Wissenwertes rund um Berlin
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Vor Gott sind eigentlich alle Menschen Berliner.
Theodor Fontane
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Mehr als vierzig Jahre war Berlin ein Symbol für die Teilung Europas während des Kalten Krieges. Heute verbindet die wiedervereinte Stadt das westliche und östliche Europa. Als Sitz der Regierung und der Parlaments ist Berlin das politische Entscheidungs- und Nachrichtenzentrum Deutschlands. Deutsche und internationale Verbände von Wirtschaft und Gesellschaft konzentrieren sich in der Hauptstadt.
Berlin ist allerdings noch etwas mehr als das - nämlich eine Stadt der Kontraste. So findet man dort elegante Boulevards und alternative Szeneviertel, königliche Palais und zerschossene Fassaden von Mietskasernen, heißes Nachtleben und Idylle pur. "Berlin ist mehr ein Weltteil als eine Stadt", schrieb bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts der Dichter Jean Paul. Schon damals war Berlin anders als die anderen deutschen Städte - nämlich eine Metropole von europäischem Rang.
Heute gilt die Metropole Berlin als Weltstadt der Kultur, Politik, Medien und Wissenschaften. Sie ist ein wichtiger europäischer Verkehrsknotenpunkt und eine der meistbesuchten Städte des Kontinents. Friedrich Schiller attestierte Berlin eine "Ungezwungenheit im bürgerlichen Leben". Dass in Berlin jedenfalls jeder nach seiner Façon glücklich werden kann, wusste schon der "alte Fritz". Und Bertholt Brecht schrieb: "Es gibt einen Grund, warum man Berlin anderen Städten vorziehen kann: weil es sich ständig verändert."
Preußens Glanz und Gloria
Preußen war ein Staat im nördlichen Mitteleuropa und erhielt seinen Namen von den baltischen Ureinwohnern - den Prußen. Es entstand aus der historischen Landschaft Preußen und bildete im Mittelalter das Zentrum des Deutschordensstaates. Nach der Teilung 1466 und folgender Säkularisierung entstand 1525 das Herzogtum Preußen. Nach der Erhebung zum Königreich im Jahre 1701 entwickelte sich zur führenden Macht Deutschlands und einer europäischen Großmacht. Nach 1871 wurde Preußen zudem der dominierende Teilstaat des neugegründeten Deutschen Reiches. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Preußen in einen Freistaat umgewandelt. Durch den Preußenschlag am 20. Juli 1932 verlor es faktisch seine eigenständige Rolle. Mit dem alliierten Kontrollratsgesetz Nr. 46 vom 25. Februar 1947 wurde Preußen rechtlich aufgelöst.
Die Entwicklung Preußens zu einem modernen Staat unterscheidet sich jedoch deutlich von anderen europäischen Mächten wie Großbritannien oder Frankreich. So war es kein Produkt einer gewachsenen Kultur oder die Konsequenz der geschichtlichen Entwickung eines Volkes. Da die Gebiete Preußens zudem weit verstreut waren, fehlte zudem der Anreiz für die Organisation und Zusammenfassung geografisch zusammenhängender Gebiete. So war der preußische Staat vor allem der Ausdruck seiner politischen Eliten. Darüber hinaus passten sich viele historisch gewachsene Staaten den Bedürfnissen ihrer Gesellschaften an; in Preußen hingegen - so die These - habe der Staat die Gesellschaft nach seinen Bedürfnissen geformt. Demnach entstand ein straff durchorganisierter Herrschaftsapparat, der durch seine Machtfülle und Organisationsfähigkeit seinen Nachbarn für einige Jahrhunderte überlegen war und damit den Erfolg dieses "Preußischen Staatsmodells" begründete. Ein wichtiger Bestandteil dabei waren die Preußischen Reformen - eine Reihe von Staats- und Verwaltungsreformen, die von gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Maßnahmen begleitet wurden.
Dieses Modell stützte sich vor allem auf eine besondere Form von Ethik, die oftmals als "Preußischer Geist" bezeichnet wird. So verbindet man mit Preußen vor allem die von protestantischen Werten geprägten Preußischen Tugenden wie Zuverlässigkeit, Sparsamkeit, Bescheidenheit, Ehrlichkeit, Fleiß und Toleranz. Sie verschafften dem Staat zudem eine fortschrittliche Rechtsordnung und Verwaltung, ein der Krone loyales Offizierskorps und einen "Vernunftpatriotismus", der seinen Aufstieg vom herkömmlichen Barockstaat des Großen Kurfürsten zur modernen Großmacht förderte. Dennoch standen die preußischen Tugenden auch in der Kritik: So kritisierten das Bürgertum und die Arbeiterbewegung sie vor allem wegen ihrer ursprünglichen Wissenschafts- und Kunstferne, ihrer staatswirtschaftlichen und soldatischen Ausprägung ("Befehl und Gehorsam") und Demokratiefeindlichkeit.
Dennoch blieb Preußen auch nach seiner Auflösung im Jahre 1947 im Alltagsleben, in der Kultur oder im Sport und selbst in Namensbezeichnungen erhalten. So sind viele Länder rechtlicher, insbesondere staats- und völkerrechtlicher Hinsicht Nachfolgestaaten Preußens. Das preußische Regierungs- und Verwaltungsmodell war maßgeblich für eine Vielzahl politischer Institutionen auf Länderebene und drückt sich noch heute in Bezeichnungen aus. Die heutigen Landschaftsverbände gehen auf die preußischen Provinzialverbände zurück. Die Union Evangelischer Kirchen ging aus einem Kirchenbund der altpreußischen evangelischen Landeskirchen hervor. Zudem umfasst die Stiftung Preußischer Kulturbesitz einen der größten und universellsten Sammlungskomplexe der Welt.
Als Hauptstadt des preußischen Staates und Reichshauptstadt des Deutschen Reiches wurde Berlin auch 1990 Bundeshauptstadt des wiedervereinigten Deutschland. Mehrere Bundesinstitutionen sind heute in Gebäuden früherer preußischer Einrichtungen angesiedelt, wie etwa der Bundesrat im Preußischen Herrenhaus. Im 15. Jahrhundert wurde Berlin zudem auch Wohnsitz der Hohenzollern - einem der bedeutendsten deutschen Adelshäuser.
Ihren Stammsitz hat das Geschlecht auf der Burg Hohenzollern am Rande es Ostalbkreises. Der Name leitet sich von Söller ab und deutet auf kugelförmigen Burgberg bei Hechingen - den Stammsitz der Zollern - hin. Seit dem Mittelalter hat sich das Adelshaus der Hohenzollern in mehrere Haupt- und Nebenlinien aufgeteilt. Die Linie Brandenburg-Preußen stellte ab 1701 die preußischen Könige sowie zwischen 1871 und 1918 die Deutschen Kaiser. Eine weitere Linie stellte zudem zwischen 1866 und 1947 die Könige von Rumänien. Zu den bedeutendsten Herrschern der Hohenzollern gehörten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (der "Große Kurfürst", Friedrich Wilhelm I. (der "Soldatenkönig"), Friedrich II. der Große ("Alter Fritz") sowie die Kaiser Wilhelm I. und Wilhelm II. Seit 1994 ist Georg Friedrich Prinz von Preußen das Oberhaupt des Hauses.
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Zahlen und Fakten rund um Berlin
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- Berlin ist eigenständiges Bundesland. Neben Bremen und Hamburg ist Berlin zudem einer der drei Stadtstaaten Deutschlands.
- In der Vergangenheit war Berlin die Hauptstadt Preußens, des Deutschen Reiches und der DDR (Ostteil). Seit der Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990 ist Berlin die gesamtdeutsche Hauptstadt. Seit 1999 ist Berlin auch Parlaments- und Regierungssitz. Neben dem Bundespräsidenten haben auch die Bundesregierung, der Deutsche Bundestag und der Bundesrat sowie zahlreiche Bundesministerien und Bundesbehörden ihren Sitz in Berlin.
- Im November 2011 lebten 3.499.879 Menschen in der Hauptstadt. Damit ist Berlin die größte Stadt Deutschlands.
- Zum gleichen Zeitpunkt waren in Berlin 493.800 Ausländer gemeldet. Der Ausländeranteil lag demnach bei 14,1 Prozent.
- Mit 891,85 km² ist Berlin auch die flächengrößte Stadt Deutschlands. Nach London ist Berlin zudem die zweitgrößte Stadt in der Europäischen Union (EU).
- Berlin ist der Mittelpunkt der Europäischen Metropolregion Berlin-Brandenburg - einer von derzeit elf in Deutschland. Auf einer Fläche von 30.370 km² leben derzeit etwa 5.963.998 Menschen (Stand: 31. Dezember 2010).
- Die Hauptstadt ist derzeit nicht nur die meistbesuchte Stadt Deutschlands. International belegt Berlin im Ranking der europäischen Tourismusmetropolen derzeit den vierten Rang nach London, Paris und Rom. Durchschnittlich werden pro etwa fünf Millionen Menschen berherbergt.
- Berlin ist die verkehrsreichste Stadt Deutschlands. Täglich nutzen etwa 1,5 Millionen Autos die etwa 5.200 km Straße. Zudem gehört das öffentliche Verkehrsnetz Berlins zu den schnellsten und effizientesten der Welt. Der Hauptbahnhof Berlin ist zudem der wichtigste Verkehrsknotenpunkt Berlins sowie der größte Turmbahnhof Europas.
- Die U-Bahn bildet gemeinsam mit der S-Bahn sowie den Metrolinien von Straßenbahn und Bus das Rückgrat des städtischen Nahverkehrs in Berlin. Mit einem Streckennetz von 146 Kilometern und 173 Bahnhöfen bilden die neun Linien das größte Nahverkehrsnetz in Deutschland.
- In keiner anderen europäischen Stadt stehen jedoch soviele Bäume wie in Berlin. Neben den Wäldern, Parks und Kleingärten gibt es in Berlin mehr als 420.000 Bäume, darunter 153.000 Linden, 82.000 Ahornbäume, 35.000 Eichen, 25.000 Platanen und 21.000 Kastanien. Die über 2.500 öffentlichen Grün-, Erholungs- und Parkanlagen haben eine Gesamtfläche von über 5.500 Hektar und bieten vielfältige Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten. Die älteste sowie die mit 210 Hektar größte und bedeutendste Parkanlage Berlins ist der Große Tiergarten im Stadtzentrum.
- Die Spree-Metropole ist zudem eine bedeutende Kulturmetropole. Derzeit gibt es in Berlin über 175 Museen und Sammlungen. Daneben setzen sich zahlreiche Gedenkstätten, Bildungseinrichtungen und Ausstellungen in Berlin mit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft auseinander.
- In kaum einer anderen Region konzentrieren sich soviele Einrichtungen von Wissenschaft und Forschung wie in Berlin. So finden sich hier vier Universitäten, sieben Fachhochschulen, drei Kunsthochschulen, eine internationale Business School und über 70 außeruniversitäte Forschungseinrichtungen, die öffentlich finanziert werden. Hier lehren, forschen und arbeiten derzeit über 50.000 Beschäftigte.
- Berlin gehört außerdem zu den attraktivsten Universitätsstädten Deutschlands. Die Freie Universität Berlin gehört mit über 32.800 Studenten zu den größten Unis Deutschlands. Deren fachliches Profil wird von den Geistes- und Sozialwissenschaften, den Naturwissenschaften sowie der Medizin geprägt. Bundesweit einmalig sind die regionalwissenschaftlichen Zentralinstitute für Nordamerika, Osteuropa und Lateinamerika sowie "kleine Fächer" wie Judaistik oder Niederlandistik. Die Humboldt-Universität ist mit 30.061 Studenten die älteste Uni Berlins.
- Die Technische Universität ist mit 30.635 Studenten die größte technische Uni Deutschlands und hat mit fast 20 Prozent den zweithöchsten Ausländeranteil an deutschen Hochschulen. Die Universität der Künste ist mit rund 3.690 Studenten und über 40 Studiengängen die größte künstlerische Hochschule Deutschlands. In den vier Fakultäten Bildende Kunst, Gestaltung, Musik und Darstellende Kunst lehrten so namhafte Dozenten wie Vivienne Westwood, Loriot oder Rebecca Horn.
- Die "Charité - Universitätsklinikum Berlin" ist nicht nur eine der ältesten und traditionsreichsten Krankenanstalten Deutschlands. Sie ist heute zugleich das größte Universitätsklinikum Europas. Derzeit widmen sich 12.922 Mitarbeiter - darunter 3.736 Ärzte - dort der Krankenversorgung, der Wissenschaft und der Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses. Zudem werden jährlich etwa 136.000 Patienten stationär und 563.000 Patienten ambulant behandelt. Sie wird von der FU Berlin und der Humboldt-Universität gemeinsam getragen.
- Seit 1994 ist Berlin auch Sitz des Erzbistums Berlin. Neben Berlin umfasst es weite Teile Brandenburgs und Vorpommerns. Mit 31.200 km² ist es das zweitgrößte Bistum in Deutschland. Derzeit leben rund 394.000 Katholiken im Bistum.
- Interessante Fakten über die Hauptstadt sind zudem in einem Factsheet der Berlin Tourismus + Kongress GmbH zusammengefasst.
- Weitere Zahlen rund um Berlin bietet das Amt für Statistik-Berlin-Brandenburg.
- Berlin ist einer der führenden Medienstandorte Deutschlands. Hier erscheinen nicht nur die meisten Tageszeitungen. Auch zahlreiche Fernseh- und Hörfunksender haben hier ihren Standort - darunter die Nachrichtensender n-tv und N24 oder der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB).
- Zudem ist die Spree-Metropole auch die zweitgrößte Verlagsstadt Deutschlands. Hier sind derzeit mehr als 600 Verlage, 7.100 Verlagstitel und 400 Druckereien angesiedelt.
