hamburgs ist mit 70 km² das größte geschlossene Waldgebiet. Otto von Bismarck erhielt ihn am 24. Juni 1871 von Kaiser Wilhelm I. als Geschenk für seine Verdienste um die Reichsgründung. Noch heute sind große Teile des Gebiets im Familienbesitz der Bismarcks. Neben dem Bismarck-Museum und der Bismarck-Stiftung können auch Bismarcks Mausoleum, ein Schmetterlingsgarten und der Lokschuppen Aumühle besucht werden.
  • Lohnende Ausflugsziele für Tierfreunde in der näheren Umgebung Hamburgs sind zudem der Serengeti Safaripark Hodenhagen und der Wildpark Schwarze Berge.
  • Besonders empfehlenswert für Vogelfreunde: ein Besuch im Vogelspark Walsrode - dem größten Vogelpark der Welt. Auf einer Fläche von 24 Hektar sind hier mehr als 4.000 Vögel in 675 Arten aus allen Kontinenten und Klimazonen heimisch. Die Saison läuft vom 17. März bis 28. Oktober 2018.
    Öffnungszeiten: täglich ab 10 Uhr. Die Schließzeiten variieren saison- und wetterbedingt. Im Winter geschlossen!
  • Im Südosten Hamburgs - zwischen Elbe und Geestkante - liegen die Vier- und Marschlande - ein rund 130 km² großes Gebiet für Gemüseanbau und Blumenzucht. Hier befinden sich auch alte und reichverzierte Bauernhäuser und Kirchen.
  • Rund 50 Kilometer von Hamburg entfernt liegt an der Ostsee die Hansestadt Lübeck. Im Mittelalter war die Stadt im Vergleich zu Hamburg sogar die bedeutendere Handelsstadt. Erst durch den Nord-Ostsee-Kanal würde Lübeck von Hamburg als Hansestadt überflügelt. Heute spielen neben dem Handel auch Industrie und Tourismus eine entscheidende Rolle. Besonders berühmt ist Lübeck für seine gotische Altstadt und sein Marzipan. Kulturell bietet die Hansestadt zudem zahlreiche Museen, Kirchen und Theater.
  • Ebenfalls einen Ausflug wert ist die ehemalige Hansestadt Stade mit ihrer Bilderbuch-Altstadt. Deren Gebäude entstanden meist erst nach 1659. Stade ist allseits von Wasser umgeben und vor allem bei Sportschiffern ein beliebter Ankerplatz. Märkte wie im Mittelalter, Heimat- und Schützenfeste, Schwedenwochen und Altstadtfeste gehören zu den beliebtesten Ereignissen der Stadt. Zu erreichen ist die Stade entweder über die per Auto über die B 73 oder per Schiff mit dem Elbe-City-Jet. Veranstaltungshinweise gibt das Kultur- und Tagungszentrum Stadeum.
  • Etwa 120 Kilometer nordwestlich von Hamburg liegt im Wattenmeer vor der Elbmündung die Insel Neuwerk, die bereits seit über 700 Jahren zur Hansestadt gehört. Im Jahre 1299 erhielt Hamburg von den sächsischen Herzögen das Recht, auf der knapp 3 km² großen Insel einen Turm zu errichten. Dieser sollte als äußerter Vorposten die Schifffahrt auf der Elbe nach Hamburg vor Strand- und Seeräubern sichern. 1814 wurde der Leuchtturm umgebaut und gab der Insel mit "Dat Nige Werk" ihren heutigen Namen. Er diente hauptsächlich als Seezeichen für Schiffe, um die Elbe anzusteuern. Heute ist die Insel Neuwerk mit 33 Einwohnern ein Teil des "Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer".
  • Relativ leicht von Hamburg zu erreichen ist die Nordseeinsel Sylt. Mit knapp 100 km² ist sie die größte der Nordfriesischen Inseln. Weite Teile Sylts stehen heute unter Naturschutz, was die Insel sehr anziehend macht. Zudem ist sie auch ein beliebtes Urlaubsziel der deutschen Highsociety. Größter Ort der Insel ist Westerland - der einzige Ort auf Sylt mit Stadtrecht.
  • Während der Sommermonate startet von den Landungsbrücken aus der Großkatamaran "HSC Halunder Jet" nach Helgoland, der einzigen Hochseeinsel Deutschlands. Rund 1.150 Einwohner leben auf Helgoland, das im wesentlichen ohne Autos auskommt. Wahrzeichen der Insel ist der hoch aufragende, schmale Felsen "Lange Anna". Neben den vielen Tagesgästen genießt Helgoland auch einen hohen Erholungswert für Kurgäste.

