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Wissenswertes rund um Frankfurt am Main

Starck im Recht
Wahlspruch der Stadt Frankfurt am Main

Von der Freien Reichsstadt zum Messe- und Finanzzentrum
Eine Freie Reichsstadt bezeichnete im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation jene Stadtgemeinden, die direkt dem Kaiser und keinem Reichsfürsten unterstanden. Basierend auf dem Status der Reichsunmittelbarkeit genoßen diese Städte eine innere Autonomie. Zudem besaßen eine eigene Gerichtsbarkeit, zu der auch die Blutgerichtsbarkeit gehörte. Die Reichsstädte entstanden aus Stadtgründungen, die von den Staufern im 12. und 13. Jahrundert vorgenommen wurden oder schon zuvor im Besitz der Könige und Kaiser waren. Nach dem Interregnum im Jahre 1273 erhielten die freien Reichsstädte einen neuen verfassungsmäßigen Status und damit auch Sitz und Stimme im Reichstag. Nach 1489 waren sie zudem im Reichsstädtekollegium zusammengeschlossen.

Frankfurt am Main wurde im Jahre 1245 zur unmittelbaren Reichsstadt erhoben, was ihren herausgehobenen Charakter nochmals unterstrich. Bereits zu Zeiten des Ostfränkischen Reiches wurde es Principalis sedes regni orientalis genannt; es war wiederholt Aufenthaltsort der Kaiser und Könige, die hier mehrfach Reichstage und Kirchenversammlungen abhielten. Die Goldene Bulle bestätigte Frankfurt zudem als ständige Wahlstadt der römisch-deutschen Könige; zwischen 1562 und 1792 wurden hier zudem die Krönungen vorgenommen. Nach dem Ende des Heiligen Römischen Reiches im Jahre 1806 fiel Frankfurt zwar zunächst unter fremde Herrschaft; der Wiener Kongress beschloss am 8. Juni 1815 jedoch die Wiederherstellung der Freien Stadt Frankfurt innerhalb des Deutschen Bundes. Erst am 2. Oktober 1866 wurde es von Preußen annektiert und dem Regierungsbezirk Wiesbaden der Provinz Hessen-Nassau unterstellt.

Wirtschaftlich und finanziell legte Frankfurt während dieser Zeit den Grundstein für seinen heutigen Ruf als Finanz- und Messestadt. Bereits am 11. Juli 1240 gewährte Kaiser Friedrich II. das Messeprivileg: Demnach durfte jeder Bürger und Fremde frei seine Waren anbieten; die Messebesucher genoßen Geleit- und Gerichtsschutz. Dieses Privileg galt zunächst für die Frankfurter Herbstmesse; am 25. April 1330 gewährte Kaiser Ludwig IV. der Stadt eine Frühjahrsmesse, auf der hauptsächlich Wintererzeugnisse wie Wolle oder Wein angeboten wurden. Im Jahre 1485 entstand auch die Frankfurter Buchmesse; sie trug dazu bei, dass Frankfurt schon bald den Ruf eines Zentrums des deutschen und europäischen Buchdrucks inne hatte.

Heute gilt die größte deutsche Buchmesse gleichzeitig als größte Medien- und Buchmesse der Welt. Allein 2011 verzeichnete sie etwa 280.000 Besucher. Zudem nahmen 7.384 Anbieter aus 106 Ländern teil. Die Buchmesse dient zudem als Fachmesse vor allem Verlegern, Agenten, Buchhändlern, Bibliothekaren, Wissenschaftlern, und anderen Anbietern als Plattform, um ihr Angebot vorzustellen und Geschäfte abzuschließen. Seit 1988 hat die Messe zudem ein Gastland oder eine Gastregion, die einen besonderen Schwerpunkt bilden und ein besonderes Rahmenprogramm veranstalten. Für 2012 ist Neuseeland mit seiner Literatur als Ehrengast vorgesehen.

Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse werden seit 1950 der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und seit 1956 der Deutsche Jugendliteraturpreis verliehen. Der Friedenspreis gehört zu den bedeutendsten Auszeichnungen des Landes. Mit ihm wird eine Persönlichkeit aus dem In- oder Ausland geehrt, die auf dem Gebiet der Literatur, Wissenschaft und Kunst zur Verwirklichung des Friedensgedankens beigetragen hat. Der Preis wird vom Börsenvereins des Deutschen Buchhandels verliehen und ist mit 25.000 Euro dotiert. Überreicht wird er am Ende der Buchmesse in der Frankfurter Paulskirche. Zu den Preisträgern gehören unter anderem Albert Schweitzer, Carl-Friedrich von Weizäcker, Hermann Hesse, Max Frisch, Astrid Lindgren, Yehudi Menuhin, Václav Havel oder Jürgen Habermas. Der Jugendliteraturpreis wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) für herausragende, anspruchsvolle Werke der internationalen Kinder- und Jugendliteratur verliehen. Er wird in den Kategorien Bilder-, Kinder-, Jugend- und Sachbuch vergeben und jeweils mit 8.000 Euro dotiert. Hinzu kommt ein mit 10.000 Euro dotierter Sonderpreis.

Seit 1951 ist auch die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) auf dem Frankfurter Messegelände beheimatet. Sie gilt als weltweite Leitmesse der Automobilindustrie und wird vom Verband der Automobilindustrie (VDA) durchgeführt. So gilt die IAA nach Angaben des VDA als internationale Bühne für die gesamte Wertschöpfungskette des Automobils inklusive Fachmedien, Werkstattausrüstung, Ingenieursdienstleistern, Tuning und Telematiklösungen. Die Premiere der IAA liegt bereits über 110 Jahre zurück: erstmals wurden 1897 im Berliner Hotel Bristol acht Motorwagen der Öffentlichkeit vorgestellt. Seit 1991 wird die IAA Nutzfahrzeuge getrennt im jährlichen Wechsel mit der PKW-Messe in Hannover veranstaltet. Die letzte IAA Personenfahrzeuge fand vom 15. bis 25. September 2011 unter dem Motto "Zukunft serienmäßig" statt. Mehr als 1.000 Aussteller aus 32 Ländern - darunter 75 Hersteller - präsentierten auf 235.000 m² ihre Weltneuheiten. Insgesamt wurden etwa 928.000 Besucher gezählt.

Darüber hinaus etablierte sich die Frankfurter Messe auch als Knotenpunkt für die Fernhandelsbeziehungen zu allen bedeutenden Handelszentren Europas. Durch den Handel kursierten somit viele unterschiedliche Währungen, für die es jedoch keine Wechselkurse gab. Am 9. September 1585 einigten sich die Frankfurter Messekaufleute erstmals auf Wechselkurse für die unterschiedlichen Währungen sowie auf Regeln für deren Handel - womit die Frankfurter Börse gegründet war. Mit der Ausweitung der Handelsgeschäfte ging somit auch die Entwicklung von Geld- und Kreditgeschäften einher.

Heute zählt die Frankfurter Wertpapierbörse zu den größten Börsen der Welt. Der Deutsche Aktienindex (DAX) gilt als wichtigster deutscher Aktienindex, der die Entwicklung der 30 größten und umsatstärksten an der Börse gelisteten Unternehmen widerspiegelt. Als wichtiges Stimmungsindikator für den DAX gilt dabei der Volatilitätsindex VDax; als Barometer der Anleger gibt er die Intensität der zu erwartenden Schwankungen der Aktienkurse an. Ist die Schwankungsbreite besonders groß, sprechen die Fachleute auf dem Börsenparkett daher auch von hoher Volatilität. Weitere wichtige Aktienindizes sind der MDAX mit 50 mittelständischen Unternehmen aus den vorwiegend klassischen Branchen, der SDAX mit 50 kleineren Unternehmen, der TecDAX mit 30 der 35 wichtigsten Technologiewerte sowie der ÖkoDAX mit zehn Werten ausschließlich aus den Erneuerbaren Energien. Zudem erfasst der CDAX die Aktien aller Unternehmen, die derzeit an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sind.

Daneben betreibt die Deutsche Börse AG auch den weltweit größten Marktplatz für Derivate - die Eurex. Im Februar 2011 wurden konkrete Verhandlungen über eine Fusion der Deutschen Börse mit der NYSE Euronext bestätigt. Im Falle eine erfolgreichen Fusion wäre mit der neuen Megabörse die weltweite Nummer eins der Handelsplatz-Betreiber entstanden. Der Global Player hätte demnach etliche Handelsplätze auf zwei Kontinenten gesteuert: neben dem Stammgeschäft der NYSE an der Wall Street würden zudem auch die Handelsplätze in Amsterdam, Paris, Brüssel und Lissabon sowie die Londoner Terminbörse Liffe dazugehören. Am 1. Februar 2012 untersagte die EU-Kommission jedoch die geplante Börsenfusion.