- Auch die Filmbranche ist in den letzten Jahren überdurchschnittlich gewachsen. Mittlerweile befinden sich mehr als 770 Produktionsfirmen in Berlin, das damit derzeit der drittgrößte Filmstandort in Deutschland ist.
- Mit dem Axel-Springer-Verlag hat der größte Zeitungsverlag Deutschlands seinen Sitz in Berlin. Er wurde 1946 gegründet und verlegt heute unter anderem die Tageszeitungen "BILD" und "Die Welt" sowie verschiedene Programm- und Fachzeitschriften. Allein 2009 betrug der Jahresumsatz rund 2,4 Milliarden Euro.
- Die Deutsche Bahn AG (DB) ist seit dem 1. Januar 1994 die Rechtsnachfolgerin der beiden ehemaligen Staatsunternehmen der Deutschen Bundesbahn in der Bundesrepublik und der Deutschen Reichsbahn in der DDR. Das hunderprozentig bundeseigene Privatunternehmen ist die größte deutsche Dachgesellschaft von Eisenbahninfrastruktur- und Eisenbahnverkehrsunternehmen. Das unternehmenseigene Schienennetz misst etwa 34.000 Kilometer und umfasst damit praktisch das gesamte Vollbahnnetz Deutschlands. Zudem gilt das DB-Netz als das dichteste und am höchsten belastete Eisenbahnnetz der Welt. Ihren Sitz hat die DB im Berliner Bahntower. Das bundeseigene Unternehmen ist heute das größte Verkehrs- und Infrastrukturunternehmen in Europa im Eisenbahnwesen.
- Ebenfalls ihren Sitz in Berlin hat die KPMG. Mit derzeit etwa 145.000 Mitarbeitern in 152 Ländern - davon rund 8.400 in Deutschland - ist sie eines der größten Unternehmen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und prüfungsnahe Beratung.
- Die Landesbank Berlin (LBB) wurde 1994 als Bankgesellschaft Berlin gegründet. Unter ihrem Dach wurde die Landesbank Berlin (einschließlich der Berliner Sparkasse), der Berliner Bank AG und der Berlin Hyp erstmals in Deutschland öffentliche und private Banken zusammengeschlossen. Ursprünglich sollte sie zu einem international agierenden Finanzkonzern geformt werden. Riskante Immobilien- und Kreditgeschäfte brachten das Institut jedoch an den Rand des Zusammenbruchs.
- Das Brandenburger Tor war einst Symbol der Teilung Deutschlands. Seit November 1989 ist das Wahrzeichen Berlins das Sinnbild für die Wiedervereinigung. Das Tor wurde von 1788 bis 1791 vom Architekten Carl Gotthard Langhans in Sandstein erbaut. Insgesamt ist es 20 Meter hoch, 70 Meter breit und zehn Meter tief. Am 6. August 1791 wurde es für den Verkehr freigegeben. Ursprünglich diente das Brandenburger Tor als Stadttor - heute steht es aber mitten im Zentrum. Auf dem Tor befindet sich die Quadriga - ein von vier Pferden gezogener Streitwagen mit der Siegesgöttin Viktoria. Sie wurde von Johann Gottfried Schadow gestaltet und 1795 aufgestellt.
- An der Ostseite des Brandenburger Tors befindet sich der Pariser Platz. Er wurde 1735 angelegt und diente ursprünglich als Exerzierfeold und Vorplatz zum Stadttor. Später siedelten sich hier vornehme Villen, deutsche und ausländische Gesandtschaften an. Heute befinden sich hier unter anderem die britische Vertretung und die französische Botschaft. Auch die Landesvertretungen der deutschen Bundesländer sind hier vertreten. Zwischen 2004 und 2007 wird hier auch die neue US-Botschaft gebaut. Bekanntestes Gebäude ist das 1997 wiedereröffnete Hotel Adlon. Bereits während des Kaiserreiches und der Weimarer Republik diente das weltweit bekannte Luxushotel als Treffpunkt für Reiche und Prominente. Unweit des Platzes befindet sich das Holocaust-Mahnmal - ein begehbares Labyrinth aus 2.711 Betonstelen. Es wurde am 10. Mai 2005 eingeweiht.
- Das Boulevard Unter den Linden ist das alte Herzstück Berlins. Die Flaniermeile führt über 1,5 Kilometer von der Schlossbrücke zum Brandenburger Tor. Kurfürst Friedrich Wilhelm ließ den ehemaligen Reitweg 1647 befestigen und dort 1.000 Linden sowie 1.000 Nussbäume pflanzen. Nach 1701 wurde das Boulevard im Zuge königlicher Prachtentfaltung neuer Architektur immer weiter ausgebaut. Zudem sind hier die russische Botschaft und das Westin Grand Hotel angesiedelt. Hier wohnten einst prominente DDR-Gäste. Zur Erinnerung an König Friedrich II. den Großen von Preußen schuf Christian Daniel Rauch im Jahe 1851 ein 13,5 Meter hohes Reiterstandbild. Es zeigt den Herrscher im Krönungsmantel mit Dreispitz, Krückstock und Stulpenstiefel. Den Sockel des Denkmals schmücken 150 Figuren bedeutender preußischer Persönlichkeiten.
- Die wohl legendärste Straße Berlins ist die Friedrichstraße. Sie verbindet die Tradition der "Goldenen Zwanziger Jahre" mit der Architektur des modernen Berlin. Einst waren in der 3,5 Kilometer langen Straße Cafés, Theater und Varietés wie der berühmte "Winterpalast" angesiedelt. Heute entwickelt sie sich zu einem neuen Magneten im Osten Berlins. Hier befindet sich der 1983 erbaute Friedrichstadtpalast - das größte Revuetheater Europas. Der Tränenpalast - ehemals eine innerdeutsche Grenzabfertigungshallte - wird heute für Veranstaltungen genutzt. Vor allem im südlichen Teil wurden in den letzten Jahren die luxurios ausgestatteten Geschäftshäuser Lindencorso, Hofgarten, Friedrichstadt-Passagen und das Kontorhaus Mitte. Hier befinden sich Passagen, Kaufhäuser, Edelboutiquen, Büros und Restaurants. Ein großer Besuchermagnet ist zudem die Galerie Lafayette. Das Edelkaufhaus ist eine Dependance des berühmten Einkaufszentrums in Paris.
- In der Friedrichstraße liegt auch der Checkpoint Charlie - der wohl bekannteste Grenzübergang zwischen den beiden Teilen Berlins. Der Kontrollposten war zwischen 1961 und 1990 die einzige Übergangsstelle für Alliierte, Ausländer, Mitarbeiter der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik und für DDR-Funktionäre. Am 27. Oktober 1961 standen sich hier erstmals Panzer der USA und der UdSSR nur 200 Meter gegenüber. Am 22. Juni 1990 wurde der alliierte Kontrolposten endgültig abgebaut. Heute erinnern nur noch einige Schilder, Mauerreste und ein Wachturm daran. Unweit des Kontrollpunktes erinnert das Haus am Checkpoint Charlie heute an die Enstehungsgeschichte der Mauer und das Leben im geteilten Berlin zwischen 1961 und 1989.
Öffnungszeiten: täglich 9-22 Uhr
- Der Kurfürstendamm wurde bereits im 16. Jahrhundert als Reiterweg angelegt. Im Jahre 1883 veranlasste Otto von Bismarck dessen Ausbau zu einer repräsentativen Hauptstraße für den Berliner Westen mit zahlreichen Theatern Cafés und Nachtclubs. Heute gilt der etwa 3,5 Kilometer lange Ku'damm als einer der beliebtesten Flaniermeilen Berlins. Sie ist nicht nur eine Shoppingmeile, sondern auch eine gute Geschäftsadresse und ein wichtiges Kulturzentrum. Hier befindet sich unter anderem auch das Theater des Westens. Im Jahre 2001 entstand hier das neue Kranzlereck mit Büros, Geschäften und dem einstmals legendären Café Kranzler. In den zahlreichen Nebenstraßen befinden sich in den Bauten der Jahrhundertwende viele kleine Edelboutiquen und Cafés.
- Ein Einkaufsparadies erster Güte ist das Kaufhaus des Westens (KaDeWe). Mit einer Verkaufsfläche von rund 60.000 m² ist es das größte Kaufhaus des europäischen Kontinents. Das Gebäude wurde 1906/07 im Auftrag des Unternehmers Adolf Jandorf von Johann Emil Schaudt errichtet. Auf den sechs Etagen befindet sich auch die berühmte Feinschmeckerabteilung.
- Die am Ku'damm gelegene Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ist heute ein Mahnmal für Frieden und Versöhnung sowie ein weltweit bekanntes Wahrzeichen für den Aufbauwillen Berlins. Die Neoromanische Kirche wurde von 1891 bis 1895 erbaut und dem Andenken an Kaiser Wilhelm I. gewidmet. Im Jahre 1943 wurde sie während eines Bombenangriffs stark zerstört. Umgeben ist der "hohle Zahn" heute von mehreren modernen Gebäuden, die zwischen 1959 und 1961 nach den Plänen von Egon Eiermann entstanden. Eine Gedenkhalle im Turm mahnt zu Frieden und Versöhnung.
- In den neunziger Jahren war der Potsdamer Platz noch eine der größten Baustellen der Welt. Heute existiert auf einem Gelände von 100.000 m² ein neues Stadtviertel mit Büro- und Wohnhäusern sowie Kultureinrichtungen, Einkaufspassagen und Restaurants. Die Daimler-City bietet auf fast 70.000 m² eine Ladenpassage mit über 100 Geschäften sowie eine Musicalbühne, eine Spielbank und ein Kinocenter. Zudem wurde das 1871 gegründete Weinhaus Huth integriert mit einst so prominenten Gästen wie Theodor Fontane. Im Juni 2000 wurde das Sony-Center mit einer Fläche von etwa 25.000 m² fertig gestellt. Um das Forum mit der gefalteten Zeltüberdachung schuf Helmut Jahn ein Ensemble aus sieben Glas- und Stahlbauten mit Kinos, Restaurants, dem Filmmuseum Berlin und der Europazentrale von Sony. Außerdem existieren hier unter anderem ein Multiplex-Kino und ein IMAX-Kino. Eines der vornehmsten Häuser der Stadt ist das Hotel Esplanade. Kaiser Wilhelm II. verbrachte hier schon im Kaisersaal seine Herrenabende - später nächtigten hier Schauspieler wie Greta Garbo oder Charlie Chaplin. Bereits in den zwanziger Jahren war der Platz ein wichtiges Verkehrszentrum. Im Zweiten Weltkrieg wurden nahezu alle Straßen und Gebäude zerstört - während der Teilung Berlins war der Platz ein Teil des Todesstreifens zwischen Ost- und West-Berlin.
- Der Gendarmenmarkt gilt als schönster Platz nördlich der Alpen und als einer der schönsten Plätze Berlins. Der heute 48.000 m² große Platz entstand bereits im 17. Jahrhundert. Seinen Namen erhielt er von einem Regiment der Gendarmen ("Gens d'Armes"), das zwischen 1736 und 1782 dort stationiert war. An der Nordseite liegt der Französische Dom, der zwischen 1701 und 1705 errichtet wurde. Im 17. Jahrhundert diente er den eingewanderten französischen Hugenotten als Gotteshaus. Dreimal täglich erklingt hier ein 60-teiliges Glockenspiel. Der Deutsche Dom an der Südseite wurde von 1701 bis 1708 erbaut. Während des Zweiten Weltkrieges wurde er schwer zerstört und nach umfangreicher Renovierung am 2. Oktober 1996 wieder eröffnet. Das Schauspielhaus wurde zwischen 1818 und 1821 von Karl Friedrich Schinkel im klassizistischen Stil erbaut. Im Zweiten Weltkrieg zerstört, wurde es 1984 nach umfangreicher Restaurierung als Konzerthaus Berlin wieder eröffnet.
- Der Alexanderplatz - auch kurz "Alex" genannt - ist einer der bekanntesten Plätze Berlins. Um 1700 wurde der frühere "Ochsenmarkt" zunächst als Viehmarkt genutzt, der vor den Toren der Stadt lag. Später kamen ein Wollmarkt und ein Exerzierplatz hinzu. Seinen heutigen Namen erhielt der Platz nach einem Besuch des russischen Zaren Alexander I. in Berlin. Mit dem Bau der Stadtbahn ab 1882 entwickelte sich der Alexanderplatz zum größten Verkehrsknotenpunkt im Berliner Osten. Nach der fast völligen Zerstörung während des Zweiten Weltkrieges erhielt der Alexanderplatz sein heutiges Erscheinungsbild. Seit 1969 befinden sich auf dem Platz eine zehn Meter hohe Urania-Weltzeituhr und der Brunnen der Völkerfreundschaft.
- Nahe dem Alexanderplatz steht zudem der Fernsehturm - auch "Telespargel" genannt. Er wurde 1969 eröffnet und ist mit 368 Metern das höchste Bauwerk Deutschlands. Gleichzeitig ist er das vierthöchste nicht abgespannte Bauwerk Europas sowie der einzige Fernsehturm Europas mitten in der Stadt. Die verglaste Kugel mit einem Durchmesser von 32 Metern wigt 4.800 Tonnen. In ihr befinden sich ein Aussichtspunkt und ein Telecafé. Bei gutem Wetter reicht die Sicht bis zu 40 Kilometer. Betreiber und Eigentümer der Anlage ist die Deutsche Funkturm GmbH (DFMG). Das entsprechende Gegenstück im Westteil ist der Funkturm - auch "langer Lulatsch" genannt. Mit einer Höhe von 150 Metern ähnelt er optisch dem Eiffelturm in Paris. Er wurde zwischen 1924 und 126 anlässlich der Funkausstellung erbaut. Im Jahre 1929 wurde vom Funkturm aus das erste Fernsehbild der Welt ausgestrahlt. Heute steht er unter Denkmalschutz.