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Museen

  • Im Museum für Hamburgische Geschichte lässt sich mehr über die politische Geschichte, die Entwickung und die Topographie der Hansestadt erfahren. Daneben gibt es Sonderausstellungen und Konzerte.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 10-17 Uhr, Sonntag bis 18 Uhr
  • Das Altonaer Museum bietet neben der Stadtgeschichte Altonas auch Austellungen zur Kulturgeschichte, Volkskunst und Landeskunde Norddeutschlands.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr, Montag geschlossen
  • Eine Außenstelle des Altonaer Museums ist das Jenisch-Haus, ehemaliger Landsitz des Hamburger Bausenators Martin Johann Jenisch dem Jüngeren (1793-1857). Es wurde zwischen 1831 und 1834 in klassizistischem Stil von Franz Gustav Forsemann und Karl Friedrich Schinkel erbaut. Seit 1927 befinden sich das Haus und der Jenisch-Park in öffentlichem Besitz. Die großen Repräsentationsräume sind im Stil des Klassizismus und des Biedermeier gehalten. Zudem werden in weiteren 14 Räumen Einrichtungen großbürgerlichen Stils von der Spätrenaissance bis zum Jugendstil gezeigt.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11-18 Uhr, Monatg geschlossen
  • Das Helms-Museum - Hamburger Museum für Archäologie und die Geschichte Harburgs wurde 1898 vom Hamburger Kaufmann und späteren Harburger Senator Heinrich Helms gegründet. Es präsentiert neben der Geschichte des größten Hamburger Stadtteils auch eine Darstellung der Vor- und Frühgeschichte Norddeutschlands. Heute besitzt es eine der größten Sammlungen archäologischer Objekte Norddeutschlands.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr
  • Der Museumshafen Övelgönne ist jederzeit zu besichtigen. Hier befinden sich rund 30 originalgetreu restaurierte Segelschiffe der norddeutschen Klein- und Küstenschifffahrt sowie Dampf- und Motorschiffe, die alle noch fahrbereit sind
  • Im November 2002 eröffnete im Baakenhafen das U-Bootmuseum Hamburg. Dort kann mit der U-434 eines der weltweit größten nicht-nuklearen U-Boote besichtigt werden. Sie wurde 1976 in den Dienst der sowjetischen Flotte gestellt und gehörte bis 2002 zur russischen Nordmeerflotte.
    Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 9-20 Uhr, Sonntag 11-20 Uhr
  • Die Port of Dreams - BallinStadt Auswandererwelt in Veddel ist eine Erlebnisausstellung lässt wieder die Zeit Hamburgs als Auswandererstadt lebendig werden. Etwa fünf Millionen Auswanderer haben allein zwischen 1859 und 1939 ihr Glück in der neuen Welt versucht. In drei originalgetreu rekontsrierten Schlaf- und Wohnpavillons können die Besucher die Geschichten der Auswanderer nacherleben.
    Öffnungszeiten: November bis April: täglich 10-16.30 Uhr, Mai bis Oktober: täglich 10-18 Uhr
  • Das Museum für Völkerkunde zeigt eine der bedeutendsten völkerkundlichen Sammlungen. Daneben gibt es Sonderausstellungen und völkerkundliche Vorträge.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr, Donnerstag bis 21 Uhr, Montag geschlossen
  • Im Museum der Arbeit informieren mehrere Daueraustellungen und Sonderschauen über den technischen und gesellschaftlichen Wandel seit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Außenstellen sind das Speicherstadtmuseum und das Hafenmuseum.
    Öffnungszeiten Museum für Arbeit: Montag 13-21 Uhr, Dienstag bis Samstag 10-17 Uhr, Sonn- und Feiertage 10-18 Uhr
    Öffnungszeiten Speicherstadtmuseum: April bis Oktober täglich 10-17 Uhr, Samstag/Sonntag bis 18 Uhr, November bis März täglich 10-17 Uhr
    Öffnungszeiten Hafenmuseum: Dienstag bis Freitag 10-17 Uhr, Samstag/Sonntag bis 18 Uhr Montag geschlossen. Während der Wintermonate geschlossen.
  • Seit 1992 bietet das Deutsche Zollmuseum am Rande der Speicherstadt einen Überblick über die Zollgeschichte vom Altertum bis zur Gegenwart.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr
  • Im Juni 2008 wurde das Internationale Maritime Museum im Kaispeicher B der Speicherstadt eröffnet. Auf einer Ausstellungsfläche von etwa 12.000 m² wird die Sammlung des Instituts für Schifffahrts- und Marinegeschichte des ehemaligen Springer-Vorstandsvorsitzenden Peter Tamm gezeigt, die einen Überblick über 3000 Jahre Schifffahrts- und Marinegeschichte gibt. Sie umfasst 26.000 Schiffsmodelle, 40.000 Konstruktionspläne, 5.000 Gemälde und Grafiken, mehr als 2.000 Filme, 1,5 Millionen Fotografien, 120.000 Bücher sowie zahlreiche nautische Geräte, historische Uniformen und Orden.
    Öffnungszeiten: täglich 10-18 Uhr
  • Das Spicy's Gewürzmuseum in der Speicherstadt wurde 1991 gegründet. Aufgabe des Erlebnismuseums ist es, die Verbraucher über Anwendung, Vorratshaltung und Qualität von Gewürzen zu informieren. Auf ca. 350 m² werden über 800 Exponate aus den letzten fünf Jahrhunderten ausgestellt. Zudem können 50 Originalgewürze angefasst, berührt und probiert werden. Übrigens: es ist derzeit das einzige Gewürzmuseum der Welt.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr, 1. Juli bis 31. Oktober täglich 10-17 Uhr