Zudem gilt Frankfurt als führender Finanzplatz in Deutschland und als eines der wichtigsten Finanzzentren weltweit. Allein im Jahr 2010 waren etwa 73.200 Menschen bei Frankfurter Kreditinstituten beschäftigt. Sowohl die Europäische Zentralbank (EZB) als auch Deutsche Bundesbank haben ihren Hauptsitz in Frankfurt am Main. Derzeit haben 219 Banken - 63 Inlands- und 156 Auslandsbanken - sowie 41 Repräsentanzen ausländischer Banken ihren Sitz in der Mainmetropole.


Zahlen und Fakten rund um Frankfurt am Main

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Weitere Infos im Internet

Dies und das - was man über Frankfurt am Main noch wissen sollte
Mainhatten - die Frankfurter Skyline
Frankfurt am Main gilt als eine der wenigen europäischen Städte mit einer sehr ausgeprägten Skyline. In Anspielung an den New Yorker Stadtteil Manhatten wird die Mainmetropole daher nicht umsonst auch als Mainhatten bezeichnet. Die ersten Hochhäuser entstanden bereits in den 1950er-Jahren; die ersten Wolkenkratzer mit einer Höhe von mindestens 150 Metern entstanden seit Mitte der 1970er-Jahren. Die meisten Frankfurter Hochhäuser stehen heute vor allem im Bankenviertel. Seit 1996 findet zudem in unregelmäßigen Abständen das Wolkenkratzer-Festival statt, bei dem 15 Wolkenkrater und Hochhäuser in der Mainmetropole der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Begleitet wird Festival zudem von zahlreichen Shows wie Base Jumping, Fallschirmspringen, Konzerte, Feuerwerke und Lasershows.

Anne Frank und ihr Tagebuch
Das Tagebuch der Anne Frank gehört zu den eindringlichsten Dokumenten jüdischer Schicksale im "Dritten Reich". Darin schildert die Tochter eines jüdischen Bankiers das Leben, die Ängste und Hoffnungen in einem Hinterhaus in Amsterdam, wo sich ihre Familie und einige Freunde von 1942 bis 1944 vor dem Terror der Nationalsozialisten versteckten. Heute gehört das Tagebuch in Form von Briefen an Annes fiktive Freundin Kitty zu den bekanntesten und weltweit am meisten gelesenen Bücher. Zudem wurde es in 55 Sprachen verlegt, verfilmt und für die Bühne aufbereitet. Seit 2009 gehört das Tagebuch zum Weltdokumentenerbe der UNESCO.

Anne Frank wurde am 12. Juni 1929 in Frankfurt am Main geboren. 1933 emigrierte ihre Familie in die Niederlande; 1942 musste sie wie tausende andere jüdische Menschen untertauchen, um der Deportation in die Konzentrationslager zu entgehen. Im August 1944 flog das Versteck der Familie Frank in einem Hinterhaus in der Amsterdamer Prinsengracht durch Verrat auf. Das Mädchen wurde zunächst ins KZ Auschwitz-Birkenau, dann ins Lager Bergen-Belsen deportiert. Dort starb sie schließlich im Frühjahr 1945 an Typhus. Ihr Vater Otto Heinrich Frank überlebte den Holocaust und veröffentlichte 1947 das Tagebuch seiner Tochter.

Bedeutende Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt
Seit 1868 wurde Frankfurt am Main bislang von 18 Oberbürgermeistern regiert - davon allein zehn nach dem Zweiten Weltkrieg (1939-1945). Die bedeutendsten Stadtoberhäupter im Überblick:

  • Erster Oberbürgermeister im damals preußischen Frankfurt wurde Daniel Heinrich Mumm von Schwarzenstein (1868-1890). In seine Amtszeit fallen der Wiederaufbau Kaiserdoms sowie die Neubauten des Eisernen Steges, der oder der Dreikönigskirche. Zudem wurde mit dem Frieden von Frankfurt am 10. Mai 1871 der Deutsch-Französische Krieg (1870/71) formell beendet.
  • Sein Nachfolger Johannes von Miquel (1880-1890) machte durch seine geschickte Finanzpolitik aus der alterwürdigen Kaiserstadt eine aufstrebende Metropole. In seine Amtszeit fallen zudem unter anderem die Kanalisierung des Mains sowie der Neubau des Westhafens und des Hauptbahnhofs.
  • Einer der bedeutendsten Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt war Franz Adickes (1890-1912). Mit seiner Politik beeinflusste er maßgeblich und nachhaltig die Frankfurter Stadtentwicklung. So wurden während seiner Amtszeit zahlreiche ehemalige Vororte des Landkreises Frankfurt eingemeindet. Durch weitsichtige Grundstücksumlegungen entstanden zudem neue Wohngebiete wie das Westend, das Ostend und das Nordend sowie mit dem Alleenring ein zweites Ringsystem. Auf seine Initiative entstand mit dem Osthafen der heute noch größte Hafen Frankfurts. Adickes beteiligte sich zudem maßgeblich an der Stiftung der Johans-Wolfgang-Goethe-Universität und gilt als bedeutender Reformer des städtischen Armenwesens. Außerdem widmete er sich auch der Entwicklung der Luftschifffahrt und erreichte die Einrichtung eines leistungsfähigen Flughafens. Mit 22 Jahren gilt Adickes als der Frankfurter Oberbürgermeister mit der bis heute längsten Amtszeit.
  • Zu den wichtigsten Aufgaben von Walter Kolb (1946-1956) zählte der Wiederaufbau der durch den Zweiten Weltkrieg (1939-1945) zerstörten Stadt. So initiierte er den Wiederaufbau der Altstadt, die Wiederbelebung der Messe sowie der Ausbau des Flughafens und des Waldstadions (heute: Commerzbank-Arena). Kolbs vehementer Einsatz für die Ernennung Frankfurts zur Bundeshauptstadt blieb allerdings erfolglos.
  • In der Amtszeit des früheren NS-Widerstandskämpfers Willi Brundert (1964-1970) zählte die Eröffnung der Frankfurter U-Bahn. Allerdings musste er auch zahlreiche unpopuläre Entscheidungen in der hoch verschuldeten Stadt treffen.
  • Für eine "menschliche Stadt" machte sich der SPD-Politiker Rudi Arndt (1972-1977) stark. In seine Amtszeit fällt zudem der Häuserkampf um bedrohten Wohnraum im Frankfurter Westend. Wegen seiner Idee, die zerbombte Alte Oper sprengen zu lassen, erhielt er den Spitznamen "Dynamit-Rudi".
  • Im Rahmen seiner großzügigen Baupolitik setzte Walter Wallmann (1977-1986) den Wiederaufbau der Fachwerkhäuser auf dem Römerberg durch. Zudem unterstützte er die Bürgerinitiative für den Wiederaufbau der Alten Oper zu einem Konzert- und Veranstaltungsgebäude. In seiner Amtszeit wurde auch das Bahnhofsviertel saniert und der Grundstein für das Museumsufer gelegt. Dessen Nachfolger und Vertrauer Wolfram Brück (1986-1989) setzte die Baugenehmigung für den Messeturm durch, schuf die Planungsgrundlagen für weitere Hochhäuser und rief das Museumsfest ins Leben.
  • Mit Petra Roth (1995-2012) wurde in der ersten Direktwahl erstmals eine Frau zum Frankfurter Stadtoberhaupt gewählt. Wegen ihres präsidialen Stils wurde sie oftmals als "Sonnenkönigin vom Römerberg" kritisiert. Ihre Ansichten zur Etablierung des Islams in Deutschland (Moscheebau), zu Migrations- und Integrationsfragen und der Drogenpolitik war die CDU-Politikerin innerparteilich jedoch durchaus umstritten. Stolz zeigte sich Roth auf den interreligiösen Dialog in Frankfurt und die Einbürgerung von mehr als 30.000 Ausländern. Zum 30. Juni 2012 hat die derzeitige Amtsinhaberin ihren Rücktritt angekündigt. Designierter Nachfolger der SPD-Politiker Peter Feldmann.