- Der Funkturm ist heute in das Messegelände eingebettet. Auf einer Ausstellungsfläche von knapp 189.000 m² finden hier hier jährlich etwa 40 internationale Fachmessen mit Reckordbersucherzahlen statt. Dazu zählen neben der Internationalen Funkausstellung (IFA) und der Internationalen Tourismus Börse (ITB) auch die Internationale Grüne Woche - die größte Nahrungs-, Landwirtschafts- und Gartenbauaustellung Europas. Das Messegelände ist direkt mit dem Internationalen Congess Centrum (ICC) verbunden. Mit rund 400 Kongressen pro Jahr ist das ICC eines der führenden Kongress-Stätten der Welt. Das Gebäude wurde von 1975 bis 1979 errichtet und gleichzeitig das größte Europas.
- Die aufwändig restaurierten Hackeschen Höfe sind einer der Anlaufpunkte für Touristen. Mit einer Fläche von 10.000 m² sind die der größte Hofkomplex ihrer Art in Europa. Der Gebäudekomplex entstand um die Jahrhundertwende und verbindet acht Hinterhöfe miteinander. Heute sind hier Cafés, Bars und Restaurants sowie Galerien und Modegeschäfte untergebracht. Ein fester Bestandteil der Berliner Szene ist zudem das Chamäleon Varieté mit 250 Plätzen. Neben dem regelmäßig wechselnden Programm ist die "Mitternachtsshow" mit Überraschungsauftritten verschiedener Künstler besonders beliebt.
- Eines der markantesten Wahrzeichen Berlins ist die Siegessäule - auch "goldene Else" genannt. Sie wurde zwischen 1864 und 1873 als Nationaldenkmal der "Einigungskriege" nach den Plänen von Johann Heinrich Strack erbaut und ist 67 Meter hoch. Die goldene Siegesgöttin auf der Spitze wiegt 35 Tonnen und ist acht Meter hoch. Unterhalb befindet sich auf einer Höhe von etwa 50 Metern eine Aussichtsplattform, die über 285 Stufen im Innern der Säule erreicht werden kann. Rund um die Säule treffen sich fünf belebte Straßen zum Kreisverkehr - daher heißt um die Säule auch Großer Stern.
- Der Reichstag ist eines der symbolträchtigsten Wahrzeichen Berlins und gleichzeitig auch ein beliebter Publikumsmagnet. Erbaut wurde das Gebäude zwischen 1884 und 1894 nach den Plänen von Paul Wallot nördlich des Brandenburger Tors. Zwischen 1994 und 1999 wurde der Reichstag nach den Plänen des britischen Architekten Sir Norman Foster in ein modernes Plenargebäude mit begehbarer Glaskuppel ausgebaut. Die 3.000 m² große Kuppelaußenhaut besteht aus durchsichtigen Glaslamellen. In 40 Metern Höhe befindet sich zudem eine Aussichtsplattform. Der Reichstag ist auch ein überaus geschichtsträchtiges Bauwerk. Am 9. November 1918 rief der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann hier die Republik aus. Am 28. Februar 1933 wurde das Gebäude durch einen Brand beschädigt - Anlass für Adolf Hitler, mit der "Reichstagsbrandverordnung" und dem "Ermächtigungsgesetz" den Weg für die Terrorherrschaft der Nationalsozialisten frei zu machen. Am 30. April 1945 hissten Soldaten der Roten Armee hier die sowjetische Flagge, um damit die endgültige Niederlage Deutschlands im Zweiten Weltkrieg zu demonstrieren. Besonders spektakulär war hingegen die Verhüllungsaktion der Verpackungskünstler Christo und Jeanne-Claude. Seit April 1999 ist das Reichstagsgebäude der offizielle Sitz des Deutschen Bundestages.
Öffnungszeiten der Kuppel: täglich 8-24 Uhr (letzter Einlass: 22 Uhr)
- In unmittelbarer Nachbarschaft des Reichstages befindet sich heute das Regierungsviertel, das sich in den letzten Jahren wieder zum politischen Zentrum Deutschlands entwickelt hat. Die neuen Bundesgebäude wurden als "Band des Bundes" über die Spree hinweg konzipiert, um Ost und West miteinander zu verbinden. Eines der imposantesten Gebäude ist das Bundeskanzleramt, dass nach den Plänen der Berliner Architekten Axel Schultes und Charlotte Frank im Jahr 2002 fertiggestellt wurde. Weiter nördlich liegt der Spreebogen, auf dem heute zahlreiche Ministerien ihren Sitz haben. Ebenfalls sehenswert: das Jakob-Kaiser-Haus, das Paul-Löbe-Haus und das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus. Letzteres beherbergt auch die Parlamentsbibliothek des Deutschen Bundestages - nach Washington und Tokio die drittgrößte ihrer Art weltweit.
- Ebenfalls in Reichweite befindet sich auch das Diplomatenviertel. Nach dem Zweiten Weltkrieg dem Verfall preisgegeben, kehrte in den letzten Jahren wieder neues Leben in die alten Residenzen ein. Daneben entstanden zudem einige spektakuläre Neubauten. Besonder sehenswert: die schwungvolle Schaufassade der österreichischen Botschaft, der streng kubische Neubau der indischen Botschaft, die italienische Botschaft im neoklassizistischen Stil oder das hypermoderne Diplomatencenter der nordischen Staaten.
- Als Amtssitz des Bundespräsidenten dient heute das Schloss Bellevue. Der dreiflügelige gebäudekomplex wurde 1785/86 als erstes Berliner Schloss im Stil des Klassizismus erbaut. Bis 1918 von den Hohenzollern bewohnt, diente es später als Gästehaus der nationalsozialistischen Reichsregierung. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss zwischen 1954 und 1959 als Amtssitz des Bundespräsidenten wieder hergerichtet. Im Original enthalten ist noch der ovale Festsaal aus dem Jahr 1971, der heute für offizielle Empfänge genutzt wird. Das 20 Hektar große Schlosspark war einst eine der schönsten Anlagen der Stadt. Heute befindet sich hier auch der elliptische Verwaltungsbau des Bundespräsidialamtes.
- Das Schloss Charlottenburg ist das größte und prunkvollste Schloss der Hohenzollern in Berlin sowie ein glanzvolles Beispiel barocker Baukunst. Es entstand von 1695 bis 1699 und hieß ursprünglich Lietzenburger Schloss. Kurfürst Friedrich III. schenkte es später seiner Gattin Sophie Charlotte als Sommerresidenz. Nach der Königskrönung Friedrichs I. von Preußen 1701 wurde das Schloss nach dem Vorbild von Versailles ausgebaut. Besonders sehenswert sind das Porzellankabinett mit chinesischem und japanischem Porzellan aus dem 17. und 18. Jahrhundert, der Knobeldorff-Flügel mit den prunkvollen Gemächern Friedrichs II. des Großen, die Orangerie und das Schlosstheater. Der Schlosspark gilt zudem als Juwel europäischer Gartenbaukunst und zählt zu den beliebtesten Stadparks Berlins. Er wurde 1687 als erster französischer Barockgarten Deutschlands von Simeon Godeau angelegt und im 18. Jahrhundert um einen englischen Landschaftsgarten erweitert. Hier befinden sich auch das Mausoleum mit den Sarkophagen von König Friedrich Wilhelm III. und Königin Luise (1776-1810) oder das dreistöckige Teehaus Belvedere.
Öffnungszeiten: 1. April bis 31. Oktober: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr; 1. November bis 31. März: Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr
- Kein anderes Schloss ist allerdings so mit der Person Friedrichs des Großen wie Schloss Sanssouci in Potsdam. Die bedeutenste Schlossanlage Deutschlands wurde von König Friedrich II. dem Großen von Preußen als Sommerresidenz vor den Toren Berlins geplant. Später wurde Sanssouci zu dessen Hauptresidenz. Sehenswert sind unter anderem die Parkanlage nach Versailler Vorbild, das Chinesische Haus mit ostasiatischem Porzellan oder das Drachenhaus.
Öffnungszeiten: 1. April bis 31. Oktober: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr; 1. November bis 31. März: Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr
- Das Jagdschloss Grunewald ist der älteste erhaltene Schlossbau Berlins. Das idyllisch gelegene Schlösschen wurde 1542 von Caspar Theyss im Rennaissance-Stil errichtet und im 18. Jahrhundert durch barocke Elemente erweitert. Heute beherbergt es eine Gemäldesammlung mit rund 200 Werken deutscher und niederländischer Meister des 15. bis 19. Jahrhunderts.
Öffnungszeiten: April bis Oktober: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr; November bis März: Samstag/Sonntag/Feiertag nur Führungen um 11, 13 und 15 Uhr
- Zwischen 1733 und 1737 wurde das Prinzessinnenpalais von Friedrich Wilhelm Diterichs erbaut. In dem Gebäude - auch Opernpalais genannt - wohnten die drei Töchter von Friedrich Wilhelm III. Heute ist das Operncafé mit seinem Garten ein beliebter Treffpunkt. Das Kronprinzenpalais wurde von 1663 bis 1669 von einem hohen Staatsbeamten erbaut. König Friedrich Wilhelm I. übernahm das Haus und ließ es als Wohnung für den Kronprinzen umbauen. Nach der totalen Zerstörung wurde der Bau 1968/69 rekonstruiert und als Gästehaus der DDR-Regierung genutzt. Im Jahre 1990 wurde hier der Einigungsvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR unterzeichnet.
- Das Ephraim-Palais aus dem 18. Jahrhundert ist wahrscheinlich das schönste bürgerliche Privathaus aus dieser Zeit und architektonisches Juwel im Nikolaiviertel. Es wurde von 1761 bis 1764 nach den Plänen Friedrich Wilhelm Diterichs errichtet. In den Jahren 1935/36 wurde die wertvolle Fassade aus verkehrstechnischen Gründen abgetragen. Ihre 2.493 Teile wurden zunächst eingelagert, bis man das Gebäude von 1985 bis 1987 in den Original-Bauteilen wieder errichtet.
Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag bis Sonntag 10-18 Uhr; Mittwoch 12-20 Uhr; Montag geschlossen
- Kulturelles Zentrum jüdischen Gemeinde Berlins ist das Jüdische Gemeindehaus. Es wurde zwischen 1957 und 1959 an der Stelle der 1938 nahezu zerstörten jüdischen Synagoge errichtet. Heute befinden sich hier unter anderem eine Gemeindebibliothek mit etwa 60.000 Bänden sowie eine Jüdische Volksschule. Die Jüdische Gemeinde Berlins ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und mit 9.000 Mitgliedern die größte jüdische Gemeinde in Deutschland.
- Die Neue Jüdische Synagoge mit dem Centrum Judaicum gehört zu den wichtigsten Orten jüdischen Lebens in Deutschland. Das Gebäude wurde von 1859 bis 1866 nach den Plänen von Eduard Knoblauch im maurischen Stil errichtet. Einst war der Bau das größte und prächtigste jüdische Gotteshaus Deutschlands. Im Hauptschiff und auf den Emporen fanden bis zu 3.200 Gläubige Platz. In der "Reichspogromnacht" am 9. November 1938 wurde die Synagoge von den Nationalsozialisten geschändet und schließlich 1943 durch einen Bombenangriff schwer beschädigt. Im Jahre 1958 wurde schließlich auch der Hauptraum abgetragen. Erst 1995 wurde die Neue Synagoge wieder eingeweiht.
Öffnungszeiten: 1. April bis 30. September: Dienstag bis Donnerstag 10-18 Uhr, Montag und Sonntag bis 20 Uhr, Freitag bis 17 Uhr; März/Oktober: Sonntag bis Donnerstag 10-18 Uhr, Freitag bis 14 Uhr; 1. November bis 29. Februar: Sonntag bis Donnerstag 10-18 Uhr, Freitag bis 14 Uhr; Samstag und an jüdischen Feiertagen geschlossen
- Der Berliner Dom ist die ehemalige Hof- und Domkirche der Hohenzollern und wurde als protestantische Antwort auf den Petersdom in Rom konzipiert. Nach dem Abriss des alten Domes wurde die Kirche zwischen 1894 und 1905 nach den Plänen von Julius Carl Raschdorf erbaut. Im Innern befinden sich zahlreiche prunkvolle Särge der Hohenzollern-Familie. Nach schweren Zerstörungen während des Zweiten Weltkrieges wird die Hauptkirche erst seit 1993 wieder genutzt.
Öffnungszeiten: 1. April bis 30. September: Montag bis Samstag 9-20 Uhr, Sonntag 12-20 Uhr; 1. Oktober bis 31. März: Montag bis Samstag 9-19 Uhr, Sonntag 12-19 Uhr; während der Gottesdienste und Veranstaltungen keine Besichtigungen möglich
- Die Sankt-Hedwigs-Kathedrale ist die Bischofskirche des Erzbistums Berlin und der wichtigste katholische Sakralbau der Stadt. Im Zeichen der religiösen Toleranz genehmigte König Friedrich II. der Große den Bau der Kirche, der durch Spenden aus ganz Europa finanziert wurde. Die Kathedrale wurde von 1747 bis 1773 nach den Plänen von Wenzeslaus von Knobelsdorff erbaut. Seit 1929 dient sie für das Berliner Bistum. Unter dem selggesprochenen Domprobst Bernhard Lichtenberg wurde die Kirche eines der Zentren des katholischen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Besonders sehenswert: das kostbare Inventar wie die Madona aus dem 16. Jahrhundert und die Piéta von 1420.
- Die Sankt-Marien-Kirche ist die zweitälteste Pfarrkirche Berlins und die einzige mittelalterliche Kirche, in der noch Gottesdienste abgehalten werden. Sie wurde von 1270 bis ins 14. Jahrhundert hinein als dreischiffige Hallenkirche im Stil der norddeutschen Backsteingotik erbaut. Bemerkenswert ist das 22 Meter lange und zwei Meter hohe Fresko "Totentanz", das wohl nach der Pest im Jahre 1484 von einem unbekannten Künstler erschaffen wurde.