  • Kunstinteressierte können im Museum für Kunst und Gewerbe europäische Kunst von der Antike bis zur Gegenwart betrachten. Daneben gibt es eine Sammlung ostasiatischer Werke, Fotografie, die Hamburger Jugendstilsammlung und Sonderausstellungen. Es gilt als eines der bedeutendsten Museen Europas für angewandte Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr, Donnerstag bis 21 Uhr, Montag geschlossen
  • Ebenfalls für Kunstinteressierte zu empfehlen: ein Besuch in der Hamburger Kunsthalle. Sie ist mit etwa 20.000 m² Ausstellungsfläche eines der größten deutschen Kunstmuseen. Ob Malerei von der Gotik bis heute, Plastiken des 19. und 20. Jahrhunderts, Handzeichnungen, Grafiken, antike Münzen oder Medaillen von der Renaissance bis zur Gegenwart - hier sind alle europäischen Kunstrichtungen vertreten. Zudem werden ständig wechselnde Sonderausstellungen organisiert.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr, Donnerstag bis 21 Uhr
  • In den Deichtorhallen fand bis 1962 der Gemüse- und Obstgroßmarkt statt - bis 1983 auch der Blumengroßmarkt. Heute werden hier auf 6.000 m² Fläche wechselnde Austellungen zeitgenössischer Kunst gezeigt.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11-18 Uhr, jeder 1. Donnerstag im Monat bis 21 Uhr
  • Mit Briefen, Fotos, Autographen, Notendrucken und weiteren Gegenständen erinnert das Johannes-Brahms-Museum an einen der berühmtesten deutschen Komponisten.
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr
  • In einem restaurierten und denkmalgeschützen Haus befindet sich das erste Brillenmuseum Norddeutschlands. So findet der Besucher dort nicht nur historische Exponate wie Ohrenbügel- oder Klemmbrillen, sondern auch moderne Brillen aus den fünfziger, sechziger und siebziger Jahren.
    Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10-14 Uhr und 15-19 Uhr, Samstag 10-14 Uhr
  • Seit Februar 2004 besitzt der Hamburger SV sein eigenes Vereinsmuseum. Auf 560 m² erfährt der Besucher alles über den 1887 gegründeten Sportverein.
    Öffnungszeiten: täglich 10-20 Uhr (auch an den Spieltagen)
  • Das einzige Taxameter-Museum in Deutschland ist derzeit beim Hamburger Verband für das Personenverkehrsgewerbe beherbergt. Es besitzt eine kleine, aber nahezu einmalige Sammlung von Taxametern aus aller Welt.
    Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8-16 Uhr, Freitag 8-13 Uhr
  • Eisenbahnfans kommen im Verkehrsmuseum des VVM Museumsbahn am S-Bahnhof in Aumühle auf ihre Kosten. Der Verein Verkehrsamateure und Museumsbahn e. V. restauriert hier alte Lokomotiven, Eisenbahn-, Straßenbahn- und U-Bahnwagen aus Norddeutschland, die auch besichtigt werden können. Er pflegt und betreut auch die Dampf- und Dieselzüge der Strecke Kiel - Schönberg - Schönberger Strand.
  • Das Panoptikum ist das älteste und größte Wachsfigurenkabinett Deutschlands und hat bereits eine lange Tradition. Es existiert bereits seit 1879 und ist bis heute in Familienbesitz. Über 110 berühmte und berüchtigte Persönlichkeiten sind hier lebensecht und in voller Größe in Wachs gegossen - von Karl dem Großen über Martin Luther bis hin Angela Merkel, Papst Benedikt XVI. und Uwe Seeler. Sehenswert ist auch das "Medizinisch-historische Kabinett". Das Kabinett ist für Besucher ab etwa sechs Jahren geeignet.
    Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 11-21 Uhr, Samstag 11-24 Uhr, Sonntag 10-21 Uhr
  • Die Kunststätte Bossard in Jesteburg ist momentan das einzige Gesamtkunstwerk Deutschlands. Auf einem 30.000 m² großen Grundstück wurde eine Stätte geschaffen, welche die verschiedenen Künste - Malerei, Bildhauerei, Kunstgewerbe, Gartenkunst und Architektur - miteinander verbindet. Neben der Besichtigungsmöglichkeit bietet die Kunststätte Bossard auch eine ganzjähriges Veranstaltungsprogramm wie Lesungen, Vorträge und Kreativkurse wie Steinbildhauerei, Modellieren oder Porzellanmalerei.
    Öffnungszeiten: 1. März bis 31. Oktober: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr, 1. November bis 28. Februar: Samstag/Sonntag 10-16 Uhr
  • Das Hamburger Planetarium ist die größte Sternwarte in Norddeutschland und gehört zu den ältesten der Welt. Das 60 Meter hohe Gebäude wurde zwischen 1912 und 1915 von Fritz Schumacher erbaut. Kernstück des heutigen Museums ist die Projektionskuppel mit einem Durchmesser von 22 Metern. Sie ist damit die größte ihrer Art in Mitteleuropa. Dort können die Besucher Weltraumvergangenheit und -zukunft, Sonnen- und Mondfinsternisse, Nordlichter, Sternschnuppen und Raumfahrteffekte erleben.
    Öffnungszeiten: Montag/Dienstag 9-17 Uhr, Mittwoch/Donnerstag 9-21 Uhr, Freitag 9-22 Uhr, Samstag 12-22 Uhr, Sonntag 10-20 Uhr, Sonderregelungen an Feiertagen
  • Eine Übersicht aller Museen in der Hansestadt Hamburg bietet Wikipedia.

