Einst war Frankfurt am Main eine freie Stadtrepublik und alte Kaiserstadt sowie Sitz des ersten demokratischen Parlaments in Deutschland. Heute ist die Mainmetropole eines der führenden Verkehrs- und Wirtschaftszentren Europas sowie eine der führenden Metropolen Deutschlands. Wie bei den meisten deutschen Großstädten hat sich das Stadtbild Frankfurts nach dem Zweiten Weltkrieg deutlich verändert. Von der ehemals größten zusammenhängenden Altstadt Deutschlands ist nur noch sehr wenig übrig geblieben. Zudem hat sich Frankfurt seit den fünfziger Jahren als Hochhausstadt etabliert. Lediglich in Moskau, London, Paris und Warschau sind ähnlich imposante Hochhaus-Skylines zu bewundern.
City-Highlights in Frankfurt am Main Die historische Altstadt Frankfurts wurde während des Zweiten Weltkrieges durch Luftangriffe weitgehend zerstört. Daher sind heute dort nur noch wenige Gebäude mit historischer Bausubstanz vorhanden. Im Zentrum der Altstadt steht der Römer - das historische Rathaus und Wahrzeichen der Mainmetropole. Rund 300 Meter östlich des Römerbergs erhebt sich der katholische Kaiserdom St. Bartolomäus - die größte und bedeutenste Kirche der Stadt. Mittelpunkt der westlichen Altstadt ist die 1219 errichtete Leonhardskirche. Als drittälteste Kirche Frankfurts blieb sie als einzige Kirche der Innenstadt während des Zweiten Weltkrieges unzerstört. Die Frankfurter Innenstadt ist heute das Herz der Mainmetropole. Sie ist geprägt durch die Umgestaltungen im 19. Jahrhundert und in den Nachkriegsjahren. Zunächst entstanden hier die Alte Oper, die Wertpapierbörse und die Parkanlagen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war nahezu die gesamte Innenstadt zerstört. Frankfurt wuchs seitdem in die Höhe - heute stehen hier acht der zehn höchsten Hochhäuser Deutschlands. Auch das kulturelle Angebot der Mainmetropole ist äußerst vielfältig. Etwa 30 Bühnen, 46 freie Theatergruppen sowie rund 60 Museen und Ausstellungshäuser sind nicht nur im Rhein-Main-Gebiet bekannt.
Hochhäuser in Frankfurt am Main Im Gegensatz zu den Metropolen Asiens und Nordamerikas sind Hochhäuser aufgrund der europäischen Architekturgeschichte eher unüblich. Lediglich Frankfurt am Main und Moskau können aufgrund der Höhe, der Anzahl und dem Alter als "führende" Hochhausstädte des Kontinents angesehen werden. Maßgeblich dafür ist der Hochhausrahmenplan: dieser reglemtiert, wo und wie die Hochhäuser in der Mainmetropole gebaut werden dürfen.
Rhein-Main-Flughafen Frankfurt am Main Der Rhein-Main-Flughafen ist der größte Flughafen Deutschlands und europaweit der drittgrößte Airport nach dem Flughafen Paris (Charles de Gaulles) und London-Heathrow. Der Flughafen ist ein eigenständiger Stadtteil Frankfurts und mit 340 Einwohnern auch der einwohnerschwächste. Dennoch verfügt er über eine eigene Infrastruktur: es gibt ein Krankenhaus, zwei Bahnhöfe (Regional- und Fernbahnhof), eine vollautomatische Hochbahn, Gotteshäuser aller Hauptreligionen, Hotels und Restaurants - darunter die größte McDonalds-Filiale Europas. Im Rhein-Main-Flughafen sind über 60.000 Menschen beschäftigt - sie erwirtschaften die höchste Pro-Kopf-Kaufkraft der Mainmetropole.
Rhein-Main-Gebiet Die Rhein-Main-Region ist eine Wirtschaftsregion und ein Ballungsraum, der den Süden Hessens sowie Teile von Rheinland-Pfalz (Rheinhessen) und Bayern (Unterfranken) umfasst. Es ist zudem die zweitgrößte der elf europäischen Metropolregionen in Deutschland. Frankfurt am Main bildet zwar den geographischen Mittelpunkt des Rhein-Main-Gebietes - dennoch ist es eher polyzentrisch. Neben der Mainmetropole sind auch Wiesbaden und Mainz die wichtigsten politischen und wirtschaftlichen Zentren. Weitere städtische Zentren sind Rüsselsheim, Bad Homburg, Darmstadt, Offenbach am Main, Hanau, Aschaffenburg, Marburg, Gießen und Wetzlar. Insgesamt umfasst das Rhein-Main-Gebiet 18 Landkreise. Die zentrale und verkehrsgünstige Lage in Süddeutschland begünstigte bereits im 19. Jahrhundert die Industrialisierung der Region.
Weitere Fotos von Frankfurt am Main gibt es bei Wikipedia-Commons und bei Blondy-Net. |
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