Kulinarisches und Gastliches aus Frankfurt
Bereits im 17. und 18. Jahrhundert entwickelte sich in Frankfurt am Main eine ausgeprägte Gastronomie- und Hotelkultur - ausgehend von zahlreichen wohlhabenden Gästen, die besonders während der Kaiserkrönungen und Messen in die Stadt strömten. Vor allem im 19. Jahrhundert war die Frankfurter Küche - neben Hamburg und Wien - führend in Deutschland. Aus dieser Zeit stammt auch das Hotel "Frankfurter Hof". Es gilt heute als Flaggschiff der Steigenberger Hotel Group und gilt heute als das Frankfurter Hotel mit dem größten Ansehen. Zu den ältesten Frankfurter Spezialitäten gehören die Frankfurter Würstchen - eine dünne Brühwurst aus reinem Schweinefleisch im Naturdarm - sowie die Frankfurter Rindswurst. Eine besondere Spezialität ist auch die Grüne Sauce, die traditionell aus sieben Kräutern hergestellt wird: Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch. Bekannte Süßigkeiten sind zudem die Frankfurter Brenten, die Bethmännchen, der Haddekuche und natürlich der Frankfurter Kranz.

Dem Frankfurter sein "Stöffchen"
Als dem Frankfurter sein "Stöffchen" gilt allgemein der "Ebbelwoi" - ein Fruchtwein, der aus verschiedenen, möglichst säurehaltigen Äpfel gekeltert und vergoren wird. Der natürliche Alkoholgehalt liegt zwischen 5,5 und sieben Prozent; sein Geschmack ist meist herb und sauer. Beim Apfelwein handelt sich um ein reines Naturprodukt. Seine "Naturtrübe" hängt für gewöhnlich davon ab, wie viele Klärstoffe sich durch die Zugabe saurer Früchte bilden. Gereicht wird er gewöhnlich in einem "Bembel" - einer dickbauchigen Steingutkanne - und dem "Gerippten", einem Glas mit rautenförmiger Außenstruktur. Heute gilt "Alt-Sachsenhausen" im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen mit seinen zahlreichen Äbbelwoi-Wirtschaften auch überregional als touristische Attraktion.

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Kurzinfo: Flughafen Frankfurt am Main
Der Verkehrsflughafen Frankfurt am Main ist der mit Abstand größte deutsche Flughafen und zugleich eines der weltweit bedeutendsten Luftfahrt-Drehkreuze. Allein im Jahr 2011 nutzten mehr als 56 Millionen Passagiere den Flughafen. Im aktuellen Sommerfahrplan werden 4.630 Passagierflüge abgewickelt, die 304 Ziele in 108 Ländern anfliegen. Auch bei der Luftfracht ist der Frankfurter Flughafen das wichtigste Drehkreuz in Deutschland. Etwa die Hälfte der deutschen Luftfracht wurde 2011 in Frankfurt verladen. Mit großem Abstand folgen die Flughäfen Köln/Bonn und Leipzig/Halle. Die größte deutsche Frachtfluggesellschaft ist die Lufthansa-Tochter Lufthansa Cargo mit einem Streckennetz von etwa 300 Zielen auf fünf Kontinenten. Sie beschäftigt derzeit etwa 4.600 Mitarbeiter und leistet einen großen Teil ihres Frachtgeschäfts über den Rhein-Main-Flughafen ab.

Mit 211 Einwohnern ist der Flughafen ein eigenständiger Stadtteil Frankfurts. Dennoch verfügt der Frankfurter Flughafen über eine eigenständige Infrastruktur: so verfügt er über ein Krankenhaus, Gotteshäuser aller Weltreligionen, mehrere Raustaurants und Hotels sowie eine vollautomatische Hochbahn. Mit etwa 70.000 Arbeitsplätzen ist der Rhein-Main-Flughafen der größte Arbeitgeber Deutschlands. Seinen Ursprung hat er im 1912 eröffneten "Luftschiffhafen am Rebstock". Betreibergesellschaft des Flughafens ist die im Jahre 1947 gegründete Fraport AG. Sie beschäftigt derzeit etwa 20.000 Menschen und gehört mehrheitlich dem Land Hessen mit 31,5 Prozent und der Stadt Frankfurt mit 20,1 Prozent.

Allein im Jahre 2011 verbuchte die Fraport einen Umsatz von 2,37 Milliarden Euro mit einem Reingewinn von 250,8 Millionen Euro. Mit dem eigentlichen Luftverkehrsgeschäft wirft für sie hingegen kaum noch einen Gewinn ab. Die wirklichen Gewinnbringer für die Betreibergesellschaft sind die internationalen Beteiligungen und Dienstleistungen sowie die Vermietung der Park- und Einzelhandelsflächen oder die Vermarktung von Immobilien.