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Veranstaltungen

  • Das größte Volksfest für alle Nordlicher ist der Hamburger Dom, der dreimal im Jahr auf dem Heiligengeistfeld stattfindet. Mehr als 2,8 Millionen Besucher aus ganz Norddeutschland strömen jedes Jahr auf eines der größten Volksfeste in Deutschland.
  • Rund eine Million Besucher finden sich an einem im Mai auf dem Hamburger Hafengeburtstag ein. Traditionelles Kernstück: das Wasserprogramm unter anderem mit der Parade der Großsegler und Traditionsschiffe sowie das "Schlepperballett". Begleitet wird es von einem umfangreichen Rahmenprogramm in der "Hafenmeile" zwischen Speicherstadt und Fischauktionshalle.
  • Eines der größten Volksfeste nach dem Hafengeburtstag ist das Kirschblütenfest Anfang Mai. Seit 1968 feiert die japanische Gemeinde die kurze Zeit der Kirschblüte mit einem großen Feuerwerk an der Alster. Außerdem wird alle zwei Jahre eine neue Kirschblütenprinzessin gewählt.
  • Das größte Straßenfest des Sommers ist das Alstervergnügen an der Binnenalster. Musik, Pantomime, Buden und einiges mehr sind entlang der Alsterpromenaden, auf dem Rathausmarkt und dem Gänsemarkt zu finden.
  • Wer mehr über die britische Lebensart erfahren möchte, kann dies beim Britisch Flair im August. Seit 1991 veranstalten der Hamburger Polo-Club und der Verein "BCCG British Day e. V." das britische "Lifestyle Event", darunter mit schottischen Hochlandspielen oder Rugby- und Kricket-Spielen.
  • Die internationale Radelite trifft sich seit 1989 immer Anfang August zu den Vattenfall-Cyclassics - einem der zehn wichtigsten Eintagesrennen der Radsportsaison. Neben den Radsportprofis treten bis zu 14.000 Amateure auf der gleichen rund 250 Kilometer langen Strecke gegeneinander an.
  • Tennis der Spitzenklasse gibt es seit 1892 beim traditionellen Tennisturnier am Rothenbaum zu sehen. Nahezu alle Tennis-Größen sind jedes Jahr bei den German Open vertreten.
  • Einer der bedeutendsten Marathon-Läufe ist der Haspa Marathon Hamburg. Er findet seit 1986 statt und wird vom Hamburger Leichtathletik-Veband (HHLV) veranstaltet. Mittlerweile ist er der zweitgrößte Marathon Deutschlands.
  • Der ITU World Triathlon Hamburg ist bislang der einzige deutsche und einer der wenigen Triathlon-Weltcups. Etwa 100 Profis und rund 5.000 Freizeitathleten gehen jedes Jahr Anfang September über die olympische und die Freizeitdistanz.
  • Auch Musical-Fans kommen in Hamburg nicht zu kurz: derzeit präsentieren sich der "König der Löwen", "ROCKY - Das Musical", "Das Phantom der Oper" und "Tarzan".