Öffnungszeiten: 1. April bis 31. Oktober: 10-18 Uhr; 1. November bis 31. März: 10-16 Uhr; Sonntag ab 10.30 Uhr
- Der erste barocke Sakralbau Berlins ist die Parochialkirche, deren Bau 1695 nach niederländischem Vorbild von Johann Arnold Nering begonnen wurde. Im Jahre 1715 ertönte hier erstmals das Geläut von 37 Glocken. Während des Zweiten Weltkrieges brannte die Kirche 1944 aus - nur der Turm blieb erhalten. Im notdürftig wiederaufgebauten Hauptbau fand 1961 der vorerst letzte Gottesdienst statt. Neben der Sophienkirche mit dem einzigen Original-Barockturm Berlins ist die einzig erhaltene Barock-Kirche Berlins.
- Die Nikolaikirche ist die älteste Pfarrkirche Berlins. Sie entstand bereits um 1230 und wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut. Heute befindet sich im Innern eine Dependance des Stadtmuseums. Die Kirche liegt im Zentrum des Nikolaiviertels, dass mit seinen verwinkelten mittelalterlichen Gassen sowie den zahlreichen Restaurants und Kneipen zu den beliebtesten Touristenattraktionen der Stadt gehört. Vor dem Zweiten Weltkrieg befanden sich hier zahlreiche Gasthöfe, Läden und Handwerksbetriebe. Viele Künstler - darunter Heinrich von Kleist, Gerhart Hauptmann, Gotthold Ephraim Lessing oder Henrik Ibsen - lebten oder logierten hier. Im Jahre 1944 wurde das Viertel durch Bombenangriffe weitgehend zerstört. Erst im Vorfeld der 750-Jahr-Feier wurde das Viertel zwischen 1981 und 1987 vom Architekten Günther Stahn auf dem Reißbrett geplant und rekonstruiert.
- Zwischen dem Nikolaiviertel und dem Alexanderplatz liegt das Rote Rathaus. Der Neorenaissancebau wurde von 1861 bis 1869 nach den Plänen von Hermann Friedrich Waesemann erbaut, wobei ihm die roten Backstein-Mauern seinen heutigen Namen verliehen. Am Gebäude befinden sich 36 Terrakotta-Tafeln von jeweils sechs Metern Länge, auf denen die Geschichte Berlins von den Anfängen bis 1871 dargestellt wird. Zwischen 1951 und 1958 residierte hier der Ost-Berliner Magistrat. Seit 1991 ist das Ratshaus der Sitz des Regierenden Bürgermeisters von Berlin.
- Der Palast der Republik war der frühere Tagungsort der ehemaligen DDR-Volkskammer und eine gern besuchte Freizeitstätte. Der Bau wurde zwischen 1973 und 1976 errichtet. Nach 1990 war das asbestverseuchte Gebäude jedoch verwaist und dem Abriss geweiht. An dessen Stelle soll voraussichtlich ab 2014 wieder das ehemalige Stadtschloss rekonstruiert werden. Kurfürst Friedrich II. ließ 1443 den Grundstein für das frühere Hohenzollern-Schloss errichten. Bis 1716 wurde es ständig erweitert und umgebaut, so dass in den rund 1.300 Zimmern nahezu alle Stilrichtungen zu finden waren. Nach 1918 wurde das Schloss als Museum genutzt - außerdem kamen hier 15 Privatmieter unter. Am 3. Februar 1945 wurde es von einem Bombenangriff schwer zerstört und am 30. Dezember 1950 schließlich von der SED-Generalsekretär Walter Ulbricht aus ideologischen vollständig sprengen lassen. Die Rekonstruktion des Schlosses gilt als das "größte deutsche Kulturprojekt dieses Jahrhunderts".
- Im Jahre 1921 wurde mit der AVUS im Grunewald die erste Autorennstrecke Deutschlands eröffnet. Einst war sie der Schauplatz aufsehenerregender Geschwindigkeitsrekorde. So stellte Bernd Rosemeyer im Jahr 1937 mit 237 Stundenkilometer den Rundenrekord auf. Auf der Geraden erreichte Rudolf Carraciola eine Spitzengeschwindigkeit von fast 400 Stundenkilometer. Heute ist die acht Kilometer lange Avus ein Teil des Stadtautobahnnetzes - mit einem Tempolimit von 100 Stundenkilometern.
- Der Tiergarten im Zentrum Berlins ist mit 200 Hektar das größte Erholungsbiet der Stadt und der beliebteste Park. Zunächst diente er den preußischen Fürsten als Jagdgrund, bis er im 19. Jahrhundert von Peter Joseph Lenné in einen englischen Landschaftsgarten umgewandelt wurde. Heute dient er vielen Berlinern als Naherholungsziel zum picknicken oder grillen.
- Über 85 Hektar erstreckt sich im Südosten Berlins der Treptower Park, der ebenfalls als beliebtes Ausflugsziel gilt und der zweitgrößte Volkspark Berlins. Der Park wurde nach 1876 auf Betreiben von Johann Gustav Meyer angelegt. Bekannt wurde er vor allem durch das Sowjetische Ehrenmal, dass zwischen 1947 und 1949 als monumentale Gedenkstätte für die sowjetischen Gefallenen errichtet wurde. Etwa 5.000 von ihnen sind in Niedernschönhausen - dem größten sowjetischen Soldatenfriedhof Deutschlands - bestattet. In unmittelbarer Nachbarschaft liegen zudem die modernen Bürogebäude "Treptowers" mit der 30 Meter hohen Wasserstatue "Molecule Man".
- Der Volkspark Friedrichshain ist die größte Grünfläche im Ostteil Berlins und gleichzeitig der älteste Volkspark Berlins. Er wurde im Gedenken an den 100. Jahrestag der Thronbesteigung Friedrichs des Großen geplant und nach 1846 angelegt. Eine Hauptattraktion ist der große Märchenbrunnen am westlichen Parkeingang. Er zeigt Figuren aus den Grimmschen Märchen und Tiergestalten. Am Südrand befindet sich der Ehrenfriedhof der Märzgefallenen - er ist die letzte Ruhestätte von 183 Aufständischen, die während der Revolution am 18. März 1848 in Berlin vom preußischen Militär erschossen wurden.
- Die Gärten der Welt im Erholungspark Marzahn zählen ebenfalls zu den beliebtesten Naherholungszielen Berlins. Eine seltene Attraktion ist dabei der Chinesische Garten - mit 4.500 m² der größte seiner Art außerhalb Chinas. Besonders sehenswert ist dabei das original chinesische Teehaus, in dem man verschiedene Sorten grünen Tee probieren kann. Ebenfalls sehenswert sind der Japanische, der Balinesische und der Orientalische Garten.
- Der Zoologische Garten ist der älteste Tierpark Deutschlands und mit 2,6 Millionen Besuchern der meistbesuchte Europas. Er wurde 1844 eröffnet und umfass heute eine Fläche von 35 Hektar. Mit einem Tierbestand von rund 15.000 Tieren in 1.462 Arten ist der Zoologische Garten zudem der artenreichste der Welt.
Öffnungszeiten: 15. Oktober bis 14. März täglich 9-18.30 Uhr; 15. März bis 14. Oktober täglich 9-17 Uhr
- Mit 160 Hektar ist der Tierpark Friedrichsfelde jedoch der größte Tierpark Europas. Er wurde 1955 eröffnet und zeichnet sich besonders durch große Freigehege mit seltenen Tierarten aus. Insgesamt gibt es derzeit dort etwa 7.500 Tiere in 884 Arten. Der Tierpark befindet sich in einem historischen Parkgelände, in dem auch das Schloss Friedrichsfelde, das 1695 als Landschloss erbaut wurde.
Öffnungszeiten: 16. Oktober bis 11. März täglich 9-16 Uhr; 12. bis 31. März und 11. September bis 15. Oktober bis 17 Uhr; 1. April bis 10. September bis 18 Uhr
- Der Botanische Garten ist mit 43 Hektar und 22.000 Pflanzenarten der größte in Europa und der drittgrößte der Welt. Er wurde zwischen 1897 und 1904/10 von Adolf Engler angeleget. Sit 1995 gehört der Botanische Garten zur Freien Universität Berlin.
Öffnungszeiten: 1. Mai bis 31. Juli täglich 9-21 Uhr; April/August täglich 9-20 Uhr; 1. bis 30. September täglich bis 19 Uhr; März/Oktober täglich bis 18 Uhr; 1. November bis 31. Januar täglich bis 17 Uhr
- Auf dem Dorotheenstädischen Friedhof fanden zahlreiche Berliner Persönlichkeiten ihre letzte Ruhe - insbesondere Dichter, Denker und Künstler, die das kulturelle und wirtschaftliche Leben Deutschlands prägten. Der Friedhof wurde 1762 angelegt und bis 1826 erweitert. Hier sind unter anderem die Gräber von Georg Friedrich Wilhelm Hegel, August Borsig, Heinrich Mann, Bertholt Brecht, Anna Seghers oder Johannes Rau.
- Der Jüdische Friedhof Weißensee ist einer der größten Europas, auf dem mehr 115.200 jüdische Bürger Berlins ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Der Friedhof entstand um 1880 nach den Plänen des Architekten Alexander Licht. Hinter dem Eingang steht ein Gedenkstein für die sechs Millionen Juden, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden.
- Der Große Wannsee ist mit seinem Strandbad das beliebteste Freibad Berlins. Die großzügig angelegte Badeanstalt mit dem 1,3 Kilometer langen und 80 Meter breiten Sandstrand ist die größte ihrer Art in Europa. Dort sind 400 Strandkörbe und 1.800 Liegestühle zu mieten.
- Ganz in der Nähe im südlichen Havelfluss liegt die Pfaueninsel - auch "Perle im Havelmeer" genannt. Sie ist nur mit einer kleinen Fähre zu erreichen - Autos, Fahrräder und Hunde sind nicht erlaubt. Mit ihrem Baumbestand und der artenreichen Vogelwelt ist sie heute das schönste Naturschutzgebiet Berlins. Der Großteil der Insel ist als englischer Landschaftsgarten gestaltet. Von 1794 bis 1797 ließ Friedrich Wilhelm II. hier das Lustschloss - ein Liebesnest für sich und seine Geliebte Gräfin Lichtenau - errichten. Die Ausstattung im klassizistischen Stil ist noch vollständig im Original erhalten.
- Der Große Müggelsee gehört zusammen mit dem Kleinen Müggelsee zu den beliebtesten Ausflugszielen im Osten Berlins. Neben dem Wannsee und dem Tegeler See ist er das größte Wassersportzentrum der Stadt. Das Seeareal erstreckt sich auf 4,5 Kilometern Länge und 2,5 Kilometern Breite zwischen Köpenick und Rahnsdorf. Das größtenteils unverbaute Ufer des nur elf Meter tiefen Sees säumen ausgedehnte Ahorn-, Erlen- und Kiefernbestände. Die bewaldeten Müggelberge am Südufer gelten mit ihren 115 Metern über dem Meerespiegel als das höchste "Gebirge" Berlins.
- Die Museumsinsel ist einer der größten Anziehungspunkte Berlins sowohl für Touristen als auch Einheimische. Deren exzellente Sammlungen sind mit jenen des Pariser Louvre, der Uffizien in Florenz oder der Eremitage in St. Petersburg. Sie ist ein in sich geschlossenes Ensemble von fünf architektonisch wertvollen Gebäuden, die zwischen 1830 und 1930 entstanden. Im Jahre 1999 wurde die Insel von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
- Seit 1993 ist die Neue Wache die Zentrale Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland. Das Gebäude wurde zwischen 1816 und 1818 nach den Plänen von Karl Friedrich Schinkel nach altgriechischem Vorbild erbaut. Bis 1918 war hier die Königliche Wache untergebracht, nach 1929 diente sie als Mahnmal für die Gefallenen der Kriege. In der NS-Zeit diente sie als Reichsehrenmal, die DDR-Machthaber errichteten hier später ein Ehrenmal für die Opfer des Faschismus und des Militarismus. Heute befindet sich im Innern die überlebensgroße Pieta "Trauernde Mutter mit totem Sohn" von Käthe Kollwitz.
Öffnungszeiten: täglich 10-18 Uhr
- Die East Side Gallery in Friedrichshain ist der größte und bekannteste Rest der Berliner Mauer. Im Frühjahr 1990 schufen 118 Künstler aus 21 Ländern insgesamt 101 Mauergemälde. Am 28. September 1990 wurde die Galerie eröffnet, die seit 1991 unter Denkmalschutz steht. Mit 1.316 Metern ist sie die längste dauerhafte Open-Air-Galerie der Welt.
- Einer der ältesten und bedeutendsten Barock-Großbauten Berlins ist das ehemalige Zeughaus. Im Jahre 1706 wurde der vierflüglige Bau mit etwa 90 Metern Seitenlänge als Waffenarsenal errichtet. Im Jahre 1875 wurde es als "Ruhmeshalle für die preußische Armee" in ein Waffen- und Kriegsmuseum umgewandelt. Nach schweren Kriegsschäden wurde das Innere des Gebäudes zwischen 1949 und 1965 im Zuge der Restaurierung völlig neu gestaltet. Nach 1952 war hier das Museum für Deutsche Geschichte in der DDR angesiedelt - seit 1990 ist hier das Deutsche Historische Museum untergebracht.
- Die Staatsoper "Unter den Linden" gilt als Opernhaus von internationalem Rang. Es wurde zwischen 1741 und 1743 unter der Leitung des Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff im klassizistischen Stil errichtet. Die Hofoper Friedrichs II. war das erste freistehende Opernhaus Deutschlands und das größte Europas. Nach einem Brand im Jahre 1848 wurde die Staatsoper von Carl Ferdinand Langhans wieder aufgebaut. In der Vergangenheit fanden hier bedeutende Uraufführungen statt, wie "Die lustigen Weiber von Windsor" von Otto Nicolai. Hier dirigierten bedeutende Dirigenten wie Richard Strauss oder Herbert von Karajan. Auch bedeutende Künstler wie Enrico Caruso wirkten im Opernhaus.