Mit dem Fernbahnhof wurde 1999 der größte Flughafenbahnhof Deutschlands eröffnet. Er wird täglich von mehr als 23.000 Reisenden genutzt; zudem halten hier täglich 210 Fernzüge, davon 185 ICEs. Neben dem Bahnhof Limburg Süd ist er außerdem der einzige reine Fernbahnhof der Deutschen Bahn AG. Seit 2002 ist er auch Teil der Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main. Er ergänzt den heutigen Regionalbahnhof, der bereits am 14. März 1972 als nach zweiter Flughafenbahnhof nach Berlin-Schönefeld eröffnet wurde. Zwischen 1982 und 1993 wurde zudem vom Lufthansa-Airport-Express angefahren - er diente als Ersatz für Kurzstreckenflüge auf den Verbindungen von Düsseldorf und Stuttgart zum Flughafen.

Neben dem Frankfurter Flughafen diente der Flughafen Frankfurt-Hahn als weiteres Luftfahrtkreuz, um diesen dauerhaft zu entlasten. Die französische Besatzungsmacht baute ihn nach 1951 zunächst als Militärflugplatz im Hunsrück aus. Nach 1993 wirf der Flughafen im Rahmen der Konversion als ziviler Flughafen genutzt. Mittlerweile ist er der fünftgrößte Frachtflughafen Deutschlands. Im Passagierverkehr wird er vor allem von Billigfluggesellschaften genutzt. Für die irische Fluggesellschaft Rynair ist der Flughafen Frankfurt-Hahn sogar das wichtigste europäische Drehkreiuz nach London-Standsted. Sie ist zudem die größte Passagierfluggesellschaft am Flughafen. Betreibergesellschaft ist die Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH (FFHG). Im Jahr 2009 übernahm das Land Rheinland-Pfalz den Anteil der Fraport.


Literaturtipps:

  • Constanze Kleis:
    Gebrauchsanweisung für Frankfurt am Main.
    Piper 2010
    Preis: € 14,95
    ISBN-10: 3492275796
    ISBN-13: 978-3492275798
  • Rita Henß:
    Marco Polo Reiseführer Frankfurt.
    Mairdumont 2008
    Preis: € 9,95
    ISBN-10: 3829704143
    ISBN-10: 978-3829704144
  • Marco Polo:
    Marco Polo Frankfurt für Frankfurter 2012.
    Mairdumont 2011
    Preis: € 9,99
    ISBN-10: 3829709420
    ISBN-13: 978-3829709422
  • Merian:
    Merian Frankfurt.
    Travel House Media 2003
    Preis: € 7,50
    ISBN-10: 3774268096
    ISBN-13: 978-3774268098
  • Sonja Thelen:
    Grünes Frankfurt. Ein Führer zu mehr als 70 Parks und Anlagen im Stadtgebiet.
    B3 Verlag 2007
    Preis: € 12,-
    ISBN-10: 3938783192
    ISBN-13: 978-3938783191
  • Wolfgang Lechthaler und Günter Mick:
    Frankfurt am Main. Herzstück Europas.
    Societäts-Verlag 2007
    Preis: € 19,90
    ISBN-10: 3797310196
    ISBN-13: 978-3797310194
  • Christian Setzepfandt:
    Geheimnisvolles Frankfurt am Main.
    Wartberg 2003
    Preis: € 13,80
    ISBN-10: 3831313474
    ISBN-13: 978-3831313471
  • Elisabeth Lücke:
    Frankfurt am Main: Rundgänge durch die Geschichte.
    Sutton Verlag 2008
    Preis: € 14,90
    ISBN-10: 3866803958
    ISBN-13: 978-3866803954
  • Michael Herl:
    Heimatkunde - Frankfurt.
    Hoffmann und Campe 2007
    Preis: € 14,95
    ISBN-10: 3455380239
    ISBN-13: 978-3455380231
  • Michael K. Wustrack:
    Der Frankfurter Flughafen. Eine Geschichte in Bildern.
    Sutton Verlag 2003
    Preis: € 17,90
    ISBN-10: 3897025485
    ISBN-13: 978-3897025486
  • Sabine Lubenow und Ronald Motz:
    HB Bildatlas: Frankfurt, Taunus, Rheingau.
    HB Verlag 2009
    Preis: € 8,50
    ISBN-10: 3616061466
    ISBN-13: 978-3616061467

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