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Weitere Infos im Internet

  • Die offizielle Website der Freien und Hansestadt Hamburg bietet allgemeine Infos rund um die Stadt und das Bundesland Hamburg.
  • Das Hamburg-Magazin bietet umfassende Informationen und Stadtpläne zu weiteren Sehenswürdigkeiten und Museen sowie Veranstaltungen, Theatervorstellungen, Ausflugstipps, Flohmärkten, Übernachtungsmöglichkeiten und Kulinarischem. Zudem gibt es einen guten Überblick über Hamburgs Stadtteile.
  • Touristen finden bei der Hamburg Tourismus GmbH Veranstaltungshinweise und Infos rund um die Hansestadt.
  • Übernachtungsmöglichkeiten für Hamburg-Reisende gibt es zudem bei "Hotels und Pensionen in Hamburg".
  • Weitere Infos zu Hamburger Sehenswürdigkeiten gibt es bei den Hamburg-Highlights.
  • Der "Verein Naherholung im Umland Hamburg e. V." bietet zudem mit dem Umlandscout einen Überblick über die Naherholungsgebiete, -einrichtungen und Sehenswürdigkeiten rund um die Hansestadt.
  • Die Hamburger Hauptkirchen haben sich zu einem Gemeinschaftswerk zusammengeschlossen. Dieses bietet umfassende Infos zur Geschichte sowie zu Veranstaltungen und Gottesdiensten in den wichtigsten Hamburger Kirchen.
  • Etwa 4.500 Hamburger Internet-Adressen bietet "Suchen in Hamburg".
  • Eine umfangreiche Bilddatenbank sind die Hamburg-Fotos. Neben zahlreichen Hamburg-Bildern sind dort auch Fotos und Impressionen zu anderen Themen zu finden.
    Wichtig: Bitte unbedingt die Urheberrechte und AGB's beachten!
  • Mehr als 40.000 historische und aktuelle Bilder aus Hamburg sind derzeit im Bildarchiv Hamburg zu finden. Wichtig: Bitte unbedingt die Urheberrechte und AGB's beachten!
  • Verschiedene Panoramen rund um die Hansestadt bieten die StadtPanoramen und das Deutschland-Panorama.
  • Für Geschäftsreisende und Touristen empfiehlt sich ein Blick in den Hamburg-Führer. Hier gibt es aktuelle Infos zu Veranstaltungen und mehr.
  • Nachtschwärmer können sich bei den HHNights über die aktuellen Veranstaltungen des Hamburger Nachtlebens informieren.
  • Ebenfalls empfehlenswert: die Online-Reiseführer Citysam und "Go Hamburg".
  • Messebesucher und -austeller finden bei der Messe Hamburg aktuelle Informationen zu Messen, Ausstellungen und anderen Veranstaltungen in Hamburg.
  • Flugreisende können aktuelle Flugdaten und Informationen beim Hamburger Flughafen erfahren.
  • Nützliche Informationen rund um die etwa 4.000 Taxis der Hansestadt bietet das Hamburger Taxiportal.
  • Die Hamburger Behörde für Bau und Verkehr bietet mit Verkehrsinfos für die Region Hamburg zudem einen umfassende Service für diejenigen, die mit Auto, Fahrrad, Bahn und Schiff unterwegs sein wollen.
  • Mit Verkehrsinfos für den Hamburger Hafen bietet die Hamburger Behörde für Wirtschaft und Arbeit ein neues Internetportal an.
  • Wer den Öffentlichen Personennahverkehr der Hansestadt benutzen will, findet alle relevanten Informationen bei der S-Bahn Hamburg, dem HVV-Verkehrsverbund und der Hamburger Hochbahn AG. Alles Wichtige zu den Hafenfähren bietet die HADAG. Bahnreisende finden entsprechende Informationen beim Hauptbahnhof Hamburg.
  • Umweltfreundlich und dazu mit Rundumblick kann man sich zudem mit dem Velo-Taxi durch die Stadt chauffieren lassen. Die derzeit etwa 20 Fahrrad-Taxis sind universell einsetzbar und befahren derzeit drei Routen: Hafenrand-, Alster- und City-Linie.
    Fahrzeiten: 1. April bis 31. Oktober 12-20 Uhr
  • Für Notfälle aller Art gibt es den Notruf Hamburg: vom Apotheken-Notdienst über den ärztlichen Bereitschaftsdienst und soziale Notfälle bis hin zur Schädlingsbekämpfung und zum Schlüssel- und Klemptner-Notdienst. Auch die Feuerwehr Hamburg ist bereits online vertreten.
  • Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) bietet neben Wasserstandsvorhersagen auch aktuelle Warnnachrichten für die Schifffahrt in Nord- und Ostsee. Zudem bietet das BSH auch Wasserstandsvorhersagen für die Elbe von Hamburg bis zur Elbmündung.
  • Verschiedene Panoramen Hamburgs gibt es beim Deutschland-Panorama zu sehen.
  • Infos rund um den Schiffsverkehr im Hamburger Hafen bietet der Schiffsmeldedienst.
  • Weitere Informationen rund um die Hansestadt gibt es beim Hamburg-Portal von Wikipedia, beim Hamburg-Wiki sowie bei Wikivoyage und Wikitravel.