Kassenöffnungszeiten: täglich 12-19 Uhr
- Eines der international renommiertesten Konzerthäuser ist die Philharmonie, die vor allem nach akustischen Kriterien konzipiert wurde. Das gebäude mit seiner markanten Struktur wurde zwischen 1960 und 1963 von Hans Scharoun erbaut. In Anspielung an den langjährigen Dirigenten Herbert von Karajan und wegen der eigenwilligen Bauweise auch "Zirkus Karajani" genannt. Im Großen Saal mit 2.440 Plätzen finden jährlich 270 Konzerte statt - im Kleinen Saal mit 1.180 Plätzen sind es etwa 240.
- Unter den Berliner Bühnen nimmt das Deutsche Theater einen vorderen Platz ein. Erbaut wurde es in den Jahren 1849/59 - im Jahre 1883 gründete Andreas L'Orrange die Schauspieler-"Sozietät". Zu Weltruhm gelangte das Theater spätestens zu Beginn des 20. Jahrhunderts unter dem österreichischen Intendant Max Reinhardt. Von 1905 bis 1933 leitete er das Theater und gründete 1906 auch die Kammerspiele. Viele bedeutende Schauspieler wie Elisabeth Bergner und Fritz Kortner standen hier auf der Bühne. Zum 100. Geburtstag wurde das Gebäude im Jahr 1983 restauriert und glanzvoll herausgeputzt.
- Das Berliner Ensemble genießt ebenfalls einen Kultstatus in der Berliner Theaterwelt. Berthold Brecht feierte 1928 hier die Uraufführung seiner "Dreigroschenoper". Nach seinem Tod leitete seine Frau Helene Weigel von 1956 bis 1971 das Ensemble. International für Furore sorgten vor allem Aufführungen wie "Mutter Courage" oder "Der aufhaltsame Aufstieg des Umberto Ui".
- Ein architektonisches Unikum ist das Theater des Westens, das 1895/96 in verschiedenen Stilelementen erbaut wurde. Ursprünglich als privates Musiktheater auf Gesellschafterbasis gegründet, beherbergte es zwischen 1945 und 1961 die Städtische Oper. Heute stehen vor allem Musicals und Revuen auf dem Spielplan.
- Die Alte Bibliothek wurde um 1775 nach den Plänen von Johann Bernhard Fischer von Erlachs erbaut. Wegen ihrer geschwungenen Fassade wird sie auch einfach "Kommode" genannt. In der damals Königlichen Bibliothek waren zahlreiche Werke der Aufklärung zu finden. Am 10. Mai 1933 verbrannten die Nazis auf dem Platz zwischen der Bibliothek und der Oper etwa 20.000 Bücher unliebsamer AutorInnen. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde sie zwischen 1967 und 1969 wieder aufgebaut.
- Das Olympiastadion wurde 1936 anlässlich der XI. Olympischen Sommerspiele nach den Plänen von Werner March erbaut. 15 Millionen Reichsmark sowie 2.600 Bauarbeiter, Ingenieure und Helfer waren nötig, um den Bau in zwei Jahren zu errichten. In den darauffolgenden Jahren veranstalteten die Nationalsozialisten hier Sonnenwend- oder Maifeiern. Auch der faschistische Diktator Italiens, Benito Mussolini, ließ sich hier einst während seiner Staatsbesuche in NS-Deutschland bejubeln. Seit den sechziger Jahren wird das Stadium wieder regelmäßig für Sportveranstaltungen wie Leichtathletik-Wettkämpfe und Fußball-Länderspiele genutzt. Zwischen 2000 und 2004 wurde das Stadion für ca. 240 Millionen Euro umgebaut - das Stadion ist nun komplett überdacht, die Kapazität wurde auf etwa 74.000 Sitzplätze erhöht. Am 9. Juli 2006 wurde hier das Endspiel der 18. Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland ausgetragen. Im Jahr 2009 fanden hier auch die 12. Leichtathletik-Weltmeisterschaften statt. Zudem bestreitet hier das Fußball-Team von Hertha BSC Berlin seine Heimspiele.
- Im gleichen Jahr wie das Olympiastadion wurde auch die Waldbühne errichtet. Mit 20.000 Plätzen ist sie eines der größten Freilichttheater Europas. Architekt Werner March gestaltete die Waldbühne nach den Vorbildern griechischer Amphitheater. Während des Nationalsozialismus diente sie als Kult- und Feierstätte. Heute finden hier Klassik-, Jazz- und Pop-Konzerte sowie Kinoabende statt.
- Die Zitadelle Spandau ist das älteste Bauwerk Berlins und eine der bedeutendsten Festungsanlagen des 16. Jahrhunderts in Deutschland. In strategisch wichtiger Lage wurde die Festung erstmals 1197 urkundlich erwähnt. Zwischen 1560 und 1594 erhielt die Zitadelle die heutige Gestalt eines Festungswerkes nach italienischem Vorbild. Die Festung war nicht nur ein militärischer Stützpunkt - bis 1876 diente sie auch als Gefängnis und "Tresor". Im Jahre 1874 ließ der damalige Reichskanzler Otto von Bismarck einen Teil der Kriegsentschädigungen von 120 Millionen Goldmark aus dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 lagern. Heute ist die Zitadelle ein kulturelles Zentrum Spandaus, in dem Konzerte und Ausstellungen stattfinden. Im Kommandantenhaus ist zudem das Stadtgeschichtliche Museum Spandau untergebracht.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9-17 Uhr; Samstag/Sonntag 10-17 Uhr
- Lange Zeit genoß das Gebiet um den Bahnhof Zoo den Ruf einer "Schmuddelecke". Berühmt-berüchtigt wurde der Bahnhof vor allem durch den Film "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo". Zwar sind Prostitution, Drogen und Obdachlosigkeit dort immer noch gegenwärtig - Polizei und Bahn versuchen jedoch, das Gebiet wieder attraktiver zu machen. Während der Teilung Belins war der Bahnhof der Ausgangspunkt für die Züge in Richtung Westen. Seit Mai 2006 ist der Hauptbahnhof Berlin der zentrale Bahnknotenpunkt der Stadt. Züge nach Ostteuropa verkehren vor allem vom Bahnhof Lichtenberg.
- Unter dem Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg gewann Potsdam erstmals an Bedeutung, als dieser die Stadt zur zweiten Residenz der Hohenzollern machte. König Friedrich Wilhelm I. der Soldatenkönig baute Potsdam im 18. Jahrhundert zur Garnisonsstadt aus. Mit dem Bau von Schloss Sanssouci machte König Friedrich II. der Große die Stadt zum Inbegriff von preußischer Macht und königlichem Reichtum. Seit 1990 zählen weite Teile der Innenstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Besonders sehenswert sind die klassizistische Nikolaikirche, das Alte Rathaus oder das Schloss Cecilienhof - der letzte Schlossbau der Hohenzollern 1914-1917 und Ort der Potsdamer Konferenz 1945. Einzigartig ist das Holländische Viertel, dass zwischen 1734 und 1740 erbaut wurde. König Friedrich Wilhelm I. von Preußen wollte hier eigentlich holländische Handwerksfamilien an sein Hof binden - allerdings erfolglos. Eine Kuriosität ist die russische Kolonie Alexandrowka, die 1826/27 angelegt wurde. Die Siedlung besteht aus zwölf Gehöften, einem Aufseherhaus und einer russisch-orthodoxen Kirche. Seit 1999 gehört die Kolonie zum Weltkulturerbe. Im Filmpark Babelsberg waren einst die UFA-Filmstudios, in der DDR-Zeit die DEFA untergebracht. Hier entstanden einst Filme wie "Metropolis", "Der blaue Engel" und "Die Drei von der Tankstelle".
Öffnungszeiten: 15. April 2011 bis 31. Oktober 2011: täglich 10-18 Uhr
- Im Zentrum der Museumsinsel liegt das Pergamon-Museum, das zwischen 1912 und 1930 im neoklassizistischen Stil von Ludwig Hoffmann und Alfrd Messel erbaut wurde. In dem dreigliedrigen Gebäudekomplex sind heute neben der Antikensammlung auch das Vorderasiatische Museum und das Museum für Islamische Kunst untergebracht. Absolutes Highlight ist der Pergamon-Altar aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. Weitere bedeutende Sehenswürdigkeiten sind das Markttor von Milet (165 v. Chr.), das Ischta-Tor und die Prozessionsstraße von Babylon (7./6. Jhd. v. Chr.).
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr, Donnerstag bis 22 Uhr, Montag geschlossen
- Die Alte Nationalgalerie wurde von 1866 bis 1876 nach den Entwürfen von Friedrich August Stüler erbaut. Während des Zweiten Weltkrieges wurde sie schwer zerstört. Nach der Generalinstandsetzung in den neunziger Jahren und der Wiedereröffnung am 2. Dezember 2001 beherbergt sie heute die Kunst des 19. Jahrhunderts. Darunter befinden sich Werke von Caspar David Friedrich, Max Liebermann, Auguste Renoir, Édouard Monet oder Paul Cézanne.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr, Donerstag bis 22 Uhr, Montag geschlossen
- Das Bodemuseum ist in einem Neobarockbau untergebracht, der zwischen 1897 und 1904 errichtet wurde. Hier befinden sich die Skulpturensammlung und das Museum für Byzantinische Kunst. Die Skulpturensammlung ist eine der größten Sammlungen für ältere Plastik in Deutschland und besitzt Bildwerke vom frühen Mittelalter bis zum ausgehenden 18. Jahrhundert. Das Museum für Byzantinische Kunst besitzt eine erstrangige Sammlung spätantiker und byzantinischer Kunst und ist das einzige seiner Art in Deutschland. Ebenfalls im Bodemuseum untergebracht ist das Münzkabinett, das mit 500.000 Objekten eine der größten numismatischen Sammlungen darstellt. Hier befinden sich Münzserien vom Beginn der Münzprägung im 7. Jahrhundert v. Chr. in Kleinasien bis zu den Münzen und Medaillen des 20. Jahrhunderts.
Öffnungszeiten: täglich 10-18 Uhr, Donnerstag bis 22 Uhr
- Am Lustgarten der Museumsinsel befindet sich das Alte Museum. Es wurde zwischen 1823 und 1830 erbaut und zählt zu den bedeutendsten klassizistischen Bauwerken Berlins. Hier befindet sich heute Antikensammlung.
Öffnungszeiten: täglich 10-18 Uhr, Donnerstag bis 22 Uhr
- Seit 2009 sind im Neuen Museum das Ägyptische Museum und die Papyrussammlung sowie das Museum für Vor- und Frühgeschichte untergebracht. Das Ägyptische Museum besitzt weltweit eine der bedeutendsten Sammlungen der ägyptischen Hochkultur, darunter befinden sich Werke wie die Büste von Nofretete oder das Portrait der Königin Teje. Das Museum für Vor- und Frühgeschichte besitzt eine der größten überregionalen Sammlungen zur Archäologie weltweit. Hier werden Zeugnisse der prähistorischen Kultur Europas und Vorderasiens von den Anfängen über die Altsteinzeit bis zum Mittelalter gezeigt. Besonders sehenswert ist auch die Schliemann-Sammlung mit den "Trojanischen Altertümern".
Öffnungszeiten: täglich 10-18 Uhr; Donnerstag/Freitag bis 20 Uhr
- Im ehemaligen Zeughaus ist heute das Deutsche Historische Museum (DHM) untergebracht. Es versteht sich als Ort der "Aufklärung und Verständigung über die gemeinsame Geschichte von Deutschen und Europäern". Die ständige Ausstellung beschäftigt sich auf 8.000 m² mit der deutschen Geschichte in Bildern und Zeugnissen. Mehr als 8.000 historische Exponate sollen die wechselvolle und spannungsreiche deutsche Geschichte im europäischen Kontext vermitteln. Hinzu kommt eine Spezialbibliothek zur deutschen und allgemeinen Geschichte mit mehr als 225.000 Bänden.
Öffnungszeiten: täglich 10-18 Uhr
- Das Ethnologische Museum gehört zum Museumskomplex Dahlem - eine der bedeutendsten und reichsten völkerkundlichen Sammlungen Europas. Es umfasst etwa 500.000 Objekte aus allen Erdteilen sowie einen großen Bestandteil an Tonaufnahmen, Fotodokumenten und Filmen. Damit ist es eines der größten seiner Art überhaupt. Das Museum umfasst die Bereiche Afrika, Amerikanische Archäologie, Amerikanische Ethnologie, Europa, Islamischer Orient, Ost- und Nordasien, Süd- und Südostasien, Südsee und Australien sowie Musikethnologie. Weitere Einrichtungen sind das Junior- und Blindenmuseum.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10-18 Uhr, Samstag/Sonntag 11-18 Uhr, Montag geschlossen
- Eine der wichtigsten Volkskundesammlungen Deutschlands ist das Museum Europäischer Kulturen in Dahlem. Mit rund 270.000 Objekten beherbergt es eine der größten Sammlungen europäischer Ethnographica und Kulturgeschichte weltweit. Schwerpunkt ist die europäische Alltagskultur vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10-18 Uhr; Samstag/Sonntag 11-18 Uhr
- Unweit der Museumsinsel befindet sich die Friedrichswerdersche Kirche, die zwischen 1824 und 1830 nach den Plänen Karl Friedrich Schinkels erbaut wurde. Heute sind hier Skulpturen des frühen 19. Jahrhunderts ausgestellt. Ein Schwerpunkt ist die klassizistische Bildhauerei mit Werken von Johann Gottfried Schadow oder Christian Daniel Rauch. Darunter befinden sich auch Bildnisse von Immanuel Kant, Johann Wolfgang von Goethe oder den Brüdern Humboldt.