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Der Hamburger Hafen

Der Hafen von Hamburg ist der offene Tidehafen der Freien und Hansestadt. Mit einer Fläche von 7.236 Hektar ist er der größte Seehafen Deutschlands. Europaweit steht er nach Rotterdam und an dritter Stelle. Als Universalhafen kann hier nahezu jede Form von Waren umgeschlagen werden. Diverse Schifffahrtslinien verbinden ihn zudem mit etwa 900 Häfen in etwa 170 Ländern.

Im Jahre 2016 wurden 138,2 Millionen Tonnen an Waren umgeschlagen, davon etwa zwei Drittel in Containern. Das restliche Drittel entfällt auf Massengüter wie Kohle, Erz, Mineralöl oder Getreideprodukte. Neben dem Warenumschlag erfolgt im Hamburger Hafen die gewerbliche Verarbeitung, Lagerung und Veredelung von zumeist importierten Gütern. Er dient als Standort für die Mineralindustrie und gilt zunehmend als Anlauf für Kreuzfahrtschiffe. Der Schiffbau auf den Hamburger Werften ist seit den 1960er-Jahren jedoch stark rückläufig.

Die Ursprünge des Hamburger Hafens reichen bereits bis ins 9. Jahrhundert zurück. Als offizielles Gründungsdatum gilt hingegen der 7. Mai 1189 als Kaiser Friedrich I. Barbarossa (1152-1190) den Hamburgern in einem Freibrief die Zollfreiheit für Hamburger Schiffe bis zur Elbmündung an der Nordsee gewährte. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Hafen mit zahlreichen Hafenbecken und Kaianlagen bis zu seiner heutigen Größe erweitert. Verwaltet wird er von der Hamburg Port Authority.

Der Hafen bietet 320 Liegeplätze für Seeschiffe an 35 Kilometer Kaimauer. Davon sind 38 Großschiffsliegeplätze für Container- und Massengutschiffe, 97 Liegeplätze an Dalben und 60 Landeanleger einschließlich der Fähranleger der HADAG Seetouristik und Fährdienst AG. Durch die Landflächen führen 137 Kilometer öffentliche Straßen, 156 Kilometer Uferstrecken und 314 Kilometer Hafenbahngleise. Es gibt drei Straßen- und Fußgängertunnel und 147 Brücken, davon 53 feste Eisenbahnbrücken, 52 feste Straßenbrücken, fünf Fußgängerbrücken, neun sonstige und elf bewegliche Brücken.

Im Jahre 2003 wurden zudem die Bauarbeiten für die HafenCity aufgenommen. Der Stadtteil im Bezirk Hamburg-Mitte umfasst eine Gesamtfläche von rund 2,2 km² und gehörte ehemals zum Freihafen. Auf einer Fläche von 155 Hektar sollen hier bis Mitte der 2020er-Jahre Wohneinheiten für bis zu 12.000 Personen und Arbeitsplätze für bis zu 40.000 Personen - vornehmlich im Bürosektor - entstehen. Es ist das flächengrößte laufende Stadtentwicklungsprojekt Hamburgs.

Bekannte Hamburger Reedereien Bekannte internationale Reedereien
Hafenanlagen von Hamburg Hafenrundfahrten in Hamburg
Werften in Hamburg Wasserstandsvorhersage für die Nordseeküste
Seehäfen der Welt Größte Schiffe der Welt
Reedereien der Welt Kreuzfahrt-Reedereien

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Dies und das - was man über Hamburg noch wissen sollte

Schiffbau in der Hansestadt Hamburg
Die Hamburger Werften haben den Hafen der Hansestadt entscheidend geprägt - von den Stapeln über die Hellingen und Docks bis hin zu den Kabelkrananlagen. Um 1900 gab es in Hamburg acht große Werften, die sich vor allem auf den Eisenschiffbau spezialisiert hatten. Hinzu kamen zahlreiche Kleinwerften, Yachtwerften, Reparaturwerften, Abwrackwerften und Bergungsunternehmen. Im Laufe des 20. Jahrhunderts hat die Hansestadt jedoch durch mehrere große Werftenkrisen ihre Stellung als bedeutendes Schiffbauzentrum in Europa verloren. Seit Mitte der 1980er-Jahre verblieb mit Blohm + Voss die einzige Großwerft an der Nordelbe. Das Trockendock Elbe 17 gilt heute als touristische Attraktion, wenn große Kreuzfahrtschiffe wie die Queen Mary 2 oder die Freedom of the Seas zur Wartung und Reparatur eindocken.

Die Elbphilharmonie in der HafenCity
Die Elbphilharmonie soll einmal zu den zehn besten Konzerthäusern der Welt gehören. Sie entsteht auf einem alten Kaispeicher direkt an der Spitze der HafenCity. Der markante und wellenförmige Glasbau ist an seiner höchsten Stelle 110 Meter hoch. Geplant wurde die Elbphilharmonie vom Schweizer Architekten Herzog & de Meuron. Herzstück der Elbphilharmonie ist der große Konzertsaal mit 2.150 Plätzen. Aus Schallschutzgründen ruht er 12.500 Tonnen schwere Saal auf 362 Federpaketen und ist damit vom restlichen Gebäude entkoppelt. Neben dem Konzertsaal entsteht im Ostteil ein Hotel auf 14 Ebenen mit 250 Zimmern, Wellness- und Konzertbereich. Im Westteil entstehen 45 Luxuseigentumswohnungen. In der Öffentlichkeit steht das Projekt wegen der deutlich gestiegenen Kosten jedoch in der Kritik. Ursprünglich auf 186 Millionen Euro veranlagt wird die Elbphilharmonie am Ende wohl über 500 Millionen Euro kosten.

Kulinarisches und Gastliches aus der Hansestadt
Die Hamburger Küche wurde bis weit ins 20. Jahrhundert durch das umfangreiche Fisch-Angebot der Elbe und der Nordsee geprägt. Aus den Vierlanden stammte das regionale Gemüse, Obst wurde vor allem aus dem Alten Land eingeführt. Zu den traditionsreichsten Gerichten der Hamburger Küche gelten verschiedene Heringsgerichte wie Matjes oder Bismarckhering sowie die Finkenwerder Scholle. Die Hamburger Küche ist ebenfalls für ihre Eintopfgerichte bekannt - vor allem für Labskaus und Steckrübeneintopf. Zu den wohl bekanntesten Süßspeisen zählt die Rote Grütze, die aus verschiedenen roten Früchen erstellt wird und meist mit Milch, leicht angeschlagener Sahne oder mit Vanillesauce gereicht wird.

Eines der bekanntesten und traditionsreichsten Hotels ist heute das Atlantic. Das "weiße Schloss an der Alster" wurde am 2. Mai 1909 als Grand Hotel für die Passagiere der Hamburg-Amerika-Linie gegründet. Seit 1957 gehört das denkmalgeschützte Hotel zur Kempinski-Hotelgruppe. Prominenter Bewohner ist seit vielen Jahren der Musiker und Maler Udo Lindenberg. Viele seiner Bilder sind dort ausgestellt.

Die Elbe
Nach dem Rhein ist die Elbe der längste und verkehrsreichste Fluss in Deutschland. Mit einem Einzugsgebiet von über 148.000 km² ist sie zudem das viertgrößte Flussgebiet Europas nach der Donau, dem Rhein und der Weichsel. Die Elbe entspring im Riesengebirge und mündet nach rund 1.100 Kilometern bei Cuxhaven in die Nordsee. Zu den wichtigsten Nebenflüssen gehören unter anderem auch die Saale, die Moldau oder die Havel.

Neben Hamburg gehören Dresden und Magdeburg zu den größten Städten entlang des Flusses. Einst zählte die Elbe zu den schmutzigsten Flüssen Europas. Seit den 1990er-Jahren hat sich die Wasserqualität allerdings durch neue Kläranlagen erheblich verbessert. Heute bietet der Fluss wieder einen Lebensraum für zahlreiche Fischarten.

Das Alte Land
Das Alte Land erstreckt sich über eine Fläche von 170 km² südlich der Elbe zwischen Hamburg und Stade. Über Jahrtausende hinweg wurde dieser linksrheinische Teil der Elbmarschen durch Sand- und Schlagablagerungen im Fluss aufgespült. Nach dem 13. Jahrhundert wurde das Alte Land durch niederländische Siedler kultiviert; seitdem teilen Wassergräben und Kanäle das fruchtbare Land in lange Streifen. Mönche des Klosters in Stade führten schließlich den Obstbau in dieser Region ein.

Heute gilt es mit rund 16 Millionen Bäumen das größte geschlossene Obstanbaugebiet Deutschlands und eines der größten in Europa. Auf einer Fläche von rund 9.500 Hektar werden zu 90 Prozent Äpfel angebaut - der Rest entfällt auf Kirschen, Birnen, Pflaumen sowie Erd- und Himbeeren. Etwa 750 Obstbaubetriebe sind derzeit heute angesiedelt. Die Region liegt zu einem Drittel in der Hansestadt und zu etwa zwei Dritteln in Niedersachsen. Für die Hamburger ist das Alte Land eine der beliebtesten Naherholungsgebiete; die Bauernhäuser mit ihren weißen Pforten zählen zu den prunkvollsten in Deutschland.