Öffnungszeiten: täglich 10-18 Uhr
- Das Museum für Gegenwart Berlin ist im Hamburger Bahnhof angesiedelt, der 1847 als Kopfbahnhof im spätklassizistischen Stil erbaut wurde. Seit vier Jahrzehnten hat er jedoch ausgedient. Seit 1996 gehört das Museum mit einer Ausstelklungsfläche von rund 13.000 m² zu den aufregensten Bühnen der Gegenwartskunst in Deutschland. So brachte der Kunstliebhaber Erich Marx hier seine Privatsammlungen mit Werken von Andy Warhol oder Joseph Beuys als Dauerleihgabe ein. Seit September 2004 werden hier für sieben Jahre in Wechselausstellungen die Höhe der Friedrich Christian Flick Collection zu sehen.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10-18 Uhr, Samstag 11-20 Uhr, Sonntag 11-18 Uhr
- Eines der ältesten seiner Art in Deutschland ist das Kunstgewerbemuseum mit einer Ausstellungsfläche von etwa 7.000 m². Hier sind Exponate des europäischen Kunstgewerbes vom Mittelalter bis zur Gegenwart zu sehen. Besonders sehenswert ist der Welfenschatz aus dem 11. bis 15. Jahrhundert. Auch nach den Verlusten während des Zweiten Weltkrieges besitzt das Museum eine der bedeutendsten Sammlungen europäischen Kunsthandwerks weltweit.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10-18 Uhr, Samstag/Sonntag 11-18 Uhr, Montag geschlossen
- Mit etwa 2.700 Gemälden besitzt die Gemäldegalerie eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen europäischer Malerei vom 13. bis 18. Jahrhundert. Zu den Highlights gehören Werken von Albrecht Dürer, Peter Paul Rubens, Raffael, Lucas Cranach der Ältere oder Tizian. Zudem ist die Rembrandt-Sammlung mit 20 Gemälden des Meisters eine der bedeutendsten der Welt.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr, Donnerstag bis 22 Uhr, Montag geschlossen
- Das Bauhaus-Archiv - Museum für Gestaltung enthält eine Sammlung von Architekturmodellen, Entwürfen, Gemälden, Zeichnungen und Möbeln verschiedener Bauhaus-Künstler, darunter Walter Gropius. Trotz ihres kurzen Bestehens von 1919 bis 1933 genießt es heute den Ruf einer der bedeutendsten Kunstschulen des 20. Jahrhunderts.
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Montag 10-17 Uhr, Dienstag geschlossen
- Aus der Zeit des Rokoko stammt das Knoblauch-Haus aus dem 18. Jahrhundert. Es gehörte dem jüdischen Nadlermeister Johann Christian Knoblauch und war der Treffpunkt bedeutender Persönlichkeiten wie Wilhelm von Humboldt, Moses Mendelsson und Gotthold Ephraim Lessing. Herausragend ist die Dauerausstellung "Bürgerliches Wohnen im Biedermeier - Das Stammhaus der Familie Knoblauch" mit Wohnzimmer, Schlafraum, Salon und Bibliothek.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr, Mittwoch 12-20 Uhr, Montag geschlossen
- In unmittelbarer Nähe der Philharmonie steht das 1984 eingeweihte Musikinstrumenten-Museum. Hier sind derzeit 3.500 Instrumente aus dem 16. bis 20. Jahrhundert zu sehen, von denen viele noch in spielbarem Zustand sind. In seiner Vielfalt ist das Museum eine der vielfältigsten Sammlungen Deutschlands. Außerdem sind in dessen Fachbibliothek mehr als 40.000 Bände und ein Bildarchiv mit 55.000 Dokumenten untergebracht.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9-17 Uhr, Donnerstag bis 22 Uhr, Samstag/Sonntag 10-17 Uhr, Montag geschlossen
- Das Kupferstichkabinett wurde 1994 fertiggestellt und beherbergt eine der größten grafischen Sammlungen der Welt. Die Kunstbibliothek ist mit ihren rund 400.000 Bänden einer der bedeutendsten kunstwissenschaftlichen Spezialbibliotheken Deutschlands. Zum Bestand gehören etwa 100.000 Zeichnungen und 550.000 Druckgrafiken vom Mittelalter bis zur Gegenwart - darunter Werke von Pablo Picasso, Albrecht Dürer und Joseph Beuys - sowie mehr als 100 illuminierte Handschriften, mehr als 400 Einzelminiaturen aus dem 11. bis 16. Jahrhundert, fast 250 Inukabeln und etwa 1.500 illustrierte Bücher aus dem 17. bis 20. Jahrhundert.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10-18 Uhr, Samstag/Sonntag 11-18 Uhr, Montag geschlossen
- Im historischen Gebäude des Museums für Naturkunde befindet sich auf einer Fläche von etwa 6.000 m² ein Bestand von über 25 Millionen zoologischen, paläontologischen, mineralogischen und geologischen Objekten. Mittelpunkt der Ausstellung ist das größte Saurierskelett der Welt: ein rekonstruierter "Brachiosaurus brancai" mit einer Höhe von zwölf Metern und einer Breite von 23 Metern. Zudem geben Hunderte von Tierpräparaten einen Einblick in die Vielfalt heimischer Tiere.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9.30-18 Uhr, Samstag/Sonntag/Feiertag 10-18 Uhr
- In einem repräsentativen Neobarockbau aus wilhelminischer Zeit befindet sich das Museum für Kommunikation, das bereits 1872 gegründet wurde. Es wurde 1872 gegründet und gilt heute als ältestes Postmuseum der Welt. Neben interaktiven Exponaten zu allen Bereichen der modernen Kommunikation gehören auch eine Sammlung historischer Telegrafenapparate, Unikate aus den Anfängen des Telefons, die erste Telefonzelle Berlins von 1929, historische Landkarten für Post und Verkehr sowie eine reiche Sammlung von Briefmarken zum Bestand. Dazu gehören auch Raritäten wie die Rote und Blaue Mauritius.
- Das Haus der Kulturen entstand 1957 als Beitrag der USA zur Internationalen Bauaustellung INTERBAU und befindet sich am nordöstlichen Rand des Tiergartens. Wegen seiner Lage im Wasser und der geschwungenen Dachform erhielt das Gebäude auch den Namen "Schwangere Auster". Das Haus ist eines der führenden Zentren für außereuropäische Künste wie bildende Kunst, Tanz, Theater, Musik, Literatur, Film und Medien. In unmittelbarer Nachbarschaft steht zudem seit 1987 das Carillon - ein großes Konzertglockenspiel in einem schwarzen Turm. Die 68 Glocken mit einem Gesamtgewicht von 47,7 Tonnen bilden einen Tonumfang von fünfeinhalb Oktaven. Damit ist das Glockenspiel das größte und schwerste seiner Art in Europa und eines der größten weltweit.
Öffnungszeiten: täglich 10-19 Uhr
- Mit dem Deutschen Technikmuseum Berlin (DTMB) entstand nach 1983 eines der größten technischen in Deutschland. Das Museum mit einer Ausstellungsfläche von etwa 25.000 m² sieht sich als Nachfolgeinstitution der über 100 technischen Sammlungen, die es in Berlin gegeben hat. Schwerpunkte des Museums sind der Wasserstraßen- und Schienenverkehr in/um Berlin und in Deutschland, die Bier-, Schmuckproduktion und Energiegewinnung.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9.30-1730 Uhr; Samstag/Sonntag 10-18 Uhr; Montag geschlossen
- Das Jüdische Museum Berlin bietet Entdeckungsreise durch die deutsch-jüdische Kultur und Geschichte von den frühesten Zeugnissen über das Mittelalter bis in die Gegenwart.
Öffnungszeiten: täglich 10-20 Uhr, Montag bis 22 Uhr
- Unweit des ehemaligen alliierten Kontrollpunktes "Checkpoint Charlie" liegt das Mauer-Museum. Es dokumentiert die Entstehungsgeschichte der Mauer und das Leben in der geteilten Stadt von 1961 bis 1989. Ein weiteres Thema ist zudem der weltweite gewaltfreie Kampf für Menschenrechte.
Öffnungszeiten: täglich 9-22 Uhr
- Die Geschichte der alliierten Westmächte und Berlins von 1945 bis 1994 dokumentiert das Alliierte Museum. In der Daueraustellung wird die fast 50-jährige Präsenz der Westmächte in Berlin gezeigt. Daneben werden alljährlich auch Sonderausstellungen gezeigt.
Öffnungszeiten: Donnerstag bis Dienstag 10-18 Uhr, Mittwoch geschlossen
- Auf dem Gelände der "Topographie des Terrors" befanden sich zwischen 1933 und 1945 die wichtigsten Zentralen der nationalsozialistischen Repressions- und Verbrechenspolitik - darunter Himmlers Reichssicherheitshauptamt, der Sicherheitsdienst der SS und die Gestapo. Im Jahr 1987 gestaltete man hier eine Open-Air-Ausstellung, die an die Gräueltaten der Nationalsozialisten erinnern soll.
Öffnungszeiten: täglich 10-20 Uhr
- Die Gedenkstätte Berliner Mauer wurde am 13. August 1998 an der Bernauer Straße eingeweiht. Es erinnert an die Teilung Berlins durch die Mauer und an die Todesopfer an der Berliner Mauer. umfasst das Dokumentationszentrum Berliner Mauer, die Kapelle der Versöhnung und ein sechzig Meter langes Teilstück der Grenzanlagen.
Öffnungszeiten: 1. April bis 31. Oktober: täglich 9.30-19 Uhr; 1. November bis 31. März: täglich 9.30-18 Uhr
- Im Juli 2006 wurde direkt an der Spree das DDR-Museum eröffnet. In 17 Themenbereichen behandelt die Dauerausstellung das Leben und die Alltagskultur in der ehemaligen DDR. Im Unterschied zu anderen Museen können zahlreiche Ausstellungsstücke berührt werden.
Öffnungszeiten: täglich 10-20 Uhr, Samstag bis 22 Uhr
- Die Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße in der ehemaligen Zentrale des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit (Stasi) ist eine Forschungs- und Gedenkstätte zum politischen System der DDR. Ziel ist die Förderung des Aufbaus der Gedenkstätte als Zentrum zur Sammlung, Bewahrung, Dokumentation, Aufarbeitung und Ausstellung von Sachzeugnissen sowie themenbezogener Forschungsarbeit zur DDR.
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 11-18 Uhr, Samstag/Sonntag 14-18 Uhr
- Das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst erinnert an die Beziehungen Deutschlands zur ehemaligen Sowjetunion und dem heutigen Russland. Im Mittelpunkt der Dauerausstellung steht der Deutsch-Sowjetische Krieg 1941-1945, insbesondere der Kriegsalltag auf beiden Seiten. Das Museum ist in einem früheren Offizierskasino angesiedelt. Im großen Raum des Hauses wurde zudem am 9. Mai 1945 die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht mit den sowjetischen Truppen unterzeichnet. Das Museum ist zudem eine binationale Einrichtung, die von Deutschland und Russland gemeinsam getragen wird.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr
- Im Deutschen Currywurst Museum in Berlin ist Wissenswertes, Informatives und Geheimnisvolles rund um einen der beliebtesten Kultsnacks in Deutschland zusammengeführt. Denn die Currywurst ist mittlerweile mehr als ein Wirtschaftsfaktor - sie ist ein Stück deutscher Gesellschafts- und Kulturgeschichte. Eröffnet wurde das Museum am 15. August 2009 im Zentrum der Bundeshauptstadt. Öffnungszeiten: täglich 10-22 Uhr
- Das Computerspielmuseum Berlin wurde 1997 als weltweit erste ständige Ausstellung zur digitalen Unterhaltungskultur. Das Museum besitzt eine der größten Sammlungen von Entertainmentsoft- und -hardware in Europa. Diese umfasst etwa 16.000 originale Spieletitel und 10.000 Fachmagazine, viele historische Heimcomputer und Konsolensysteme und eine umfangreiche Sammlung von weiteren Dokumenten wie Videos, Poster oder Handbücher. Zudem ist das Museum für etwa 30 nationale und internationale Ausstellungen verantwortlich.
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Montag 10-20 Uhr
- Seit 2003 ist mit den Loxx Miniatur Welten Berlin die drittgrößte Modellbahn-Daueraustellung der Welt in der Alexa am Alexanderplatz zu sehen. Derzeit umfasst sie eine Fläche von etwa 760 m². Schwerpunkt der Anlage sind Modelle von Berliner Bauwerken im Maßstab von 1:87 (Nenngröße HO).
Öffnungszeiten: täglich 10-20 Uhr
- Einen Überblick über die Museen in Berlin bietet zudem auch Wikipedia.
- Im Februar wird Berlin ein Treffpunkt für Cineasten und Filmschaffende aus aller Welt. Bei den Internationalen Festspielen (Berlinale) werden große Produktionen mit internationalen Stars gezeigt, die ihr neuestes Filmwerk vorstellen. Neben den Filmfestivals von Cannes und Venedig gehört die Berlinale zu den drei größten Filmfestivals weltweit. Sie wird jährlich von rund 19.000 Fachbesuchern aus etwa 115 Ländern - darunter etwa 4.000 Journalisten - besucht.
- Jährlich im April wird zudem der Deutsche Filmpreis in der Bundeshauptstadt verliehen. Die derzeit renommierteste Auszeichnung des deutschen Kinos gilt zudem als Kernstück der deutschen Filmförderung. Mit fast drei Millionen Euro ist er zudem der höchstdotierte deutsche Kulturpreis. Seit 2005 wird die Auswahl der Preisträger von der Deutschen Filmakademie vorgenommen.
- Auch der Europäische Filmpreis wird nahezu regelmäßig in Berlin vergeben. In derzeit 17 Kategorien werden die besten Filme, Regisseure und Darsteller geehrt. Verliehen wird der Preis von der Europäischen Filmakademie (EFA) mit Sitz in Berlin.
- Die Internationale Funkaustellung (IFA) ist mit über 1.400 Ausstellern die weltweit größte Fach- und Publikumsmesse für Consumer Electronis. Allein im Jahr 2010 waren hier etwa 235.800 Besucher zu Gast. Neben vielseitigen Programmangeboten sind hier auch die Neuheiten aus Technik, Entertainment und Kommunikation geboten.