Das Naturerbe Wattenmeer
Das Wattenmeer der Nordsee erstreckt sich über eine Fläche von etwa 9.000 km² auf einer Länge von 450 Kilometern und einer Breite von etwa 40 Kilometern. Es umfasst das gesamte Küstengebiet einschließlich Inseln, Dünen, Sandbänken, Prielen und Salzwiesen. Das Wattenmeer gilt als einzigartiges und hochsensibles Ökosystem, dessen Entwicklung bereits bis in der letzten Eiszeit vor 10.000 bis 12.000 Jahren begann. Tausende Pflanzen- und Tierarten sind dort angesiedelt - darunter Muscheln, Krebse, Seehunde und Fische. Zudem gehört das Watt zu den vogelreichsten Gebieten in Mitteleuropa. Der Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer ist eine Exklave der Hansestadt und liegt etwa 12,5 Kilometer vor Cuxhaven im Mündungsgebiet der Elbe. Er ist Teil des Nationalparkes Niedersächsisches Wattenmeer und zählt heute zum UNESCO-Weltnaturerbe. Jedes Jahr besuchen rund 100.000 Menschen den Nationalpark. Naturschützer kritisieren immer wieder den starken Tourismus und den Wassersport als Gefahr für die Natur.

Helgoland - Deutschlands einzige Hochseeinsel
Deutschlands einzige Hochseeinsel Helgoland liegt rund 70 Kilometer vom Festland entfernt in der Deutschen Bucht und gehört zum Bundesland Schleswig-Holstein. Die Hauptinsel aus Sandstein ist etwa einen Quadratkilometer groß und ragt bis zu 61 Meter aus dem Meer. Daneben liegt eine etwa 700.000 m² große Düne mit Badestränden, die im Jahre 1720 bei einer Sturmflut abgetrennt wurde.

Wegen ihrer Lage und Natur ist die Insel in der Nordsee ein beliebtes Ausflugsziel: allein im Jahre 2012 kamen rund 310.000 Tagesgäste auf die Insel - etwa 60.000 Urlauber blieben mindestens eine Nacht. Zu den tierischen Attraktionen zählen Seehunde und Kegelrobben, Trottellummen sowie zahlreiche Zugvögel. Für die etwa 1.370 Einwohner ist der Tourismus daher die wichtigste Einnahmequelle.

Helgoland blickt auf eine wechselhafte Geschichte zurück: Im 7. Jahrhundert wurde die Insel von den Friesen besiedelt. Im Jahre 1402 fiel Helgoland an das Herzogtum Schleswig - später an Dänemark und Großbritannien. Mit dem Helgoland-Sansibar-Vertrag von 1890 fiel die Insel an das Deutsche Reich. Am 18. April 1945 wurde Helgoland das Ziel eines britischen Luftangriffs, bei dem fast alle überirdischen Bauten zerstört wurden - zwei Jahre später wurden auch die unterirdischen Militäranlagen gesprengt.

In der Folgezeit blieb die Insel zunächst ein britisches Sperrgebiet und diente der Royal Air Force als militärisches Übungsgebiet. Erst am 1. März 1952 wurde Helgoland wieder an die Bundesrepublik zurückgegeben - mit dem Wiederaufbau entwickelten sich der Fremdenverkehr und der Kurbetrieb zu wichtigen Wirtschaftszweigen. Heute ist die Insel zwar ein Teil des deutschen Wirtschaftsgebiets, gehört aber weder zum Zollgebiet der Europäischen Union noch zum deutschen Steuergebiet.

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Literaturtipps

Gudrun Altrogge:
ADAC Reiseführer Hamburg.
Travel House Media 2016
Preis: € 5,-
395689247X
ISBN-13: 978-3956892479

Melanie Kiel:
Hamburg früher und heute.
Komet 2015
Preis: € 9,99
ISBN-10: 3869415940
ISBN-13: 978-3869415949

Dorothea Heinze:
Marco Polo Reiseführer Hamburg.
Mairdumont 2017
Preis: € 12,99
ISBN-10: 3829727674
ISBN-13: 978-3829727679

Juliane Braune:
Marco Polo: Beste Stadt der Welt - Hamburg 2018.
Mairdumont 2017
Preis: € 14,99
ISBN-10: 3829708750
ISBN-13: 978-3829708753

Torsten Lindner und Ann-Christin Zilling:
111 Gründe, Hamburg zu lieben.
Schwarzkopf & Schwarzkopf 2017
Preis: € 12,99
ISBN-10: 3862656500
ISBN-13: 978-3862656509

Gregor Schläger:
Der Hamburger Hafen.
Medien-Verlag Schubert 2017
Preis: € 19,90
ISBN-10: 3937843515
ISBN-13: 978-3937843513

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