- Seit 2004 findet in Berlin mit der Popkomm die weltweit größte Musikmesse statt. Sie dient als Business-Plattform der Entertainment- und Musikbranche. Begleitet wird die Messe auch durch zahlreiche Live-Auftritte von neuen und bekannten Künstlern.
- Die Internationale Grüne Woche präsentiert landwirtschaftliche Produkte von Herstellern und Vermarktern aus aller Welt. Sie gilt als international größte Messe für Ernährungswirtschaft, Landwirtschaft und Gartenbau und steht neben Fachbesuchern auch dem breiten Publikum offen. Mit zahlreichen Nutztieren sowie Spzialitäten von allen fünf Kontinenten öffnet sie immer Mitte Januar ihre Pforten. In den vergangenen Jahren wurde zudem der politische Teil deutlich gestärkt. Dabei diskutieren Spitzenpolitiker aus dem In- und Ausland über aktuelle Themen.
- Anfangs wurde sie noch belächelt - mittlerweile hat sich die Fashion Week allerdings längst etabliert. Die Modewoche präsentiert habjährlich die Kollektionen für das kommende Jahr undgilt als wichtiger Modefaktor in Berlin. Nach Angaben der Organisatoren verdient Berlin etwa 100 Millionen Euro pro Saison. Die meisten Termine richten sich an ein Fachpublikum, während die "Showroom Days" mit Ausstellungen und Performances jedermann offen stehen.
- Das All Nations Festival ist der gemeinsame Tag der Botschaften in Berlin. Neben der Möglichkeit, die ausländischen Vertretungen zu besuchen, stehen auch Musik, Tanz und kulinarische Genüsse aus den einzelnen Ländern auf dem Programm.
- Auf Initiative des regierenden Bürgermeisters von Berlin finden seit 1997 alle zwei Jahre die Asien-Pazifik-Wochen statt. Der Länderschwerpunkt gibt dabei einem Land die Möglichkeit, sich auf besondere Weise in Deutschland zu präsentieren. 2007 fanden die Wochen zum fünften Mal statt. Länderschwerpunkt war Südkorea.
- Seit 1996 findet alljährlich um Pfingsten der Karneval der Kulturen statt. Da Berlin als Weltstadt auch die höchste Zahl von Migranten in Deutschland verzeichnet, steht für die Initiatoren die Toleranz und kulturelle Vielfalt im Mittelpunkt. Neben den zahlreichen Musik- und Theaterveranstaltungen gilt der traditionelle Umzug mit den bunten Kostümen als Höhepunkt des Festivals. Das Event zählt mittlerweile auch zu den internationalen Publikumsmagneten. Allein 2009 wurden etwa 1,45 Millionen Besucher gezählt.
- Das Museumsinselfestival wurde 2000 ins Leben gerufen und gilt heute als das längste Open Air der Welt. So finden zwischen Mai und September auf der Museumsinsel, im Kulturforum Potsdamer Platz und den Museen Dahlem zahlreiche Konzerte von Klassik bis Moderne, sowie Opern, Musical- und Theateraufführungen mit klassischen Stoffen und modernen Interpretationen statt.
- Im Sommer findet alljährlich das Gauklerfest statt. An ihm nehmen weitegereiste Gaukler, faszinierende Artisten und exzellente Kunsthandwerker teil. Der Kunst- und Kunsthandwerkermarkt auf dem Fest gehört außerdem zu den schönsten seiner Art in Deutschland.
- Die Historiale ist mit einem jährlich wechselnden das größte Geschichtsfestival Europas und findet in der letzten Augustwoche eines Jahres statt. Zum Programm gehören Stadtführungen, Vorträge, Aktionen und der historische Markt im Nikolaiviertel.
- Zu den wichtigsten Sportveranstaltungen Berlins gehört das DFB-Pokalfinale der Herren im Berliner Olympiastadion. Der DFB-Pokal ist neben der Bundesliga der wichtigste nationale Fußballwettbewerb der Herren in Deutschland.
- Der Berlin-Marathon findet alljährlich am letzten Wochenende im September statt. Neben New York, Chicago und London gehört der Laufwettbewerb mittlerweile zu den größten und schnellsten Marathonläufen der Welt. Neben einem Mini-Marathon für Kinder und Schüler umfasst die Marathon-Veranstaltung auch Wettbewerbe für Inline-Skater, Powerwalker und Rollstuhlfahrer.
- Mit über 17.000 Teilnehmerinnen ist der AVON Berliner Frauenlauf die größte und beliebteste Veranstaltung ihrer Art in Deutschland. Erstmals fand der Lauf am 31. Mai 1985 mit damals 645 Läuferinnen statt. Neben einer Fünf- und Zehn-Kilometer-Strecke umfasst der Lauf auch einen Walking-Wettbewerb und einen Bambini-Lauf über 800 Meter.
- Seit 1937 wird im Berliner Olympiastadion das Internationale Stadionfest (ISTAF) ausgetragen. Es gehört mittlerweile zu den berühmtesten und traditionsreichsten Leichtathletik-Veranstaltungen und ist eines von sechs "Golden League Meetings" des Internationalen Leichtathletik-Verbandes (IAAF). Im Laufe der Jahre wurden beim ISTAF bislang 16 Weltrekorde aufgestellt.
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Weitere Infos im Internet
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Dies und Das - was man über Berlin noch wissen sollte
Hauptmann von Köpenick
Der Hauptmann von Köpenick sorgte für einen der größten Coups gegen die preußische Obrigkeit. Am 16. Oktober 1906 erstand der mehrfach straffällig gewordene Schuster Wilhelm Voigt bei einem Trödler in Potsdam für 20 Reichsmark die Uniform eines kaiserlichen Gardeoffiziers. An der Neuen Wache nahm er zehn Soldaten unter sein Kommando und fuhr mit ihnen in einem Vorortzug nach Köpenick. Im dortigen Rathaus ließ er unter Berufung auf "allerhöchste Kabinettsorder" den Bürgermeister, Oberstadtdirektor und Kassenrenadten verhaften. Gegen eine Quittung beschlagnahmte Voigt die Stadtkasse und verschwand unbehelligt. Zehn Tage nach seinem Streich wurde er schließlich verhaftet und zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Nach zwei Jahren wurde Voigt aber vom Kaiser begnadigt und verstand es, aus seiner Geschichte Kapital zu schlagen. Am 3. Januar 1922 starb er jedoch mittellos und fand sein Grab auf einem Luxemburger Armenfriedhof. Bekannt wurde die Geschichte vor allem durch die literarische Umsetzung von Carl Zuckmayer. Zudem gehört der Hauptmann von Köpenick heute zu den typischen Berliner Originalen.
Berliner Weiße
Die Berliner Weiße ist ein obergäriges Schankbier aus Gersten- und Weizenmalz. Ihre Stammwürze liegt bei etwa sieben bis acht Prozent, der Alkoholgehalt etwa 2,8 Prozent. Die Bezeichnung ist vom Verband der Berliner Brauer als Marke geschützt. Anders als die meisten anderen Biersorten folgt bei der Berliner Weißen nach der alkoholischen Gärung eine zweite Milchgärung bei etwas höheren Temperaturen. Damit wird die Haltbarkeit des Bieres deutlich erhöht, sorgt aber auch für einen sauren Geschmack. Heute wird es meist mit einem süßen Fruchtsirup getrunken ("Weiße mit Schuss").
Berliner Bär
Der Berliner Bär ist seit 1280 das Wappentier der Stadt Berlin und ziert zudem auch das Stadtwappen. Mutmaßlich soll er auf Albrecht I. zurückgehen - dem Eroberer und Begründer der Mark Brandenburg. Andere wissenschaftliche Forschungen gehen jedoch von einem slawischen Ursprung aus. Heute ist der Bär ein beliebtes Objekt für Plastiken, Häuserreliefs, Wetterfahnen, Brunnenschmuck und sonstige künstlerische Objekte; entsprechende Abbildungen findet man an Gebäuden in ganz Berlin. Im Rahmen des Kunstprojektes "Buddy Bär" wurden zudem in der ganzen Stadt etwa 1.200 individuell bemalte Bärenskulpturen aufgestellt.
Der Amtssitz des Bundespräsidenten
Seit 1959 ist Schloss Bellevue der Berliner Amtssitz des Bundespräsidenten. Während der deutschen Teilung durften hier allerdings wegen des alliierten Status der Stadt keine Staatsgäste empfangen werden. Der protokollarische Druchbruch gelang aber im Mai 1987, als der damalige Bundespräsident Richard von Weizäcker (1984-1994) mit Königin Elisabeth II. privat Tee trank. Seit 1994 ist Schloss Bellevue wieder der erste Amtssitz des Bundespräsidenten; zweiter Amtssitz ist die Villa Hammerschmidt in Bonn.
Schloss Bellevue ist ein langgestrecktes Gebäude mit dreigeschossigen Seitenflügeln und einem zweigeschossigen Hauptbau. Errichtet wurde es zwischen 1785 und 1786 im Auftrag von Prinz Augist Ferdinand von Preußen nach den Plänen von Michael Philipp Boumann nach dem Vorbild französischer Barockschlösser. Seinen Namen erhielt das Schloss wegen der schönen Aussicht auf die umliegende Parklandschaft. Ferdinand nutzte das Schloss bis zu seinem Tod am 2. Mai 1813 als prinzliches Lustschloss mit königlichem Landsitz.
Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte es dann verschiedene Funktionen: So wurde es im Ersten Weltkrieg (1914-1918) als Besprechungsort der Obersten Heeresleitung, der Reichsregierung und der Deutschland alliierten Mittelmächte genutzt. Nach dem Krieg stand es zunächst leer, bis es nach 1929 als Bürogebäude, Volksküche und Ausstellungshalle genutzt wurde. Zudem dienten die Seitenflügel als Mietwohnungen. Von 1935 an diente der Bau als Sitz des Museums für Deutsche Volkskunde bis er 1938 zum "Gästehaus der Reichsregierung" umgebaut wurde. Während des Zweiten Weltkrieges (1939-1945) wurde das Schloss stark beschädigt. Nach 1954 wurde es dann zum Amtssitz des Bundespräsidenten ausgebaut.
Der Mythos Adlon
Das Hotel Adlon gehört heute zu den bekanntesten und luxuriösesten Hotels in Deutschland. Den Grundstein für das Traditionshaus legte der Hotelier Lorenz Adlon bereits im Oktober 1907. Bereits in seinen frühen Jahren wurde es zum Anlaufpunkt für Familien des Hochadels sowie ranghohe Politiker und Industrielle. Monarchen wie Kaiser Wilhelm II., der Zar von Russland oder der Maharadscha von Patalia gehörten ebenso zu seinen Gästen wie Henry Ford, John D. Rockefeller oder Gustav Stresemann. Während der "Goldenen Zwanziger" war das Adlon der Anlaufpunkt für zahlreiche internationale Gäste. Nach der "Machtergreifung" durch die Nationalsozialisten nahm der Höhenflug des Hotels ein vorläufiges Ende. In der Nacht vom 2. zum 3. Mai 1945 brannte das Hotel jedoch aus bislang ungeklärten Gründen nahezu völlig aus. Erst am 23. August 1997 wurde es in seiner heutigen Form wiedereröffnet und gehört nun zur Hotelkette Kempinski.
Der "Alte Fritz"
König Friedrich II. der Große von Preußen - auch bekannt als "Alter Fritz" - zählt zu den bedeutendsten preußischen Herrschern der Geschichte. Als "erster Diener des Staates" gilt er zudem als führender Repräsentant eines aufgeklärten Absolutismus. Sehr zum Mißfallen seines Vaters - dem "Soldatenkönig" Friedrich Wilhelm I. - interessierte er sich mehr für Literatur, Musik, Philosophie und die französische Sprache. Während seiner Regierungszeit galt Friedrich daher auch als großer Förderer der schönen Künste - legendär waren zudem auch seine Tafelrunden, zu deren Gästen auch der französische Philosoph Voltaire zählte. Außenpolitisch machte sich Friedrich auch als Feldherr einen Namen: mit den Schlesischen Kriegen - darunter dem Siebenjährigen Krieg - stieg Preußen als fünfte Großmacht in die Pentarchie mit Frankreich, Großbritannien, Russland und Österreich auf.
Das Berliner Stadtschloss
Das Stadtschloss von Berlin blickt auf eine lange Geschichte zurück: Im Jahre 1443 wurde es als Stadtresidenz der Hohenzollern gegründet. Nach der Novemberrevolution von 1918 wurde es als Museum genutzt - im Zweiten Weltkrieg wurde es stark beschädigt. Erst 1950 ließ der damalige SED-Chef Walter Ulbricht die Ruine als Symbol für den preußischen Absolutismus sprengen. In den 1970er-Jahren ließ die DDR-Führung an dieser Stelle den Palast der Republik errichten. Dieser wurde zwischen 2006 und 2008 aufgrund massiver Asbestverseuchung abgerissen. Bereits im Juli 2002 beschloss der Deutsche Bundestag den Wiederaufbau des Stadtschlosses an der gleichen Stelle. Die Kosten werden bislang auf insgesamt 590 Millionen Euro beziffert: 478 Millionen übernimmt der Bund, 32 Millionen die Stadt Berlin und 80 Millionen sollen durch Spenden finanziert werden. Der Baubeginn wurde aus Spargründen für 2014 beschlossen - die Eröffnung ist für 2019 geplant.
Glanz und Glamour auf der Berlinale
Die Internationalen Filmfestspiele Berlin - kurz Berlinale - gehört mit den Festivals in Cannes und Venedig zu den bedeutendsten der Welt. Das Festival wurde erstmals im Jahre 1971 mit US-amerikanischer Unterstützung im Berliner Titania-Palast veranstaltet. Mit dem Festival wollten die drei West-Alliierten die einstige Bedeutung Berlins als Filmstadt wiederbeleben. Zu den Gästen der ersten Jahre gehörten bekannte Schaupieler wie Sophia Loren, Gary Cooper, Jean-Paul Bemondo, Cary Grant, Rita Hayworth oder Errol Flynn.
Das Festival verstand sich als kulturelles Aushängeschild des Westens im eingeschlossenen Berlin. Während des Kalten Krieges wurde es dann zu einer wichtigen Begegnungsstätte von Filmemachern aus Ost und West. Im Gegensatz zum Glamour der Festivals in Frankreich und Italien sollte die Berlinale angesichts der Ost-West-Beziehungen vor allem eon Forum des politisch engagierten Films sein. Mit der Liberalisierung des Ostblocks konnten in den 1980er-Jahren auch lange unterdrückte Filme auf dem Filfestival gezeigt werden. Die erfolgreichsten Filme werden mit dem Goldenen und dem Silbernen Bär ausgezeichnet.
Filmstudio Babelsberg
Das Filmstudio Babelsberg in Potsdam-Babelsberg ist heute das größte Filmstudio Deutschlands und gleichzeitig das älteste der Welt. Seit 1912 haben namhafte Filmemacher zahlreiche bekannte Filme produziert, darunter "Metropolis" oder "Der blaue Engel". Bereits in den 1920er-Jahren zählte es zu den modernsten Tonstudios seiner Zeit; bekannte Schauspieler wie Greta Garbo, Heinz Rühmann, Lilian Harvey oder Heinrich George standen hier vor der Kamera. Seine Hochzeit hatte das Filmstudio allerdings während des "Dritten Reiches", als hier etwa 1.000 Filme gedreht wurden - darunter auch zahlreiche NS-Propagandafilme wie "Jud Süß". Zu Zeiten der DDR entstanden hier unter der Regie der DEFA über 700 Filme, mehr als 150 Kinderfilme und über 600 Fernsehfilme für den Deutschen Fernsehfunk. Zudem entstand hier 1974 mit "Jakob der Lügner" die einzige DDR-Filmproduktion. Heute ist das 46 Hektar große Areal ein Teil der Medienstadt Babelsberg.
Kulturhauptstadt Europas
Seit 1985 erhält jedes Jahr mindestens eine europäische Stadt den Titel der "Kulturhauptstadt Europas". Ziel soll es sein, den "Reichtum, die Vielfalt und die Gemeinsamkeiten des kulturellen Erbes in Europa herauszustellen und einen Beitrag zu einem besseren Verständnis für die Bürger Europas füreinander zu leisten". Verliehen wird der Titel durch den Europäischen Rat auf Empfehlung der Europäischen Kommission.
Um die neuen EU-Mitgliedstaaten einzubinden, sollen bis zum Jahre 2019 in der Regel jährlich zwei Titelträger - jeweils aus einem alten und einem neuen EU-Staat - ernannt werden. Inzwischen dürften aber auch Nicht-EU-Mitglieder teilnehmen. Als erste Kulturhauptstadt wurde im Jahre 1985 die griechische Hauptstadt Athen gewählt. Berlin führte 1988 als erste deutsche Stadt den Titel - gefolgt von Weimar im Jahre 1999 und dem Ruhrgebiet im Jahre 2010. Für das Jahr 2012 tragen Guimarães und Maribor den Titel.
Die "doppelte Hauptstadt"
Auch mehr als 20 Jahre nach der Deutschen Einheit ist noch immer nicht alle Bundesbehörden vom Rhein an die Spree umgezogen. Zwar wurde mit dem Hauptstadtbeschluss vom 20. Juni 1991 der Umzug von der Bundesstadt Bonn nach Berlin - bis heute fungiert Bonn quasi weiterhin als eine Art Nebenhauptstadt. So legt das Berlin/Bonn-Gesetz vom 26. April 1994 fest, welche Bundesministerien und -behörden nach Berlin umziehen. Bis heute haben sechs Bundesministerien weiterhin ihren Hauptsitz in Bonn - dazu zählen die Ministerien für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Verteidigung, Gesundheit, Bildung und Forschung, Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die übrigen Bundesministerien mit Hauptsitz in Berlin unterhalten weiterhin Nebenstellen in Bonn. Allein im Jahre 2011 betrugen die Kosten für den Doppelsitz der Ministerien rund 9,2 Millionen Euro, wovon etwa die Hälfte für Dienstreisen aufgewendet wurde.
Piraten in der Politik
Die Piratenpartei wurde am 10. September 2006 nach schwedischem Vorbild gegründet. Ursprünglich ging es den Piraten vor allem um das Internet und den freien Austausch von Wissen im Netz. Heute sind sie Teil einer internationalen Bewegung, die unter anderem auch für eine Stärkung der Bürgerrechte, mehr Demokratie und Mitbestimmung und mehr Transparenz eintritt. Zudem sehen sich die Piraten heute mehr als eine reine Interessenvertretung der "digital natives" und bezeichnet sich vor allem als "sozial-liberal-progressiv".
In Deutschland gehören derzeit über 20.000 Mitglieder der Partei an. Seit 2009 bilden die Jungen Piraten die Jugendorganisation der Piraten. Diese reklamieren für sich, die jüngsten Mitglieder unter allen Parteien zu haben. Das Durchnittsalter soll demnach etwa 31 Jahre betragen. Ihren Namen hat die Partei von Organisationen übernommen, die sich für den Schutz des Urheberrechts einsetzen und die Verbreitung von Raubkopien als Internet-Piraterie bezeichnen.
Am 27. Januar 2008 traten die Piraten erstmals bei der Landtagswahl in Hessen an und erhielt 0,3 Prozent der Stimmen. Bei den Bundestagswahl 2009 waren die Piraten mit 2,0 Prozent die mit Abstand stärkste Kraft unter den kleinen Parteien und Gruppierungen. Bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus 2011 zogen die Piraten mit 15 Abgeordneten erstmals in ein deutsches Landesparlament ein. Zudem ist sie in allen zwölf Bezirksverordnetenversammlungen vertreten. Bei den Landtagswahlen im Saarland am 25. März 2012 sowie bei den Landtwagswahlen in Schleswig-Holstein am 6. Mai 2012 und bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen am 13. Mai 2012 gelang den Piraten der Einzug in weitere deutsche Landesparlamente.
Olympia 1936 - zwischen Sport und Propaganda
Über den Stellenwert der Olympischen Spiele 1936 haben mittlerweile Generationen von Historikern gestritten. Vergeben wurden die Spiele zwar schon im Jahre 1931 - dennoch missbrauchten die nun regierenden Nationalsozialisten die Spiele für ihre Propagandazwecke, um das NS-Regime positiv im Ausland darzustellen. So erlebte Berlin nahezu perfekt organisierte Spiele mit einem bis dahin neuen Teilnehmerrekord: es nahmen 3.961 Teilnehmer aus 49 Nationen teil; rund vier Millionen Zuschauer erlebten die Spiele vor Ort, von wo aus zudem etwa 3.000 Journalisten aus 40 Ländern berichteten. Zum besonderen Flair der Spiele trugen zudem der erste Olympische Fackellauf in der Geschichte bei. Herausragendster Sportler war der farbige US-Amerikaner Jesse Owens - sowohl wegen seiner sportlichen Leistungen als auch wegen seiner sympathischen Art. Das bedeutenste und gleichzeitig auch umstrittenste filmische Werk über die Spiele war der zweiteilige Dokumentarfilm "Olympia" der deutschen Regisseurin Leni Riefenstahl.
Die Wannseekonferenz
Am 20. Januar 1942 kamen in einer Berliner Wannsee-Villa hochrangige Vertreter von nationalsozialistischen Reichsbehörden und Parteidienststellen zu einer Geheimbesprechung unter dem Vorsitz von SS-Obergruppenführer Reinhard Heydrich zusammen. Deren Ziel: die Bürokratie in die geplante Massenvernichtung von elf Millionen Juden einzubinden und der SS eine führende Rolle zu sichern. Der Völkermord an den europäischen Juden begann bereits nach dem Überfall auf die Sowjetunion mit Massakern im Baltikum, in Weißrussland und der Ukraine. "Mit Genehmigung des Führers" sollte die sogenannte "Endlösung der Juden" systematisch vorangetrieben werden. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 fielen etwa sechs Millionen Juden dem Völkermord zum Opfer.
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Kurzinfo: Berliner Mauer |
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Über 28 Jahre lang war die Berliner Mauer das Symbol für die Teilung Deutschlands während des Kalten Krieges. Sie grenzte die Westsektoren Berlins vom Ostteil der Stadt sowie von der DDR ab. Die Mauer umfasste 155 Kilometer und war vier Meter hoch - allein 43 Kilometer davon trennte die beiden Teile Berlins. Die innerdeutsche Grenze selbst war rund 1.400 Kilometer lang. Die Mauer unterbrach zwölf S-Bahn- und U-Bahnlinien sowie 193 Straßen. Es gab acht Grenzübergänge zwischen West- und Ost-Berlin sowie sechs weitere zwischen der DDR und West-Berlin.
Einer der wohl bekanntesten Grenzübergange war der Checkpoint Charlie zwischen dem Ost-Berliner Bezirk Mitte und dem West-Berliner Bezirk Kreuzberg. Von 302 Beobachtungstürmen aus kontrollierten 11.500 Soldaten der DDR-Grenztruppen die Grenzbefestigungen vor sogenannter "Republikflucht". Insgesamt 127 Kilometer Signalzäune und 105 Kilometer Gräben sollten einen Durchbruch mit Autos verhindern. Zudem gehörten 259 Laufanlagen für Wachhunde zur Grenzbefestigung.
Erbaut wurde die Mauer am 13. August 1961 unter dem Deckname "Rose". Als sogenannter "antifaschistischer Schutzwall" deklariert sollte sie jedoch vor allem die Menschen an der Flucht aus der DDR hindern. Dennoch versuchten in den folgenden Jahren mehr als 100.000 Menschen über die innerdeutsche Grenze in den Westen zu fliehen. Dabei kamen über 600 von ihnen ums Leben - allein an der Berliner Mauer starben mindestens 136 Menschen. Andere Forschungen gehen sogar von bis zu 245 Toten aus. Während sich die Westmächte mit Protesten zurückhielten, fühlte sich die DDR-Führung hingegen als Sieger. Erst am 9. November 1989 fiel die Mauer mit der Öffnung der innerdeutschen Grenze durch die DDR.
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990 wurden die tödlichen Schüsse infolge des sogenannten "Schießbefehls" an der Mauer in den Mauerschützenprozessen juristisch aufgearbeitet. Seit 1998 erinnert zudem die nationale Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße den Todesopfern an der Berliner Mauer. Sie umfasst neben einem Dokumentationszentrum auch die Kapelle der Versöhnung sowie ein 60 Meter langes Teilstück der früheren Grenzanlagen.
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Literaturtipps:
- Wladimir Kaminer und Vitali Konstantinov:
Ich bin kein Berliner. Ein Reiseführer für faule Touristen.
Goldmann 2007
Preis: € 8,95
ISBN-10: 3442542405
ISBN-13: 978-3442542406
- Carolin Huder und Lucia Jay von Sodeneck:
111 Orte in Berlin, die man gesehen haben muss.
Emons 2011
Preis: € 14,95
ISBN-10: 3897058537
ISBN-13: 978-3897058538
- Ulrike Krause und Enno Wiese:
ADAC-Reiseführer Berlin.
ADAC Verlag GmbH 2010
Preis: € 7,95
ISBN-10: 3899054288
ISBN-13: 978-3899054286
- Ulrike Krause und Enno Wiese:
ADAC Reiseführer plus Berlin Potsdam mit Schloss Sanssouci.
ADAC Verlag GmbH 2010
Preis: € 9,95
ISBN-10: 3899052420
ISBN-13: 978-3899052428
- ADAC Reisemagazin:
Berlin.
ADAC Verlag 2009
Preis: € 7,80
ISBN-10: 3899057376
ISBN-13: 978-3899057379
- Christine Berger:
Marco Polo Reiseführer Berlin.
Mairdumont 2009
Preis: € 9,95
ISBN-10: 3829703732
ISBN-13: 978-3829703734
- Marco Polo:
Marco Polo Stadtführer Berlin für Berliner 2012.
Mairdumont 2011
Preis: € 9,99
ISBN-10: 3829709404
ISBN-13: 978-3829709408
- GEO
Geo Special Berlin.
Mairdumont 2009
Preis: € 8,-
ISBN-10: 9783570198667
ISBN-13: 978-3570198667
- Merian
Merian Berlin und Potsdam.
Travel House Media 2005
Preis: € 7,50
ISBN-10: 3774270031
ISBN-13: 978-3774270039
- Jakob Hein:
Gebrauchsanweisung für Berlin.
Piper 2011
Preis: € 12,95
ISBN-10: 3492275761
ISBN-13: 978-3492275767
- Michael Lewitscharoff:
Das Berlin-Paket.
Ars Edition 2004
Preis: € 59,-
ISBN-10: 3760718426
ISBN-13: 978-3760718422
- Erik-Jan Ouwerkerk:
Berlin 24 h.
Nicolai'Sche Verlagsbuchhandlung 2004
Preis: € 14,90
ISBN-10: 3894791322
ISBN-13: 978-3894791322
- Ralf Freyer und Barbara Schaefer:
HB Bildatlas Berlin.
HB-Verlag 2009
Preis: € 8,50
ISBN-10: 3616065844
ISBN-13: 978-3616065847
- Nicola Bramigk und Katharina Gossow:
Ein perfektes Wochenende in ... Berlin.
Verlag Süddeutsche Zeitung 2007
Preis: € 9,90
ISBN-10: 3866154224
ISBN-13: 978-3866154223
- Christine F., Kai Hermann und Horst Rieck:
Wir Kinder vom Bahnhof Zoo.
Stern-Verlag 2004
Preis: € 9,90
ISBN-10: 3570023915
ISBN-13: 978-3570023914
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